Durch Psychopharmaka müde?

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6 Antworten

Wie du bereits erwähnt hast die Fluvoxamin ein SSRI (was allerdings heute fast nicht mehr verwendet wird). Diese Medikamente sind eigentlich bekannt dafür, dass sie eben nicht sedierend wirken. Im Gegenteil, sie führen sogar häufig zu Schlafstörungen. 

Es ist jedoch so, dass jeder Mensch anders auf jedes Psychopharmaka reagiert (insbesonders bei Antidepressiva). Es gibt also auch Menschen, die von SSRI's müde werden.

Folgende Nebenwirkungen können gemäss medizinischen Studien häufig (1-10% der Probanden) vorkommen: Benommenheit, Bewusstseinsstörungen, vermehrtes Schwitzen, Kraftlosigkeit, Unwohlsein (keine Vollständige Liste).

Es kann also durchaus sein, dass du von diesen Nebenwirkungen betroffen bist.

Die maximale Tagesdosis Fluvoxamin beträgt 300mg, von dem her biste also schon relativ hoch dosiert. Wenn es nichts bringt oder die Nebenwirkungen zu extrem sind rate ich dir das Medikament zu wechseln (natürlich nur wenn dein Arzt damit einverstanden ist).

Es gibt eine ganze Palette von SSRI's (z.B. Sertralin, Citalopram, Escitalopram usw.). Meist muss man mehrere Medikamente durchprobieren bis eines hilft (war bei mir auch so). Wenn es sich um Depressionen handelt (also nicht um Zwangsstörungen, für dessen Behandlung Fluvoxamin auch zugelassen ist) gibt es zusätzlich noch die sogenannten SNRI's.

Diese SNRI's hemmen neben dem Botenstoff Serotonin auch zusätzlich die Wiederaufnahme des Botenstoffs Noradrenalin (welcher für allem für den Antrieb des Menschen zuständig ist). Bekannte Präparate sind Venlafaxin (auch da schwitzt man wie ein Schwein) und Duloxetin.

Ich würde von einem Wechsel jedoch absehen, wenn dir die Medikamente momentan viel bringen. Auch die anderen Medikamente haben teilweise starke Nebenwirkungen. An erster Stelle muss immer deinen psychische Stabilität stehen.

Für den Fall, dass trotzdem ein Wechsel bevorsteht... Hier eine Übersicht über alle SSRI und SNRI inkl. Fachinformationen: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/  Fluvoxamin ist als einziges Medikament nicht aufgeführt, vermutlich da es so selten gebraucht wird.

Wenn dein Arzt sich nicht entsprechend kümmert oder du dich nicht gut aufgehoben fühlst, solltest du den Arzt wechseln.

Hallo B.,

an Deiner Stelle würde ich einen Hausarzt suchen, der ganzheitlich arbeitet - z.B. einen mit Naturheilkunde.

Diesen dann bitten, dass er einmal großes Blutbild, Vitamin B Spiegel, Folsäurespiegel, Vitamin D Spiegel, Schilddrüsenwerte, Entzündungswerte, Leberwerte, Nierenwerte bestimmt. Eventuell musste Du die Kosten teilweise selber tragen, aber das hält sich im Rahmen (kann man vorher fragen).

Vielleicht sind die Werte (zumindest teilweise) auch schon bestimmt worden? Falls ja besorge Dir auf jeden Fall einen Ausdruck für Deine Unterlagen.

Könnte es sein, dass Du schon in den Wechseljahren bist?

Ernährst Du Dich gesund, machst Sport und trinkst genügend?

Hast Du einen gesunden Schlaf oder Schlafstörungen?

Wegen der Müdigkeit... entweder liegt es an einer Krankheit oder einem Mangel, dann schafft die Blutuntersuchung Klarheit.

Oder am Lebenststil, dann kann man daran etwas verbessernn.

Oder an der psychischen Krankheit - dann hoffe ich, das Du Therapie machst.

Oder an den Medikamenten - Du solltest mit dem verordnenden Arzt sprechen. Machst Du in der Therapie Fortschritte? Dann könnte man auch mal langsam einen Absetzversuch machen.

LG und alles Gute!

Hourriyah

Psychopharmaka haben immer Nebenwirkungen und viele machen schon nach 10-14 Tage abhänig

es gibt heutzutage viele neue Therapieformen die viel besser helfen

du solltest vielleicht gemeinsam mit dem Arzt überlegen die Medikamente abzusetzten (wenn es möglich ist)

@ blau00000

Hast du die Dosis auf eigene Faust erhöht?.

Hast du mehrere Ärzte und die kümmern sich nicht um dich?

Dann bitte suche dir einen anderen Arzt, der dich richtig einstellt oder dir ein anderes Mittel verschreibt.

Sicher kann Psychapharmaka müde machen (Beipackzettel gelesen?).

Ob die Müdigkeit nur von dem Medikament kommt, solltest du vom Arzt abklären lassen.

warst du schon mal bei einem Psychiater bzw. Neurologen.

Wenn nicht, such einen auf und laß dich entsprechend einstellen - soll

bedeuten auf ein anderes Medikament.

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