Dürfen wir Tiere wie unbelebte Ware behandeln?

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26 Antworten

1) Ich finde, du setzt hier am falschen Punkt an. Natürlich sind Tiere zum Töten und als Nahrungsmittel gezüchtet. Doch für mich ist die eigentliche Frage, dürfen wir Tiere züchten?
Dürfen wir ein Tier vergewaltigen, um dann den Nachwuchs zu stehlen und zu essen?
Nicht jedem Tier geht es schlecht, doch einige Großbetriebe setzen mehr auf den Gewinn als auf das Tierwohl.
Bei Bio sollte es den Tieren natürlich großartig gehen, bis zu ihrem Tod, aber ich kann mich nicht mit Tieren unterhalten und deshalb nicht feststellen, ob es für sie okay ist.

2) Tiere sind durchaus sehr emotionale Geschöpfe. In der Milchindustrie ist es zum Beispiel üblich das Kalb der Mutterkuh kurz nach der Geburt abzunehmen. Sowohl Kalb als auch Kuh beginnen daraufhin laut zu "rufen".
In einer Herde haben Kühe eine sehr starke Gemeinschaft, sie können die einzelnen Herdenmitglieder unterscheiden und haben merken sich, welches Tier sie mögen und welches nicht.
Bei vielen Zierarten sieht man auf dem Schlachthof Angst. Die Tiere halten Abstand zu der Tür ins Schlachthaus und drücken sich aneinander. Oftmals kann man beobachten, wie Tiere sich gegenseitig ablecken oder sanft anstupsen. Dies ist vollkommen normales Verhalten, um Trost zu spenden.
Ja, eine Kuh oder ein Schwein ist kein Mensch. Hier sind wir beim Speziesmus nach Singer.
Ein Schwein hat den geistigen Entwicklungsstand eines dreijährigen Kindes, damit ist es klüger als ein Hund. Wieso essen wir jetzt aber das Schwein und nicht den Hund oder das Kleinkind?
Die Antwort darauf: Wir sind Speziesten. Für Singer ist das so ähnlich wie Rassismus oder Sexismus.
Wir sollten also aufhören Grenzen an der Spezies zu ziehen und anfangen, diese an Entwicklungsstand zu ziehen.

3) Sollte man als erstes Tier Waffen verwenden um artverwandte Tiere zu töten?
Das haben wir schon gemacht, wieso jetzt nicht etwas utilitaristisch sinnvolles?

4) Hier kommt der Utilitarismus.
Kein Lebewesen möchte Leid erfahren. Der Transport irgendwohin bedeutet für die meisten Tiere jedoch Angst und Stress. Eine ungewohnte Umgebung im Schlachthof oder Blutgeruch.
All das und viel mehr ist Leid für ein Tier. Egal wie wundervoll das bisherige Leben war. Kannst du sagen, das tierische Leid ist weniger "wert" als dein "Leid" bei Fleischverzicht?
Ich nicht.

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Die Gründe für Veganismus darauf zu beschränken, Mitleid mit der gequälten Kreatur zu haben, greift absolut zu kurz.

Dass ich mich heute zu etwa 95 % vegan ernähre, ist für mich vor allem eine vollkommen rationale Entscheidung. Wenngleich mich das große Elend in den Ställen auch nicht kalt lässt.

Aktuell werden allein in Deutschland jedes Jahr über 1.000.000.000 (eine Milliarde) Tiere für Nahrungszwecke getötet. 80 % der für diese Tiere verwendeten Proteinfuttermittel werden aus der sog. Dritten Welt bezogen, während dort mindestens genauso viele Menschen (ver)hungern, wie wir hier jährlich Tiere schlachten.

Ein Blick z.B. nach Südamerika zeigt heute riesige Monokulturflächen und eine durch Gentec und massive Pestizideinsätze zerstörte Umwelt. Kleinbauern, die dort einmal ihr Auskommen hatten, sitzen inmitten dieses Wahnsinns und müssen hilflos zusehen, wie ihre Kinder verhungern oder an der großzügig versprühten Giftpampe jämmerlich krepieren. Während wir empört auf unser Recht auf unser täglich Stück Fleisch pochen?

Mit unserer irrwitzigen Lust auf Fleisch tragen wir bei zu einem rasanten Klimawandel. Wir zerstören munter nicht nur den Regenwald. Jede Sekunde (sic!) wird weltweit eine Waldfläche in der Größe eines halben Fußballfeldes vernichtet, ein Großteil davon als Weidefläche und zur Produktion von Futtermitteln für die „Nutztierhaltung“.

