Dürfen Lehrerinnen in der Schule ein Kopftuch tragen?

Das Ergebnis basiert auf 65 Abstimmungen

Nein, in der Schule hat kein Religionssymbol etwas zu suchen. 46%
Ja, das gehört zur Religionsfreiheit. 38%
Nein, das Kopftuch ist ein Zeichen der Unterdrückung. 6%
Nein, in der Schule sollen nur christliche Kreuze erlaubt sein. 5%
Ist mir egal 5%

Geht es um unsere persönliche Meinung oder fragst du nach der öffentlichen Rechtssprechung?

Beides :)


15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Kopftuch ist ein Zeichen von Unterdrückung und kein religiöses Symbol hat in der Schule etwas zu suchen.

Das habe ich vor einiger Zeit gepostet:

Das Kopftuch wird nicht nur aus Liebe zu Allah getragen. Das Kopftuch wird auch getragen, um zu zeigen wie ehrbar die Frau ist. Nur ihr Mann darf ihr unbedecktes Haupt sehen. Alle anderen Männer könnten sie ja anfallen und belästigen, wenn sie ein Stück ihres Haares sehen. Es wird also auch zum Schutz getragen.

Diese Denkweise ist durchaus okay. Aber nicht in dieser Kultur, die nunmal vorherrschend ist. Da muss halt diese "Kultushandlung" (was ein schönes Wort, um die eigentlichen Ziele zu verdecken🥰) zurückstecken.

Grundsätzlich könnte ich sagen, dass Lehrer ja nur Mathe und Deutsch etc. lehren, aber so ist es beileibe nicht. Lehrer sind (waren sie schon immer) eine Vorbildfunktion, die soziale Werte vermitteln und lehren. Es sind eben nicht nur die fachlichen Inhalte, mit denen sich Kopftuchbefürworter herausreden. Es geht auch besonders um gesellschaftliche Werte.

Eine Frau mit Kopftuch, die vor der Klasse steht, welche Gründe wird sie nennen, weil sie dieses Tuch trägt? Wird sie die Wahrheit sagen oder lügen? Wird sie tatsächlich den Kindern vermitteln, dass sie den Stoff trägt, weil sie von Männern belästigt werden könnte? Und Frau braucht also den ganzen Tag draußen zum Schutz ein Kopftuch? Wie steht sie dazu, dass die Meinung bzw. Zeugenaussagen von Frauen weniger zählen als von Männern? Wie steht sie zu homosexuellen Menschen, die ihre Liebe ausleben?

Sind das die Werte, die unsere Kinder lernen sollen? Sollen die Kinder lernen, dass Frauen grundsätzlich weniger wert sind?

Die Lehrer, die vor einer Klasse stehen, sollten neutral sein, verbeamtet oder nicht. Jemand der mit seiner Kleidung schon ein Statement abgibt, der ist nicht neutral!

Überdies sollten die Befürworter des Kopftuches vielleicht auch darüber nachdenken, dass im Zuge der Flüchtlingskrise nicht nur Muslime hierher gekommen sind, sondern auch Christen/ Atheisten. Viele von ihnen sind wegen Krieg und Drangsalierung aus muslimischen Staaten geflohen und sehen sich dann an einem Ort, der neutral sein sollte, dieser Religion zwangsweise ausgesetzt.

Wenn jemand privat ein Kopftuch tragen will, bitte, aber dieses permanente Opfergehabe und Geheule, um seinen Willen durchzusetzen, ist schon eine echte Leistung!

“DaS kOpFtUcH iSt EiN zEiChEn dEr UnTeRdRüCkUnG” weil du ja auch eine hijabi bist, um das zu wissen oder?

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@Gryffindor123

Hast du ein Problem mit deiner Tastatur?:)

Nein, muss ich einen Mord begehen, um zu wissen, dass das nichts für mich ist und gesetzlich verboten?

Reicht es nicht sich viele Meinungen und Fakten weltweit durchzulesen?

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@Gryffindor123
weil du ja auch eine hijabi bist, um das zu wissen oder?

