eBay Rückerstattung - Verkäufer stellt sich quer!

4 Antworten

Bei einem Verbrauchsgüterkauf als Fernabsatzgeschäft, wie es hier vorliegt, hast du ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Ich gehe mal davon aus, dass du diese Frist nicht eingehalten hast. Das heisst, Widerruf oder Umtausch scheiden aus.

Weiter hast du bei Mängeln das Recht auf Nachbesserung und falls eine Nachbesserung fehl schlägt oder abgelehnt wird, hast du Anspruch auf Rückabwicklung des Geschäftes sowie Schadenersatz. Dieser Fall trifft auf dich zu.

Aufgrund der Reklamation hättest du keinen Anspruch auf eine andere Größe. Die Rücksendung hast du auch erst rund 2 Monate nach Erhalt der Ware getätigt, was sich evtl. als problematisch erweisen könnte.

Nun stellt sich mir die Frage, ob der Termin für die Lieferung 16.04. schriftlich fixiert wurde. Falls ja, kannst du damit beweisen, dass er sich im Verzug befindet, du kannst die Lieferung ablehnen und dein Geld zurückfordern. Falls nein, kannst du diesen Beweis nicht führen und du müsstest ihm eine angemessene Nachfrist zur Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten gewähren. Erst nach deren Ablauf könntest du die Erstattugn des Kaufbetrages fordern.

Er hat mit seiner Aussage in soweit recht, dass dir im Rahmen der Mängelrüge zunächst kein Rücktritt vom Vertrag zusteht, sondern erst wenn die Nachbesserung 2x erfolglos bleibt oder endgültig abgelehnt wird.

Ich hatte mal etwas von 6 Monaten gelesen, falls Mangel besteht, trifft hier also nicht zu?

Das mit der Größe war Kulanz von seiner Seite und wurde ja auch "genehmigt" (Schriftlich festgehalten) Mit der Rücksendung hatte er auch gemeint, er habe damit kein Problem und hat sich kooperativ gezeigt. Nun behauptet er aber, wenn er gewusst hatte, dass es 2 Monate dauern würde, dass er die Stiefel wieder erhält (es waren nach Adressenaustauch genau 3 Wochen, was ebenfalls von mir gesagt worden ist, weil ich die Stiefel nicht früher wieder gehabt habe. Damit war er ebenfalls einverstanden zu dem Zeitpunkt!)

Ja, die Frist bist 16.04. wurde auch nochmal in der e-Mail erwähnt, als er in der Woche, wo das Telefonat stattfand, nochmals nach meiner Adresse fragte.

Nun habe ich ihm noch eine Frist von 3 Wochen gesetzt, ist das ok? Oder zu kurz?

Und falls diese Frist wieder nicht eingehalten wird kann ich mein Geld zurück fordern, oder habe ich dies nun falsch verstanden?

Fassen wir zusammen: Der Verkäufer war mit allem einverstanden, auch mit der Frist und dem späten Melden des mangels. Also ist es doch seine Pflicht, dem nachzukommen, oder? Denn die Stiefel habe ich nicht mehr, neue sind immer noch nicht da und Geld habe ich bis jetzt auch noch nicht gesehen. :/

Btw: Danke für die ausführliche Antwort (:

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du mußt ihm eine eindeutige frist setzen...also nicht "in zwei Wochen"...sondern liefern sie bis zum 30.04.2014...erst dann ist er im lieferverzug und erst dann kannst du die annahme der stiefel verweigern...

Das habe ich gemacht. Frist war bis zum 16.04., also gestern. Heute fährt mein Bruder wieder nach Kroatien, wären sie heute angekommen wäre das auch gerade noch OK gewesen, aber sie sind ja nicht da. :/ Die Frost habe ich vor zwei Wochen telefonisch mit der Mitarbeiterin vereinbar ^^

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@UserNummerZehn

Der Fehler liegt bei "telefonisch"

NIEMALS am Telefon klären! Immer schriftlich!

Frist schriftlich setzen, mit Anwalt drohen!

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@Innerlicht

Habe eben mal nachgesehen und ich habe es auch in einer eMail geschrieben in der gleichen Woche, wo auch das Telefonat stattfand :)

Habe ihm vorhin auch 'gedroht'. Warte nun auf eine Antwort von ihm.

Gibt es ein extra § bezüglich der Annahmeverweigerung wegen Lieferverzug?

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@UserNummerZehn

Das gibt es in der Tat nach § 1098 ZPO aber die § 1098 ZPO ist eher eine ich Zitiere mal was ich gelesen habe

Annahmeverweigerung auf Grund der verwendeten Sprache

Die Frist zur Erklärung der Annahmeverweigerung nach Artikel 6 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 861/2007 beträgt eine Woche. Sie ist eine Notfrist und beginnt mit der Zustellung des Schriftstücks. Der Empfänger ist über die Folgen einer Versäumung der Frist zu belehren.

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@UserNummerZehn

Fristen werden grundsätzlich per Einwurf-Einschreiben gesetzt, denn eine Email reicht vor Gericht nicht aus.

