Dürfen sich Ärzte untereinander in einer Gemeinschaftspraxis über persönliche Dinge von Patienten unterhalten?

15 Antworten

Es ist eine Gemeinschaftspraxis, und es gibt EINE Krankenakte von dir. Somit steht deine Krankengeschichte auch allen Ärzten in dieser Praxis zur Verfügung. 

Wenn du sowas nicht willst, musst du die Praxis wechseln, zu einem einzeln praktizierenden Arzt.

Das bedeutet ja nicht, dass deine Krankengeschichte nach außen dringt. Nach außen gilt die Schweigepflicht. Aber nicht innerhalb der Praxis unter den miteinander arbeitenden Ärzten.

Ich denke mal, dein Beruf fällt nicht unter die ärztliche Schweigepflicht. Das wäre so, als wenn sie Apothekerin oder Verkäuferin wäre und du ihr freiwillig von deinem Beruf erzählt hast und sie das einem Kollegen erzählt. 

Das andere Thema ist mMn schwieriger und übersteigt mein Wissen. Also: Wenn ich mich mit meinem Kollegen über einen Patienten austausche, mein Kollege aber gleichzeitig mein Mann ist, führe ich dann ein Fachgespräch oder tratsche ich mit dem Gatten? Und wo ist die Grenze? Das ist mMn schwer zu beurteilen.

Sicher ist: Im Krankenhaus beraten sich Ärzte auch mit Kollegen über Patienten, meist zum Vorteil der Patienten (mehr Ärzte = mehr Wissen aus verschiedenen (fachlichen) Blickwinkeln). Von daher glaube ich nicht, dass das in der Praxis verboten ist.

Du kannst aber bestimmte Auskünfte verweigern oder um vertrauliche Behandlung bestimmter Infos bitten. Ob der Bitte dann entsprochen wird, liegt aber im Ermessen der Ärzte. Ärztliche Schweigepflicht mMn: Auf Anfrage darf man deinem Chef oder deiner Freundin nichts über deinen Zustand sagen. Ein Fachgespräch unter Kollegen ist etwas anderes.

Wie schon erwähnt wurde, gibt es nur eine Krankenakte, also ist es rechtlich auch in Ordnung, sich auszutauschen.

Meine Ärztin und ihr Mann haben auch eine gemeinsame Praxis. Sie ist eigentlich meine Hausärztin ( Allgemeinmedizin und Internistin), doch jetzt hatte ich ein chirurgisches Problem ( er ist Allgemeinmediziner und Chirurg), so daß ich automatisch bei ihm einen Termin und die Behandlung bekam.

Und klar ist auch, daß die Ärzte sich dann austauschen, weil sie mich auch zur Beheandlung zu ihrem Mann geschickt hat.

So einfach ist das.

Arztwechsel: Wann darf der Arzt einen abweisen?

Hi erstmal,

also folgende Sachlage: Ich hatte kürzlich das Problem, dass ich aufgrund gesundheitlicher Probleme einen Arzt aufsuchen wollte. Da ich nicht zu meiner jetzigen Hausärztin wollte, da ich in letzter Zeit immer unzufriedener mit ihr bin, und dementsprechend meinen Hausarzt wechseln möchte, habe ich bei einer anderen Arztpraxis im näherem Umfeld angefragt. Mir wurde jedoch gesagt, dass sie derzeit keine neuen Patienten aufnehmen und sie mich auch sonst nich behandeln dürfen. Meine Hausärztin war am den Tag allerdings auch nicht in der Sprechstunde, aber als ich das nannte sagte man mir, dass die Praxis ja eine Gemeinschaftspraxis ist und sie mich trotzdem nicht behandeln dürften - eben weil die Praxis besetzt ist. Fakt ist aber, dass ich nicht zu den anderen Ärzten gehe, da ich 1. bei denen schonmal war und ich teilweise nur angemotzt wurde, weil ich bei denen in der Sprechstunde saß (obwohl deren Kollegin ja nicht da war) und ich 2. dementsprechend auch nicht überzeugt von ihren Fähigkeiten bin, da sich bei ihnen ein ähnliches Verhaltensmuster wie bei meiner noch Hausärztin findet. Unabhängig davon allerdings ist Fakt, dass ich nicht die Praxis zu meinem Hausarzt gemacht habe, sondern die eine Ärztin. Ist es also legitim, dass ich mit der Begründung abgespeist werde: Die Praxis ist besetzt, obwohl meine Hausärztin nicht da ist? Ich mein die Ärzte haben ja dazu auch alle ihre eigene Sprechstunde. Demnach dürfte ich ja nie meinen Hausarzt wechseln können.

Gruß Shinae

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