Dürfen Wertgegenstände aus dem Haus meines verstorbenen Vaters ohne Zustimmung ALLER Erben verkauft werden?

5 Antworten

Darf die Ehefrau ohne Zustimmung von uns Gegenstände aus dem Nachlass verkaufen?

Dass darf sie über diejenigen Gegenstände, die garnicht Nachlass sind:
"Die zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände, soweit sie zur
Führung eines angemessen Haushalts benötigt werden", § 1932 I BGB.

Meint: Möbel, TV, Familienauto, Aufsitzrasenmäher oder vollausgestattete Einbauküche gehören ihr.

Und darf sie uns den Zugang verweigern zum Haus, das auch zur Hälfte uns gehört

Jein. Den Zugang zu ihren Wohnräumen durchaus; den zu
Gemeinschaftsräumen und dem Grundstück selbst nicht. Meint, ihr habt
keine Anspruch auf Wohnungsschlüssel oder Besichtigung nach Gutdünken,
nur ein Ansehungsrecht der Nachlassgegenstände nach Termin.

G imager761

Nein !

Ein Nachlassverwalter fragt auch immer ob die verstorbene Person Schmuck oder andere Wertgegenstände besaß !

Aber ohne Beweise werdet ihr nichts machen können.

Auch wenn sie kein Wohnrecht hat, könnt ihr sie ja nicht einfach auf die Straße setzen.

Dass sie Gegenstände aus dem Haus schafft (und verkauft?), könnt ihr aber auch schlecht verhindern. Dann müsste ja jemand rund um die Uhr das Haus bewachen.

Fällt ein verschenktes Haus nach dem Tod des Schenkers wieder in die Erbmasse zurück?

Durch ein voreheliches Testament ist die Witwe keine Erbin, aber Pflichtteilsergänzungsberechtigt. Das Haus ihres verstorbenen Mannes wurde auf Wunsch dessen verstorbenen erster Frau, deren Elternhaus es ist, an die gemeinsame Tochter verschenkt - zwei Jahre vor dem Tode des Mannes. Da es an Geld wenig zu erben gibt und die Tochter als Alleinerbin von diesem Geld Beerdigungskosten und Schulden ihres Vaters zahlen mußte, ist im Prinzip nur das Haus noch da. Der Rechtsanwalt der Witwe fordert nun den Pflichtergänzungsanteil an der Immobilie (1/8, da die Witwe durch das Testament der ersten Ehefrau vollständig enterbt ist, damals wurden vom Mann und seiner ersten Frau die Tochter als Alleinerbin eingesetzt). Ein Gutachten wurde auf Kosten der Tochter erstellt. Nun die Frage: Fällt das Haus nicht in die Erbmasse zurück, dann werden evtl. Gelder die da waren, dazu gerechnet, Beerdigungskosten und Schulden abgezogen und von diesem Nachlass dann der Pflichtergänzungsbetrag errechnet? Warum der Anwalt nur den Anteil am Haus fordert, beantwortet er nicht. Die Witwe strebt einen Prozess an, die Kosten soll die Tochter tragen. Ein Gespräch macht keinen Sinn, da die Witwe über den Anwalt Gesprächsverbot erteilt hat. Wer weiß was?

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