Dürfte man ihn anzeigen?

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5 Antworten

Hallo theschredder,

also erstens begeht Person nur eine Straftat und das ist die Beleidigung nach der von Dir angeführten Rechtsgrundlage, denn der Straftatbestand der Bedrohung gem. § 241 StGB  setzt die Bedrohung mit einem Verbrechen voraus. 

Zweitens ist es sehr unwahrscheinlich, dass Person 1 einen Strafantrag wegen Beleidigung stellt, denn mit der Stellung des Strafantrages und der dazugehörigen Sachverhaltsschilderung, würde er sich ja evtl. selbst belasten.

Drittens ist davon auszugehen, dass die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gem. § 153 StPO einstellen wird.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von theschredder
26.10.2015, 11:08

Danke für die Antwort. Also ist das "Vorbeischicken der Schläger" nicht als Bedrohung zu werten? Sollte Person 2 tatsächlich seine Ankündigung in die Tat umsetzen, wie kann Person 1 dann gegen ihn vorgehen?

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Wenn Person 1 beweisen kann, dass Person 2 das gesagt hat, könnte er ihn durchaus anzeigen. Aber was würde geschehen? Nichts. Zwei offenbar unreife Personen beharken sich - wo sollte da ein öffentliches Interesse liegen? Der Staatsanwalt gähnt und wendet sich wieder seiner Arbeit zu.

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Kommentar von theschredder
26.10.2015, 10:48

Ein öffentliches Interesse ist aber nicht notwendig, um eine Straftat zu verfolgen bzw. verfolgen zu lassen und ggf. etwas zu erreichen

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sofern das irgendwie beweisbar oder belegbar ist, kann jederzeit auch was unternommen werden, ohne entsprechende beweise wirds schwierig.

hier würde die Polizei im zweifelsfall person1 vorladen, um ihre version der geschichte zu hören. alles andere ergibt sich dann aus dem verlauf des gespräches...

lg, Anna

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es geht immer darum etwas beweisen zu können. Nur zu sagen A hat ..... gemacht reicht nicht, denn es fehlt der Beweis. Also beim nächsten Mal das Gespräch parallell aufzeichnen, dann hat man was in der Hand.....

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Kommentar von TheGrow
26.10.2015, 11:48

Also beim nächsten Mal das Gespräch parallell aufzeichnen,

Erst dem Fragesteller dazu raten eine Straftat nach folgender Rechtsgrundlage zu begehen:


§ 201 StGB - Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes  

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt 

  1. das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt oder ...

Und dann zu denken: 

 dann hat man was in der Hand.....

Was soll er dann in der Hand haben? Die durch eine Straftat erlangte Aufnahme, darf weder von

  • der Polizei noch
  • der Staatsanwaltschaft noch
  • dem Richter

angehört, noch in anderer Art verwertet werden.

Also vom Gedankengang erst einmal nicht schlecht der Rat, nur rechtlich alles andere als unproblematisch um nicht zu sagen, rechtlich gesehen ist dieser Rat absolut falsch

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Er dürfte dich ebenfalls anzeigen. Des Weiteren hat er Beweise (Person 1), Person 2 hingegen hat keine Beweise.

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Kommentar von nope23
26.10.2015, 10:39

ich denke du meinst anders rum Pers. 2 hat beweise (wegen den Anrufen) Pers. 1 hat keinen ausser wenn er das Gespräch aufgenommen hat.

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