[E30] 6.000€ für einen 320i E30 2 Türer zu viel?

4 Antworten

Hallo

nun ja gute E30 werden "Knapp" aber für 6000€ sollte der "Rostfrei" sein. Um einen angegammelten E30 Rostfrei zu bekommen versenkt man schnell 10000€. Wenn man Rost am Heckblech findet reflektiert das denn Pflegezustand. Der Rost ist auch in der Struktur dahinter wenn man anfängt zu entschichten kommen dann die üblichen Falzrostprobleme an denn Tag. Dafür spricht wohl auch der Lack und die siffenden Agregatte. Klar die "Rentnerautos" werden von den Besitzern im hohen Alter nur selten bewegt und auch nur selten über dieMindest-Wartung hinaus gepflegt und viele Erben träumen von Garagengold. In so eine Kiste muss man nach dem Kauf gleich investieren bevor man die abbunkern/wegstellen kann. Bei so einem Auto macht man denn "Dett Müller" oder sonst einen der TV Deppen (zb die Ruhrpottidioten). Der Gewinn liegt im Einkauf und "wir kaufen alles" machen damit viel Gewinn und die Kunden zahlen die teuere Fernseh Werbung noch oben drauf...

Ansonsten kann der Verkäufer ja eine Gebrauchtwagenbewertung erstellen lassen und vorlegen. Aber bitte keinen "Versicherungswert" auf Basis eines Kurzgutachten. Das ist zwar besser als Nix aber bei Oldtimerversicherungen ist die Versicherungspräme abhängig vom "Wert" des Autos. Wenn der Kunde der Meinung ist sein Schätzchen ist Zustand 2 der Lack glänzt und alles gepflegt ist dann zahlt der auch die Prämien dafür. Beim "Kurzgutachten" gibt es nur eine Identifikation und Schnelldurchsicht denn Rest macht dann Classic Data. Hohlraumbespiegelung oder Kompressionsdiagramm macht da keiner.

Rostfreie Autos findet man eher in der Schweiz, Schweden, Südfrankreich, Spanien, Süd-Italien, Griechenland

Ausstattung ist "schön" aber das Zeug ist alles "geschraubt" und in wenigen Minuten aus einem Schlachtauto "rübergeschraubt". Was nur Zeitaufwändig rüberschraubbar ist sind Sachen wie ABS, Klimaanlage, Achsteile, Sportgetriebe (erst mal eines finden), Differential mit Sperre (erst mal eines finden)

Dein 318 IS ist viel seltener als ein 320/6 und jetzt schon mehr "Wert" weil die 320 relativ "träge" Autos im Vergleich zum 318 IS sind. Beim 320/6 ging es um Fahrkomfort und 6 Zylinder "Prestige" in der 2 L "Vertreter"-Klasse. "Kleine" 6 Zylinder waren bis in die 70er überall kaufbar und ab denn 80er  (abgesehen vom Mazda MX3) eine exklusive Nische von BMW. Deswegen sind die 320/6 auch die meistverkaufen 6 Ender, weil "Alternativlos".

Tendenziel hast du ja schon einen BMW mit Sammelpotential evtl. ist es besser du investierst in dessen Zustandserhaltung/Verbesserung und stellst denn zur Seite und holst dir eine der üblichen E30/6 "Schlampen" zum Aufbrauchen. Evtl auch einen E36 oder 323 Compact weil die noch "Coupeiger" sind. Für 6000€ bekommt man einen E36 M3 mit Wartungsstau oder einen E36 M3 USA (Kleine Bremse). Klar im Vergleich zu einem E30/M3 sind E36/M3 Massenware aber billiger werden die nicht mehr beim E36 haben schon lange die Sammler die Sahneteile rausgekauft und abgebunkert.

Hallo Justin!

In der Tat sind die 6-Zylinder preislich inzwischen am abheben.. auch Opas späten kaschmir-beigen 320i mit den weniger beliebten Plastestoßstangen "mit nix, ohne alles" kriegt man nicht mehr für 700 Euronen bei und zwei Jahre TÜV gibt's obendrauf wie das ca. 2007 noch der Fall war. Aber nur weil die Wagen teurer wurden & auch schlechte Modelle gern als "soooo seltenes Liebhaberstück" inseriert werden, heißt es nicht dass sie den Preis wert sind.

Da die Wagen älter wurden, wurden sie nicht besser & 6000 Euro sind für einen rostigen Dritte-Hand-E30 mit schlechtem Lack und mehrfachem Ölverlust ein Witz -----> selbst mit "Vollausstattung" (die es garnicht gibt, da einige Extras sich gegenseitig ausschließen) würde ich ad hoc maximal einen Tausender dafür ausgeben, eher weniger. Mein Verdacht ist, dass da jemand Geld machen will und an unbedarfte junge Kunden appelliert, die sich nicht auskennen, den "coolen E30" wollen und bereit sind, dafür aus Unwissenheit viel zu viel hinzulegen. 

Einen guten E30 bekommt man auch heute durchaus für 2000 bis 2500 Euro bei, das sind dann aber keine gut ausgestatteten Modelle, sondern langweilige Nacktschnecken ohne Extras ----> die jedoch dafür in der Regel noch einigermaßen ordentlich dastehen. Man muss sie aber suchen & bereit sein, weiter zu fahren als nur 20-30 Kilometer.

Das von dir geschilderte Angebot wirkt auf mich wie ein typischer Blender, den es auch in der Alt-Mercedes-Szene, in der ich unterwegs bin, gerade bei 190ern oder dem W124 zuhauf gibt & der gemieden werden soll. Auch bei denen ist eine absurde Wertsteigerung kaum zu verzeichnen, der E30 hat sein Preishoch auch schon erreicht. Der wird eher i.wann wieder etwas günstiger, wie auch der Mercedes W123 es geworden ist.

Es gibt bei Autoscout einen Listenpreis.
Dort kannst du das Auto mit allen möglichen Daten eingeben und dann wird dir ein Listenpreis berechnet, wie viel Wert das Auto in etwa ist.
Mir kommt das etwas teuer vor.

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