eBay / Abholung / Rücktritt

3 Antworten

Hi Menschenhelfen,

wenn Du unbedingt kündigen willst, dann setze ihm eine angemessene Frist. Schreib mit rein, daß Du -falls er nicht reagiert- mit gleichem Datum vom Kaufvertrag zurücktrittst. Als Einschreibebrief versenden, denn eMail müssen nicht immer ankommen und Du wärst weiterhin in der Pflicht zur Abnahme. Grüße

Ohne (vereinbarte) Bezahlung wirst du auch nichts von ihm hören, höchstens von seinem Anwalt, der dich nach ergebnisloser Fallmeldung und -schliessung durch ebay wg. Nichterfüllung eines Kaufvertrages auf Erfüllung und Schadensersatz verklagt. Gegen fürstliches Honorar aus Rechtsgrund Verzugsschaden, versteht sich.

Du kannst also überhaupt nicht vom wirksam vom geschlossenen Kaufvertrgag zurücktreten, sondern schuldest erst Bezahlung und dann Annahme der Boxen aus Vertragspflicht :-O

Und wenn keine Abholung vereinbart ist, schuldet der Verkäufer auch keine, sondern vereinbarten Versand.

G imager761

Du kannst den Verkäufer auf das Urteil des AG Koblenz hinweisen:

http://www.aufrecht.de/urteile/internetrecht/abholung-bei-ebay-grundsaetzlich-immer-moeglich-ag-koblenz-urteil-vom-210606-az-151-c-62406.html

Wenn der Verkäufer Dich nicht zu Hause "haben will", könnt Ihr Euch ja an einem neutralen Ort treffen oder zu einer vereinbarten Uhrzeit vor der Haustüre, schlag das doch diplomatisch vor. Das wäre dann so mein Weg.

Und dann kannst du Deine Frist dazusetzen und verweist darauf, dass Du sonst den Kaufvertrag als gelöst betrachtest.

Unsinn: Wenn der Verkäufer im Angebot Versand angegeben hat, ist das vereinbart. Und Vorkasse ebenso.

Was der Käufer möchte, nämlich Abholung mit Bezahlung, kann dem Verkäufer da völlig schnurz sein: Vertrag kam unter der Bedingung Vorkasse und Lieferung zustande :-O

G imager761.

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@imager761

Kannst Du ausschliessen, dass in dem Angebot die Abholung explizit ausgeschlossen wurde? Nein? Ich auch nicht. Wir kennen beide nicht das Angebot. Ich mag über etwas, was mir nicht bekannt ist, nicht streiten.

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@imager761

Hallo "imager761",

Wenn der Verkäufer im Angebot Versand angegeben hat, ist das vereinbart. (...)

Ihre Ausführungen zur nicht zu beanstandenen Antwort von "haikoko" gehen insgesamt fehl. Die Antwort von "haikoko" ist nicht, so schreiben Sie, als Unsinn zu betrachten.

Keinesfalls ist es ausreichend, eine mit dem Käufer vereinbarte Schickschuld zu begründen, wenn der Verkäufer lediglich im Angebot einen möglichen Versand angegeben hat. Hierzu hat "haikoko" bereits ein zutreffendes Urteil des AG Koblenz angeführt. Vielmehr bedarf es einer ausdrücklich anderweitigen Vereinbarung der beiden Vertragsparteien. Dies ist der Sachverhaltsschilderung des Fragestellers nicht zu entnehmen, sodass nach derzeitigem Sachverhaltsstand keine besondere Vereinbarung vorliegt, und folglich eine Holschuld (vgl. § 269 BGB) des Käufers anzunehmen ist, so dass die Pflichten des Verkäufers an seinem Wohnsitz (vgl. § 269 Abs. 1) oder an seiner gewerblichen Niederlassung (vgl. § 269 Abs. 2) zu erfüllen sind.

Es liegt nun am Fragesteller darzulegen, ob eine derartige Vereinbarung Vertragsbestandteil geworden ist.

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