Dürfen wir den Lehrling kündigen krank an geburstag?

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14 Antworten

Die Eltern haben bei einem 21 Jährigen nichts mehr damit zu tun. Die könnt ihr nicht anrufen, das ist nicht rechtens.

Wenn er schon abgemahnt ist, kann er auch gekündigt werden. Die Kündigung muss schriftlich sein.

Wenn der Azubi der Kündigung widerspricht, landet der Fall vor dem Arbeitsgericht.

Natürlich kann man das nicht.

Einen Azubi zu kündigen bedarf einer fristlosen Kündigung.
Dem Arbeitgeber ist also nicht mehr zuzumuten, mit dem Auszubildenden auch nur einen Tag länger zusammen zu arbeiten.

Wenn du dir den geschilderten Fall anschaust, dann gibt es dort nichts, was dafür spricht.

Dein Arbeitgeber ist an seinem Elend hier schon einmal selber schuld, denn wenn der Auszubildende wirklich so "verhaltensauffällig" ist, dann hätte er ihn bereits für seine Verspätungen ermahnen, abmahnen und dann kündigen können.

Scheint hier aber nicht der Fall gewesen zu sein, von daher hausgemachtes Leiden.

Auch dass Lügen und damit verbundene erschleichen späterer Schichten/Freizeit hätte man wohl abmahnen können. Aber wahrscheinlich ist hier durch die Zeit dazwischen wohl auch der Zug einfach mal abgefahren.

Es ist schon vieles sehr richtig angemerkt worden - insbedondere auch die hohen Hürden bei einer Kündigung eines Azubis.

Bei einer fristlosen Kündigung muß die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses "unzumutbar" sein.

Der Azubi ist im 3. Ausbildungsjahr - wir haben Mitte April und die Püfungen dürften bald anstehen - daher dürften die angeführten Gründe nicht ausreichen eine rechtlich notwendige fristlose Kündigung auszusprechen, die auch vor dem Arbeitsgericht Bestand haben würden.

Bereitschaft


Da eine Rufbereitschaft keine Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die dem Ausbildungszweck dienen, dürfen Azubis grundsätzlich keinen Ruf- oder Bereitschaftsdienst machen

Hat euer Chef eine medizinische Ausbildung und kann die Richtigkeit der AU beurteilen?

Die von einem Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat der Arbeitgeber zunächst zu akzeptieren.

Ein Lehrverhältnis zu kündigen ist für den AG nicht einfach. der Gesetzgeber hat hier hohe Hürden gesetzt. 

Wenn ihr der Auffassung seit, das eine AUB zu Unrecht angekommen ist und der Azubi sich nur einen schönen Tag machen will dann muß schon etwas mehr an Beweisen als diese Vermutung vorliegen.

Bis jetzt ist euer Azubi AU geschrieben, mit der Unterschrift eines Arztes darauf. Nur die KK wäre in der Lage diese AUB zu überprüfen bzw zu überprüfen lassen.

Vor einer Kündigung sind bei derartigen Verfehlungen Abmahnungen zu erteilen. Eine Kündigung ist immer das letzte Mittel des AGs, eine Fristlose wie sie hier auszusprechen wäre erst recht.

ohne Abmahnung in solchen Fällen nicht. Und eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Ein Anruf reicht da nicht

ich hoffe ihr habt ihn auf jeden verstoß und jede verfehlung unmittelbar angesprochen (und dokumentiert/protokolliert) und ihn davon in kenntnis gesetzt, wenn das so weiter geht, werden entsprechende maßnahmen folgen? das ist nämlich die pflicht deines chefs als vorgesetzter und arbeitgeber.

Haben wir nicht wir haben halt immer nur Witze gemacht und ihn länger arbeiten lassen 

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@Joggijoggi

tja das ist schlecht :/ wenn er von euch noch nie ne ermahnung/tadel oder hinweis gekriegt hat bzw. ihr über ihn immer nur witze gemacht habt, konnte er ja bis jetzt davon ausgehen, dass er sich "im dienst so verhalten darf." das ist dann ne sogenannte stille übereinkunft. (is in der kita das gleiche, wenn ich offiziell um 8 anfang, und ne mutti steht mit kind schon immer um 20 vor 8 vor der tür und ich nehm das kind mit rein, habe ich ohne was zu sagen zugestimmt: ok, das ist so in ordnung!) und genauso hat er bis jetzt durch euer "nicht-reagieren" ein zugeständnis, sich so zu benehmen....

 "keine reaktion" ist sehr wohl auch "eine reaktion".

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wenn er 21 ist, braucht ihr nicht seine Eltern anzurufen.

Ihr macht ne schriftliche Abmahnung, mit 2 Vorwürfen. 1. was ihr oben beschrieben habt; vor allem: permanente Unpünktlichkeit  2. "sehr geehrter Herr xyz, Ihre Fehlhäufigkeit und permanente Unpünktlichkeit im vergangenen Jahr ist angesichts der Struktur unseres Dienstleistungsbetriebes mitlerweile völlig inakzeptabel geworden. Bitte geben Sie uns eine schriftliche positive Prognose ihres Gesundheitszustandes, da wir ansonsten den Arbeits/Ausbildungsvertrag verhaltensbedingt kündigen müssen."

