EBay Kleinanzeigen: privater Verkauf - Gewährleistungspflicht bei Paypal Zahlungen?

9 Antworten

PayPal steht nicht über dem Gesetz. Es kann nur sein, dass man von PayPal unrechtmäßig zurückgebuchtes Geld vom Käufer zivilrechtlich einklagen muss.

Zudem gibt es bei Privat nie eine Rücknahmepflicht, auch nicht durch Zahlung über PayPal, sofern das gekaufte Produkt dem geliefertem entspricht. Das Fernabsatzgesetzt greift nicht bei Privat. Hast du schriftlich, dass er es wegen nicht gefallen zurückgeben will? Dann einfach bei PayPal angeben. Dann dürften selbst die ihm nicht sein Geld erstatten. Denn das entspricht nicht dem Käuferschutz.

dass der Käufer mit Paypal „Waren und Dienstleistungen“ bezahlt.

Eine halb-gute Entscheidung für dich, eine gute Entscheidung für den Käufer.
Sonst gebe es keinen Käuferschutz für ihn. Die Grundlage für PP-Betrug.

Ich habe Rücknahme, Gewährleistungen ausgeschlossen. 

Ich hoffe richtig... und nicht diesen Unsinn mit "EU Recht" oder "Keine Rücknahme, Gewährleistung etc" ... kannst mir da mal den Original-Wortlaut sagen wie du es ausgeschlossen hast?

Nach einer Woche hat sich der Käufer gemeldet und möchte das Spiel zurückgeben weil es ihm nicht gefällt. 

Siehe hier 2. Antwort von mir und so neben bei ... als Privatkäufer bei einem Privat Verkäufer hat man grundsätzlich kein Widerrufsrecht.

Er sagt durch die benutzte Paypal Option wird mein Ausschluss von Rücknahme und Gewährleistung nichtig und er hat Gewährleistung und das gesetzliche 14 tätige Rückgaberecht. Er hat jetzt einen Käuferschutzfall aufgemacht.

Das ist mehr als Unsinn & Unwissenheit seitens des Käufers.
Und wie ich mir schon dachte... macht der Käufer das übliche er will nun sein Geld wieder. Wer weiß was er mit dem Spiel gemacht hat.

Daher nochmal... BITTE TEILE MIT oder am besten deinen Link deiner Auktion bzw. eBay Kleinanzeigen bzw. den Originalen Artikeltext deines Angebotes, insbesondere wie du die Haftung ausgeschlossen hast.

Das ist sehr wichtig & entscheiden darüber um weitere Hilfe anbieten zu können.

Was der Käufer da sagt ist wie gesagt Schwachsinn.

Ich habe geschrieben:

privater Verkauf eines gebrauchten Artikels, daher schließe ich Rücknahme, Gewährleistung und Nachverhandlungen ausdrücklich aus.

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@youngindy

Okay danke. Du erklärst zwar was du nicht willst, rechtlich hätte man aber hier wieder eine Angriffsfläche.

Richtig hätte es aber heißen müssen: „Der Verkauf erfolgt unter Ausschluss jeglicher Sach­mangelhaftung.“

Mehr brauchtes nicht.
Den Sach­mangelhaftung ist das neue Wort ua. für Gewährleistung und schließt alle anderen Dinge wir Rücknahme, Gewährleistung, Nachverhandlungen etc. mit ein.

Hier noch ein paar Hinweise & Tipps für die Zukunft: https://www.test.de/Verkauf-im-Internet-So-schliessen-Verkaeufer-die-Haftung-aus-4533698-0/

Im PP-Fall erklärst du nun noch einmal die Sachlage.