90 % aller Tier- und Pflanzenarten müssen dem Intensivbau weichen, das Artensterben wird angegeben mit 70 Arten/Tag (E.O. Wilson) bis zu 500 Arten/Tag (T. Erwin).

Wir haben große Probleme mit Bodenerosionen durch die einseitige Nutzung und damit Auslaugung der Böden. Die Versteppung von entwaldeten Landschaften bedingt in hohem Maße die Anhäufung von Naturkatastrophen.

Unser völlig überzogener Anspruch auf Steak und Co. bedingt, dass heute ca. 1/3 der eisfreien Erdflächen für Viehweiden und 70% aller Agrarflächen für Viehfutter genutzt werden.

Riesige Tier“herden“ tragen maßgeblich bei zu dem sog. Teibhauseffekt durch Lachgasausstoß (310mal schädlicher als CO2, 65 – 70% der weltweiten Lachgasemissionen durch Tierhaltung), Methanausstoß (21mal schädlicher als CO2, 35 – 40% der weltweiten Methanemissionen durch Tierhaltung) und CO2-Ausstoß (rund 18% der weltweiten Emission durch Tierhaltung).

Für die „Produktion“ eines einzigen Kilos Rindfleisch werden 16 kg Getreide und Soja verballert. Und das, während rund 1 Mrd. (jeder 7.) Menschen verhungern?

Der massive Anfall von Gülle mit ihren Ammoniakdämpfen (80% der weltweiten Emission) führt zu saurem Regen (PH-Wert im Boden sinkt, setzt Schwermetalle wie Blei und Cadmium frei), zu Waldsterben und einer Überdüngung der Gewässer. Allein in Deutschland kippen wir jährlich zwischen 170 und 200 Millionen Tonnen Gülle auf die Felder.

Wir bekommen zunehmend Probleme mit unserem Grund- und Trinkwasser. In Niedersachsen haben die Wasserwerke schon jetzt große Schwierigkeiten, die Bevölkerung mit unbedenklichem Trinkwasser zu versorgen. Es gelingt derzeit nur noch durch den Zukauf weniger belasteten Wassers, das dann mit dem stark belasteten Wasser vermischt wird, um überhaupt auf einigermaßen vertretbare Schadstoffwerte kommen zu können. Und damit wollen wir unseren Kindern den Brei bereiten?

Unsere ungebremste Lust an Fleisch und Milch trägt bei zu einer unerhörten Wasserverschwendung. Für ein kg Nahrung benötigt man Wasser in folgender Menge: Äpfel 700 Liter, Kartoffeln 900 l, Getreide/Brot 1.300 l, Sojabohnen 1.800 l, Eier 3.300 l, Hühnerfleisch 3.900 l, Schweinefleisch 4.800 l, Käse 5.000 l, Rindfleisch 15.500 l).

Unsere derzeitige extensive Tierhaltung mit ihren überwiegend unsäglichen Haltungsbedingungen führt zu einem ebenso extensiven Antibiotikaeinsatz (schnelle Übertragung von Erregern, geschwächtes Immunsystem der Tiere, Risiko von Epidemien). Bereits jetzt haben wir ein großes Problem mit Resistenzen von Erregern, die auch uns Menschen krank machen.Und unsere bislang effektivsten Mittel zeigen immer weniger Wirkung.

Bei Tierbauern, die in Krankenhäusern für eine stationäre Behandlung vorstellig werden, wird inzwischen standardmäßig auf MRSA etc. untersucht, leider mit meist positivem Ergebnis und der anschließenden Unterbringung in Quarantäne. Nichtsdestotrotz infizieren sich hierzulande laut der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) rund 800.000 Menschen an Krankenhauskeimen, rund 40.000 von ihnen sterben daran. Nicht zuletzt, weil wir unsere guten, wirksamen Medikamente für des Deutschen Recht aufs Kotelett verballern. Schade, wenn es irgendwann die eigene Familie trifft, nicht wahr? Oder nur ein bedauerlicher Kolateralschaden?

