Wem gehört das Erbe oder dessen Teile zwischen Tod und Erbschafteröffnung?

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5 Antworten

Was hat der Notar oder dessen Versicherung mit Diebstahl von Nachlassgegenständen zu tun?

Der Nachlass fällt dem oder den gesetzlichem/n oder vom Erblasser abweichend verfügten Erben (ggf. in Gesamthandsgemeinschaft einer Erbengemeinschaft) mit seinem Erbfall (Sterbetag) automatisch an.

Auf die Eröffnung eines Testaments käme es bei diesem Eigentumsübergang garnicht an, das spielt nur bei der Frage, wer tasächlich Erbe und dann zu welcher Quote an der Verteilumng des Reinnachlasses würde, was übereinstimmend unter den Erben zu regeln wäre.

Wird der Nachlass beraubt oder unterschlagen, zählen Nachlassgegenstände logischerwesie nicht mehr zu dem Reinnachlass, der verteilt werden könnte, wenn der Täter nicht zu ermitteln und damit auf Herausgabe verklagt werden könnte oder sich davon entreichert hätte (Verkauf, Schenkung) aber wg. Mittellosigkeit nicht zum Ersatz des Schadens verpflichtet werden könnte.

G imager761



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Was soll ein Notar damit zu tun haben? Das Vermögen des Erblassers geht mit dem Tod auf die Erben über. Daran ändert auch eine etwaige Unklarheit über die Erben nichts. Zur Sicherung des Nachlasses kann das Nachlassgericht einen Nachlasspfleger bestellen, was aber selten vorkommt.

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Kommentar von amadeusaspragus
08.03.2017, 19:50

Wer ist das Nachlassgericht und warum wird die Sicherung selten durchgeführt?

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Kommentar von Ronox
08.03.2017, 19:56

Das zuständige Nachlassgericht ist im Regelfall das Amtsgericht am letzten gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erblassers. Die Möglichkeiten der Sicherung des Nachlasses und die Nachlasspflegschaft sind im § 1960 BGB geregelt.

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Dem Erben.

Nach §1942 Abs 1 BGB geht die Erbschaft automatisch auf den Erben über.

https://dejure.org/gesetze/BGB/1942.html

Der Übergang auf den Erben bedarf keiner Feststellung und keiner Handlung und erfolgt sofort mit den Tod des Erblassers, aber eben vorbehaltlich der Ausschlagung.

Auch wenn die Erbfolge unklar ist, ändert sich nichts daran. Relevant ist dies, z.B. wenn der Erbe selbst verstirbt. Hier reicht schon der Bruchteil einer Sekunde (sofern sich die Reihenfolge nachweisen läßt), um zu erben und dann weiter zu vererben.






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Es gehört den zukünftigen Erben. Wer sich ungerechtfertigt bereicht, kann angezeigt werden wegen Unterschlagung.

Problem kann sein, es zu beweisen.

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Kommentar von amadeusaspragus
08.03.2017, 19:44

Ok, aber wenn es von Dritten gestohlen wird? Ist die Gruppe "künftige Erben" eine Rechtsperson? Kann sie sich gegen Brand und Diebstahl versichern? Wer wird aktiv, falls das zu erbenden Haus abfackelt, aber unbekannt ist, wer es erbt?

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Vielen Dank für die vielen Antworten. Hat mir sehr geholfen.

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