Ehe für alle Deutschland?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

In unseren Breitengraden sollten Religionen und Weltanschauungen die persönliche Sache jedes einzelnen sein. 

Zu Deiner Frage: Hier ist es (leider) immer noch üblich, der Kirche und sogenannten christlichen Trägern Sonderrechte einzuräumen. Ich denke hier zum Beispiel an  Charitas und Diakonie. Sie treten u.a. als Träger für Kindergärten, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen auf, die jedoch fast ausschließlich gesamtgesellschaftlich, also staatlich (nicht durch Kirchensteuern) finanziert werden. Wer soll in einem Krankenhaus versorgt werden? Richtig, jeder, bei dem die Notwendigkeit besteht. Es handelt sich also um gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die man solchen Trägern überlässt. Ist ja nicht so schlimm, oder? Naja, die Arbeitnehmer in solchen Einrichtungen müssen sich dem parallel laufenden Kirchenrecht unterwerfen. Auch wenn folgendes nicht immer passiert, haben christliche Träger hier die Möglichkeit legal ihre Angestellten zu diskriminieren. Das bedeutet, wenn jemand konfessionslos ist oder einer anderen Religion zugehört oder geschieden ist oder sexuell vom "christlichen Wertesystem" abweicht, kommt es nicht zur Einstellung oder es kommt zu Entlassungen, die so tatsächlich begründet werden dürfen. Kein anderer Arbeitgeber dürfte in diesem Land jemanden aufgrund seiner Konfession oder persönlichen Weltanschauung entlassen. Das widerspräche dem Grundgesetz.

Allerdings soll sich der Staat aus kirchlichen Belangen raushalten. Das ist ja auch sinnvoll. Aber warum finanziert er das Ganze dann und handelt es sich bei gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, deren Zielgruppe alle (unabhängig von persönlichen Überzeugungen) sind, noch um kirchliche Angelegenheiten? Ich finde das nicht.

Selbst wenn es die Ehe für alle bald geben sollte, eine Gleichberechtigung ist dann noch immer nicht gegeben, u.a. weil homosexuelle Menschen immer noch um ihren Job im sogenannten christlichen, aber tatsächlich öffentlich finanzierten, Krankenhäusern, Kindergärten und weiteren Einrichtungen um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen.

Diese Art der christlichen Prägung bleibt dann erhalten.

Wenn ich mir jetzt gewisse Diskussionen anhöre, was Sterbehilfe und weitere ernste Themen betrifft, stelle ich fest, dass auch diese stark durch christliche Institutionen bestimmt wird. Mal angenommen, solche Themen werden eindeutig zugunsten jener Personengruppen geregelt, die eine aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen möchten - Welcher Mensch mit christlicher Überzeugung würde davon beeinträchtigt sein. Kein einziger. Er muss solche, seinem persönlichen Glauben widersprechenden Angebote ja nicht annehmen und kann weiterleben, wie bisher. Und wer wird durch christlich mitbestimmte Themen beeinträchtigt? Jeder, der solche Angebote nicht wahrnehmen darf, auch noch durch eine Begründung, die er nicht teilt. Das heißt, dass es viele Angelegenheiten gibt, die zumindest von christlichen Institutionen mitbestimmt werden, so dass eine Optionserweiterung, die gläubigen Menschen keinen Nachteil bringen, der Mehrheitsgesellschaft aber weitere Handlungsmöglichkeiten bringen würden, unterbunden wird.

Also würde unser Land auch noch durch kirchliche Institutionen mitbestimmt werden, wenn es endlich die Ehe für alle gäbe...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Mottentierchen
02.07.2017, 14:56

Ach du Schreck... Im Übereifer echt groteske Fehler im Satzbau und der Rechtschreibung gemacht... Ich kann ja nichts mehr ändern, aber wenigstens eins möchte ich hervorheben: Ich meine natürlich "Caritas" und nicht "Charitas"... Junge, Junge... ;-)

1

Deutschland ist ein freiheitlich, demokratischer Rechtsstaat und kein christlicher Gottesstaat...

Einzelne (modifizierte) Elemente finden sich sicherlich auch im Gesetz wieder.

Allerdings:

Kein Richter begründet seine Urteile anhand der Bibel

Das hindert praktizierende Christen nicht daran, sich bestmöglichst an die Regeln ihres Glaubens zu halten.... 

( sofern dadurch die individuelle Freiheit anderer Menschen im Rahmen der geltenden Gesetze nicht eingeschränkt wird...)

Natürlich ist es laut Christentum nicht erlaubt, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten. 
Kein Christ muss gleichgeschlechtlich heiraten...gar niemand muss das.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von AgoodDay
02.07.2017, 13:46

Ich bin Christ und finde nicht, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten sollten.

Ich finde, das ist eigentlich "nur" Definitionssache. Das Wort so definierst, dass es um Frau und Mann geht. Also ändert man entweder die Definition, oder man nennt es halt anders.

1

Deutschland ist in erster Linie ein demokratisches Land. Von daher gesehen gilt das Recht der Mehrheit.

Im Fall der "Ehe für Alle" muss es allerdings dahin gestellt bleiben, ob dies tatsächlich mehrheitlicher Wille ist.

