durfte der arzt mich naach hause schicken

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1 Antwort

Da auch starke Rückenschmerzen, wegen derer du dich ja schon in Behandlung befunden hast, keine sofort behandlungspflichtige Situation darstellen, hat der Arzt, bzw. das Sprechstundenteam korrekt gehandelt. Den geltenden Richtlinien zufolge dürfen Kassenärzte nämlich keine Behandlung von Kassenpatienten durchführen, wenn die Praxisgebühr nicht bezahlt oder keine gültige Überweisung vorgelegt wird. Natürlich handhaben das die meisten Ärzte sehr großzügig und akzeptieren die nachträgliche PG oder Überweisung, vor allem, wenn der Patient in der Praxis bekannt ist. Das geht aber immer auf das Risiko des Arztes, denn wenn der Patient das Nachreichen "vergisst", muss aufwändig gemahnt werden - natürlich alles zulasten der Praxis, obwohl die Praxisgebühr der Kasse gehört. Im schlimmsten Fall muss der Arzt die PG aus eigener Tasche bezahlen. Einem Orthopäden bleiben dann für die Behandlung des Patienten noch so etwa 12€, er zahlt also ganz ordentlich drauf.

Aufgrund der schlechten Erfahrung, die manche Ärzte mit nicht nachgereichten Überweisungen und PG gemacht haben, wird das halt ab einem bestimmten Zeitpunkt rigoros nach Vorschrift gehandhabt. Der Orthopäde, bei dem du warst, hat eben schon zu viel schlechte Erfahrung mit säumigen Patienten gesammelt ...

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