dürfte ich in einer komplizierten Situation Untermieteinnahmen behalten?

3 Antworten

Ich verstehe die Frage nicht. Da ja alles die Schuld der Bank ist und du kein Verschulden an der Situation hast, wirst du jetzt doch bestimmt die Schulden vorbildlich begleichen wollen und nicht etwa Geld "unterschlagen", was zur Tilgung verwendet werden könnte.

Als ALG 2-Empfänger treiben die Einnahmen aus der Untervermietung ihn sicher nicht über den pfändungsfreien Selbstbehalt. Zumal vorher mit dem ALG 2 aufgerechnet würde.

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@Atzec

was hat rechtlich Vorrang:

Mietpfändung?

Insolvenzbeschlag?

ALG2-Gesetzgebung?

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die Bank spielt meiner Ansicht nach in diesem Fall nicht mit ...

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Du musst jeden Zufluss von Einnahmen dem Jobcenter unverzüglich mitteilen. Die wiederum würden deine Untermieteinnahmen wohl komplett mit den Kosten der Unterkunft aufrechnen und sich freuen. :-)

Hallo Atzec,

wo steht das eigentlich in den ALG2-Gesetzen?

die Frage hinter meiner Frage ist die Prioität der Ansprüche Anderer:

wenn es beschlagnahmte Mieteinnahme ist, ist es nicht MEIN Geld,

wenn es Insolvenzmasse ist, ist es auch nicht MEIN Geld,

wie ist das wenn meine gesamten Einnahmen unter der Pfändungsfreigrenze ZPO § 850 ff liegen?

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@geschundener

Wie ist denn nun deine aktuelle Situation genau?

Du bist Eigentümer eines Miethauses und lebst eigentlich ausschließlich von den Mieteinnahmen?

Du bist alleinstehendß Dann kann dir doch eigentlich nur bis zur pfändungsgrenze gepfändet werden. Dann ist Feierabend mit pfänden. Die liegt bei Alleinstehenden bei ca. 1000 Euro. Das müsste die bank dir immer von den Mieteinnahmen lassen. Damit wiederum würdest du besser dastehen als mit Alo 2. Da frag ich mich gerade, was da schon wieder schief gelaufen ist, dass du alo 2 beziehen musst...?

Eigentlich stünden dir bis zu diesen ca. 1000 Euro Einnahmen pfändungssicher zu...

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@Atzec

da is doch wohl was falsch verstanden worden:

die Bank selbst hat derzeit keinen Anspruch auf meine Einnahmen, sondern der Zwangsverwalter, der Insolvenzverwalter, das Jobcenter und das Finanzamt.

Ich habe vor den Problemen mit der Bank nur von meinen Mieteinnahmen gelebt.

Seit der Zwangsverwaltung bekommt die Mieteinnahmen der Zwangsverwalter, ich musste mir deshalb zwangsweise das Geld zumj Leben vom Jobcenter holen.

Ob ich alleinstehend bin oder nicht hat aber grundsätzlich keinen Einfluss auf die Problematik, höchstens auf die Freibeträge.

Die Beschlagnahme der Mieteinnahmen ist rechtlich gesehen keine Pfändung die Bank ist derzeit nur der Gläubiger, hat aber mit den derzeitigen Geldflüssen nicht zu tun da sie verschiedene andere Verfahren wie Zwangsverwaltung und Insolvenzverfahren gewählt hat.

Ich muss ALG2 beziehen weil ich Geld zum Leben brauche, so einfach ist das!

Das mir über 1000.- von den Mieteinnahmen zustehen sehe ich eigentlich auch so, aber einer von unseren allmächtigen Richtern hat dies anders entschieden, deshalb gibt mit wohl auch das Jobcenter ALG2.

