Durch Chemotherapie ständig zu wenige Leukozyten, was ist der Nachteil?

7 Antworten

Eine Chemotherapie schädigt auf jeden Fall auch körpereigene Zellen; vorallem aber richtet sie sich gegen unkontrolliert, sich sehr schnell teilende Zellen -> Krebszelle. Es gibt viele unterschiedliche Wirkmechanismen unter den Chemotherapeutika und bei jeder werden unterschiedlich stark die Körperzellen angegriffen. Während der Chemo werden durch Blutentnahmen die Leukozyten, Erythrozyten etc. kontrolliert. Wenn die Leukozyten einen bestimmten Wert unterschreiten, wird die Person isoliert und bestimmte Sachen z.B. Rohkost, Blumen von ihr ferngehalten und andere Personen dürfen nur vermummt das Zimmer betreten, damit das Risiko einer Infektion möglichst gering gehalten wird. Deshalb sieht man im Krankenhaus (oder auch außerhalb) teilweise Personen mit Mundschutz rumlaufen. Sie versuchen dadurch die Aufnahme von Infektionserreger über die Luft zu vermeiden. Es wird während einer Chemo immer der Nutzen dieser gegenüber dem Schaden, die sie anrichtet abgewägt. Falls es dem Patienten zu schlecht geht, wird abgebrochen. Außerdem gibt es die Möglichkeit Mittel zu verabreichen (z.B. Granozyte), die die Produktion der Leukozyten im Knochenmark anregt.

Wie hier schon sehr schön beschrieben wurde, sind die Leukos die Feuerwehr/Polizei des Körpers, die beim Eindringen der sich zu schnell vermehrenden Terroristenzellen in den Kampf ziehen. Während und nach der Chemo sollte man sehr viel gute Nahrungsergänzungsmittel u.a. Vitalstoffe die das gesunde Zellwachstum befördern zu sich nehmen. Ich denke da zB an Orthomol. Gruß Magiks :-)

Deswegen befinden sich ja die Chemo-Patienten in einer Ausnahmesituation. Sie werden isoliert da der Körper durch eben die verminderte Anzahl an Leukozyten praktisch ohne Abwehrstoffe ist und jeder kleinste Erkältung tödlich enden kann.

Nach Beendigung der Chemo reagiert der Körper und produziert Leukozyten wieder neu.

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