Ehe auf der Basis von Verbundenheit und Begehren, aber ohne Liebe?

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8 Antworten

Du hast es schon richtig erkannt, auf den Nullpunkt kannst du momentan nicht zurück, dazu lässt du dich noch allzu sehr von Geschehenem belasten. Deine Frau hingegen kann es, denn sie wurde von alldem eher verschont.

Ich denke, ich könnte genauso wenig wie du wieder bei Null anfangen. So etwas muss Stück für Stück aufgearbeitet werden, ein (wenn auch langes) Gespräch hilft da sicherlich nicht.

Vielleicht nehmt ihr beide euch mal eine kleine Auszeit. Das muss nicht bedeuten, dass ihr in der Zeit lustig durch fremde Betten springen müsst/sollt, aber du könntest z.B. schauen, inwiefern du sie noch wirklich vermisst, wie wichtig sie dir noch ist. Etwas Zeit für euch allein kann nicht schaden. Möglicherweise fasst du danach neuen Mut, nochmal mit kleinen Schritten anzufangen. 

Sollte sich deine Meinung allerdings nicht ändern.. tja, dann heißt es wohl Abschied nehmen, so bitter es auch ist. Bleib nur mit ihr zusammen, wenn du sie noch wirklich liebst, nicht aus Mitleid oder wegen gutem Sex (so denkst du auch, davon bin ich überzeugt).

Und noch ein Kommentar zu eurem klärenden Gespräch: Solltet ihr dabei nicht auch neue Beziehungsregeln aufgestellt haben, kann es schnell wieder krachen, so sehr ihr euch auch Mühe gebt. Eine Regel wäre beispielsweise häufige und ehrliche Kommunikation. Eine zweite Regel könnte sein, eine bessere Art an Kommunikation zu erlernen. Da sie sich häufig von deinen Worten angegriffen gefühlt hat, könntest du deinen Stil, Probleme anzusprechen, zu ändern versuchen (manche Kommunikationsart ist oft unwissentlich falsch gewählt). 

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Ich war in der gleichen Situation wie du. Selbst eine Eheberatung, zu der wir auf Wunsch meines damaligen Mannes gegangen sind, hat nichts geändert. Meine Liebe war auf null, wenn nicht -0.
Ich habe allerdings klar gesagt, ich will nicht mehr, ich liebe ihn nicht mehr und werde mich trennen.
Es war hart aber ich wollte keine Hoffnungen schüren. Du hast mit deiner Aussage, ich liebe dich, Hoffnungen geschürt. Wenn du nicht mehr kannst, solltest du klipp und klar sagen was Sache ist und auch bald die räumliche Trennung veranlassen!!
Sonst wird Hass daraus!
Schonend und langsam trennen geht nicht! Das wird dann Krieg!
Den gab es bei mir zu keinem Zeitpunkt.

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Ich verstehe sowieso immer nicht, wieso so viele Paare noch zusammen sind, obwohl sie sich überhaupt nicht mehr lieben. Das ist weder gut für einen selber noch für die Kinder (falls vorhanden). Wenn du so, wie es jetzt ist, mit deiner Frau zusammen bleibst, wirst du dich vermutlich über kurz oder lang in eine andere verlieben und eine Affäre beginnen. Deswegen ist es besser, jetzt ehrlich zu sein. Ich bin der festen Überzeugung ( weil ich es auch im Bekanntenkreis soooooo oft erlebe) , dass man sich in einer Beziehung ohne Liebe einfach kaputt macht. Dann lieber mal ne Weile Single sein.

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Sorry, ich finde das schräg.

Liebe hat für mich wenig mit Gefühlen zu tun. Wenn es nur nach meinen Gefühlen ginge, würde ich mich drei Mal am Tag scheiden lassen (und mich drei Mal am tag wieder mit meinem Mann zusammentun).

Liebe ist eine Entscheidung.

Natürlich gehören Dinge wie Vertrauen, gemeinsamer Humor, körperliche Nähe/Anziehungskraft, Zugehörigkeit, Freundschaft, ... mit dazu.

