Echte Namen in meinem Buch verwenden?

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9 Antworten

Meiner Ansicht nach hängt es stark davon ab, wie sehr du Ortsnamen und allgemein Namen veränderst und wie detailiert du auf die Personen eingehst.

Ich fürchte nicht rechtliche Probleme, aber vielleicht, dass es gewisse Leute nicht wollen könnten, negativ in einem Buch erwähnt zu werden oder mit ihren Problemen im Buch dargestellt werden (da denke ich vor allem an deine Mitpatienten und eventuelle Betreuer).

Mit geänderten Ortsnamen (vielleicht sogar ein fiktiver Ort?) und geänderten Institutsnamen dürfte das schon schwerer identifizierbar werden. Denn die meisten Personen dürften nicht wissen, dass XY mit dir (der Autorin) irgendwann ein Mal in der Psychiatrie war oder dass XY für gewisse Dinge verantwortlich ist. Das passiert ja alles in einem sehr vertraulichen Namen, weshalb ich denke, dass wenn du da die Namen änderst, es sehr schwer nachweisbar werden dürfte, wenn es nicht gerade um explizite Personen geht.

Zum Schutz der Leute im Buch und eventuell auch zum Schutz deiner Person (wenn du gedenkst, neben dem Schreiben auch einen anderen Job zu machen und Bewerbungen auszuschicken) könnte es aber bei so einer autobiographischen Geschichte, die psychische Krankheiten bzw Aufenthalte in der Psychiatrie beinhalten gut sein, das Buch unter einem Pseudonym zu veröffentlichen, damit zukünftige Arbeitgeber und vielleicht auch manche nicht so liebe Freunde das Buch nicht ganz schnell mit dir in Verbindung bringen können (zwar offiziell kein Grund für eine Absage, aber ich könnte mir doch denken, dass manche Arbeitgeber das so rationalisieren, dass sie niemanden in der Firma haben wollen, der schon mal in der Psychiatrie war, weil da jederzeit die Gefahr auf einen Rückfall besteht o.ä.). Damit wären gewisse Personen auch stärker geschützt, da es dann schwerer wird, das nachzuverfolgen – die Erlebnisse und die Geschichte ist ja deshalb nicht weniger wahr. Nur ein Gedanke – ist aber letztendlich deine Entscheidung.

Viel Glück!

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Guten Morgen,

zuerst mal: Rechtfertige dich nicht fürs Schreiben! Ich schreibe selbst, zwar nur fiktional, aber das ist in diesem Punkt ja egal. Schreiben ist toll. Es kann unglaublich viel bewirken.

So wie ich dich verstehe soll es kein Buch nur für dich oder Familie/Freunde werden?

Ich habe schon mehrere Biografien / Autobiografien gelesen. Da waren auch Erfahrungsberichte von Menschen, die z. B. über Aufenhalte in Krankenhäusern oder Psychatrien schrieben. Da waren die Namen immer geändert. Oft gab es auch keine Ortsbezeichnung, Altersnennung der Personen usw. Ob dies eine rechtliche Notwendigkeit ist weiß ich aber nicht. Ich würde dir aber dazu raten.

Du solltest aber diesbezüglich - falls möglich - in der betreffenden Einrichtung nachfragen. Vielleicht möchte ja jemand der Betreuer sogar genannt werden? Auch dies wäre nämlich möglich. Möchte jemand gar nicht genannt werden, weil die Person vielleicht ein absolut erkennbares Merkmal hat oder einfach weil es der Person unangenehm ist, kannst du das berücksichtigen.

Wenn du jegliche Ortsangaben weglässt hast du schon mal einiges anonymisiert.

Wie weit du gehen MUSST um alles rechtlich sauber zu haben weiß ich nicht. (Wie oben erwähnt: Ich schreibe nur fiktionale Geschichten.) Es gibt aber sicherlich auch Plattformen, Foren und Fachleute für deine Art der Erzählung.

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Das Thema ist heftig, Psychiatrie ist nicht gerade etwas, das man als Namensschild trgen möchte. Beamte in welchem Dienst auch immer, die versagt haben, So etwas muss dann ganz, ganz stark verfremdet werden.

Du solltst das auf jeden Fall auch nur unter einem Pseudonym veröffentliche, weil du dein eignes Leben auch viel zu offen legen würdest.

Als Richtlinie für das Ausmaß der nötigegn Verfremdung wäre wohl das Buch zu empfehlen: I never promised you a Rosegarden - ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen. 