So umfangreich meine Argumentation bis hier schon ist, sie ist immer noch nur ein kleiner Teil der gesamten Argumentationskette. Ich könnte noch stundenlang referieren über die Folgen unseres hohen Fleisch- und Milchproduktkonsums. Über Konzentration von Konzernen, Lobbyismus und fehlgeleitete Subventionen, das Sterben landwirtschaftlicher Kleinbetriebe, Überproduktion, Gammelfleisch, Fleischtransporte in die sog. Dritte Welt, „Zivilisations“krankheiten durch ausufernden Fleischkonsum, die hohen volkswirtschaftlichen Kosten, den Zusammenhang von nicht artgerechtem Futter mit der Entstehung von Keimen wie Ehec, Blut und Eiter in der Milch durch schmerzhafte Euterentzündungen, unter denen rund ein Drittel unserer Kühe leiden, Zuchttiere aus dem Hause Frankenstein, Rückstände von Medikamenten und anderer Chemie in dem Fleisch, das wir verzehren und das über die Gülle auch in unser Gemüse kommt. Über das, was wir unseren Kindern antun, indem wir unseren Planeten derart zerstören. Und, und, und. Von der tagtäglichen Folter, die wir unseren Mitgeschöpfen antun, ganz zu schweigen.

Wer sich gerne tiefer in die Themen einarbeiten möchte, dem sei zum Beispiel  www.brot-fuer-die-welt.de/.../2.../analyse\_34\_futtermittelstudie.pdf   oder Bücher wie die von Andreas Grabolle oder Melanie Joy empfohlen.

Die Folgen dieser unersättlichen Gier nach totem Tier und Milch, die Folgen haben wir alle zu tragen. Vor allem aber unsere Nachkommen.

Guten Appetit!

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Kommentar von kami1a
06.03.2016, 17:31

Ich ziehe meinen Hut.

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Hallo, 

Ich bin Vegetarier, allerdings wegen meiner Meinung zu diesen Themen, nicht andersherum.

1) sieh das mal aus Sicht der Tiere: Die Kuh/das Schwein/... weiß nicht, warum es seine Jungen bekommen soll. Die Mutter plant rein körperlich, sie großzuziehen indem sie z.B. Milch produziert. Für sie hat das Züchten lediglich den Sinn, sich zu vermehren. Sie gebärt ihre Jungen nicht, damit sie später auf unserem Teller landen. Sie kann sich aber nicht gegen all diese Vorgänge wehren. 

Das zunächst noch junge Kalb, weiß auch nicht, dass es zu einem Steak gemacht werden soll. Es lebt, um zu fressen und sich selbst zu vermehren.

2) Für eine Kuh ist ihr Leben das größte, was sie erleben kann. Sie gibt sich mit dem Tierleben zufrieden. Für sie ist fressen, Schutz ihrer Jungen, schlafen, so erfüllend, wie für uns menschentypische Dinge. Man kann ihr nicht klarmachen, dass sie weniger im Leben erreichen kann. Ob das tatsächlich auch so ist, wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich nimmt die Kuh sich selbst wichtiger und stellt sich über die Menschen. Sie hat nur nicht die Möglichkeit, das auszuleben. Der Mensch hingegen schon, indem er sie domestiziert, quält oder aufisst.

3) Wie gesagt, Menschen haben mehr Möglichkeiten. Niemand zwingt Menschen Fleisch zu essen. Fleischfressende Tiere müssen das tun, um zu überleben. Wir sind weit entwickelt, wissen wie man ohne Fleisch leben kann, und auch keine aussschließfleischfressenden Tiere. Wenn wir es können, steht uns doch nichts mehr im Weg.

Deshalb stimmt deine Aussage nicht mehr. In der Nahrungskette passiert es wohl, dass sich ein Tier umentscheidet. Beispiel: Ich bin biologisch gesehen ein Tier und auch ein Teil der Nahrungskette. Jetzt habe ich mich umentschieden, somit passiert es.

Jetzt mal ehrlich, wir Menschen heben uns in so vielen Bereichen von der Natur/den Tieren ab. Wir leben in Häusern, obwohl Menschen ursprünglich in Höhlen wohnten. Wir leben total unnatürlich. Nur beim Thema Fleisch soll das nicht gehen?

4) Naja, so super geht es den Tieren da auch nicht immer. Ich finde es einfach nicht richtig, über Leben und Tod zu entscheiden, wenn es nicht zum Nutzen des betroffenen Lebewesens ist. 

Angenommen ein Tier lebt das perfekte Bio-Leben. Ist es dann nicht sogar schrecklicher, ihm dieses schöne Leben plötzlich wegzunehmen? 

