Ebay/Amazon Verkäufe -> wie viel verkaufen bis Finanzamt sich meldet?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Solange es private Sachen aus deinem eigenen Haushalt sind, die auch noch gebraucht sind, ist das kein Problem. Ich verkaufe auch recht viel von meinen Sachen via ebay und co., das ist nicht verboten.

Du darfst nur nicht etwas kaufen mit der Absicht es weiterzuverkaufen. Also ein Buch im Buchladen kaufen um es direkt bei ebay anzubieten kann einem als gewerblicher Verkauf angerechnet werden, vor allem wenn man dies ausgiebig macht. Bietet man stets Neuware an und erzielt damit auch noch Gewinne, dürfte das Finanzamt stutzig werden. Aber auch da musst du dann erstmal gewisse Mengen Neuware verkaufen, und vor allem Gewinn machen damit man dich als gewerblicher Ansieht.

Ich hab mal meinen Schrank ausgemistet und zig Klamotten hervorgezaubert, die noch neu und mit Etiketten waren. Die hab ich als neu verkauft, aber da hat auch keine was gesagt. Ich hab auch leider keinen Gewinn gemacht ;-)

Solange du aber im kleineren Stil (ca. 50Sachen pro Jahr sind nicht viel) deine gebrauchten Privatsachen verscherbelst, bekommst du da sicher keine Probleme.

so ein quatsch , googel mal und lese die urteile, dieser hier ist schon bei 3 artikeln gewerblich

http://www.jurablogs.com/de/kg-berlin-bei-3-ebay-angeboten-liegt-gewerbliches-handeln-vor-kein-privatverkauf

 

Die hab ich als neu verkauft, aber da hat auch keine was gesagt. da hast du glück gehabt das dich keiner erwischt hat

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@wadenbeisser13

Du verlinkst ein Urteil, in dem es um 3 gleiche neue T-Shirts geht, die verkauft wurden. Und das waren auch noch Plagiate.

Ich hab weder das gleiche Teil mehrmals verkauft, noch Plagiate.

Es heisst ja auch "Das Gericht sah es als “überwiegend wahrscheinlich” an, dass ein Posten gleichartiger Plagiate erworben worden war, um diese sukzessiv zur Gewinnerzielung zu verkaufen."

Also wurden hier mehrere neue und gleiche Artikel mit Gewinnabsicht verkauft. Als wirklicher privater Verkäufer wird es wohl kaum passieren, dass man mehrere gleiche und neue Artikel verkauft, sodass ich hier absolut verstehen kann, dass der Verkäufer in dem Beispiel belangt wurde (mal ganz abgesehen davon, dass es Plagiate waren). Der Verkäufer hat hier scheinbar gleiche Waren eingekauft und gewinnbringend weiterverkauft, was definitiv nicht mehr als privater erlaubt ist, egal welche Mengen es dann sind. Wie genau die Gewinnabsicht aussah, steht da nicht, aber ich denke er wird die t-Shirts zu einem hohen Sofort-Kauf Preis angeboten haben. Und das ist natürlich nicht mehr vereinbar mit dem Gedanken, dass man als privater seine unliebsamen Sachen "verramscht". Man nimmt dann höchstens den Preis, den man auch dafür ausgegeben hat, eben soviel, dass man keinen Gewinn hat. Und genau das habe ich ja oben auch geschrieben....

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@DizzyD

...

Erschwerend war für dein Beispiel aber auch, dass es Plagiate waren, allein deshalb wurde der Verkäufer wohl "härter rangenommen", ansonsten wäre er mit seiner Erklärung, die T-Shirts habe er für sich und Freunde gekauft, aber letztlich wurden sie nicht benutzt und neu weiterverkauft, auch vielleicht durchgekommen. Er gab ja an, dass er seinen Geldverlust durch den Verkauf wieder reinholen wollte, aber wahrscheinlich hat er versucht, mehr Geld zu bekommen, als er gezahlt hat, was natürlich, unabhängig von den Plagiaten, eine Gewinnabsicht ist, die man als privater nicht haben darf. Bei dem Beispiel steht also definitiv im Vordergrund, dass es Plagiate waren, die gewinnbringend weiterverkauft werden sollten.

Wären es 3 unterschiedliche originale T-Shirts gewesen, die neu unter Wert verkauft wurden, dann wäre das Urteil anders ausgefallen.

