Ehe mit marokkaner (moslem)?

20 Antworten

Kommt darauf an, nicht jeder Marokkaner und nicht jeder Moslem ist gleich.

Wenn der Vater allerdings so strenggläubig ist, könnte er Probleme machen, hier hängt es davon ab, wie gut der Sohn von Eltern und Familie emanzipiert ist und auch davon, was er von Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau hält. Ich denke da besonders an die Kindererziehung und die Frage, ob er automatisch davon ausgeht, daß die Kinder als Muslime erzogen werden, oder ob die Religion der Mutter in der Erziehung einen ebenbürtigen Stellenwert haben soll. Käme es für ihn infrage, die Kinder jederzeit selbst in religiösen Belangen entscheiden zu lassen, nicht beschnitten zu sein, Schweinefleisch zu essen, wenn sie es mögen, etc.

In diesen Fragen sollte er dir eine befriedigende Antwort geben können und Frieden mit seinem Vater schließen, BEVOR ihr heiratet.

Eine eher neutral eingestellte Polnische Christin und einem gläubigen Marokkaner?

Es wird sich vieles ändern, das ist sicher. Susietext hat es ja schon genannt:   Von Aufgabe der Selbstbestimmung bis Zelebrieren der Muslimischen Festen. 

Außerdem vergessen viele europäische Frauen gerne dass sie nicht einen Mann heiraten, sondern in einen Clan einheiraten. Da reden dann später alle ein Wörtchen mit, und sogar da, wo dein Mann vielleicht nett und nachsichtig ist, können enge Verwandte noch ganz gewaltig Druck ausüben.

Wie das geht? Hier ein Beispiel von vor fünfzehn Jahren. Zugegeben, es ist etwas länger her, aber jeder weiss, dass sich in traditionelle Familien die Gewohnheiten und Sitten nicht so schnell ändern.

Meine Tante betreute in den Niederlanden eine Afghanische Flüchtlingsfamilie. Wirklich nette Leute, Vater, Mutter zwei kleine Kinder. Sie bekamen eine schöne Wohnung, der Mann fand bald Arbeit, alles war in Butter. Dann zog die Schwiegermutter und zwei jüngere Söhne des Mannes auch nach Europa, und landeten in Düsseldorf. Sie wohnten mehrere hundert Kilometer weg, aber ihre Einflussnahme war gewaltig. Als sie bei einem Besuch in Holland gesehen hatte, dass es dem ältesten Sohn ganz gut ging, fand sie, dass ein paar zusätzliche Söhne angebracht wären. Ihre Schwiegertochter war aber der Meinung, dass das nicht unbedingt sein sollte. Anfangs war ihr Mann auch der Meinung, aber dann kamen die Brüder immer öfter vorbei, zitierten Koran und redeten auf den Ältesten ein, und sehr bald änderte sich die Stimmung. Die Frau durfte das Haus nicht mehr verlassen, sie durfte nicht alleine einkaufen gehen, oder einen Arzt aufsuchen. Alsbald gingen ihr die Verhütungsmittel aus, Ruck-zuck war sie schwanger und das gleich zwei mal hinter einander. Jetzt hat sie vier Kinder, die Schwiegermutter ist zufrieden, und sie darf wieder -mit vier Kinder im Schlepptau- ihre Einkäufe alleine erledigen. All das hat meine Tante, eine sehr kämpferische Anwältin einer Gewerkschaft, nicht verhindern können, da die Afghanische Frau ihr das zwar alles weinend erzählt hat, aber nicht bereit war, ihren Ehemann an zu zeigen.

Es gibt über drei Milliarden Männer auf der Welt. An deiner Stelle würde ich mal nach einem besseren Deal Ausschau halten.

Schwervelke: Aber so ein arabischer Prinz, der sie ausgewählt hat und zärtlich ins Ohr flüsterte, " du bist die einzige Frau die ich jemals lieben konnte". Und das nach drei Monaten, da weiß Frau das 1001 Nacht jetzt eröffnet ist. Das Niqab Vollverschleierung wird sie vor der Hetze der Kuffar schützen, wenn ihr orientalischer Prinz im Sinne der Sure "die Weiber" mal zugeschlagen hat und sie hat erkannt was Mutti damit sagen wollte "der Islam gehört zu Deutschland". Eine politisch korrekte junge Frau weiß wo sie den Vater ihrer Kinder zu suchen hat.