Tiere leben im Moment. Und egal wie toll ihr Leben vorher war, sie erleben trotzdem den Moment, in dem sie ins Schlachthaus geführt werden und getötet werden.

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Nur weil menschen in ihrem leben mehr machen, heißt das nicht dass sie mehr wert sind, und das kühe nicht auch leben wollen!

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1. rein prakmatisch hast du da einen Punkt aber meiner Meinung nach ist die ganze Situation falsch nur kann man der unnnatürlichen Menge Menschen ja nur mit dieser Zucht Situation beikommen meine Meinung schaffen wir so 99% der Menschen ab dann können Tiere wieder natürlich leben wir jagen sie normal und jeder hat seine Chance.

2.Woher willst du das wissen warst du schonmal Kuh unsere Beweggründe mögen vllt etwas komplexer sein als die einer Kuh aber es sind im Grunde die selben glaubst du unser Lebenssinn wäre biologisch betrachtet mehr? Auch die Kuh hat Bindungen an andere Tiere vllt Menschen die Kuh würde auch Reisen nicht in Flugzeugen aber sie würde umher ziehen fremde Wiesen genießen für mich hat alles den selben Wert Mensch Tier ( was eigentlich ein und das selbe ist) selbst Pflanzen wenn du es nicht besser weißt, wenn du nie im kopf einer Kuh warst sollstest du dich nicht so schnell überlegen fühlen.

3. Nein Leben ist Tod, Tod ist Leben es ist das System der ganzen Natur ohne würde alles auseinander fallen. Hätten wir uns durch unnatürliche Mittel wie Ausrottungen und Technologie nicht aus diesem Kreis ausgenommen würden wir es vllt verstehen. Unsere Vorfahren und heutige Naturvölker wissen das erst später kamen wir auf die lächerliche Idee wir wären anders besser stellten Fragen die es nicht gibt dachten uns Religionen aus basierend auf der verherrlichung von Menschen vergaßen was wir einst wussten und nun sind wir an dem Punkt das wir aktiv gegen die Natur und ihre Systeme und Gesetze arbeiten.

4. ich schätze das klärt sich mit meiner 1.

ich schätze das ist etwas übers Thema herrausgeschossen teils aber das Eine geht bei mir nicht ohne das Andere.

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Woher willst Du wissen, wie Tiere empfinden, Du steckst nicht in ihrer Haut. Ich glaube, dass Tiere sehr unter der respektlosen Behandlung von Menschen leiden.

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Kommentar von Omnivore08
05.02.2016, 00:33

Ich finde, dass die Landwirte am meisten leiden, und zwar wegen den ständigen Verleumdungen der Fleischverzichter-Fraktion!

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1.) Naja es gibt hier verschiedene Individuen die verschiedene Interessen haben, die verschieden berücksichtigt werden müssen. Es gibt ja auch z.B. ein Tierschutzgesetz, d.h. wir sprechen Tieren gewisse Interessen zu, z.B. nicht gequält zu werden, etc.

2.) Jetzt haben wir auch Interessen. Die Tiere schmecken nämlich gut, und da stellt sich die Frage welches Interesse wir höher werten möchten. Es stimmt, die Kuh ist kein Mensch und hat andere Interessen, trotzdem würde jeder an irgendeiner Stelle Stop sagen, und der Kuh ein höheres interesse zubilligen. Und gewisse Interessen teilen wir auch mit der Kuh. Z.B. beschützen wir unsere Jungen, und möchten keinen Schmerz erfahren.

Das mindeste ist, sich dessen bewusst zu sein, und sich zu informieren, wie die Tiere leben, die man verspeist.

3.) Nur weil etwas in der Natur vorkommt ist es nicht "gut". Schimpansen führen Ausrottungskriege, die Natur ist grausam und erbarmungslos, fast alle wilden Tiere sterben unter großen Qualen. Von der Natur kann man sich gewiss nichts absehen.

Die Frage ob man sich als erstes fleischfressendes Tier anders entscheiden soll, obwohl das in der Nahrungskette nie passiert stellt sich also nicht. Was in der Nahrungskette passiert, ist kein Hinweis auf gute Entscheidungen.

4.) Weiß nicht so genau. Ist generell ein schwieriges Thema.