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Andere namen darfst du natùrlich verwenden :)
Ich wùrde das auch so machen, dann passiert dir nichts, falls ein bekannter deinen name als autor lest.
Ich schreibe auch ein buch, wo ich die namen der charakter veràndert habe da ich echte menschen 'verwendet habe'

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Hängt, mein ich zum einen vom Einverständniss der betreffenden Person ab bzw. ob sie anhand deiner gegebenen Informationen allgemein zu identifizieren sind.

Kannst dich sonst z.B. rund um "Sie nannten mich 'Es'" von Dave Pelzer schlaumachen. Da gehts darum, wie er als Kind misshandelt wurde.

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Andere namen darfst du klar :)

Ich wùrde das auch machen, dann passiert dir nichts.

Ich zb schreibe auch ein buch, wo ich ebenfalls di namen veràndert habe da ich echte menschen als vorbilder hatte, so zb Anton -> Ante :)

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Ich kann mir nicht bedenken, dass es Probleme geben würde, es ist dein eigenes Buch und du kannst es nach deinen eigenen Gefühlen beschreiben...
Krasse Vorgeschichte, echt krass so ein Buch zu schreiben, Respekt! :)

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Kommentar von ARoseForADay
09.07.2016, 02:34

Vielen dank. Es ist nicht lange her und ich habe 3 Suizid versuche hinter mir. Ich möchte einfach zur Öffentlichkeit bringen , wie wirklich mit gewissen Dingen umgegangen wird .

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Kommentar von melisue
09.07.2016, 02:37

Ein großes Respekt dir gegenüber, ja ich kann mir vorstellen wie schlimm es für dich war...
Ich bin froh das du rausgekommen bist aus deinen Suizid versuchen und deine Gefühlen in dein Buch freien Lauf lässt, das ist das beste!
Dein Buch würde ich mir auch gern durchlesen wollen

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Wenn man allgemein redet über einen Mitarbeiter von xyz, so ist es kein Problem. Spricht man aver beispielsweise vom dem Vorsitzenden der Firma, Organisation etc XYZ so wird konkret diese eine Person genannt, dessen Namen sehr leicht nachrecherchierbar ist.
Aber ansonsten solten es keine Probleme geben, vor allem dann nicht, wenn das, was du schreibst, nachweislich stimmt. So kann auch niemand, ob nun namentlich erwähnt oder nicht, etwas beanstanden

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Kommentar von sotnu
09.07.2016, 02:46

Trotzdem würde ich sagen, dass es nicht in Ordnung ist.

Angenommen jemand schreibt ein Buch und erwähnt darin jemanden, der z.B eine Oma ausgeraubt hat. Es gibt bestimmt irgend jemand, der findet, dass man jetzt den Tod verdient hat. Also selbst wenn es war ist, ist diese Person dann potenziell gefährdet.

Personenschutz nenne ich das (in diesem Beispiel nicht).

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Kommentar von DasAlles
09.07.2016, 02:52

Das würde aber für jeden gelten, da Gleichheit vor dem Gesetz... Wenn ich beispielsweise in meinem Buch (verfasse gerade selber eines über unser verzinst Schuldgeldsystem) und erwähne da einen gewissen Rothschild, den ich dafür beschuldige, dass er nachweislich für den großen Crash 1929 gesorgt hat und mit dem drauffolgenden, von ihm und seinen Banken finanzierten 2. Weltkrieg 70.000.000 Menschen ermordet hat, so fällt das deiner Meinung nach noch unter Personenschutz!? Straftatäter, die nachweislich welche sind (gerichtlich/juristisch betrachtet), haben zwar ein Recht auf Schutz Ihrer Person, auch bei eigener Schuld, aber nicht ein Recht drauf, seinen Namen nirgends erwähnen zu lassen von seinen Opfern in einem Buch, w diese die schlimmen Ereignisse verarbeiten... Konkrete Namensnennung - heikle Geschichte, das stimmt. Wenn du aber keine nennst, sondern nur den Charakter beschreibst, so wirst du keine Probleme haben daduech

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Kommentar von DasAlles
09.07.2016, 21:53

...lies meinen letzten Satz. Das ist im groben die kernaussage deiner Aussage haha^^ P.S.: 1. Die Rothschilds leben immer noch, zumal die jeden Krieg seit Napoléon finanzierten und 2. Gibt es ja immernoch die Rockefeller^^

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Wenn man jetzt z.B schreibt, das der Chef von irgend einem Laden irgend etwas gemacht hat und man jetzt einfach den Namen ändert, denke ich nicht ,dass das geht. Da wüsste ja trotzdem jeder um wen es sich handelt.

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Kommentar von ARoseForADay
09.07.2016, 02:38

Es ist ja aber nicht deutlich, in welche Psychiatrie ich gekommen bin ... Das heißt,  ich müsste Beschreibungen weglassen ?

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