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@LancelotIV

Ich weiss, ich weiss. Aber es gibt Frauen die kann man mit "Ratio" nicht erreichen. Erstens steht das Kind unter dem Einfluss ihrer Hormone, die jeden Stinkschwamm in ihren Augen zum Mister Universe werden lassen. Und weiter gibt es einen gewissen Reiz des Exotischen. Vielleicht hat sie ein schwaches Selbstbewusstsein, und empfindet es als eine Wohltat, in einer "Gemeinde" akzeptiert zu werden, unabhängig davon, ob es sich um eine Großfamilien, eine Moscheegemeinde oder die Gruppe der Wanderpinguine, wie ich die Verschleierten nenne, handelt.

Die Tatsache, dass die Frage hier erscheint, und dass sie die nicht mit ihren Eltern, ihren Freundinnen oder anderen Bezugspersonen erörtert, zeigt doch auch, dass sie kein funktionierendes soziales Umfeld hat, keine Menschen die sie beschützen und es gut mit ihr meinen. Und dann braucht nur einer zu kommen, und zu sagen, "Du bist die Sonne die niemals untergeht" und sie kriegt einen Herzschlag wie ein Kanarienvogel. Da hilft keine Einsicht, kein Wissen, keine Lebenserfahrung.

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Habt ihr vielleicht schon erfahrung und könnt mir sagen was sich nach der eheschließung für mich verändern wird

Das ist eine interessante Frage. Aber die Addressaten deiner Frage sind die falschen! Diese Frage musst du deinem potentiellen Ehemann stellen, den hier niemand kennt.

Kurz: ihr beide müsst reden. Du solltest ihm klar machen, dass du Christin bist und bleiben willst und auf Gleichberechtigung bestehen wirst, z. B. dass du deinen Beruf weiter ausübst. Alle Entscheidungen, die familiär von Bedeutung sind, fällt ihr gemeinsam. So ist es in Deutschland Brauch und Recht! Die Ausübung seiner Religion musst du ihm zusichern, so wie er dir die freie Ausübung deiner Religion zusichern muss. Danach solltest du ihn fragen, was er in eurer Ehe erwartet.

Vom Ergebnis des Gespräches kannst du dann deine Entscheidung abhängig machen.

Noch zwei Fragen: dein Freund ist Marokkaner. Wie ist denn sein Aufenthaltsstatus? Hat er ein Einkommen? Als Ehemann einer EU-Angehörigen verbesserte sich natürlich sein Aufenthaltsstatus - und wenn du das Familieneinkommen verdienst, auch sein materieller Lebensstandard. Ich weise deswegen darauf hin, weil ich nicht beurteilen kann, ohne ihn zu kennen, ob er vielleicht nur aus diesen Gründen die Ehe mit dir eingehen will. Wenn er ein streng religiöser Moslem wie sein Vater ist, könnte man ein Eheschließungsmotiv vornehmlich im Aufenthaltsrecht oder, wenn er keine Arbeit hat, in materiellen Gegebenheiten vermuten - in diesen Fällen kann man dir von einer Ehe mit ihm nur abraten.

Mehr kann man leider nicht raten. In jedem Falle gilt, solange ihr in Deutschland lebt, deutsches Recht! Und nach diesem seid ihr eine Ehegemeinschaft mit gleichen Pflichten und Rechten!

Mögest du die richtige Entscheidung treffen. Viel Glück! 🙂 

MfG

Arnold



Eine recht umfassende und überlegte Antwort, mit nur einem kleinen Fehler! - Sie ist "keine Christin", da sie nach eigenen Angaben "nicht gläubig" ist.

Ansonsten DH!

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Noch eine Korrektur:

Nach einem Kommentar der Fragestellerin an anderer Stelle ist ihr Freund deutscher Staatsbürger, also nicht oder nicht mehr Marokkaner.

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@HansH41

@HansH41

..... Wobei der deutsche Pass aus einem eingefleischten Marokkaner und Muslim noch lange keinen Deutschen macht! :-) 

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@hummel3

hummelI3: Für Mutti schon und wenn dann politisch korrekte junge Frauen danach handeln, "Islam gehört nach Deutschland", dann ist die Zukunft dieses Land abgesichert!

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@hummel3

@hummel  Leider hast du oft recht mit deiner Meinung.

Aber: Ich betrachte den deutschen Pass als Aufforderung, sich wie ein Deutscher zu benehmen.

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