E-abstimmungen ja oder nein?

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8 Antworten

E-Abstimmungen sind problematisch. 

Denn erstens müsste sichergestellt werden, dass nur die wirklich befugten persönlich abstimmen und ihre Stimme nicht in ihrem Namen durch andere abgegeben wird. Hat es ja auch so schon gegeben, dass z.B. in Altenheimen das Pflegepersonal die Briefwahlunterlagen für alle Heimbewohner durch einen Altenpfleger für alle ausgefüllt worden sind.   

Zweites fehlt das Vertrauen, dass die Abstimmung wirklich geheim ist. Denn damit Doppelstimmabgaben vermieden werden, muss man sich ja sicher irgendwie einloggen und da ist dann nicht wirklich sichergestellt, dass das Votum unabhängig von den Login-Daten gespeichert wird. Es ließe sich später möglicherweise nachvollziehen, wer wie abgestimmt hat. 

Und schließlich fehlt die Öffentlichkeit der Kontrolle. Bei uns findet ja die Auszählung in den Wahllokalen statt. Die Auszählung ist öffentlich. Die Parteien können Beobachter entsenden und auch interessierte Bürger können zuschauen. Das schafft Vertrauen, dass die Ergebnisse nicht manipuliert sind. Bei einer elektronischen Abstimmung gibt es diese Kontrolle nicht. Der Computer wirft ein Ergebnis aus, und keiner kann wirklich überprüfen, ob nicht manipuliert wurde. Aus der unterlegenen Partei würde schnell der Vorwurf der Manipulation laut und keiner kann ihn widerlegen, da es ja die versiegelten Stimmzettel nicht mehr gibt, auf die zum Zweck der Nachzählung zurückgegriffen werden kann.

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Ich bin Informatiker und viel im Internet unterwegs, auch in dubiosen Gegenden.
Daher weiß ich, das es viele gibt, die solch eine Gelegenheit wahrnehmen würden für Missbrauch.
Dazu kommt, der ganze Sinn und Zweck eines Computers ist im Grunde die Manipulation(Veränderung) von Daten.

Daher möchte ich auf keinen Fall Wahlen oder andere rechtsgültige Abstimmungen mit Computern oder in Internet.
Da können Manipulationen ungeahnter Größe entstehen, ohne eine Möglichkeit das zu beobachten.
Kurze Umfragen die nicht repräsentativ Sein müssen um ein Stimmungsbild zu erhalten, okay aber nichts rechtsgültiges.

Sollten normale Wahlen ohne Computer gefälscht werden, kann das durch aufmerksame Wahlbeobachter verhindert bzw aufgedeckt werden. Diese Möglichkeit entfällt bei digitalen Wahlen.
Deshalb halte ich auch nicht viel von Online Petitionen, diese sind einfach nicht repräsentativ oder glaubwürdig.

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Derzeit nicht durchführbar denn

  1. nicht jeder Wahlberechtigte verfügt über einen Internetzugang
  2. es besteht ein hohes Risiko der Wahlmanipulation.
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Ich kopiere meine letzte Antwort zu dem Thema:

Für alle Wahlen gilt: Sie sind geheim, gleich, frei, unmittelbar und allgemein.
Online-Wahl:
Geheim? NSA und BND lesen mit.
Gleich? Manipulierbar.
Frei? In der Wahlkabine ist man allein. Zu Hause nicht unbedingt, da kann Druck ausgeübt werden.
Unmittelbar? OK, das funktioniert.
Allgemein? Ob Du es glaubst oder nicht, es gibt immer noch Menschen ohne Computer und Internet-Zugang.
Online-Wahlen fallen also in 4 von 5 Punkten glatt durch.

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Gar nichts.

Zum einen ist das technisch für Manipulationen anfällig, zum anderen haben beileibe nicht alle Menschen Internetzugang.

Und dann ist eine archaische "direkte Demokratie" nicht wünschenswert, weil sie unserer modernen parlamentarischen und freiheitlichen Demokratie haushoch unterlegen ist.

"Direkte Demokratie" führt demgegenüber automatisch und unvermeidlich zu Freiheitsabbau.

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Pro:

  • Schneller und einfacher
  • Effizientere automatische Auszählung der Stimmen
  • Billiger (keine Kosten für das Verschicken von Couverts etc.)
  • Keine Wartezeiten oder Fehlerquoten beim Eintreffen des Couverts
  • Weniger Aufwand für Wähler
  • Anpassung an die Moderne
  • Höhere Beteiligung der Jungen Wähler
  • Umweltfreundlicher (keine Papierverschwendung für Partei-Programme etc.)

Contra:

  • Problematisch für ältere Leute ohne Internet
  • Gefährdete Anonymität
  • Gefahr der Manipulation
  • Gefahr bei Fehlern auf der Website

Fazit:

  • Irgendwann kommen wir nicht mehr drum um, man kann ja nicht ewig in der Steinzeit leben
  • Heute kann vorausgesetzt werden, dass jeder Zugang zum Internet hat, das ist an Universitäten schon lange USUS.
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lupoklick 20.09.2016, 09:55

"Steinzeit" ?    entlarvt merkbefreite Überheblichkeit ....

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TechnologKing68 21.09.2016, 03:19
@lupoklick

Ich weiss nicht, was du mit "merkbefreit" meinst, aber letztlich muss der Fortschritt vorangetrieben werden, siehst du das anders?

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Da die Sicherheit/Manipulationsgefahr bei solchen Abstimmungen noch nicht ausreichend/zu hoch ist, gar nichts. Aber so viel ich weiss, wird daran geforscht. Das wird wohl noch dauern.

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Schau dir die TED-"Abstimmungen" bei Sat 1 an

sie sind der reine SCHWACHSINN !!!

und so dämlich wie "direkte Demokratie"

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