Dürfen sich Ärzte untereinander in einer Gemeinschaftspraxis über persönliche Dinge von Patienten unterhalten?

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13 Antworten

Ich denke mal, dein Beruf fällt nicht unter die ärztliche Schweigepflicht. Das wäre so, als wenn sie Apothekerin oder Verkäuferin wäre und du ihr freiwillig von deinem Beruf erzählt hast und sie das einem Kollegen erzählt. 

Das andere Thema ist mMn schwieriger und übersteigt mein Wissen. Also: Wenn ich mich mit meinem Kollegen über einen Patienten austausche, mein Kollege aber gleichzeitig mein Mann ist, führe ich dann ein Fachgespräch oder tratsche ich mit dem Gatten? Und wo ist die Grenze? Das ist mMn schwer zu beurteilen.

Sicher ist: Im Krankenhaus beraten sich Ärzte auch mit Kollegen über Patienten, meist zum Vorteil der Patienten (mehr Ärzte = mehr Wissen aus verschiedenen (fachlichen) Blickwinkeln). Von daher glaube ich nicht, dass das in der Praxis verboten ist.

Du kannst aber bestimmte Auskünfte verweigern oder um vertrauliche Behandlung bestimmter Infos bitten. Ob der Bitte dann entsprochen wird, liegt aber im Ermessen der Ärzte. Ärztliche Schweigepflicht mMn: Auf Anfrage darf man deinem Chef oder deiner Freundin nichts über deinen Zustand sagen. Ein Fachgespräch unter Kollegen ist etwas anderes.

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Es ist eine Gemeinschaftspraxis, und es gibt EINE Krankenakte von dir. Somit steht deine Krankengeschichte auch allen Ärzten in dieser Praxis zur Verfügung. 

Wenn du sowas nicht willst, musst du die Praxis wechseln, zu einem einzeln praktizierenden Arzt.

Das bedeutet ja nicht, dass deine Krankengeschichte nach außen dringt. Nach außen gilt die Schweigepflicht. Aber nicht innerhalb der Praxis unter den miteinander arbeitenden Ärzten.

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In einer Gemeinschaftspraxis, wo beide Partner die Patienten behandeln (und nicht jeder seine eigenen) tauschen sie sich natürlich aus, und sie können ja auch beide in die Patientenakte gucken. Das ist keine Verletzung des Arztgeheimnisses.

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In einer Gemeinschaftspraxis (im Gegensatz zu einer Praxisgemeinschaft) wird gemeinsam dokumentiert und abgerechnet, also ist auch ein fachlicher Austausch über Krankenakten in Ordnung.

Ansonsten gilt, daß die ärztliche Schweigepflicht auch gegenüber anderen Ärzten einzuhalten ist. Natürlich kann über medizinische Fragen diskutiert werden, aber eben ohne Nennung der Person, auch keine Auskunft, daß eine bestimmte Person überhaupt in Behandlung ist.

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hourriyah29 07.10.2017, 21:18

Besser gehts nicht :)

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Auch Ärzte haben untereinander Schweigepflicht ( getrennte Praxen ). Was nicht ausschließt, dass man sich untereinander berät - denn das ist ja ohne Namennennung möglich.

In einer "Gemeinschaftspraxis" haben Ärzte aber auf alle Patientenakten Zugriff, wenn gemeinschaftlich abgerechnet wird.

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Das beraten ist unter Ärzten Standart, wenn mehr Leute ihre Ansichten über ein Problem besprechen werden sie sich nicht unbewusst auf eine Ursache einschießen.
Als Patient ist das nur gut.

Das da auch mal was privateres gesagt wird, passiert. Vielleicht dachte ihr Mann dass es für sie wichtig zu wissen ist.
Ich weiß ja nicht warum du bei ihnen warst, aber es gibt ja Krankheiten die häufig bei bestimmten Berufgruppen austreten

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Die ärztliche Schweigepflicht gilt grundsätzlich auch gegenüber anderen Ärzten. Jedoch wirst du in einer Gemeinschaftspraxis von beiden behandelt, somit ist es vollkommen ok, wenn sie untereinander Informationen austauschen. 

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Wie schon erwähnt wurde, gibt es nur eine Krankenakte, also ist es rechtlich auch in Ordnung, sich auszutauschen.

Meine Ärztin und ihr Mann haben auch eine gemeinsame Praxis. Sie ist eigentlich meine Hausärztin ( Allgemeinmedizin und Internistin), doch jetzt hatte ich ein chirurgisches Problem ( er ist Allgemeinmediziner und Chirurg), so daß ich automatisch bei ihm einen Termin und die Behandlung bekam.

Und klar ist auch, daß die Ärzte sich dann austauschen, weil sie mich auch zur Beheandlung zu ihrem Mann geschickt hat.

So einfach ist das.

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Wer will ihnen nachweisen, OB sie es tun? ;-)  Abstreiten können sie es immer! Dass sie diese Äußerung gemacht hat, war höchst unprofessionell, muss ich schon sagen.

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Du kannst natürlich darum bitten dies zu unterlassen aber da es eine Gemeinschaftspraxis ist tauschen sich die Ärzte immer untereinander aus, das ist der Zweck einer solchen Praxis.

Im Krankenhaus sprechen auch Chirurgen ,Krankenschwestern ,MTAs und Alle vom Fachpersonal über die selben Patienten.
Aber nur so können gute Behandlungskonzepte zustande kommen.

Die meinen es nur gut.

Wenn es dich stört rede mit deiner Ärztin .

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natürlich dürfen sie sich darüber unterhalten und austauschen... wenn du aus welchem Grund auch immer mal von dem anderen behandelt wirst, sollte er ja auch über dich Bescheid wissen.. und ein Beruf ist ja nun wirklich nichts geheimes was unter die Schweigepflicht fällt

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Grundsätzlich besteht bei Ärzten eine Schweigepflicht. Doch wie soll die in einer Gemeinschaftspraxis organisiert und kontrolliert werden? Theoretisch dürfte der eine Arzt nicht in die Krankenakten des anderen Arztes rein schauen. Das in der Praxis zu organisieren bedeutet einen Arbeitsaufwand und zusätzliche Kosten. 

Unabhängig davon - wie willst Du hier einen Nachweis erbringen, wenn münd-lich über entsprechende Dinge gesprochen wird? Versuche mal ein solches Gespräch zu unterbinden!

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Pangaea 07.10.2017, 20:37

Es gibt pro Patient nur eine Krankenakte, und wenn beide Ärzte alle Patienten behandeln, dann haben beide Zugriff darauf - und natürlich dürfen sie sich auch austauschen.

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Ich glaube das Schlimmste daran ist, dass DU mitbekommen konntest, wie sie sich im Nebenzimmer über andere Patienten unterhalten haben ;)

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