Ist ein Mietvertrag durch eine mündliche Zusage gültig? Muss die Besichtigung vom Vermieter durchgeführt werden?

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5 Antworten

Wir haben aber keine weiteren Daten, wie Kautionshöhe, Mietpreis, oder die Mängel besprochen.

Grundsätzlich können Mietverträge auch mündlich abgeschlossen werden, allerdings müssen auch hier die einzelnen Vertragsbestandteile vereinbart werden.

Schon allein die Tatsache, dass es hier keine Vereinbarungen über Miete oder Kaution getroffen worden sind, lässt den Rückschluss zu, das eben kein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist.

Nun fordert der Vermieter eine 1 Miete, da er die Wohnung nun einen Monat später vemieten konnte als an uns

Das ist komplett widersprüchlich. Wenn hier laut Vermieter ein wirksamer Mietvertrag zustande gekommen ist, wie kann er dann die Wohnung zum 01.03. weitervermieten?

Bestehende Mietverträge können nur mit der gesetzlichen Frist gekündigt werden.

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So viel ich weiß, ist auch ein mündlicher Vertrag bindend. Ihr hättet im Vorfeld fragen müssen, ob es bei der jetzigen Miete bleibt und die Mängel anzeigen müssen. Das der Vermieter Eurem Wort traut, ist ja legitim - er kennt ja Deinen Freund bereits.

Aber es gibt hier ja keine Zeugen...Ihr könntet immer noch behaupten, dass Ihr lediglich Interesse bekundet habt, aber noch nicht fest zugesagt habt. Dementsprechend würden auch keine Kosten auf Euch zukommen, aber ich denke, dass das Verhältnis zum Vermieter dann nicht mehr unter einem guten Stern steht.

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Seit dieser Vermieter seine Mietverträge schriftlich macht. Es muss doch für beide Parteien ersichtlich sein, dass ein Vertrag geschlossen wird. Wenn ein Vermieter also immer schriftliche Mietverträge abschließt, kann er aus einem vorvertraglichen Gespräch nicht plötzlich einen bindenden Vertrag ableiten.

Könnten wir bei dieser unnützen Diskussion bitte im Bezug auf die Fragestellung bleiben? Sonst verweise ich auf die Paragraphen zum Thema Mietrecht §§ 535 - 580a BGB. Davon treffen aber nicht alle auf diese Frage zu.

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ChristianLE 03.02.2016, 12:00

Wenn ein Vermieter also immer schriftliche Mietverträge abschließt, kann er aus einem vorvertraglichen Gespräch nicht plötzlich einen bindenden Vertrag ableiten.

Es stellt sich aber gerade die Frage, ob es sich um ein vorvertragliches Gespräch oder einen Vertragsabschluss handelt.

Die Tatsache, dass vorab immer schriftliche Mietverhältnisse abgeschlossen worden sind, ist völlig unerheblich.

Allein die Tatsache, dass der Fragesteller "blind" zugesagt hat, ohne die Details wissen zu wollen, könnte ihm theoretisch zum Verhängnis werden.

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Ein Mietvertrag bedarf eigentlich der Schriftform. Davon ist auch hier auszugehen. Ihr habt nur telefonisch über die Wohnung gesprochen und euer ernsthaftes Interesse bekundet, diese Wohnung zu mieten. Das an sich ist noch kein Mietvertrag.

Erst im Zuge des eigentlichen Mietvertrages, als alle Einzelheiten, unter anderem auch der Preis, besprochen wurden, der zudem erheblich vom alten Mietpreis abweicht, habt ihr von dem Angebot keinen Gebrauch gemacht.

Der Vermieter kann in diesem Fall gar nichts fordern. Das ist nun mal Vermieterrisiko.

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ChristianLE 03.02.2016, 10:09

Ein Mietvertrag bedarf eigentlich der Schriftform.

Das stimmt nicht. Mietverträge können auch mündlich oder durch schlüssiges Handeln abgeschlossen werden.

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PieOPah 03.02.2016, 10:12

Deshalb ja auch "eigentlich". Für einen mündlichen Vertragsabschluss gelten aber ein paar Formvorgaben, die sich am schriftlichen Mietvertrag orientieren. Und da ist der Mietzins fester Bestandteil einer Vereinbarung. Da dieser aber erheblich vom bisherigen Mietzins abweicht, kann man nicht von einem Vertrag reden.

Offiziell gelten mündliche Vertragsabschlüsse übrigens nur bei Vollkaufleuten als bindend.

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Genesis82 03.02.2016, 11:34
@PieOPah

Demnach wäre jeder Einkauf im Supermarkt nicht bindend, weil kein schriftlicher Kaufvertrag abgeschlossen wurde?

Jeder Vertrag, der nicht per Gesetz der Schriftform bedarf, ist auch mündlich bindend. Der Unterschied bei einem Vertrag zwischen Vollkaufleuten ist, dass diese auch dann bindend sind, wenn einem Endverbraucher noch ein Widerrufsrecht zusteht (etwa im Fernabsatz).

Bezogen auf diesen Fall: Theoretisch wäre der Mietvertrag auch telefonisch wirksam gewesen, der Mieter hätte aber ein Widerrufsrecht. Praktisch ist er aber deshalb nicht wirksam geworden, weil entscheidende Vertragsinhalte noch nicht ausgehandelt wurden. Somit wurde lediglich Interesse am Abschluss eines Vertrags bekundet.

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DarthMario72 03.02.2016, 10:14

Ein Mietvertrag bedarf eigentlich der Schriftform.

Seit wann?

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PieOPah 03.02.2016, 19:41

Beim Einkauf im Supermarkt hast du etwas schriftliches: die AGB, die im Supermarkt aushängt und als Schriftstück den Kassenbeleg.

Ein Mietvertrag ist da schon etwas anderes: es geht ja um eine ständig wiederkehrende Verpflichtung (Mietzins). Im Supermarkt ist der Handel mit der Eigentumsübertragung (Ware gegen Geld) formal abgeschlossen.

Aber jetzt in sachlichen Kleinigkeiten Details herausarbeiten, verwirrt nur. Fakt ist: der Vertrag ist formal ungültig. Der Vermieter darf keinen Mietzins oder Schadensersatz für Mietausfall einfordern.

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Da er Geldsummen verschwiegen hat, muesst ihr ja mal sowasvon garnichts zahlen.

Nix unterschrieben

Nix zahlen

Sucht nen Anwalt auf, anders wirds nicht gehn

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