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Also ich finde es generell beschissen wie die meisten Menschen mit den Tieren umgehen. Fängt bei der Haltung im Zoo an und endet beim Essen.
Ich meine stell dir mal vor du lebst nur zum Züchten oder um gegessen zu werden. Auch ein Tier lebt nur einmal. Schon klar er heißt "Fressen oder gefressen werden". Aber nicht auf so eine unfaire Art. Die Menschen nutzen ihre macht schamlos aus und denken egoistisch. Ich finde die meisten Menschen gehen zu respektlos mit Tieren um. Wenn man so Sachen hört wie z.b, dass bei fastfood ketten die Tiere rumgeschubst und auf den Boden geworfen werden.. das ist ein qualvoller Tod und sowas sollte kein Tier erleben müssen.
Ich respektiere Tiere genauso wie Menschen und für Menschen die mit Tieren nicht richtig umgehen habe ich nur Verachtung über.

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Kommentar von supercitty
04.02.2016, 22:24

da stimm ich dir voll und ganz zu

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Kommentar von AppleTea
04.02.2016, 23:30

Seh ich auch so. Ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn die Leute die Tiere jagen und erlegen würden (wie alle anderen auch) und sie dann essen. Wir haben das recht Fleisch zu essen, wir sind auch Tiere, selbst wenn wir es nicht brauchen. Aber nicht SO! Eingesperrt, überzüchtet, gequält? Es muss nicht sein..

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Kommentar von Heavengotmyhero
05.02.2016, 08:20

keiner hat hier speziell was von Landwirten geschrieben. Von jemandem wie dir lass ich mir gar nichts wegnehmen. Du bist bestimmt auch von der Sorte Mensch die jeglichen Respekt vor Tieren verloren haben. Kannst ja nochmal im Text lesen was ich für Menschen wie dich über habe. ;-)

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Es geht nicht darum, ob Tiere genau so fühlen wie wir, sondern das sie überhaupt fühlen. Und viele loben Bio so in den Himmel, dabei haben sie keine Ahnung, was genau es ist. Bio ist nicht annähernd so super toll wie alle danken.

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Kommentar von Rosswurscht
04.02.2016, 23:53

Ich schau mir meine BioTiere an bevor ich sie esse. 15 Schweindl auf 2ha Land finde ich schon toll.

Weidehaltung von Mutterkuhherden samt Kälbern finde ich auch toll.

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Kommentar von Russpelzx3
05.02.2016, 09:00

Dann hast du da vielleicht mal einen tollen Biohof entdeckt. Aber ist gibt auch genügend "Bio" Tiere, die nicht so gut leben und trotzdem ist es Bio.

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Wieso streicheln manche Fleischesser ihren Hund bzw. ihre Katze, während sie in ihr Steak beißen?

Haben Hund und Katze mehr Daseinsberechtigung als eine Kuh oder ein Schwein?

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Kommentar von Cherry565
05.02.2016, 13:29

Ganz einfach: zum hund/katze hat er eine bindung, und zum schwein/kuh nicht. 

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Kommentar von Omnivore08
05.02.2016, 18:10

Wieso streicheln manche Fleischesser ihren Hund bzw. ihre Katze, während sie in ihr Steak beißen?

Wieso stellen sich Veganer Blumen in die Wohnung und riechen dran, während sie in ein Dinkelbrot beißen?

Haben Hund und Katze mehr Daseinsberechtigung als eine Kuh oder ein Schwein?

Haben Blumen mehr Daseinsberechtigung als ein Dinkelweizen?

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1) richtig und die Frage wäre welche Tiere es heute noch geben würde, wenn man sie nicht mehr entsprechend hält bzw wäre die Frage ob diese Tiere in freier Wildbahn noch lebensfähig wären.

Man könnte nun aber argumentieren, dass man das ja wie im Zoo handhaben könnte sprich ohne Schlachtung o.ä. - das wird z.T. auch so gehandhabt.

Das wäre wenn es einem da nur um die Arterhaltung geht auch eine Möglichkeit wobei natürlich die Frage wäre ob das dann auch so gehandhabt werden würde und sicher wäre die Zahl der Tiere deutlich niedriger.

"Fair und Unfair" sind Definitionssache;

Und Tiere werden hier ja kaum wie "unbelebte" Gegenstände behandelt, sonst wären die Haltungsbedingungen ja egal, die Art und Weise der Tötung usw.

Sie werden eben wie Nutztiere behandelt - ob man dann Erzeugnisse konsumieren will die daraus entstehen muss jeder für sich entscheiden; eine objektive Antwort gibt es darauf nicht

2) Nein, kann man nicht.

