eBay Gewerbe anmelden bei mehrmaligen Verkauf in einem Monat?

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5 Antworten

Konnte den Link leider nicht Kopieren,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,Die Grenzen zwischen Hobby-Händler und Profi-Verkäufer sind fließend. Wer sie absichtlich oder unabsichtlich überschreitet, riskiert jede Menge Ärger. Das Finazamt ist dabei oft noch das geringere Übel.

Ein eBay-Mitglied hatte folgendes erlebt: "In etliche Jahren haben sich bei ihr eine Menge Bananenkartons voller Bücher angesammelt." Um endlich etwas Platz zu schaffen, fing sie an, die alten Schmöcker bei eBay einzustellen - die meisten zum Startpreis von einem Euro, einige auch als Sofortkauf- Angebote. Was keinen Interessenten fand, stellte sie erneut ein. "So kamen in einem Monat 788 Auktionen zusammen, wobei sie nur 237 an den Mann bringen konnte." Gebrauchte Bücher bei eBay zu verkaufen, ist mühsam. Das Angebot ist deutlich größer als die Nachfrage, oft steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Umso entsetzter war sie als sie in ihrem Briefkasten eine Abmahnung fand: Ihr Auftritt als Privatverkäuferin sei irreführend, schrieb die Anwaltskanzlei, ihr Handeln sei als gewerblich einzustufen. Folglich müsse sie wie jeder gewerbliche Händler in Ihren Auktionen die gesetzlichen Pflichtangaben (Impressum, Widerrufsbelehrung etc.) machen und ein Widerrufsrecht einräumen. Kosten der Abmahnung: 788,50 Euro. "Sie dachte , ich spinne. "Sie war sich sicher, dass das alles private Verkäufe sind. Schließlich hatte sie nichts extra für den Weiterverkauf erworben und auch keinen Gewinn erzielt."

Leider ist die Angelegenheit nicht so klar, wie sie dachte. "Eine Gewinnerzielungsabsicht ist nach überwiegender Rechtsauffassung nicht erforderlich, um als Unternehmer zu gelten sagte der Rechtsanwalt. Die Worte "nach überwiedender Rechtssauffassung" deuten schon an, wie deutsche Gerichte gegenüber eBay-Verkäufern mit der Frage "Privat oder gewerblich?" umgehen: uneinheitlich. Das ist nicht verwunderlich, angesichts der recht allgemein und schwammig gehaltenen gängigen Definition, die den Rechtsanwalt so umreißt: "Gerbliches Handeln ist nach § 1 Abs. 1 HGB eine selbstständige, planvolle, auf gewisse Dauer angelegte und wirtschaftliche Tätigkeit gegen Entgelt." Leider gibt kein Gesetz eine Antwort darauf, wann Verkäufe "planvoll" sind oder ab wie vielen Auktionen man von einer "auf Dauer angelegten" Tätigkeit sprechen kann.

ENTSPRECHEND OFT mussten sich Richter in den letzten Jahren in eBay-Prozessen mit der Unternehmereigenschaft befassen. Mal stufte ein Gericht eine Mutter als gewerblich ein, weil sie in einem Monat 80 gebrauchte Kleidungsstücke ihrer vier Kinder angeboten hatte; ein anderesmal gestanden Richter einem Mann trotz 1700 als Verkäufer erhaltener Bewertungspunkte zu, Hobby-Händler zu sein, weil er "nicht die Kriterien eines eBay-Powersellers" erfülle. Zwischen diesen beiden extremen - und in der Fachwelt umstrittenen - Urteilen liegen viele Fälle, in denen die Lage eindeutiger ist. Als Unternehmer stuften Gerichte unter anderem Privatverkäufer ein, die Ware mit dem Ziel erworben hatten, sie weiterzuverkaufen; die neue Kleidung in unterschiedlichen Größen angeboten hatten, oder die Powerseller-Status und damit beträchtliche monatliche Umsätze hatten. Man kann nur darüber spekulieren, ob der Fall von dem eBay-Mitglied ebenfalls unter eines dieser Kriterien fallen würde. Sie ließ es nicht auf einen Prozess ankommen. Stattdessen ging sie, geschockt von den Vorwürfen in der Abmahnung , zum Finanzamt, um sich selbst anzuzeigen. Der Sachbearbeiter dort reagierte jedoch ganz anders, als sie erwartet hatte. "Da sie nur Bücher aus dem Privatbesitz verkauft hatte, sei das steuerlich nicht relevant."

DASS DER FINANZBEAMTE sich nicht für den Bücherverkauf von ihr interessierte, bedeutet freilich nicht zwangsläufig. das sie zu Unrecht abgemahnt worden war. "Man muss hier zwischen Steuerrecht und Wettbewerbsrecht unterscheiden", sagte der Rechtsanwalt. "Wenn einen ein Zivilgericht als Unternehmer einstuft, heißt das noch lange nicht, dass man auch aus steuerlicher Sicht ein Unternehmer ist." Steuerrechtlich sieht es nämlich so aus: Private Veräußerungsgeschäfte - etwa das Entrümpeln des Kellers oder der Verkauf des eigenen Autos - sind komplett steuerfrei, solange zwischen Erwerb und Weiterverkauf mehr als 12 Monate liegen. Und selbst wenn jemand sein benutztes Eigentum früher bei eBay weiterverkauft, muss er nur dann Steuern entrichten, wenn er mit solchen Geschäftrn innerhalb eines Kalenderjahres mehr als 512 Euro Gewinn erzielt hat. Da ein Gewinn überhaupt nur entsteht, wenn man bei eBay (abzüglich der Gebühren) mehr erzielt, als man für die Ware gezahlt hat, fallen auch für solche kurzfristigen privaten Veräußerungsgeschäfte nur sehr selten Steuern an. Aufpassen sollte man evenzuell bei sehr teuren Geschenken, deren genauen Wert man nicht kennt. Zwar werden hier für die Gewinnermittlung die Anschaffungskosten des Schenkenden berücksichtigt, doch müssten Sie dessen Ausgaben im Zweifelsfall auch nachweisen können - was bei einem Geschenk schwierig

wenn du mehrere ähnliche Artikel (in dem Fall PCs) und das immer wieder anbietest klingt das sehr nach Gewinnabsicht, und fällt damit unter gewerblich. Ich schreibe jetzt nicht was ich hauptsächlich angeboten habe (gebraucht), aber irgendwann meinte ebay ich müsse das Konto auf gewerblich ändern. Mit dem (privaten) kann ich nur noch kaufen, sonst müsste ich es ändern

Auf keinen Fall darfst Du als privater Anbieter öfters Neuware anbieten. Gebrauchte Sachen, solange es im Rahmen bleibt, sind ok.

ja, auch wenn du nicht viel verkaufst - 3-4 PC ist gewerblicher Verkauf - auch wenn es im Monat nicht so viel ist. Melde ein Gewerbe an und dann kann es los gehen. Meist muss du am Jahresende auch nichts an Steuern bezahlen, falls du nur selten etwas verkauft hast. Du kannst sehr viel gegenrechnen.

Das ist ganz einfach. Wenn Du bei Dir zuhause 3 PC hast kannst Du diese verkaufen. Wenn Du aber wie es aussieht PC kaufst (Wenn Du mehrere proMonat hast) und die dann weiterverkaufst dann bist Du Händler und dann fällt Steuer an (Mehrere Steuern).

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