Wie extrapilot350 schon geschrieben hat, ist es nicht ganz einfach, so einen "Vergaser" loszuwerden. Auf jede Verfehlung müsste dem Lehrling eine schriftliche Abmahnung ausgehändigt oder zugestellt werden, deren Empfang auch bestätigt wurde. Die Abmahnungen müssen schwere Vergehen betreffen und die Kündigung im Wiederholungsfall in Aussicht stellen. Gegen die Krankmeldung ist kein Kraut gewachsen, auch wenn das 10 km gegen den Wind stinkt. Euer Chef sollte sich den Anruf sparen, denn der bringt wohl nichts außer Ärger.

Ist Eure Firma in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz angesiedelt?

Auf jeden Fall ist das eine Kündigung wenn nicht sogar eine fristlose natürlich muss man aber noch alles rechtliche absichern...

Natürlich hast du hier Recht.... Jedenfalls, wenn man sich mit einer solchen Kündigung vor dem Arbeitsgericht lächerlich machen möchte...

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Wie alt ist er denn?? Hat er bereits Abmahnung erhalten? Sein ständiges zu spät zur Arbeit kommen ist natürlich ein Grund, die Krankheit dagegen ist so eine Sache. Ok am Geburtstag krank zu sein nachdem man keinen Urlaub bekommen hat, ist auffällig. Allerdings kann jeder krank werden und somit arbeitsunfähig, Magen-Darm-Grippe kommt immer von jetzt auf gleich.

Was ich mich allerdings frage....er ist im 3 Ausbildungsjahr. Warum hat der Betrieb das Verhalten bis jetzt toleriert???

21 Jahre ist er ja gute Frage wir haben ihn dann einfach immer länger arbeite lassen und sind dann gegangen zur strafe 

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Also mit 21 braucht man die Eltern nicht informieren

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Die Eltern könnt ihr auf jeden Fall anrufen und mit einer Kündigung drohen, wenn er sich nicht bessert. Aber er ist 21 Jahre alt, also volljährig. Seine Eltern tragen keine Verantwortung mehr für sein Verhalten. Ob sie noch Einfluss auf ihn haben, ist fraglich.

Wenn er ein Attest für seinen Geburtstag hat, könnt ihr wenig dagegen machen. Ohne vorherige Abmahung ist meines Wissens keine Kündigung möglich.

Warum setzt sich euer Chef nicht mit dem Lehrling zusammen und droht ihm eine Kündigung an? Vielleicht wacht er dann auf und bessert sich. Dieser direkte Kontakt ist auch besser als ein Telefonat mit seinen Eltern. Warum schreibt ihr ihm keine Abmahnung über das Zuspätkommen und seiner Lüge hinsichtlich der Schule?

Warum setzt sich euer Chef nicht mit dem Lehrling zusammen und droht ihm eine Kündigung an? Vielleicht wacht er dann auf und bessert sich.

Bei so einem durchtriebenen Abseiler nützt ein klärendes Gespräch  sicherlich nichts. Der weiß genau, wie weit er gehen kann, ohne dass ihm was passiert.

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einfach locker bleiben und ihn noch die paar monate behalten ,ihn jetzt zu kündigen wäre ziemlich uncool ,da er ja schon im dritten lehrjahr ist ...ich würd ihn erst entlassen bzw nicht übernehmen wenn er die gesellenprüfung bestanden hat...die prüfungen müssten doch schon in ca zwei monaten sein ...habt doch die letzten jahre eine billige arbeitskraft gehabt ,und jetzt wo absehbar ist das er in ein paar monaten nicht mehr so billig ist ,ihn kurz vor der prüfung zu kündigen ist ziemlich mies

Nachdem sich der Lehrling die ganze Zeit über der Firma gegenüber mies verhalten hat, gehört ihm ein Denkzettel verpasst, von dem er auch richtig was hat!

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@Herb3472

"gehört im ein denkzettel verpasst von dem er auch richig was hat" ??   ...ernsthaft?

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@Maximilian112

Ich beziehe mich nicht auf die gewesenen 3-wöchigen Krankenstände (die können gerechtfertigt gewesen sein oder auch nicht), sondern auf das Anlügen wegen der Schulzeiten, das permanente Zu-Spät-Kommen und den aktuellen Krankenstand, den er sich unzweifelhaft "genommen" hat, weil er für seinen Geburtstag nicht frei bekommen hat.

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@Herb3472

Das eine ist ganz bestimmt eine Abmahnung wert. Das zu spät kommen ganz sicher auch.

Und ob er "unzweifelhaft" krank ist .... ein Arzt hat es erst einmal bestätigt. 

Ein AG muß andere Mittel anwenden um Denkzettel zu verteilen. Vor allem da der AG sich bisher das Ganze hat gefallen lassen, wie ich aus den Kommis herauslese.

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@FusselAmNabel

Ernsthaft. Nach dem, was wir uns in den letzten Jahrzehnten mit unseren Lehrlingen schon mitgemacht haben, habe ich keinerlei "ersatzväterliche Geduld" mehr, und meine Toleranzgrenze ist gegen Null gesunken.

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@Maximilian112

Und ob er "unzweifelhaft" krank ist .... ein Arzt hat es erst einmal bestätigt.

Einem Arzt bleibt im Zweifelsfall gar nichts anderes übrig, als die Krankschreibung abzusegnen, wenn er sich nicht im Fall des Falles einer grob fahrlässigen Fehleinschätzung schuldig machen will.


Nachdem der AG verabsäumt hat, schriftliche Abmahnungen zu verfassen, ist das Thema "vorzeitige Kündigung" ohnehin obsolet.

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Der Chef muss vorher Abmahnungen schreiben und zwar zu jedem seiner Verstöße gegen den Ausbildungsvertrag.

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