Dürfte ich rechtlich gesehen eine Seite machen wo Betrüger aufgelistet werden und Leute Betrüger veröffentlichen können?

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13 Antworten

Hallo Tarikinan,

ja, rechtlich gesehen darfst Du so eine Seite machen.

Nur damit Du die Daten der Betrüger online stellen darfst, musst Du Dir die Einwilligung der Betrüger für das veröffentlichen der personenbezogenen Dateien einholen.

Geregelt ist das im § 4 des Bundesdatenschutzgesetzes.

Siehe: https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg\_1990/\_\_4.html

Veröffentlichst Du die Daten des Betrügers aber ohne Einwilligung, begehst Du eine Ordnungswidrigkeit gem. § 43, Absatz 2, Nr. 3 des Bundesdatenschutzgesetzes

Siehe: https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg\_1990/\_\_43.html

 Die Ordnungswidrigkeit kann im Fall des Absatzes 1 mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro, in den Fällen des Absatzes 2 mit einer Geldbuße bis zu dreihunderttausend Euro geahndet werden.

Und ich denke, die Androhung eines Bußgeldes in Hohe von stolzen 300.000 Euro zeigt, dass der Gesetzgeber den Verstoß für ganz erheblich hält.

 Ich würde es mir also sehr genau überlegen, ob Du bereit bist bis zu 300.000 Euro an Bußgeld zu riskieren, wenn Du die Daten der Betrüger ohne dessen Einwilligung veröffentlichen willst.

Schöne Grüße
TheGrow

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Grundsätzlich ja. Wenn jemand betrügt, darfst du das öffentlich machen.

Dabei gibt es nur ein Problem: Wehrt sich einer der Betroffenen, müsstest du im Zweifelsfall den Vorwurf des Betruges beweisen. Wenn du das nicht kannst, bist du ganz schnell bein Straftatbeständen der Üblen Nachrede, der Verleumdung und der Beleidigung. 

Der Nachweis des Betruges dürfte in vielen Fällen schwierig sein. Deswegen kann ich dir nur raten, es bleiben zu lassen. Du würdest damit auf die Nase fallen.

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:12

Wenn ich aber nur die Seite erstelle und andere die Scammer Reporten?

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Kommentar von TheGrow
30.08.2016, 12:33

Grundsätzlich ja. Wenn jemand betrügt, darfst du das öffentlich machen

Das gilt aber auch nur, wenn der Betrüger in die Veröffentlichung seiner Daten einwilligt.

Wer die Daten ohne Einwilligung anderen Personen zugänglich macht begeht eine Ordnungswidrigkeit die mit bis zu 300.000 Euro geahndet werden kann. Siehe § 43 BDSG

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Und wie willst du beweisen, dass die von dir genannten Bürger - Betrüger sind? Dazu gehört zuerst einmal ein Gerichtsurteil.

Ich könnte mir vorstellen, dass es dann nur noch von Zivil- und vermutlich auch von Strafanzeigen nur so hagelt.

Hoffentlich hast du das notwendige Kleingeld um die Kosten dann alle zahlen zu können.

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Natürlich darfst du das nicht machen und wenn du es doch tust, dann wird das ganz schnell sehr teuer für dich.

Du würdest Rufmord begehen und da flattern dir schneller die Abmahnungen uns Haus als du bis 3 zählen kannst.

Und diese wären gerechtfertigt, da kann dich keiner raus hauen.

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Kommentar von TheErdnuss
30.08.2016, 14:18

So etwas wie Rufmord gibt es im Strafrecht nicht.

Du kannst wegen Verleumdung oder Übler Nachrede angezeigt werden, aber nur, wenn die Behauptungen, die du über jemanden aufstellst, nachweislich falsch sind.

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Davon rate ich dir ab, da kannst du ganz schnell Anzeigen wegen Verleumdung am Hals haben. Nur, wenn jemand wegen Betrug verurteilt wurde, darf man ihn öffentlich einen Betrüger nennen.

Wenn du betrogen wurdest, erstatte Anzeige bei der Polizei.

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:03

Aber wenn ich seinen Namen nicht erwähne sondern nur sein Ebay Profil zum Beispiel

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Ja aber du darfst da keine Privaten Daten der Personen freigeben. Also als Beispiel, wenn der Betrüger Max Mustermann heißt musst du es auf Max M. beschrenken

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 11:58

dürfte ich zum Beispiel die Ebay Seite verlinken?

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:02

Ich rede nicht nur von Ebay.

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Es ist sehr wichtig, dass du wirklich sicher bist dass es sich rechtlich gesehen um Betrug handelt. Also es muss etwas sein, womit du theoretisch auch zur Polizei gehen könntest. 

Ansonsten könnte es sich um Ver­leum­dung handeln.

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:11

Ich will es so machen das jeder sich anmelden kann und andere Betrüger aufschreiben kann.

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Lass die Finger davon.

Ganz schnel hast Du Leute auf der Seite, die andere Verunglimpfen und welche dort einstellen, die nichts getan haben. Nur aus Rache.

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Ob jemand ein Betrüger ist, dürfte erst dann feststehen, wenn ein Gericht ein entsprechendes Urteil über eine Person gefällt hat. Aber auch selbst dann könnte es problematisch sein, diese Person namentlich zu machen. Von solchen Veröffentlichungen rate ich ab.

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:02

Ich rede nur vom Ebay Profil zum Beispiel

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Kannst du mal machen.

Jedoch hat derjenige, den du da nennen willst auch das Recht, dagegen vorzugehen. Persönlichkeitsrechte gelten eben für jeden.

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:00

Auch wenn ich nur den Namen bei Ebay zeige?

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Gute Frage. Verstößt sicher gegen das Persönlichkeitsrecht.. es müsste  natürlich klar die schwere der einzelnen Fälle differenziert werden. Denke da könnte es zu Problemen kommen..

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:00

Wenn ich Beispielsweise nur den Ebay Namen poste?

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Hallo Tarikinan,

ich verstehe jetzt nicht ganz wieso du bei Ebay dem Verkäufer dann nicht einfach eine passende (schlechte) Bewertung da lässt um auf den Betrug hin zu weißen?

Ebay hat ja ein Bewertungssystem.

Gruß

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:10

ich rede nicht nur von Ebay. ausserdem wurde ich auch von nem 5Sterne Verkäufer auf Sphock abgezogen.

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Sowas in der Art wurde schon von vielen Leuten im Internet veröffentlicht. Das meiste aber übers Darknet, da es illegal ist.

Wenn du was dagegen machen willst, da geh zur Polizei und zeig die Betrüger an. Eine andere (legale) Möglichkeit gibt es nicht.

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Kommentar von Tarikinan
30.08.2016, 12:01

Ich rede von Ebay Profilen von Scammern oder auch Steam Profile von CSGO Scammern

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