E-Bass kaufen, J-Bass oder P-Bass?

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2 Antworten

Ich bin ja ganz klar Jazzbass Liebhaber. Der tendenziell knackigere, attackreichere Sound sagt mir mehr zu, als der eher knurrige Sound des Precission Basses. Dennoch ist der Jazzbass variabel genug, um eigentlich überall einsetzbar zu sein. Außerdem liegt mir der Jazzbass ergonomisch eher. (Ein P-Bass liegt im Vergleich dazu dann doch eher wie ein Klotz in der Hand...) Auch das Design mag ich lieber.

Was Deadspots betrifft: Diese entstehen, wenn die Resonanzfrequenz des Basses die selbe Frequenz oder ein vielfaches der Frequenz der Saite haben, wenn diese am jeweiligen Bund mit dem Deadspot gegriffen wird. Dadurch wird Energie von der Saite an den Korpus abgegeben. Dadurch verkürzt sich das Sustain. Um Deadspots zu vermeiden sollte die Eigenfrequenz des Basses also möglichst weit weg von einer Frequenz der gleichstufigen Stimmung sein. Durch die Serienstreuung hat da manchmal mehr und manchmal weniger Glück. Das hängt allerdings kaum vom Preis ab. Ich hatte schon Squier Jazzbässe in der Hand, die kaum Probleme mit Deadspots hatten und Fender Signature Bässe mit ziemlich ausgeprägten Deadspots. Da hilft nur ausprobieren. (allerdings sei hier angemerkt, dass man mit ein- bis zwei Deadspots auch sehr gut leben kann und diese in der Praxis kaum eine Rolle spielen....) Ach ja: Ich hab keine Statistik drüber geführt, jedoch hab ich nicht den Eindruck, dass Precissionbässe bedeutend weniger Probleme mit Deadspots haben...

Danke für deine ausführliche Antwort, hat mir sehr geholfen :)

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Zunächst sollte man sagen, dass diese beiden Bässe vom Sound her schon ähnlich sind.

Jazz-Bass:

Vorteile:

  • hat 2 Pickups, daher mehr Sounds zur Auswahl,
  • dünnerer Hals wird von vielen als Vorteil empfunden (kann man aber drüber streiten)

Nachteile:

  • Pickups rauschen (wobei es die auch als Noiseless gibt, aber da sagen manche Kritiker, dass es dann nicht mehr der typische Jazz-Bass-Sound ist),
  • Deadspots (von dir schon angesprochen, der P-Bass hat allerdings auch Deadspots, wenn auch nicht so deutlich ausgeprägt)

Precision-Bass

Vorteil:

  • rauscht nicht,
  • meist etwas billiger (nur 1 Pickup)

Nachteil:

  • weniger Soundvariabilität weil nur 1 Pickup,
  • leichte Kopflastigkeit (?? je nach Modell)

Ob die Nachteile jetzt wirklich Nachteile sind, darüber kann man streiten. jedenfalls haben sie eine Menge Top-Musiker nicht davon abgehalten, über Jahre hinweg tolle Musik mit diesen beiden Modellen zu machen.

Um die Sache noch zu verkomplizieren: es gibt auch das PJ-Modell, also eine Art Kreuzung aus Jazz- und Precision-Bass: Das ist entweder ein Jazz-Bass, der vorne statt dem Jazz-Bass-Pickup einen P-Bass-Pickup eingebaut hat, oder aber ein P-Bass, der hinten zusätzlich zum P-Bass-Pickup einen Jazz-Bass-Pickup hat.

Tendenziell kann man sagen, dass der P-Bass mehr in Richtung Rock geht (z.B. Mike Dirnt von Green Day) und der J-Bass mehr in Richtung Funk (z.B. Flea von Red Hot Chili Peppers).

Es sind beide tolle Bässe (und ich besitze auch beide), Anfängern rate ich meistens eher zum P-Bass, da du da das Rausch-Problem nicht hast und die mangelnde Soundvariabilität nicht so ins Gewicht fällt, da man als Anfänger erst mal froh ist, wenn man überhaupt einen gescheiten Sound zur Verfügung hat.

Was sind denn deine Heroes und was willst du ausgeben?

"Pickups rauschen (wobei es die auch als Noiseless gibt, aber da sagen manche Kritiker, dass es dann nicht mehr der typische Jazz-Bass-Sound ist),"

Das ist nur der Fall, wenn nicht beide Pickups aufgedreht sind. Die Pickups sind Phasengedreht verkabelt. So entsteht ein humbucking Effekt, wenn beide benutzt werden.

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PJ-Model

Oder eine echte Kreuzung aus beidem also zB Jazz Body und Precission Pickups und Hals (Mark Hoppus Signature) oder Prezi Body und Jazz Hals (Pete Wentz Squier Modell)

Mike Dirnt von Green Day

Dessen Fender ist hart Kopflastig .

J-Bass mehr in Richtung Funk (z.B. Flea

Flea wurde auch vom PunkRock inspiriert und er spielt nen MusicMan und die werden auch von Rockern gespielt

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Danke für deine große Hilfe :) Was das Rauschen des J-Basses angeht, habe ich gehört manche mögen sogar genau das an ihm Oo wobei ich mir das kaum vorstellen kann.... irgendwie finde ich es schon toll das knurren des p basses aber ob ich das auf dauer mag...? Der PJ-Bass hört sich nach etwas für schon erfahrenere an, kann das sein? Danke für das Beispiel Mike Dirnt habs mir auch gleich angehört :) In wiefern haben mehrere sounds einen Nachteil für Anfänger? Das verstehe ich nicht ganz :D Also ausgeben kann ich leider überhaupt nicht viel -.- Da ich aber noch unerfahren bin würde ich es aber wahrscheinlich nicht mal sofort merken wenn ich nen schlechten Bass hätte, daher brauche ich (glaube ich) auch noch keinen 5 Sterne Bass ^^ Im Moment überlege ich mir den Fender Squire Affinity zuzulegen, da gibt es allerdings auch wieder die Frage, Jazz oder Precission...

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@loveberry

Nein, ich meinte nicht, dass mehrere Sounds ein Nachteil sind für Anfänger, sondern dass Anfänger nicht unbedingt mehrere Sounds brauchen, dass mehrere Sounds also nicht unbedingt ein Vorteil sind für Anfänger.

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