Eine Kuh denkt und fühlt nicht wie ein Mensch, das ist nicht möglich. Was aber klar ist, ist das eine Kuh durchaus in der Lage ist beispielsweise Schmerzen bewusst warzunehmen und viele Tiere sind zu unterschiedlichen Arten von Emotionen fähig.

Aber kein TIer hat da dieselbe Wahrnehmungs- und Erlebnisgrundlage wie der Mensch - daher kann man das nicht 1:1 übertragen und sich auch nicht wirklich hineinversetzen.

"in Mensch kann in seinem Leben ja mehr erleben als eine Kuh, deren
Lebenssinn ja hauptsächlich aus Essen und Fortpflanzen besteht."

Ist beim Mensch grundlegend auch nur bedingt anders: Vieles was wir tun lässt sich daraufgehend reduzieren, hat aber natürlich völlig andere Ausmaße angenommen

"3) Soll man sich jetzt als erstes fleischfressende Tier anders entscheiden, obwohl das in der Nahrungskette nie passiert? "

Als Mensch hat man die Möglichkeit sich zu entscheiden und kann das, wenn genügend ALternativen bereit stehen, auch tun.

Das muss jeder für sich entscheiden - ein "soll" gibt es da nicht.

"4) Ist es nicht in Ordnung, wenn man Fleisch vom Biobauern um die Ecke besorgt"

Wenn du das für dich in Ordnung findest kannst du das tun, wie gesagt: eine objektive Antwort gibt es darauf nicht - nur unterschiedliche Ansichten.

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1) Menschen werden auch nur 'gezüchtet',, bzw. die Geburten werden gefördert damit unser Kapitalismus bestehen kann. Je mehr Menschen, desto mehr Geld fließt dort hinein.
2) Tiere haben auch Gefühle, es ist erschreckend, dass es heutzutage tatsächlich noch Menschen gibt, die das nicht wissen/erkennen.
3) Unser Essverhalten ähnelt in keinster Weise dem anderer Fleischfresser. Menschen sind verschwenderisch, Tiere töten nur das, was sie wirklich essen.
4) aus Erfahrung: Biobauern behandeln leider in vielen Fällen die Tiere nicht wie angepriesen. Ich kenne Bio-Kühe, nur als ein Beispiel, die angeblich immer draußen sind, die aber in Wahrheit noch nie eine Wiese gesehen und oft viel zu geschwollene Zitzen haben.

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Kommentar von Kindred
04.02.2016, 22:21

"Tiere töten nur das, was sie wirklich essen." Dann kennst du dich wohl schlecht mit dem Verhalten von Katzen aus.

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Kommentar von Questi1
04.02.2016, 22:24

Katzen lassen ihr Essen gerne eine zeitlang, oft tagelang, liegen, essen es jedoch letztendlich meist. Ist nun mal abhängig vom Grad der Domestizierung ;)

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Kommentar von AppleTea
04.02.2016, 22:28

Eben. Eine Hauskatze hat auch keinen Grund mehr, Mäuse zu fressen, wenn sie zuhause einen Dosenöffner haben. Der Jagdtrieb ist halt trotzdem da, deshalb jagen sie und lassen die Mäuse manchmal liegen

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Kommentar von Questi1
04.02.2016, 23:12

Katzen sind hier nicht das eigentliche Thema, Leute! :D Ich hatte schon selber Katzen, kenne mich also aus ;) Und jetzt bitte das Katzenthema bändigen.

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Ich bin Veganer und versuche mal sachlich meine Gedanken dazu aufzuschreiben:

1) Ich denke die Umstände sind einfach das was mich hierbei stört. Wenn man sich mal diese Massentierhaltungen ansieht merkt man einfach das die Tiere leiden.

2) Das ist finde ich eine schwierige Frage. Ja wir Menschen denken viel komplexer und emotionaler aber wie genau Tiere denken wissen wir auch nicht. Wir können ihre Gedanken ja nicht lesen. Aber es bleiben immer noch Lebewesen die dann irgendwie auch doch noch Schmerz und Leid empfinden.

3) Also wir Menschen sind eher Allesfresser und nicht Fleischfresser. Früher war es sicherlich notwendig und man konnte einfach nicht auf Fleisch verzichten sonst wäre man wahrscheinlich verhungert. Heutzutage ist das ja anders wir bekommen alles im Supermarkt und Fleisch und tierischen Produkte kann man so ganz einfach ersetzen.

