Dürft ihr von euren Eltern aus Alkohol trinken?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du hast im Prinzip Recht - der Reiz von etwas strikt verbotenem ist grösser ... zumal der Einflussbereich der Eltern sich nur auf das direkte Umfeld beschränkt... und als Jugendlicher gibt es mehr Möglichkeiten mit Alkohol in Kontakt zu kommen als nur im Elternhaus.

Deine Frage, ob das Verhalten deiner Eltern gerechtfertigt ist müsste ich bejahen ... sie machen sich Sorgen, was Alkoholkonsum mit deiner Gesundheit machen kann ... wie sinnvoll ein absolutes Alkoholverbot allerdings angesichts der allgemeinen Verfügbarkeit ausserhalb des Elternhaus ist - sei mal dahingestellt.

Augenblicklich ist Bier für über 16Jährige in öffentlichen Gaststätten erlaubt - aber es wird darüber nachgedacht EU-weit über ein generelles Alkoholverbot für unter 18Jährige nachzudenken. Offenbar gibt es Gründe dafür... Komasaufen ist offenbar erst über die einfache Verfügbarkeit von hartem Alkohol ein Problem einzelner.

Ich persönlich würde auch auf der Basis von Vernunft meinem 16Järigen Kind den Umgang mit Alkohol klarmachen und nicht auf der Basis eines absoluten Verbots.

Ich weiss nicht, ob deine Eltern zu reden ist - und sie die begrenzte Wirksamkeit ihres Totalverbot erkennen würden?

Hm, ich weis es nicht. Ich glaube nicht dass es gut ankommen werden würde, wenn ich sagen würde:"Ich trinke eh etwas, wenn ihr es verbietet wird sich daran nichts ändern". Das Ding ist halt einfach, dass sie nicht mal wirklich wissen, dass ich ihr absolutes Alkoholverbot überzogen finde.

0

Ich bin zwar nicht mehr jugendlich, aber meine Eltern waren da auch sehr liberal - sie wussten auch, dass Teenies früher oder später sowieso was trinken und mal probieren. Also haben sie meiner Schwester und mir immer erlaubt, auch mal zu probieren, wenn sie selbst etwas tranken und wir es probieren wollten. Ihnen war es lieber, dass wir die ersten Erfahrungen mit Alk unter Aufsicht machen als uns direkt bei der ersten Party ins Koma zu saufen. Ich war noch in der Grundschule, als ich mal vom Feierabendbier meines Vaters probieren durfte - und ich fand es so eklig, dass ich bis zu meinem Studium kein Bier mehr angerührt hatte.

** denn wenn man Kindern etwas verbietet, ist der Reiz eh viel größer und sie tun es dann heimlich, was eig noch schlimmer ist. **

Nicht, wenn die Kinder intelligent genug sind, um nachzudenken und zu überlegen, warum dieses Verbot denn -begründet- ausgesprochen wurde. Früher oder später merken die meisten, dass sowas nicht passiert, um einen zu ärgern. Was du beschreibst, ist eher Zeugnis von purer Unreife.

Das ist eine durchaus nicht durchschnittliche Haltung deiner Eltern, die ich aber nachvollziehen kann und auch gut heiße. Wie konsequent eine Überzeugung ausgelebt wird, ist von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich. Aber wenn jemand fordert, dass in seinem Haus bestimmte Dinge nicht oder nur unter Bedingungen getan werden, sollte man das respektieren.

Und das würde ich dir auch empfehlen. Wenn du erwachsen bist, kannst du ausziehen, dir deinen eigenen Haushalt aufbauen und entscheiden, nach welchen Ideologien du dein Leben führen willst. 

"Was du beschreibst, ist eher Zeugnis von purer Unreife."

Kinder und Jugendliche sind genau das: unreif. Völlig wertfrei.

Und sie probieren aus, entdecken die Welt, im Guten, im Schlechten, manche mit mehr Vorsicht, andere mit weniger. Aufhalten lassen sie sich nicht. Und Jugendliche , Erwachsenwerden zeichnet sich v.a. dadurch aus, dass man die elterlichen Regeln in Frage stellt und nicht mehr nur akzeptiert. Und dazu gehört auch, dass man halt mal Fehler macht und als Konsequenz einen Kater mitbringt.

2
@Stellwerk

Danke für dein Kommentar, kann deine Meinung nachvollziehen, aber verstehe jetzt nicht ganz ob du es gut findest, dass meine Eltern es mir verbieten, oder schlecht? 

0
@Stellwerk

** Kinder und Jugendliche sind genau das: unreif. Völlig wertfrei. **

Eben nicht immer. 

Manche sind auch schon im Kindesalter weit genug entwickelt, um zu reflektieren und sich nicht auf ihre Triebe zu verlassen, das Verbotene zu entdecken, sondern auf ihren Verstand und die Logik. Sie können einen Teil der Welt, den man sich in der Praxis sparen kann (Drogen, Gewalt), in der Theorie erforschen und müssen nicht wie ein 1-Jähriger die Herdplatte anfassen, um zu wissen, dass sie Schäden davon tragen.

Dieses Verhaltensmuster, was du beschreibst, habe ich ausgesprochen selten inne gehabt. Diejenigen, die mittels Drogen, untypischem Benehmen etc. ein Gefühl der Rebellion hervorzurufen versucht haben, habe ich mit 5 belächelt wie mit 15. Und auch heute lache ich nur über solche Naivität.

Man braucht keinen Fehler zu begehen und einen Kater mitzubringen, um zu wissen, dass Alkohol nichts Gutes ist. Wer intelligent ist, wirft Google oder die Nachrichten an und sieht dort eine schöne Auflistung von den Auswirkungen und Risiken. Und ja, auch das gibt es bereits im Kindesalter. Ich stelle dann die Regeln in Frage, wenn ich dahinter negative Absichten vermute. Ansonsten weiß ich, dass die, die sie aufstellen, weit mehr Lebenserfahrung mit sich bringen als ich und diese nicht grundlos zum Schutz aufstellen.

Wer schlau genug ist, beruft sich auf das bereits vorhandene Wissen und entwickelt sich weiter. Es ist heute nicht mehr nötig, alle Fehler immer wieder erneut zu machen. 

0
@Annilie191

DeinEN Kommentar, bitte. Ich finde es gut, wenn du es so direkt haben willst...

0

Was möchtest Du wissen?