In meinem eigenen Beispiel habe ich ja auch unterschiedliche neue Sachen verkauft, die ja auch definitiv älter waren und wo man ja anhand des Etiketts (Modellnummern etc) im Fall der Fälle auch nachweisen kann, dass die Klamotten nicht aktuell sind und während vieler Jahre angesammelt wurden. Außerdem erzielte ich ja auch keinen Gewinn mit den Klamotten, ich hab z.B. ein nagelneues Moschino-Kleid mit Etiketten für knapp 50€ abgeben müssen. Gewinnabsichten sehen ganz anders aus. Mit Glück, dass mich keiner erwischt hat, hat das nichts zu tun, denn es ist erlaubt.

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@DizzyD

das war ein beispiel , man kann hier ja nicht haufenweise links reinsetzen , ich habe doch auch geschrieben das du mal googeln solltest, aber wenn du der meinung bist das ist erlaubt dann glaube es ruhig , ich hoffe für dich das keine abmahnung irgendwann mal in deinem briefkasten landet , und vor allem hoffe ich das irgendein fragesteller deine tipps nicht für bare münze nimmt

Unternehmer bei 10 neuen Markenartikeln (Bekleidung) (LG Frankfurt, AZ 2/03 O 192/07, Beschluss vom 08.10.2007 )

Gewerblichkeit bei 25 Verkäufen innerhalb von 2 Monaten sowie vorherigem Ankauf zum Zwecke des Verkaufs (LG Hanau vom 28.09.2006, AZ 5 O 51/06)

Unternehmer ist, wer 154 Bewertungen bei eBay erhalten hat und alles versteigert, was im Haushalt nicht mehr benötigt wird (Amtsgericht Bad Kissingen vom 04.04.2005, Az.: 21 C 185/04 ).

ein Handeln im geschäftlichen Verkehr bei eBay liegt bei 39 Verkäufen innerhalb eines Zeitraums von fünf Monaten vor (Landgericht Berlin, Urteil vom 09.11.2001, Az: 103 U 149/01)

- 68 Verkäufe innerhalb von acht Monaten bewegen sich in einem Grenzbereich, in dem sowohl ein privater, wie auch ein geschäftlicher Verkehr denkbar ist (OLG Frankfurt, Beschluss vom 07.04.2005, Az.: 6 U 149/04 )

http://www.lampmannbehn.de/blog/2006/09/skandalurteil-ebay-verkauf-von-93.html

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@wadenbeisser13

Beispiel 1: Gut, ich habe mehr als 10 neue Markenartikel verkauft, aber schließlich keinen Gewinn gemacht und auch keine Gewinnabsichten gemacht.

2: Hier wurde auch wieder vorher etwas eingekauft mit dem Zweck es anschließend wieder zu verkaufen

3: kann ich nicht nachvollziehen, dazu sind ebay, Flohmärkte und Co. doch da. Dann bin ich ja evtl. auch bei einer Haushaltsauflösung plötzlich ein gewerblicher? Ich denke mal, da wird noch was anderes dahintergesteckt haben. Vielleicht waren da auch wieder mehrfach gleiche Artikel debi?

4&5: Kann man das so pauschal sagen, dass eine bestimmte Menge an Verkäufen einen automatisch als Händler qualifizieren? Glaube nicht. 68 Verkäufe in 8 Monaten wären ja nichtmal 10 Artikel pro Monat, wenn das eine Grenze sein sollte, ab der man nicht mehr als privater gilt, dann würde ebay doch Grenzen für private setzten und sagen: "5-10 Sachen pro Monat darf man einstellen, aber dann ist erstmal Schicht." Machen die aber nicht. Also wird es immer ein individuelles Urteil sein, was Maßgeblich davon abhängt, ob Gewinn angestrebt wird.

Hier geht es ja auch nun um ein konkretes Beispiel. Was war das? 30 gebrauchte Bücher? Gebrauchte Bücher z.B. als Auktion ab 1€ einzustellen ist erlaubt. Was anderes wäre es jetzt, wenn die alle nagelneu wären und du als privater plötzlich den Neupreis verlangst.

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@DizzyD

ja , auch bei einer haushaltsauflösung kann man u.u. gewerblich sein .

ich habe jetzt aber keine lust dir alles aufzuzeigen , du bist doch sicherlich in der lage zu googeln , ansonsten ist es mir egal wie jemand verkauft , ich wollte ja nur mal drauf hinweisen , das man gerade bei ebay sehr vorsichtig sein , und ebay weist auf garnix hin , darum haben es die abmahnhaie ja so leicht.