4) Mich persönlich stört ja am meisten die Massentierhaltung. Wenn jeder einfach das teuere Fleisch vom Bauern kaufen würde wäre das sicherlich viel besser. 

Ich persönlich denke das wir Menschen einfach nicht auf den Genuss von Fleisch verzichten wollen.

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Kommentar von Omnivore08
05.02.2016, 00:12

Wer in Bezug auf Landwirtschaft und Viehzucht den Begriff "Massentierhaltung" benutzt, argumentiert schon mal nicht sachlich, da dieser Begriff in der gesamten landwirtschaftlichen Fachliteratur inexistent ist! Es gibt keine Definition davon und daher ist es auch nicht sachlich. Ob ich zum Bauern fahre oder der Bauer sein Fleisch dem Fleischer oder einer Kette verkauft...was macht das für Unterschied? Tiere werden IMMER von Bauern gehalten. Völlig egal ob das 100 Schweine sind oder 3.000 Schweine.

Ich persönlich denke das wir Menschen einfach nicht auf den Genuss von Fleisch verzichten wollen.

Nöö...nicht "wollen"...nicht KÖNNEN! Ich will schließlich satt werden. Und Landwirtschaft ohne Viehzucht wäre auch eine ökologische Katastrophe!

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1) Mit welchem Grund man geboren wird, legt nicht fest mit welchem man auch sterben soll.

2) Wie kannst du nachempfinden wie Kühe denken? Ihre Psyche ist anders aufgebaut, ihren Verstand nachzuvollziehen daher praktisch unmöglich. Das schafft man ja nicht einmal unter uns Menschen.

3) Es gibt einen Unterschied zwischen Fleisch- und Allesfresser. Natürlich haben wir die Möglichkeit Fleisch zu konsumieren. Aber es ist deswegen ja kein Zwang. Es wird erst ein Zwang, wenn es sonst unser Überleben gefärden würde, was in unserer heutigen Gesellschaft nicht der Fall ist.

4) Ein Biobauer muss ein Tier nicht unbedingt gut halten. Er muss auf Antibiotika etc. verzichten. "Artgerecht" ist dies jedoch trotzdem nicht. Es ist halt generell die Frage, ob und wo man eine moralische Grenze zieht.

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Kommentar von Omnivore08
05.02.2016, 00:32

Er muss auf Antibiotika etc. verzichten.

Seit wann muss ein Biobauer auf Antibiotika verzichten? Wenn ein Tier mal krank wird (wie auch jeder Mensch mal krank werden kann), dann hat der Bauer die verdammte Pflicht das Tier auch tierärztlich behandeln zu lassen. Und wenn der Veterinär Antibiotika vorsieht, dann wird das auch seinen guten Grund haben.

Auch Biotiere haben das RECHT darauf anständig behandelt zu werden, falls sie mal krank werden! In der natur ist das nicht möglich....da leiden die Tiere richtig unter Krankheiten.

Toll, dass du diese Vorgehensweise auch den Biotieren zuschreibst.

Nur um das festzuhalten. Deine These ist nicht nur grund-falsch, sondern auch verboten!

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Ich würde das Thema gern noch erweitern:

5.) Dürfen wir Tiere ohne Kuschelfaktor anders behandeln als (niedliche) Säugetiere:

  • dürfen wir extra Blutegel züchten, sie als Arzneimittel deklarieren und bei re-transplantierten Gliedmaßen ansetzen , um venöse Stauungen  zu verhindern...?
  • Dürfen wir bei Menschen Wundmaden in nekroses Gewebe einsetzen um schlimmstenfalls Aputationen zu umgehen...?
  • müssen wir, wenn wir gegen Nutztiere sind, nicht auch ebenso gegen die Einteilung von Tieren als Schädlinge sein.

Tier ist doch Tier, wenn man die Nutzung bestimmmmter Tiere ablehnt, sollte man die Nutzung  andere Tiere nicht befürworten bzw. tolerieren.

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ich finde wenn die Tiere vorher nicht leiden mussten und wirklich ARTGERECHT gehalten wurden kann man das Fleisch auch ruhigen Gewissens essen ;-)

schlimm finde ich aber diese ''Massentierhaltung'' mit tausenden Tieren auf viel zu engen Raum, ohne Gras usw. - schrecklich!!!

