Durften die führenden köpfe der nationalisten zum tode verurteilt werden?

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11 Antworten

Anno 1945 stand in so ziemlich allen Ländern der Welt auf Massenmord (bzw. Beihilfe dazu) die Todesstrafe. In den USA gibt´s in einigen Staaten die Todesstrafe bis heute (allerdings werden es langsam weniger), die meisten europäischen Länder haben sie inzwischen abgeschafft. Man darf die Verhältnisse vor mehr als 60 Jahren nicht mit den heutigen verwechseln!

(Persönlich bin ich aber trotzdem für die Todesstrafe für Massenmörder und deren Helfer. 8itler, Pol Pot, Saddam Hussein, Khomeni, Karadcic, Bin Laden, ganz egal, wie die Monster der Vergangenheit hießen und genauso jeder neue Diktator und Unterdrücker, die in Zukunft auftauchen werden - da tät ich kein Mitleid zeigen, das wäre reine Verschwendung. Solches Ungeziefer gehört sich weggeputzt!)

Da solltest du aber fairerweise jeden US-Präsidenten und seine Helfer dazuzählen.

Komisch das unsere Merkel immer nur bei China-Reisen aufgefordert wird, die Menschenrechte einzufordern.

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@Jorgfried

Die amerikanischen Präsidenten haben das Problem, daß sie, um überhaupt zum Präsidenten gewählt zu werden, jeder nur erdenklichen Lobby in Washingon und dem ganzen Land Honig um den Bart schmieren müssen, und solche Lobbys gibt es massenweise. Deshalb wird nicht der gewählt, der den meisten Verstand hat, sondern der, der den Leuten am besten fromm nach dem Mund reden kann (siehe insbesondere Bush I und II). Wer gern mal wissen will, wie das alles funktioniert und wie es besser gemacht werden könnte, soll sich mal die sauspannende "Präsidenten-Trilogie" von Tom Clancy ("Ehrenschuld", "Befehl von oben" und "Im Auftrag des Drachen" ´reinpfeifen. Keine Sachbücher, sondern Polit-Thriller, in denen u. a. das Wahlsystem und der Aufbau der amerikanischen Regierung, die Verstrickungen von Militär/Geheimdiensten/Regierung, die "Immobilienblase", die Probleme von Toyota in den USA und der Bankenskandal erklärt werden. Insbesondere im ersten Band, der dann mit der Clancy-Version des 9-11 endet. Und wer daraufhin im Impressum nachliest: das Buch ist erschienen... 1994! Also lange vor 9-11, Bankenkrise & Co! Clancy ist aber keineswegs ein Hellseher, sondern kennt sich im amerikanischen System einfach nur gut aus, das war also alles vorhersehbar... ... und nach diesen drei Büchern wird sich jeder Leser wünschen, daß damals eines der Flugzeuge George Bush auf den Kopf gefallen wäre...

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Im Jahr 1945 verstand man unter Menschenrecht was anderes als 2012. Nicht nur die USA kannten die Todesstrafe noch - die UdSSR sowieso - in Frankreich und Großbritannien ging die Diskussion darüber erst später los.

Du stellst da eher eine moralische denn eine Wissensfrage. In meinen Augen wurde in Nürnberg eine Siegerjustiz installiert, deren Urteile - gab ja nicht nur Todesurteile - aufgrund der Schwere der vorgeworfenen Verbrechen allgemein als gerecht empfunden wurde, die nach heutiger Sicht eher zweifelhaft legitimiert ist - aber immerhin wurde so überhaupt ein Exmepel statuiert, daß nämlich das Innehaben von Regierungsmacht nicht davor schützt, sich einmal für seine Taten verantworten zu müssen. Aus heutiger Sicht ziehe ich das Verfahren in Den Haag mit lebenslanger Haft als Höchstmaß klar vor, ich lehne die Todesstrafe in jedem Fall ab. Im übrigen, wer Menschen als Ungeziefer bezeichnet, der sollte mal in sich gehen und überlegen, welcher zum Glück vergangener Ideologie solche Wortwahl wohl am ehesten nahekommt.