  1. WO fand der Kauf statt (eBay Kleinanzeigen)
  2. Du bist Privatverkäufer
  3. Bei einem Privatverkauf besteht grundsätzlich kein Widerrufsrecht - gemäß geltender Gesetze
  4. Ein Widerrufsrecht käme nach den Vorschriften des Fernabsatzgesetzes nur dann in Betracht, wenn der Verkäufer nicht als Privater, sondern im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit den Vertrag geschlossen hat. Sollte das der Fall sein, können Sie gemäß §§ 312 b, d, 355 ff BGB den Vertrag widerrufen, da der Vertrag nach Ihrer Schilderung ausschließlich mittels Telekommunikation (E-Mail, Telefon) zustande gekommen ist. Hat der Verkäufer dagegen als Privater gehandelt, steht Ihnen ein solches Recht nicht zu.
  5. Die Ware war frei von Mängeln
  6. Ich habe entsprechend die Gewährleistung ausgeschlossen & darauf hingewiesen dass ich Privatverkäufer bin
  7. Ich habe sogar das Recht gegen den Käufer Klage zu erheben, was ich auch machen werde sollte der Fall nicht zu meinen Gunsten gemäß geltender Rechte & Gesetze entsprochen werden.

Kannst du im Grunde so 1:1 kopieren und in den Fall einfügen.

Zu Punkt 6 sei aber halt gesagt: (wenn auch nicht korrekt formuliert)
Hier müsste man juristisch schauen ob dieser Einzelfall so noch anfechtbar wäre.

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@Comp4ny

Die Passage bei Punkt 4 bitte wie folgt abändern:

[...] Sollte das der Fall sein, kann der Käufer nach §§ 312 b, d, 355 ff BGB den Vertrag widerrufen. Hat der Verkäufer dagegen als Privater gehandelt, steht Ihnen ein solches Recht nicht zu.

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Das ist falsch.

Wenn Du angegeben hast, dass eine Rückgabe ausgeschlossen ist, dann ist sie das.

Es sei denn, die Sache hätte einen Mangel.

Zeig Paypal die Anzeige, damit müsstest Du raus aus der Sache sein.

Hat er denn in die Mail geschrieben, dass das Spiel ihm nicht gefällt?

ja hat er. Und laut Fernabsatzgesetz hat er das Recht das Spiel zurückzugeben, dies würde durch eben die Paypaloption gedeckt werden.

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@wikinger66

Er sagt wenn ich Waren und Dienstleistung als Option anbiete bin ich automatisch gewerblich da private Verkäufer das gar nicht anbieten dürfen

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@youngindy

Seufz...

Meinst Du nicht, dass Du Dir spätestens jetzt mal die Paypal-Nutzungsbedingungen durchlesen solltest?

Selbstverständlich darfst Du das auch als Privatverkäufer anbieten!

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Er hat jetzt einen Käuferschutzfall aufgemacht.

Dann wird Paypal darüber entscheiden, nicht mehr Du. Und Paypal entscheidet in 99 % aller Fälle für den Käufer, deshalb heißt das ja auch Käuferschutz.

stimmt das was er sagt?

Nein, da die Frist zum Eröffnen eines Käuferschutzfalls 180 Tage beträgt, keine 14.

Das alles solltest Du aber selbst wissen, da Du ja die Paypal-Nutzungsbedingungen als gelesen angeklickt und akzeptiert hast.

Das heißt ich MUSS bei der Option Waren und Dienstleistung zwingend Rücknahme und Gewährleistung anbieten?

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@youngindy

Nein, das tust Du durch deine PP-Akzeptanz automatisch, da Dein Käufer innerhalb von 180 Tagen einen Käuferschutzfall eröffnen kann, den PP i.d.R. für den Käufer entscheidet.

Warum also bietest Du als Privatverkäufer freiwillig (!) PP an, bezahlst die Gebühren dafür und das auch noch, ohne zu wissen, was Du da mit Deinem Häkchen akzeptiert hast?

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@NoName08154711

mache ich normalerweise nicht. Der Käufer hat mich überredet und hat auch die Gebühren bezahlt.

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@youngindy

Nein, musst Du nicht.

Angenommen, Paypal entscheidet tatsächlich gegen Dich, (Ich habe gehört, dass Paypal da manchmal nicht so genau hinschaut) dann kannst Du gegen den Käufer auf Erfüllung des Kaufvertrags klagen.

Und wenn Du eine Rechtschutzversicherung hast oder Geringverdiener bist, würde ich das auch machen.

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@Menuett

Dem stimme ich zu.

In diesem Fall hast du das Recht zu Klagen & wirst wahrscheinlich auch Erfolg haben.

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Nein davon stimmt gar nichts. Beschwerde dich bvei Paypal, senden seine Aufforderung mit. Aber wenn Paypal erstattet hast du die A.Karte

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