Durch Port-Anlage einen Pneumothorax?

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6 Antworten

Die bisherigen Antworten sind allesamt mehr oder minder unqualifiziert. Vielleicht war der eine oder andere Kommentator einfach "stinkbesoffen"? Zu deiner Frage: Wenn der Port über die V. subclavia, die unterhalb des Schlüsselbeins liegt, gelegt wird, kann es in einem ungünstigen Fall passieren, das die Lungenspitze punktiert wird, was zu dem genannten Pneumothorax führt. Ähnliche Komplikationen sind von der Anlage eines ZVK über die Vena subclavia bekannt. Das hat nicht unbedingt nur mit der Geschicklichkeit des durchführenden Arztes zu tun, sondern liegt manchmal einfach an ungünstigen anatomischen Verhältnissen.

Hier meldet sich der "Stinkbesoffene". Korregiere mich, doch die häufigsten sind doch der idiopatische und der symptomatische Spontanpneumothorax, oder? Gefolgt vom traumatischen als Folge von Unfällen. Deine Formulierung ... kann es in einem ungünstigen Fall passieren, das die Lungenspitze punktiert wird ... ist zugegebenermaßen nicht so repsektlos, wie meine, hat aber rhetorisch den gleichen Hintergrund. Das hat nicht unbedingt nur mit der Geschicklichkeit des durchführenden Arztes zu tun ... ist in diesem Zusammenhang auch nett.

In 15 Jahren Port-Versorgung bei unseren Pallativ-Patienten traten derartige Schwierigkeiten nur in Verbindung mit COPD auf, aber ich lasse mich auch gerne belehren! ;-)

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also vielen vielen dank für deine antwort DocRoc. endlich mal jemand der eine gescheite antwort schreibt... Lg

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Hallo alle zusammen. Versuche mal eine kurze Übersicht zu geben. Es gibt zwei Möglichkeiten einer Portanlage: 1. Chirurgisch, 2. Radiologisch. Der Hauptunterschied ist, dass der Radiologe nach der venösen Darstellung der V. subclavia (Vene unter dem Schlüsselbein)nach KM-Gabe die Vene punktieren muss. Der Chirurg muss nach einem Hautschnitt erst einen venösen Ast der V. subclavia suchen. Die Möglichkeit eines Pneumothorax ist bei der radiologischen Vorgehensweise gegeben (Punktion!), dabei kann die Lunge ungewollt angestochen werden und es kann sich ein Pneumothroax entwickeln. Hierbei gelangt Luft zwischen die Lunge und die Brustwand (Pleura visceralis und Pleura parietalis). Das Risikio liegt hierfür in unserer Klinik bei etwas unter 1%. Jeder Pat. wird über das Risiko eines Pneumothorax aufgeklärt. Ein Pneumothorax kann erst auch mehrere Stunden nach der Portanlage auftreten, d.h. bei der Kontrolle unmittelbar nach der Portanlage kann die Lunge noch normal aussehen. MfG

Einen Pneumothorax durch einen Port zu erzeugen, habe ich bisher noch nicht gehört. Interessant wäre zu wissen, wo der Port gesetzt worden ist und wie alt diese Patientin war.

doch das ist wirklich bei einer patientin passiert. naja den port setzt man oberhalb der brust...

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Einen Pneumothorax durch eine Port-Anlage? Das klingt mir sehr unwahrscheinlich, oder der Chirug ist stinkbesoffen gewesen, beim Setzen! Eher ein spontaner Defekt des Lungengewebes.

In einem Wort: Quatsch!

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guten abend

also das klingt sehr fachlich. vieleicht könnte das in deiner klinik durch fachleute deutlich besser erklärt werden.

ich weiss z.b nichtmal was ein port ist, den bei euch eine patientin bekommen hat. ich bin nun nicht gerade schlaumi in medizinischen dingen, aber so dürfte es hier vielen leuten gehen.

also ehrlich, frage das lieber bei dir in der klinik die fachleute.

tschüss burki

Dann hättest Du Dir die Antwort sparen können !!

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@Tigerkater

klar, ich hätte mir die antwort sparen können, du dir den kommentar allerdings auch.

ist aber egal.

es handelt sich hier um eine ratgeber plattform. nicht um eine plattform für medizinische diagnostik, fernab vom patienten. ich denke also, das der in meiner antwort erwähnte tip, doch die fachleute dort im krankenhaus zu befragen ziemlich passend ist.

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So eine Frage kann natürlich nicht jeder beantworten. Interessant, das sich trotzdem so manch Ahnungsloser zu einem Kommentar bemüssigt fühlt.

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