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@geschundener

An der Stelle ergebe ich mich. Ich sehe und kenne das auch nur so, wie auch Dea das oben entwickelt hat. Daraus ergibt sich eigentlich, dass dir der Insolvenzverwalter alles bis zu der Freigrenze von 1000 Euro abnehmen kann, aber eben nicht mehr. Mit 1000 Euro wiederum bräuchtest du eigentlich kein Alo 2 bzw. würdest das gar nicht erst bekommen. An der Stelle muss etwas ganz schief gelaufen sein und das solltest du vielleicht noch einmal mit einem Anwalt aufarbeiten...

Jetzt wiederum würde die untervermietung wohl erstmal anzugeben sein beim Jobcenter und die daraus resultierende Einnahme mit deinem Alo-Anspruch verrechnet werden. Da du eigentlich ja wohl nur Nebenkosten und keine Mietkosten hast, bliebe dir eventuell eben der Selbsbehalt von 100 Euro aus der Untervermietung... Aber das kannst du auch beim Jobcenter verbindlich erfragen. Mich macht etwas unsicher, dass es sich um Mieteinnahmen handelt. Wie das dann mit dem Selbstbehalt aussieht, ist mir noch nie untergekommen.

Und nochmal zur Vorrangigkeit:

Vorrang hat immer die Sicherstellung deines persönlichen Unterhaltsbedarfs. Dann der Unterhalt Dritter, für die du verantwortlich bist. Erst dann kommen Schulden. Also müssten dir eigentlich 1000 Euro der Mieteinnahmen zustehen...

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Auch in der Insolvenz hast du Einkommen...und zwar bis zur Pfändungsfreigrenze. Alles was darüber liegt, kassiert der Insolvenzverwalter ein.

Und die Pfändungsfreigrenze liegt nun mal höher als der Regelsatz plus Kosten der Unterkunft!

Also wird das Jobcenter dir die Einnahme aus der Untervermietung als Einkommen anrechnen.

Was die Vorrangigkeit angeht:

Als erstes kommen alle Einnahmen. Das wird gepfändet bis zur Freigrenze.

Was dann an Einnahmen übrig ist, wird vom JC bewertet und ggf angerechnet. Und dann bekommst du ggf das, was dir fehlt bis zum vollen Anspruch aus SGB2.

Jobcenter möchte Bestätigung, dass eine Untermietung erlaubt ist. Vom Untervermieter ausreichend?

Hallo Community,

ich habe nochmals eine kurze Frage bezüglich Hartz IV, bzw ALG II.

Zur Übernahme der unterkunftskosten (Ich bewohne ein Zimmer in einer WG) möchte das Jobcenter neben einer Mietbescheinigung der Untervermieterin, die sich anfangs schon quergestellt hat, noch eine Erlaubnis ihres Vermieters, dass eine Untervermietung erlaubt ist.

Nun sagt meine Untervermieterin, dass es ihr zu weit geht. Der Vermieter hat davon Kenntnis, dass ich dieses Zimmer bewohne und sie hat sich bereits etwas verärgert gezeigt, dass Sie überhaupt ihre Daten alle in der Mietbescheinigung angeben muss. Sie ist nicht bereit die Daten ihres Vermieters auch noch an die ARGE zu senden.

Was kann ich nun tun ? Ich bekomme 382,00 Euro ohne die Unterkunftskosten, da die bisher nicht genehmigt worden sind und habe davon 200 Euro für Januar und Februar an Miete bezahlen müssen. Wie wenig Geld mir da bleibt, ist wohl offensichtlich.

Ich brauche das eigentlich sehr und weiß nicht, was ich tun kann ? Würde es evtl. reichen, wenn meine Untervermieterin dem Jobcenter einfach bestätigt, dass eine Untervermietung genehmigt ist. Das ist doch eigentlich eine Sache zwischen Ihr und dem Vermieter und ICH kann da nun gar nix machen.

Ich möchte gleich meine SB anrufen und sie informieren, habe aber Angst, dass da bloß als Antwort kommt: Dann können wir es auch nicht bewilligen...

Habt ihr einen Rat ?

Liebe Grüße

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