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@wadenbeisser13

Wenn man wirklich seine gebrauchten Sachen in "haushaltsüblichen" Mengen verscherbelt, dann passiert da nichts, auch wenn da mal der ein oder andere unbenutzte Artikel dabei ist. Und 30 gebrauchte Bücher fallen definitiv noch unter "privates". Sonst würde das Finanzamt ja auch schön über die Flohmärkte flanieren und jeden, der seinen Keller ausgeräumt hat, belangen können. Es steckt ja auch absolut keine Gewinn-Absicht dahinter, man will den Kram ja nur los werden und n paar Euro dafür haben.

Wie gesagt, Sachen einzukaufen mit dem Zweck sie danach weiterzuverkaufen, ist definitiv gewerblich, egal welche Mengen man da verkauft. Das bestreite ich nicht. Aber ich denke, ein Verkäufer der dies "privat" macht, wird da auch wohl wissen, dass es nicht so erlaubt ist. Ich meine, welcher private rennt denn durch die Gegend, sieht etwas günstiges und denkt sich "oh, davon nehm ich jetzt mal 30Stück mit, verkauf die für einen Euro mehr bei ebay, und erfreue mich an meinem Gewinn"? Und falls das doch jemand denkt, und nicht weiß, dass er das eigentlich nicht darf, der ist dann wohl ziemlich naiv....

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@DizzyD

...

Klar gibt es unzählige andere Beispiele, wo dann Leute belangt werden, weil sie dann doch irgendwie mehr als nur privat sind, aber wenn man die Urteile dazu liest, ist es meist doch sehr offensichtlich, dass da mit Absicht gehandelt wurde: Viele gleichartige Artikel oder viele neue Artikel und natürlich die Kohle die dabei herausgesprungen ist, entlarven jemanden als verdeckter gewerblicher. Dein erstes Beispiel hingegen, da würde ich sagen, dass der Typ doch sehr glaubwürdig war, und ich denke er wäre mit seiner Schilderung auch wohl durchgekommen. Er hatte halt nur das Pech, dass es Plagiate waren, und das ist auf jeden Fall strafbar sowas zu verkaufen, egal ob neu oder gebraucht.

Aber den Otto-Normal-Bürger, der hin und wieder mal ´nen Karton voller Bücher mal ne Uhr und dann den ollen Plattenspieler vom Dachboden verramscht, wird sich um solche Dinge nicht scheren müssen. Und darum ging es hier ja auch nur. Um 30 verschiedene gebrauchte Bücher, die weg sollen. Wenn man unbedingt auf Nummer sicher gehen will, kann man ja alle in einem Karton anbieten, dann ist es nur noch ein Artikel ;-) aber ich denke keiner wird was dagegen sagen können, wenn man ein paar Hände voll oller Bücher loswerden will.

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@DizzyD

das ordnungsamt geht auch über flohmärkte und kontrolliert .

ich habe bei ebay jemanden gesehen der hatte über 10000!!!!! artikel eingestellt , als privatverkäufer, soviel dazu das ebay was sagt , nicht mal auf die meldung reagieren sie.

 

Wenn man unbedingt auf Nummer sicher gehen will, kann man ja alle in einem Karton anbieten, dann ist es nur noch ein Artikel ;-)

so mache ich es auch , ich kaufe die bücher kartonweise bei ebay , dann lese ich sie und dann werden sie wieder verkauft.

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Typische Juristen-Antwort: Es kommt darauf an.  Wenn Du die Bücher nicht extra gekauft hast, um die weiterzukaufen, sollte das kein Problem sein. Also wenn Du da quasi nur deine Sammlung verkaufst, brauchst Du Dir keine Gedanken machen.

blödsinn , die oma die ihre lp-sammlung verkauft hat , hat aber einen schrecken bekommen , als sie post vom finanzamt im briefkasten fand

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solange du nur eigene bestände (dachbodenfund) verkaufst, erzielst du keinen gewinn im sinne von einkommen. sobald du ware zukaufst und mit aufschlag verkaufst, wird es gewerblich. und erst dann geht es das fa was an

Falsch. Ob ein Verkäufer gewerblich handelt oder nicht, entscheidet das FA selbst. Dazu zählen Gewinnerzielungsabsicht, aber auch Anzahl und Umfang der Verkäufe. Zudem ist der Erlös in der ESt-Erklärung zu deklarieren (private Veräußerungsgeschäfte), auch ohne gewerblichen Hintergrund.

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@FordPrefect

ESt.Erklärung bedeutet? Ich bin 19 und mache bald eine kostenpflichtige Ausbildung, in dem Sinne hab ich ja noch garkeine Steuern..

 

 

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