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@AanAllein

Warum denn nicht? Es waren 2 Wochen Zeit, womit er auch einverstanden war. Habe ihm nun nochmals 3 Wochen zeit gegeben (also bis zum 08.05.2014).

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@UserNummerZehn

Ist mir inzwischen alles ein wenig zu durcheinander^^ Darum will ich nur mal an dieser Stelle stellvertretend für alle passenden Stellen darauf hinweisen, dass eine Fristsetzung beim Verbrauchsgüterkauf nicht notwendig ist - es reicht aus, dass eine angemessene Frist (hier im Sinne von "Zeit", also keine "Setzung" erforderlich) fruchtlos verstrichen ist.

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@Russeboy1

Wenn Du jetzt noch so nett wärst und den Bezug zwischen dem hiesigen Thema und der ZPO verdeutlichen könntest... Danke!

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Ich bin jetzt kein Anwalt oder der gleichem aber das ist Betrug!! von dem ich ausgehe... Sie haben eine Widerrufsrecht davon können sie Gebrauch machen ich habe soeben gelesen ich weiß jetzt zwar nicht o es damit was zu tuhn hat aber "Bei einem gewerblichen Verkäufer gilt: Hat Ihnen der Verkäufer ein Rückgaberecht eingeräumt, trägt er immer die Rücksendekosten." das heißt Sie müssen überhaupt keine kosten für die ich nenne es mal Rückgabe zu übernehmen denke ich mal... sollte er das nicht tuhn würde ich vorschlagen einen Anwalt aufzusuchen und nachfragen was man da gegen tuhn kann ein Anwalt kostet ja auch was was sie bestimmt wissen aber besser als nichts. oder wenden sie sich gleich an Ebay die werden auch Bestimmt etwas unternehmen

MFG

Für die Rücksendekosten habe ich im BGB gefunden, dass, wenn der Wert der Ware 40 € übersteigt, der Verkäufer Sie trägt. Ich werde versuchen, es außergerichtlich zu klären. Dazu muss ich aber meine Rechte deutlich kennen (nicht, dass ich mit irgendetwas komme, was gar nicht stimmt :P) und wollte erstmal hier bei GF erfragen. Wenn das alles nichts nützt und er sich nicht einsichtig zeigt, werde ich am 25.04. rechtliche Schritte einleiten.

Danke für die Antwort :)

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@UserNummerZehn

Die meisten Leute bekommen "Schiss" wenn sie ein Schreiben eines Anwalt bekommen und fangen dann an das zu tuhn was sie wünschen und captron15 hat recht sie müssen eine Frist setzen nicht sagen "in 2 Wochen ist es da" Sondern ein Datum nennen und wenn das nicht klappt wenden sie sich an Ebay und gucken was die machen und wenn das dann nicht Klappt drohen sie mit dem Anwalt

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Das mit dem Betrug denke ich nämlich leider auch langsam. Einige negative Bewertungen sagen, sie haben nie wieder ihr Geld gesehen und vom Verkäufer wurde da auch nicht geantwortet.. :/

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Sie haben eine Widerrufsrecht davon können sie Gebrauch machen

Nein. Vom Widerrufsrecht gem. §§ 312d, 355 BGB kann man nur innerhalb der Frist von 14 Tagen Gebrauch machen und diese ist hier offensichtlich längst verstrichen.

Wurden die Schuhe denn wirklich als "neu" beworben oder weist der Verkäufer auf etwaige Materialfehler hin? Falls ersteres zutrifft, ergeben sich die Gewährleistungsansprüche aus § 437 BGB.

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@Scylla94941

ich habe das alles nur aus ebay gefunden selbst geschrieben habe ich das nicht

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@Scylla94941

Sie sind als neu verkauft worden, keine Mängel worden beschrieben. Das andere Paar, welches ich gekauft habe, hatten keine Mängel.

Ich habe mal etwas von 6 Monaten gehört, wenn Mangel besteht, trifft das also hier nicht zu? Wegen einer Nummer größer war definitiv Kulanz von ihm, das weiß ich und, dass ich das weiß und mich dafür bedankt.

Nehmen wir an, es ist alles Kulanz von ihm gewesen: Er ist ja mit allem einverstanden gewesen und ich habe diese Stiefel auch schon längst abgeschickt. Da hat er doch trotzdem die Pflicht, mir in einem angegebenen Zeitraum mir neue zu schicken, oder etwa nicht?

Ich habe ihm nun noch eine Frist von 3 Wochen gegeben (Ist die Frist ok? oder zu kurz?) und möchte danach mein Geld definitiv wieder haben.

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@UserNummerZehn
Ich habe mal etwas von 6 Monaten gehört, wenn Mangel besteht, trifft das also hier nicht zu?

"Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war." (§ 476 BGB).

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Ich bin jetzt kein Anwalt oder der gleichem

Das merkt man, den das

aber das ist Betrug

ist genau so Blödsinn wie das

Sie haben eine Widerrufsrecht davon können sie Gebrauch machen.

Der Rest übrigens eigentlich auch.

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