Dürfen Priester Leute bestrafen/verraten, die bei der Beichte sagen, dass sie was in der Gemeinde gestohlen haben?

7 Antworten

Hallo,

nein, weder evangelische noch katholische Pfarrer dürfen etwas, was ihnen in der Beichte anvertraut wurde, verraten, nicht, wenn es eine "harmlose" Straftat ist, und auch nicht, wenn ein Leben in Gefahr ist oder ein Mord schon begangen wurde. Das Beichtgeheimnis darf unter keinen Umständen verletzt werden.

Geregelt ist dies für die katholische Kirche im Codex Iuris Canonici:

Can. 983 — § 1. Das Beichtgeheimnis ist unverletzlich,
dem Beichtvater ist es daher streng verboten, den Pönitenten durch Worte
oder auf irgendeine andere Weise und aus irgendeinem Grund irgendwie zu
verraten.

Die deutschen Gesetze schützen auch das Beichtgeheimnis. Zum einen gibt es in Straf- und in Zivilprozessen ein "Zeugnisverweigerungsrecht" (Strafprozessordnung § 53 und Zivilprozessordnung § 383). Die Schweigepflicht der Geistlichen ist im Falle einer Beichte in jedem Falle bindend. Das heißt, man kann nicht davon entbunden werden, nicht einmal von der beichtenden Person selbst.

Das Einzige, was der Priester machen kann, ist die Person zu überzeugen zu versuchen, sich selbst zu stellen, das Gemälde zurückzugeben oder irgendwie anders die Sache selbst zu regeln. Aber das eben dann auch nur im vertraulichen Gespräch mit dem/der Beichtenden selbst.

Liebe Grüße

Die Antwort ist sehr einfach: was ein Priester bei der Beichte erfährt unterliegt dem Beichtgeheimnis, und das gilt absolut, immer und ohne jede Ausnahme.

Er wird den Täter überzeugen, dass er das Diebesgut zurückgibt. Aber er wird keine Anzeige erstatten.

Er darf überhaupt nicht erzählen was gebeichtet wird. Aber ich glaube mal gehört zu haben, dass wenn du beichtest dass du eine bestimmte Person töten willst, dann darf er es dieser Person erzählen. Aber nur der Person und niemanden anderen.

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