Oh, Frankreich ist in diesem Zusammenhang ein heißes Eisen. Was haben die nicht in ihren Kolonien alles geduldet und unterstützt - auch nachdem diese nicht mehr Kolonien waren und massive Wirtschafthilfe erhielten - im Gegenzug zu Rohstoffen wie Uran ...

"Kaiser" und Kindermörder Jean-Bédel Bokassa erhielt nach Waffen und Fremdenlegion schließlich Asyl und keinen Prozess; Jean-Claude Duvalier genoss den Luxus in Paris und hatte nicht einmal Asylstatus. Also: Auch geschichtsträchtige Demokratien drücken bei Menschenrechten schon mal beide Augen zu.

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Wer schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht, begibt sich selbst jedes Menschenrechts (allein durch seine eigenen Taten! nicht durch irgendetwas anderes wie Abstammung, Rasse, Religion oder Hautfarbe, wie es die N#zis propagierten!) und sollte völlig zu Recht als Ungeziefer tituliert werden. Solches Ungeziefer wegzuputzen, wenn sich die Gelegenheit ergibt, ist nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht jedes anständigen Menschen. Den Haag mit seinen Luxus-Gefängnis-Privatsuiten ist doch ein reines Lachkabinett. Komödienstadel für Ex-Diktatoren, die da noch mal eine willkommene Bühne für einen letzten Auftritt bekommen, bevor sie für alle Zeiten in der Versenkung verschwinden...

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Ich bin Zeitzeuge. Wer die damalige Zeit nicht erlebt hat, kann sich die Zeit wohl kaum vorstellen. Bin für Volk, Führer und Vaterland in den Krieg gezogen. Die Propaganda hat uns linientreu erzogen. Der Krieg mit Kriegsgefangenschaft hat mich 5 meiner besten Jahre gekostet. Im nachhinnein habe ich versucht die Vergangenheit aufzuarbeiten.

Was da einige Irre angestellt haben, war ein Verbrechen an die Menschlichkeit. Nicht nur der Holocaust, sondern auch die sinnlos geopferten anderen Menschen. Solche Verbrechen gehören bestraft. Die Frage ist nur, wer sind die Richter? Sind es nicht diejenigen, die diese Irren nicht rechtzeitig ausgebremst haben? Im Buch "Mein Kampf" war der Wahnsinn beschrieben. Haben sie das nicht gelesen? Hätten sie diesem Wahnsinn nicht ein Ende machen können, bevor er anfing? Deutschland hatte nur ein leicht bewaffnetes 100 000 Mann starkes Heer. Warum hat man nicht eingegriffen, als die Aufrüstung begann? Es wäre ein Leichtes gewesen, diese ganzen Greueltatet zu verhindern. Mir wären die 5 Jahre Krieg und Gefangenschaft erspart geblieben. Eine andere Frage, die ich mir auch immer wieder stelle ist die, ob es zweierlei Recht gibt. Haben die Alliierten nicht auch unschuldige Menschen umgebracht? Was sagt das Völkerrecht zu den Bombenangriffen auf deutsche Städte. Wieviele Zivilisten sind da umgebracht worden? Städte wurden mit Brandbomben in Brand gesteckt und Menschen (Zivilisten) rannten als brennende Fackeln durch die Straßen.

Fazit aus all diesen Überlegungen für mich. Krieg schreibt seine eigenen Gesetze. Der Sieger hat immer recht! Möge uns und besonders den heutigen Generationen das erspart bleiben!!!

Meiner Meinung nach: JA! Diese Leute sind keine einfachen Mörder. Sie haben den Mord an Millionen von unschuldigen Menschen zugelassen. Solche Menschen haben es nicht verdient noch groß nach den Menschenrechten behandelt zu werde! Dennoch hatten sie einen fairen Prozess und manche wurden auch nur ins Gefängnis geworfen. Einen fairen Pozess gaben die Nationalsozialisten nämlich keinen der Juden/Afro Amerikanern/..., die wurden einfach grundlos getötet. Deswegen machen sich die Alliierten dadurch nicht "selber schuldig"

Das Problem ist tatsächlich, dass Staatsvertreter gegen Staatsvertreter angetreten sind und eine höhere Instanz (wie ein Götterurteil) mühsam konstruiert werden muss. Es gibt ja eigentlich auch kein höheres Weltrecht, auf das man sich berufen könnte (auch die Genfer Konvention ist eine Vereinbarung); es kann nur das Recht der Siegermächte angewandt werden - vielleicht etwas modifiziert, um untereinander keine Probleme zu bekommen. Früher lief das einfacher ab: Der Verlierer hat alles verloren, sein Leben so wie so. Rübe ab! Wenn nicht, war das Gnade oder ein Deal.