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Kommentar von frank394
04.02.2016, 23:38

Also in einen Stall für 2000 Schweine hat jedes Schwein  genauso viel Platz wie in einen Stall für 100 Schweine.

Ich will damit sagen , dass die Fläche je Tier bei jeder Stallgröße gleich ist.

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Kommentar von DCKLFMBL
04.02.2016, 23:42

In vielen Hühnerzuchten sind die Haltungsbedingugen echt der pure Horror!

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Kommentar von Omnivore08
05.02.2016, 00:27

Am schlimmsten finde ich den Begriff "Massentierhaltung". Das ist das Unwort des Jahrunderts!

Ohne Gras....lol...schweine sind auch keine Grasfresser und bei Rindern ist Zellulose PFLICHT! Was bringt es bitte dem Bauern, wenn er die Bedürfnisse des Tieres gar nicht erfüllen kann und das Tier eher krank wird als groß?

oh man...Leute gibts

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Menschen haben sich schon immer von Fleisch ernährt.Dass ist Tatsache.Gäbe es damals Veganer hätten die nicht lange überlebt.Veganer meinen gesünder zu leben.Daran glaub ich nicht,denn was die alles dazukaufen wie Eierersatz,....ist auch chemisch hergestellt. Und der Körper ist darauf ausgelegt tierische Produkte zu bekommen.So viel Fleisch esse ich auch nicht aber Vegan ist keine alternative.

Und was ist mit den Tieren in der Natur. Sind auch überwiegend Fleischesser und da ist es selbstverständlich.

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Kommentar von AppleTea
04.02.2016, 22:26

Eiersatz ist Chemisch hergestellt? was glaubst du denn, ist da drin? Stärke.

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Da du eine emotionale Herangehensweise untersagst, kann ich leider nicht antworten. Danke, daß du mir vorschreibst, wie ich an die Frage rangehe. Da kann ich mir das Denken und die Zeit sparen, Bist du Diktator oder so?

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Ich bin kein Veggie, aber ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich mal ein bisschen was sage.

ich finde es schlimm wenn man ein tier tötet, dass schön gelebt hat. sprich bio. wenn es glücklich war und freunde hatte bla bla bla..und dann wird es aus seinem wunderbaren leben gerissen und ermordet. die tiere in der massentierhaltung werden eigentlich erlöst. aber das sieht jeder anders. 

eine kuh hat sicherlich schmerzen wenn sie stirbt. aber man kann ihr keine emotionalität anhängen wie die eines menschen.

für mich klingt es ein bisschen so als wärst du dir unsicher, ob du fleisch essen sollst oder ob du dich schlecht fühlen sollst. kann mich aber auch täuschen. wenn es dir so weh tut, iss einfach mal vegetarisch und schau wie das ist. wenn es sich gut anfühlt, dann passts :) aber besser informieren.

stellen wir uns mal vor nicht der mensch hätte es an die spitze der nahrungskette geschafft sondern der tiger. sagen wir, wir hätten die intelligenz eines tigers und er die eines menschen. so - jetzt stellt sich die frage, würde der tiger menschen essen oder nicht? ich denk da irgendwie immer drüber nach. tus doch auch mal. würde das tier dich verschonen und lieber eine gurke essen? wer weiß...

=> generell sollte jeder so leben wie er möchte und der andere sollte sich nicht einmischen. punkto.

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Kommentar von AppleTea
04.02.2016, 23:26

Ähh.. Du vergisst aber dass ein Tiger Fleisch essen MUSS. Ein Mensch muss das eben nicht und tut es trotzdem, nur weil es Schmeckt

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Diese Tiere werden gezüchtet. D.h. ohne ihren Todesgrund (Nahrung)
gäbe es sie nichteinmal. Kann man dann noch von unfairer Behandlung
sprechen, wenn man sie dann tötet?

Es ist eher andersrum nahrung ist ein essentieller und guter grund das zu tun. anders sieht es bei Haustieren aus:

Bis zu 200 Millionen Vögel jedes Jahr sollen in Deutschland Katzen zum Opfer fallen.

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/katzen/15537.html

es ist also eher Fragwürdig dass man Tiere nur zu unterhaltungszwecken züchtet aus purem egoismus....und damit Natur, Tier, Mensch und Umwelt extrem schadet...denn diese Tiere würden NIE existieren wenn da nicht ein Züchter sitzt und für deren Vermehrung sorgt....

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