Düsenjet, flugfähig durch Auftrieb?

8 Antworten

Jedes Flugzeug fliegt durch dynamischen Auftrieb, egal, ob Zivil- oder Militärflugzeug, ob Sportflieger oder A380. 

Die Frage ist, welchen Anteil der Auftrieb hat und welchen Anteil durch das Triebwerk, also die Geschwindigkeit, kompensiert werden kann, damit der Flieger nicht vom Himmel fällt (Stichwort STALL). 

"SPEED IS LIFE.“ (FAVORITE FIGHTER PILOT AXIOM)  

Was vielleicht interessant ist, ist, dass moderne Kampfjets aerodynamisch instabil gebaut, also nur durch Computer flugfähig gehalten werden, aber nicht mehr durch das "analoge" Design. Sie sind dadurch sehr viel wendiger, würden aber bei Ausfall/Störung aller Computer wie ein Stein vom Himmel fallen. 

Das ist bei "normalen" Flugzeugen nicht der Fall. Selbst eine B747 würde sich, genügend Höhe vorausgesetzt, wieder von selbst stabilisieren. 

Wir reden hier von 10 und mehr Tonnen Gewicht.

Natürlich ist auch für diese Flugzeuge der Auftrieb unverzichtbar. Das unterscheidet Sie von einem gelenkten Geschoss.

Zudem kann auch ein Kampfjet nicht mit Höchstgeschwindigkeit starten und landen, und würde er auf dem Marschflug lediglich durch Schub und Ruderleistung in der Luft bleiben, würde ungleich mehr Treibstoff verbraucht.

Auch deren Tragflächen sind wie üblich profiliert, nur wesentlich feiner, was auch in höheren Start und Landegeschwindigkeiten resultiert, was einen signifikanten Nachteil darstellt.

Ok...gerade dieses feinere Profil hat mich irritiert...sorry da war mein Gedankengang absolut falsch..

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@dieter1987

Nicht direkt. Gelenkte Raketen arbeiten nach dem von dir beschriebenen Prinzip. Dein Ansatz ist also nicht falsch, er ist nur für diese Technik nicht zutreffend.

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Ich würde es nicht einseitig als Nachteil darstellen, immerhin profitiert man davon indem man eine höhere Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Ein guter Kompromiß ist, je nach Einsatzzweck, der Schwenkflügler.

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@Gummibusch

Ich bezog mich mit der Nachteiligkeit nur auf die höheren notwendigen Geschwindigkeiten und vorallem die dementsprechend ausgelegten Start und Landebahnen, welche ein eingeschränktes Nutzungsgebiet bedeuten.

Die Schwenkflügler stammen noch aus einer Zeit, als man glaubte, Höchstgeschwindigkeit sei der alles bestimmende Faktor. Aus dieser Ära stammt auch die F104, sozusagen kompromisslos in Ihrer Auslegung, was leider auch einige Piloten das Leben gekostet hat.

Schwenkflügler haben technisch bedingt ein enormes Gewicht, was sich in einer verringerten Wendigkeit und Steigfähigkeit niederschlägt, eben den Elementen, die man heute als wichtigste Vorrausetzungen für ein im Luftkampf erfolgreiches Flugzeug erachtet. Darum sind die auch "fast" vollkommen aus der Luftfahrtechnik verschwunden.


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Die Triebwerke erzeugen nur einen Schub in horizontaler Richtung. Damit fliegt das Flugzeug unter Vernachlässigung des Luftwiderstandes genauso gut wie ein Stein.

Weiterhin bräuchte man dann auch keine Tragflächen.

Nebenbei bemerkt werden auch die meisten modernen Verkehrsflugzeuge mit Düsentriebwerken angetrieben.

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