Nun muss also jemand ein Urteil über Leben und Tod sprechen, der kein Gott ist und kein Leben erschaffen kann und auch keinen Irrtum wieder ausbügeln kann. Ein Dilemma. Dem begegnet man, indem man das Rechtsverständnis der Besiegten auf sie selbst anwendet (wie oftmals im Märchen) oder man beugt sich der öffentlichen Meinung und hat somit (hoffentlich) die Mehrheit hinter sich.

Ich sehe das insofern problematisch als die Geschichte schon oft gezeigt hat, dass sich Ansichten nach zig Jahren ändern; Aufrührer als Helden dastehen usw. - was nicht heißt, dass ICH deren Treiben gutheiße.

Wenn man aber selbst nicht schuldig werden will, darf man auf seine weiße Weste nicht den kleinsten Fleck bringen und da geht es um Nuancen und wer kann von sich schon behaupten, dass er zu 100% sicher ist? Man muss sich wohl auf 95% oder so einigen und bedenken, dass jemand, der die Menschenrechte - wo immer auch niedergeschrieben - mit Füßen tritt, diese nicht in vollem Umfang für sich reklamieren kann.

Recht hat in der Politik immer der Stärkere.

Was die Verantwortlichen des Naziregimes angeht - meiner Meinung nach hat kaum einer von denen das bekommen, was er verdient. Die Todesstrafe ist für solche Verbrechen viel zu mild.

Du musst hierbei unterscheiden war wir empfinden ist etwas anderes was ein Amerikaner empfindet.

die Anerkennung der weltweiten Menschenrechte ist hierfür die Grundlage.

Jeder Staat kann die einzeln anerkennen oder auch nicht, Nun haben einige Staaten in Amerika diese Anerkannt und einige nicht, somit gibt es in noch einigen Staaten die Todesstrafe und in anderen nicht.

Dem zufolge, verstößt die staatlich angeordnete Tötung nicht gegen die Menschenrechte des Landes und ist vollkommen rechtend

Gefällt mir auch nicht ist aber so.

Ein gutes Beispiel dafür ist aber das jedes Jahr ein oder zwei Länder diese Rechte anerkennen und die Zahl der staatlichen Tötung immer weiter zurück geht.

Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe,

ist in der BRD im Jahre 1947 der letzte Mensch hingerichtet worden

in der DDR im Jahre 1956

ich hoffe ich konnte Dir helfen

Frank

Nein, in der DDR 1981. Und im Westen - die BRD gab's 1947 noch nicht - war die letzte Hinrichtung kurz nach BRD-Gründung, also 1949 oder 1950, aber in alliiertem Gewahrsam - die Todesstrafe ist ja bekanntlich im Grundgesetz abgeschafft.

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viele der feigen Naziführungsriege haben ja nicht mal den Mumm, sich einem Gericht zu stellen und haben dann lieber Selbstmord begangen...

Die Todestrafe für die war ja im Verhältnis ihrer Greueltaten die reinste Erlösung...

"nicht mal den Mumm, sich einem Gericht zu stellen und haben dann lieber Selbstmord begangen" - Womit die Todesstrafe auch ad absurdum geführt wird.

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Warum? Es gibt doch heute auch noch die Todesstrafe. Deswegen waren die Urteile rechtlich nicht zu beanstanden da vorallem es auch einen fairen Prozeß geben hat.

Und was hättest du sonst mit denen machen sollen?

Zudem schreibt der Gewinner die Geschichte und da mussten sie ja nichtmal die Wahrheit zurecht biegen.

Eigentlich dürfte niemand zum Tode verurteilt werden. Dieser barbarische Ritus hat im 21. Jahrhundert nichts zu suchen.

Du hast recht.

Die Frage bezug sich aber auf die Mitte des vorigen Jahrhunderts.

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