E-Auto Prämie unfair?

11 Antworten

Bedeutet das nicht, dass jeder das E-Auto eines Reichen zu einem gewissen Bruchteil mitfinanziert? Sprich, man muss erst mal in der Lage sein sich so ein Auto zu kaufen, damit der Staat einem entgegen kommt?

Der Sinn dahinter ist ja, dass die Fahrzeuge günstiger und erschwinglicher werden, mit Prämie und ggf. Händlerrabatten sind E-Autos preislich mitunter schon gleichauf mit Verbrennern.

Salue

Es ist noch viel interessanter. So kauft jemand in Deutschland ein teures Elektrofahrzeug und bekommt reichlich Subventionen. Nach einer Wartezeit (6 Monate?) hat er das Recht, wieder einen Neuwagen mit Subvention zu kaufen. Er tauscht also seinen bisherigen Wagen beim Händler zu diesem Betrag ein, den er selber bezahlt hat. Der Händler schlägt einen Gewinn dazu und verkauft das Auto in ein Nachbarland, in welchem keine Subventionen bezahlt werden. Die Subvention ist nämlich höher als die ordentliche Amortisation in anderen Länder. Der Wagen hat also in einem anderen Land einen höheren Wert.

Wer sich ein teures Elektrofahrzeug kaufen kann, bekommt aus der Staatskasse Geld, mit welchem der Absatz von Elektrofahrzeugen im Ausland gefördert wird.

Es gibt bereits Händler in Deutschland, die dem Käufer gleich versprechen, dass sie den Wagen nach der Sperrfrist zum vollen Kaufpreis zurücknehmen.

Wer hat dem wird gegeben und die Subventionen fliessen teilweise in die Nachbarländer.

Subventionen torpedieren die Marktverhältnisse. Schön dass in Deutschland die Steuerzahler solche Entwicklungshilfe leisten.

Tellensohn

Der Durchschnittsdeutsche gab im Jahr 2020 für seinen Neuwagen 36.340 € aus. Für ein E-Auto, das netto 40.000 (brutto 47.600) bekommt er 9.000 € Förderung, sprich der Wagen kostet dann brutto 38.600 und somit nur minimal mehr als der Durchschnittsneuwagen.

Wenn ich mir so ansehe welche Autos so durch Deutschlands Straßen fahren, braucht wegen der E-Auto-Preise niemand jammern. Derjenige der sich kein E-Auto um 40.000 leisten kann oder will, hatte vorher auch schon nicht die Möglichkeit oder den Willen dazu sich einen Verbrenner um diesen Preis zu kaufen.

Natürlich fehlen für Leute die weniger Geld für ihr Auto zur Verfügung haben die Gebrauchtwagen, aber die würde es auch geben, würde es nicht neuerdings das Exportgeschäftsmodell Richtung Dänemark geben.

Das siehst du aus meiner Sicht vollkommen richtig. Hier werden Besserverdienende auf Kosten der Allgemeinheit finanziell entlastet. Was aus meiner Sicht noch fast schlimmer ist: Man kauft sich ein neues Fahrzeug, obwohl man i.d.R noch ein funktionsfähiges Auto hat. Ob das ökologisch sinnvoll ist, denke ich ehr nicht, weil es Berechnungen gibt, das es bei E Autos erst nach 50.000 bis 100.000 km den ökologischen Breakeven gibt.

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