Ebay: Frage zur Bezahlung + Muss man bei Ebay versteigerte senden verschicken? Was wenn nicht?

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5 Antworten

Versand ist geschuldet, wenn er vereinbart wurde und der Kaufpreis einschl, Versandkosten einging. Da der Vesand vom Käufer zu tragen wäre, spielt der Kaufpreiserlös für den Verkäufer nun gar keine Rolle, oder?

Mit Höchstgebot käme ein rechtsgültiger Vertrag zustande. Ob sich hier zivilrechtliche Rechstverfolgung lohnt, wenn der unerfüllt bliebe, wage ich stark zu bezweifeln :-O

I. d. R. ist Vorkasse per Überweisung vereinbart. Die bekommt man nicht zurückgebucht.

G imager761

Nach Richtlinien muss versendet werden. Durch abgabe eines Gebotes geht der Käufer ein verbindlichen Kaufvertrag mit dem Verkäufer ein. Das Gebot bei welchem der Zuschlag fällt ist Rechtsbindend - daraus folgt, dass eBay die Möglcihkeiten bietet, den Verkäufer abzusichern durch Optionen wie Mindestwert, Festpreis(Sofortkauf) oder Neuestens auch Preisvorschlag. Über eine Überweißung ist dies schwieriger. Anders ist die Handhabung via PayPal, darüber ist man als Käufer wie auch Verkäufer abgesichert da PayPal als "unabhängige" im Sinne von keinerlei direkte Verbindung zum Käufer und Verkäufer, Institution handelt und Arbeitet und die Möglichkeit durch Einzugsvollmacht bietet, sich Beträge zurück zu holen und zu verwalten.

Rechtsfälle gibt es zudem genügend über Betrugsfälle, wie nicht versendete Ware.

na klar muss er die Ware versenden. Schließlich ist ein Kaufvertrag zustandegekommen. Der Verkäufer hat etwas angeboten, wenn er 1 € als Startwert angibt, ist das sein eigener Fehler und da soll kein potentieller Käufer benachteiligt werden, bloß weil der Anbieter nicht fähig ist, einen vernünftigen Startpreis zu wählen.

Diese Fälle gibt es wie oben beschrieben. Ob es letzlich zu Verfahren und Klagen kommt, kann ich aus eigener Erfahrung nicht sagen, allerdings gibt es das Bewertungssystem und Leute mit schlechter Bewertung haben oft dann das Problem, dass die Leute dort keine Artikel mehr kaufen.

Der Verkäufer ist verpflichtet die ersteigerte Ware zu versenden, unabhängig vom erzielten Kaufpreis. Wenn er es nicht tut, macht er sich strafbar, kann angezeigt und verurteilt werden. Die Ware muss er auf jeden Fall aushändigen.

macht er sich strafbar, kann angezeigt und verurteilt werden.

Rechtsirriger Unfug. Der Käufer hätte ausschliesslich einen zivilrechtlichen Erfüllungsanspruch :-)

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Ich frage mich gerade, ob ein Verkäufer, auf dessen Ware 1 Euro geboten wurde und eig. viel mehr Wert ist, die Ware versenden muss?

Ja, wenn es eine reguläre Auktion war, auf jeden Fall. Es gibt allerdings Fälle, da wird Ware, die mit 1,- Euro Startpreis werden sollte, versehentlich mit 1,- Euro Sofortkauf eingestellt. "1-Euro-Schnapper" (das sind Käufer, die auf solche "Fehler" spezialisiert sind) finden solche Angebote meist binnen Sekunden und schlagen durch Klick auf den Sofortkauf-Button zu. Bei sowas kann der Käufer sich auf den §119 BGB (Anfechtbarkeit wegen Irrtums) berufen; die Anfechtung muss allerdings unverzüglich und mit Veweis auf den § erfolgen. Steht das Angebot allerdings schon Stunden "falsch" online, bevor es gekauft wird, hat der Verkäufer kaum eine Chance.

Und was passiert, wenn er es nicht tut?

Ich gehe von einer regulären Auktion aus, also ohne Anfechtungsgrund: Hier könnte der Käufer die Einhaltung des Vertrages, ggf. Schadenersatz zivilrechtlich einfordern. Das kostet zunächst allerdings seine Geldvorleistung und seine Zeit. Deshalb wird das sicher nur bei sehr teuren Artikeln gemacht, bei dem die Diskrepanz zum "Marktwert" erheblich ist.

Was macht der Käufer wenn die Überweisung eingeht und die betrügerische Verkäufer die Ware nicht versendet?

Das Wort "betrügerische" stört mich hier. Ein Betrug liegt nämlich zunächst nicht vor, vor allem, da die VK den zu geringen Betrag idR zurücküberweisen. In diesem Fall kann der Käufer ebenfalls zunächst zivilrechtlich gegen den VK vorgehen (s.o.). Als Verkäufer sollte man aber darauf achten, dass ein sendungsverfolgter Versand vereinbart ist oder diesen Verlangen; da andernfalls die Ware dann gerne auf dem Versandweg "verschwindet" (die Gefahr des Versandes liegt beim Privatverkauf beim Käufer; §447 BGB).

Kann man das Geld von der Bank noch zurückholen?

Nein, bei der Zahlart Überweisung ist eine "Rückholung" nicht so ohne weiteres möglich. Diese Chance gibt es nur bei tatsächlichen Empfänger-Betrugskonten, die bereits durch polizeiliche Anzeigen gesperrt wurden. Das wäre dann auch kostenfplichtig für den Käufer (zwischen 10 und 20 Euro "Rückholgebühr") und das "ohne Gewähr", dass es klappt. Zudem liegt hier auch noch ein "Ermessensspielraum" der Banken vor.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Also heißt es, dass wenn es um kleine Beträge <50 Euro man den Betrug ausgeliefert ist? Denn Anwälte sind zu aufwändig und teuer. Das wär ja blöd, wenn man als Käufer das Geld überweist, die Ware nicht versandt wird und eien Klage zu aufwändig ist.

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