Ebay Angebot Irrtum - zu viel geboten

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6 Antworten

Der Verkäufer kann das doch bei ebay melden und bekommt dann die Verkaufsgebühren erstattet bzw. gar nicht erst in Rechnung gestellt. Warum will er denn das Geld von Dir auch noch haben?

Hallo "lausi5",

Sie schrieben, dass Sie sich bei der Eingabe Ihres Gebotspreises verschrieben haben und 40030 € anstatt 430 € eingegeben haben.

Anfechtung: Hiernach könnte, so wie Sie bereits schreiben, ein Anfechtungsgrund nach § 119 Abs. 1 BGB vorliegen. Ein derartiger Irrtum liegt dann vor, wenn Ihre Erklärung nach Auslegung gem. §§ 133, 157 BGB nicht die Erklärungszeichen enthält, die Sie tatsächlich haben abgeben wollen. Typischerweise ist dies der Fall, wenn man sich versprich oder verschriebt. Mithin liegt in Ihrem Fall ein Erklärungsirrtum gem. § 119 Abs. 1 BGB vor, wonach Sie zur Anfechtung des Kaufvertrages berechtigt sind.

Sie müssen dem Vertragspartner gegenüber also erklären, dass Sie sich aufgrnud des Willensmangels nicht mehr an der Erklärung gehalten sehen. Dies sollten Sie alsbald tun, denn die Anfechtung kann nach § 121 BGB nur innerhalb einer bestimmten Frist, nämlich unverzüglich, das heißt, ohne schuldhaftes Verzögern nach Erlangen der KEnntnis vom Anfechtungsgrund erklärt werden. Hierbei steht Ihnen jedoch eine angemessene Überlegungsfrist zu, innerhalb derer Sie sich z.B. Rechtsrat einholen können. Jedoch darf die Grenze von zwei Wochen hierbei nicht überschritten werden.

Folge: Sofern Sie wirksam angefochten haben, steht dem gegenüber Angefochtenen Schadensersatz gem. § 122 BGB zu. Das heißt, dass nach § 122 Abs. 1 BGB derjenige Schaden zu ersetzen ist, den der andere dadurch erleidet, dass der auf die Gültigkeit Ihres Gebotes vertraut hat. Dies ist das sogenannte negative Interesse. Der Anfechtungsgegner ist also so zu stellen, als sei der Vertrag zwischen Ihnen und dem Verkäufer nie zustande gekommen. Hat der Verkäufer also z.B. eine Verkaufsprovision zu zahlen, oder hat er anderweitigen Schaden durch den Abschluss des Kaufvertrages erlitten, wie z.B. entgangener Gewinn, da bei einem Weiterverkauf z.B. ein nicht so hoher Kaufpreis erzielt würde, so ist dieser durch Sie zu ersetzen.

Zudem ist dieser Schaden gem. § 122 Abs. 1 BGB auf das positive Interesse begrenzt. Zur Ermittlung dieser Schadensposition ist der Verkäufer so zu stellen, als sei die von Ihnen angefochtene Willenserklärung gültig gewesen. Es wäre demnach der zustande gekommene Verkaufspreis anzusetzen.

Fazit: Sie sollten dem Verkäufer gegenüber unverzüglich und schriftlich den Rücktritt vom Kaufvertrag gem. § 119 BGB erklären und mitteilen, dass Sie sich bei der Eingabe des Bietpreises vertan haben. Ob und in welcher Höhe der Verkäufer sodann Schadensersatz geltend macht, bleibt dann abzuwarten.

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg auf eBay. Will.

Wenn der Verkäufer einen "Fall eröffnet" und mit Deiner Angabe im Fall die einvernehmliche Auflösung des Kaufvertrags bestätigt wird, erhält der Verkäufer die Verkaufsprovision gutgeschrieben.

Nicht gutgeschrieben nach Neueinstellen und Wiederverkauf werden:

  • Kosten für zusätzliche Bilder
  • Einstellen in zweiter Kategorie

Diese Gebühren sind hier nachzulesen:

http://pages.ebay.de/help/sell/fees.html

du willst behaupten, du hättest anstatt 430 nun 40030 geboten und der auktionspreis sei in den letzten sekunden von x-hundert euro auf über 40.000 gestiegen?

das erscheint mir etwas merkwürdig, poste mal die artikelnr.

die verkaufsgebühren bekommt man von ebay wieder, wenn man die transaktion abbricht bzw. einen unbezahlten artikel meldet und diese meldung mit einer verwarnung schliesst.. der typ kann auch an den 2. höchstbietenden verkaufen, dann ist er den artikel auch los.

Det1965 10.01.2013, 15:34

das erscheint mir etwas merkwürdig>

Jupp, mir auch.

Oder mehrere Bieter haben sich in letzter Sekunde um 2 Kommastellen vertippt???? Und er war eben der, welcher sich am höchsten vertippt hat. Unglaubwürdig!

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:-) Wow, das hast Du aber zugelangt:-))

Nun, da hast Du einen wirklich netten Verkäufer, ein anderer hätte wirklich den Preis verlangen können. Warum nun Dein Verkäufer die Gebühren haben möchte, das erscheint mir unlogisch. Er muss den Verkauf nur für ungültig erklären und dann sollte es okay sein.

Aber die Verkaufsprovision von 40330 Euro ist natürlich auch nicht schlecht als Argumentationsgrundlage. Ist ja auch ein netter 4stelliger Betrag.

Biete dem Verkäufer von Dir aus ein Ausfallgeld von 20 Euro an und bitte ihn den Verkauf bei ebay zu annulieren. Wenn er das nicht möchte, nun, dann wird das halt eine nette Kommunikation werden.

Ich denke schon, dass es legitim ist, die Verkaufsgebühren haben zu wollen. Dass du den irrsinnigen Preis nicht zahlen musst is klar. Google halt mal ne Runde.

MissesPiggy 07.01.2013, 17:49

Ich denke schon, dass es legitim ist, die Verkaufsgebühren haben zu wollen.

nein ist es nicht , diie gebühren kann er sich von ebay wiederholen

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