Meiner war es nicht, und der meines Umfeldes auch nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ninaxx2
02.07.2017, 23:19

Das ist doch nur so ein Trend.. Die Homos brauchen meiner Meinung nach nur irgendwas um den nächsten CSD zu rechtfertigen..

Früher gingen sie auf die Str weil sie diskriminiert wurden etc

Heute gibts nichts mehr.. Da braucht es die Homoehe für die man kämpft

Aber es entspricht nicht dem Willen der Mehrheit, hat man ja bei der Bildungsplan Debatte gesehen.

Es ist einfach nur grad Trendy als Homo zu heiraten

1

Hallo bjk12345

Zuerst einmal muss ich dir sagen: das ist ein sehr mutiges Thema das du hier anschneidest. Viele machen sich zwar dazu ihre Gedanken aber kaum einer spricht sie aus.

Nun zu meiner Antwort: Es ist doch nichts ungewöhnliches dabei wenn Menschen (oder Tiere) des gleichen Geschlechtes miteinander Sex haben. In der Tierwelt kann man das sehr häufig beobachten. Also warum nicht bei uns Menschen.

Was den Christlichen Glauben angeht ist das Ganze etwas schwieriger. Wenn man sich die 10 Gebote <https://de.wikipedia.org/wiki/Zehn\_Gebote> ansieht, steht nichts drin, was die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern verbietet.
Es gibt lediglich ein Ehebruchsverbot (Du sollst nicht die Ehe brechen). Das sagt aber nichts über die Art der Ehe aus.
Die 10 Gebote ... sind als direkte Rede Gottes an sein Volk, die Israeliten, formuliert, und fassen seinen Willen für das Verhalten ihm und den Mitmenschen gegenüber zusammen.
Sie haben im Judentum wie im Christentum zentralen Rang für die theologische Ethik und haben die Kirchengeschichte und die Kulturgeschichte Europas und des außereuropäischen Westens mitgeprägt
(Wikipedia)

Wenn ich nun davon ausgehe, dass die Zehn Gebote die Grundlage des Christlichen Glaubens sind, sehe ich in einer Ehe für alle keinen Widerspruch zum christlichen Glauben.

Übrigens: Ich bin kein gläubiger Mensch und seit fast 20 Jahren glücklich mit meiner Frau verheiratet :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ninaxx2
02.07.2017, 23:25

Tiere haben auch Sex mit Mutti Vati usw

Tiere töten Ihre Kinder

Tiere fressen den Partner 

usw

Tiere sind kein Vergleich zum Menschen. Tiere handeln instinktiv, wir sind keine Tiere. Wir wissen was richtig und falsch ist.

Homosexualität ist definitiv falsch

1
 Es widerspricht ja dem christlichen Glauben!

Nirgendwo im "Wunderwerk" Bibel, die ja die Grundlage für alle christlichen Glaubensrichtungen sein soll, wird erklärt, dass NUR die Ehe von Mann und Frau geschlossen werden soll! Das anerkennen sogar mehrheitlich christliche Quellen, z. B. hier 

http://www.bibel.com/faq/ehe-schliessung-durch-sex.html

Es wurde hier wiedermal (wie so oft in der Geschichte) einfach das Gesetzeswerk an die Realität angepasst. Es wird Zeit, dass sich auch diverse Christen der Realität anpassen! So wie das Recht für Frauen, auch ohne Erlaubnis ihres Ehegatten Auto zu fahren (ab 1958), oder die Abschaffung des Paragrafen 175 (1994) u. a. gegen den Widerstand des kirchlichen Establishment durchgesetzt wurden. 

Da inzwischen wissenschaftlich bewiesen ist, dass die Homosexualität keine teuflische Krankheit ist oder vom "freien Willen" des Menschen verursacht wurde, sollten die Christen ihren Gott fragen, welchen Sinn er der Existenz von homosexuellen Neigungen gegeben hat! Und warum er nun plötzlich gegen die Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Paaren sein sollte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ninaxx2
02.07.2017, 18:57

Die Ehe definiert sich über Mann und Frau.. Ansonsten können Leute auch sagen, Ich möchte jetzt meinen Hund heiraten, ich verlobe mich mit meinem Kaktus. Es ist lächerlich wenn 2 Typen von Ehe sprechen;-)

2
Kommentar von bjk12345
02.07.2017, 20:03

666Phoenix es ist gegen die Natur und auch gegen Gott da Gott will das wir uns verbreiten

2

finde nicht, dass das gegen den christlichen Glauben spricht. Warum sollte Gott es denn blöd finden, wenn Menschen sich lieben?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von miamia99
02.07.2017, 13:46

Natürlich hat Gott nichts dagegen, wenn Menschen sich lieben. Er hat aber etwas gegen homosexuelle Akte, die Bibel äußert sich dazu ziemlich klar. Glaube und Homosexualität gehen wirklich nicht zusammen... 

2

das widerspricht zur zeit noch dem christlichen glauben.

aber aus der erkenntnis ist es eine gute sache.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde, das man jedem das Recht einräumen soll, zu heiraten oder nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?