Aber ich bleibe dabei: Liebe ist kein Gefühl.

Du sagst, dass du keine Liebe mehr hast - für mich hast du damit eine Entscheidung getroffen. Und nun wäre es an der Zeit, ehrlich zu sich selbst zu sein.

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Danke für die vielen Antworten. Das hat mir sehr geholfen, auch die verschiedenen Perspektiven und Erfahrungen. Ich habe mich nun entschlossen erst mal mit ihr gemeinsam ein paar Tage aus dem Alltag auszubrechen und wegzufahren. Eine intensive Zeit zu zweit - mal ohne Kind und Alltag und evtl. auch mal eine intensive Zeit nur für mich allein, um zu sehen ob ich sie vermisse. Ich muss herausfinden ob ich einfach nur nachtragend bin, oder ob sich die Liebe wirklich in Luft aufgelöst hat. Was wenn ich nur nachtragend bin, alles hinschmeiße und dann merke dass es ein Fehler war. Ich meine eine 14 Jahre alte Ehe mit Haus und Kind, da sollte man sich schon wirklich sicher sein, oder? Wenn eine intensive Zweisamkeit und Einsamkeit nichts an meinen Gefühlen ändert, dann sehe ich ein, dass es Zeit ist loszulassen. 

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Ich denke... Du solltest ihr das genau so schildern wie du es auch hier tust... Die Wahrheit tut weh... Dass wissen wir alle aber findest du nicht dass du mit dieser anlüge nicht auf Dauer albern kannst... So geht das nicht... Meiner Meinung nach war euer langes Gespräch NOCH garnicht zu Ende.... Du... IHR müsst etwas finden wo ihr beide damit zufrieden seid... Mach die Augen auf... Es ist nicht Leicht, aber du musst unbedingt die Initiative ergreifen und deinen Mann stehen egal in welcher Situation du dich befindest...

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Ich kann dir vielleicht nicht ganz helfen, aber dir vielleicht eine Sache sagen, die ein bisschen hilfreich sein könnte.

Ich habe mit einem Partner schluss gemacht, den ich zwar noch mochte, aber bei dem ich wusste, dass ich nicht mit Ihm zusammen sein kann, weil ich ein paar grundsätzliche Dinge in meinem Leben vermisst habe.

Die Phase, in der ich nach und nach mich von ihm versucht habe zu lösen war sowas von unerfahren und total daneben; es war so (und das ist etwas das ich auch bei deiner Geschichte gelesen habe) dass ich ihm immer wieder irgendwie hoffnung gemacht habe, ohne das richtig zu wollen. Das ist darin geendet, dass er mich am Ende sowas von gehasst hat, weil ich ihm damit viel mehr wehgetan habe, als es hätte sein müssen.

Deswegen glaube ich, dass es das beste ist, wenn man wirklich so weit ist und denkt, dass man schluss machen muss, dass man damit auch konsequent sein muss.

Die ganze situation ist auf deutsch gesagt absoluter Scheibenkleister, aber es ist weniger scheibenkleister, wenn man es richtig macht und von anfang an der Wahrheit ins gesicht sieht, denke ich. So habt ihr wenigstens eine Chance, als Freunde auseinander zu gehen und vielleicht auch darüber hinaus noch zu bleiben.

Unentschlossenheit bei soetwas, macht alles nur noch viel mehr kaputt, fürchte ich.

Ich hoffe das hilft dir.

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Was das betrifft kann ich leider nicht mitreden. 

Aber, ich habe vor kurzen ein echt gutes Buch (meiner Meinung nach) gelesen wo es so ziemlich um das geht was du beschreibst. 

Falls du daran interessiert bist, es heißt: Die Liebe ist eine Heimtükische Herausforderung von Andrew Clover. 

Vielleicht hilft es ja daraus Schlüsse für sich selbst zu ziehen. Ist übrigens auch kein typischer Frauenroman ;) 

Na dann drück ich die Daumen das du für dich herausfinden wirst welches der rechte Weg für dich ist. 

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