Durchleuten & verbessern meines Arbeitszeugnisses :)

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3 Antworten

Hier ein paar Anmerkungen:

  • Beschäftigt bis zum 01.06.? Arbeitsverträge enden (oder werden gekündigt) üblicherweise zum 15. oder zum Monatsletzten. Alles andere deutet auf einen Aufhebungsvertrag oder fristlose Kündigung hin.
  • Hast du bei der Beschreibung deiner Aufgaben evtl. einen Satz vergessen?
  • "aktiver Mitarbeiter": diese Formulierung irritiert mich auch. Klingt zwar positiv - aber warum muss das extra erwähnt werden?
  • "Auftretende Schwierigkeiten überwand sie mit Durchhaltevermögen": Aber wohl nicht besonders gut und effektiv. Sonst würde das hier stehen.
  • "zeichnete sich stets durch eine überdurchschnittliche Arbeitsqualität aus": Hier plötzlich ein "stets", im gesamten Absatz davor aber nicht. Das ist widersprüchlich.
  • Es fehlt eine klare Aussage zum Sozialverhalten (Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Externe war blabla...)
  • Warum endete das Arbeitsverhältnis? Darüber steht nichts drin. Deutet auf Probleme hin.
  • Kein Bedauern über dein Ausscheiden. Das gibt zu denken...
  • Bei den Zukunftswünschen wäre eine Formulierung "weiterhin alles Gute und viel Erfolg" besser.
  • Stimmt das Ausstellungsdatum mit dem letzten Arbeitstag überein?

Meiner Meinung nach widerspricht sich das Zeugnis teilweise selbst. Manches deutet sehr deutlich darauf hin, dass man froh war, dich loszuwerden. Ob diese Eindrücke der Realität entsprechen, kannst nur du beurteilen.

Und ob der Schreiber das bewusst so geschrieben hat oder es einfach nicht besser wusste, kann ich leider nicht beurteilen.

Ich ergänze:

Die Überschrift (das Wort Zeugnis) sollte nicht fettgedruckt erscheinen!

Spiegelpunkt 3: Derartige Ausdrücke können aus einem (dieser blöden) Zeugnisgeneratoren stammen, die man besser nicht erfunden hätte. Sollte ersatzlos entfallen.

Spiegelpunkt 4: Empfinde ich als Frechheit. Würde ich so nicht akzeptieren, also reklamieren, notfalls über das Arbeitsgericht!

Alle anderen Spiegelpunkte empfinde ich ebenfalls als denkwürdig bzw. reklamationsbedürftig. Hier tritt allerdings das milde Problem auf, dass die Formulierungen nicht so gravierend schlecht sind, dass sie in jedem Fall Ansprüche auf Änderung begründen würden, sodass sich der Arbeitgeber sehr wohl dagegen verwehren könnte. Das Zeugnis, so wie es ist, ist kaum für einen berufliches Fortkommen förderlich, aber man müsste sich ggf. auf einen langwierigen Arbeitsgerichtsprozess einstellen.

Fazit: Ich würde zunächst "kleine Brötchen backen", mit den hier gewonnenen Erkenntnissen (und eigenen zusätzlichen Internet-Recherchen) einen eigenen Zeugnisentwurf fertigen, diesen hier noch einmal begutachten lassen und dem Ex-Arbeitgeber dann in freundlicher Art (!) unter Rückgabe des Originalzeugnisses zur Neuausstellung des Zeugnisses "unterjubeln".

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danke schon mal :) Ich komme hier mit dem Handy leider nicht weiter. Heute Abend logge ich mich mit dem Laptop ein und antworte.

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  • ich habe das Arbeitsverhältnis zum Monatsletzten im Mai beendet.

  • bei der Beschreibung der Aufgaben habe ich aus Versehen eine Zeile zu viel erwähnt - mehr Geschriebenes hab es nicht.

  • das Ausstellungsdatum stimmt gar nicht mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses überein. Da liegen einige Monate dazwischen.

vielen vielen Dank für die Anmerkungen :)

Ich werde die Punkte ansprechen und eine Überarbeitung verlangen!

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@nida1988

..ich frage mal nett nach einer Überarbeitung nach meinem Entwurf!

danke danke danke nochmal!

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Sag mal Nida, diese Merkwürdigkeit aus 2003 hast du hier doch schon einmal eingestellt, was versprichst du dir davon noch einmal die gleichen oder ähnlichen Antworten zu einem Zeugnis zu bekommen, bei dem sowieso längst kein Änderungsanspruch mehr besteht?

Ich finde die aktuellen Antworten sehr gut und hilfreich. Das habe ich mir auch davon versprochen. Damals hat der wichtigste Bestandteil gefehlt - das komplette Zeugnis. Wer den Beitrag nicht lesen möchte, muss das nicht tun. Ich kann mein Zeugnis noch ändern lassen, aber danke für den Hinweis.

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ist doch ganz gut, das Zeugnis. Grundsaetzlich steigert jedes immer, stets und sehr die Note um eins nach oben. Davon kann es nicht zu viele geben.

Was hier leider fehlt, ist der Satz "sie erfuellte die ihr uebertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" (= Note 1,mit vollen statt vollsten ist es eine 2 ohne stets eine 3) und "ihr Verhalten zu Vorgesetzen, Kollegen und Kunden war stets einwandfrei". Daran kann man die Note im Prinzip gut ablesen.

DIe Formulierungen hier sind etwas schwammig, aber im Prinzip schon recht gut gemeint.

Warum bist du mit dem Schussatz unzufrieden? Er besagt, dass man im Guten auseinander gegangen ist. Fehlt der Zukunftswunsch kann es heissen, dass was negatives vorgefallen ist, der Mitarbeiter gekuendigt wurde oder so.

Den Satz sollte man daher immer drin haben.

Man macht die Note an dem Wort "stets" fest? Interessant.

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Grundsaetzlich steigert jedes immer, stets und sehr die Note um eins nach oben. Davon kann es nicht zu viele geben

Ähm, nein. So kann man das nicht sagen. Ein zu perfektes Zeugnis erweckt schnell den Anschein eines Gefälligkeitszeugnisses. Allerdings kann man das bei diesem Zeugnis nicht wirklich behaupten...

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@DarthMario72

wer gut ist/war, kann auch ein gutes Arbeitszeugnis verlangen. Ich verlange ja keine perfekte Lüge. Dass das Zeugnis nicht prickelnd ist, habe ich schon festgestellt.. Deswegen hatte ich hier meine Fragen eingestellt..

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Dankeschön!

Soweit ich das herausfinden konnte, kann man anhand des Schlusssatzes alles herauslesen - Verhältnis, Leistung, Kündigungsgrund. Dafür dass wir ein sehr gutes Verhältnis hatten und ich eine gute MA war, ist der Satz enttäuschend. Laut Internet bewertet man diesen Satz mit "befriedigend".

Sowas in der Art hatte ich mir gewünscht: - Wir wünschen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute! - Wir danken für die stets sehr gute Mitarbeit - Wir bedauern es sehr, eine stets engagierte und erfolgreiche Mitarbeiterin zu verlieren.

Ich habe gekündigt, weil ich eine Stelle mit besseren Konditionen gefunden habe. Begeisterung hat das Ganz nicht ausgelöst. Ich musste relativ lange auf mein Arbeitszeugnis warten. Meine damalige Chefin meinte sie hätte mir ein super Zeugnis ausgestellt und all meine tollen Leistungen miteingebracht. Ich glaube auch, dass sie das wollte. Das Problem ist nur, dass sich in dieser Firma niemand mit Arbeitszeugnissen auskennt! :)

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