Ach, aber du bist eine?

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@Gryffindor123

Es reicht, die kranke und menschen-feindliche Ideologie genannt Islahm zu kennen, um zu wisssen, dass Hijab Unterdrückung bedeutet! - Dazu braucht frau keine Hijabi zu sein.

Das schließt nicht aus, dass es Frauen gibt, die gerne Sklavinnen sind und/oder masochistisch veranlagt!

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Hi, das ist ein kruder Mix an Argumenten. Ich bin ja ganz bei Dir, dass keine religiösen Symbole in die Schule gehören. Aber was soll das abfällige "Kopftuch, ein Symbol der Unterdrückung". usw.

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@luposfun

Das sehe ich anders. Auserdem hat die Formulierung "Unterdrückung" nichts mit Abfälligkeit zu tun und das aus folgendem Grund:

Wenn Muslime sagen/schreiben, dass das Kopftuch eine Pflicht ist und gleichzeitig behaupten, es gibt keinen Zwang im Glauben, es wäre also freiwillig, dann sprechen wir von einer freiwilligen Zwangsverpflichtung, die von der Ummah(und braven bedeckten Supermuslimas) kontrolliert wird.

Demzufolge kann man durchaus von einer Unterdrückung sprechen.

3
@Schwestergrim

Also ich hab etliche Muslima in meinem Freundeskreis die Kopftuch tragen und ganz sicher nicht unterdrückt sind. Sorry, ich bin Wissenschaftstheoretiker. Daher stört mich der Allquantor so daran. Dieses Ausnahmslose und die damit verbundene Cancel Culture Haltung. Das mag ich einfach nicht. Vor allem, wenn jemand so den Stab bricht und das völlig undifferenziert, wie Du in diesem Fall. Aber, wir müssen ja keine Freunde werden ;)

1
@luposfun

Ich bin ja auch nicht hier um Freunde zu finden.:)

Ich habe auch Muslime als Freunde und auch Kollegen. Diese sind aber durchweg liberal eingestellt und sagen, dass Religion Privatsache sein sollte. Zusätzlich habe ich aber auch viel Kontakt mit Muslimen, die überhaupt nicht liberal eingestellt sind, die ihre kleinen Mädchen schon mit Kopftuch zur Schule schicken und sich abfällig über "leicht bekleidete" Mädchen/Frauen äußern.

Du hast recht, dass ich den Stab breche, das tue ich aber keineswegs undifferenziert. Der Koran ist dabei das Vorbild schlechthin. Dort wird quasi in jeder Sure undifferenziert der Stab gebrochen (um bei deiner Formulierung zu bleiben).

Der Koran misst sich an seinen Gläubigen und die Gläubigen messen sich am Koran. Von daher...., passt schon.

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Von Experte Luna0610 bestätigt
Nein, in der Schule hat kein Religionssymbol etwas zu suchen.

Rechtlich ist das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.

Meine private Meinung dazu ist, dass optisch aufdringliche religiöse Symbole an unseren Schulen nichts zu suchen haben. Hierbei ist es mir egal, wenn eine muslimische Lehrkraft einen Halbmond oder ein Christ ein Kreuz um den Hals trägt, aber eine Kopfbedeckung oder gar ein ganzes Gewand, das eine Religionszugehörigkeit ausdrücken möchte, gehört nicht an unsere Schulen. Ganz klar: An einer Islamschule oder einer Betschwesternschule ist das etwas anderes.

Mir ist wichtig, dass meine Kinder nicht religiös beeinflusst werden bzw. so wenig wie möglich. Selbstverständlich sollen sie Informationen darüber bekommen, was es so an Religionsgemeinschaften gibt und was - grob - deren Glaubenskonzepte sind, aber mehr auch nicht. Den Rest können Eltern oder Schüler selbst leisten.

Da Du speziell nach dem islamischen Kopftuch gefragt hast und nicht allgemein nach religiösen Symbolen, möchte ich Dir auch meine Meinung speziell zum Kopftuch nicht vorenthalten:

Als Ex-Muslima bin ich in der ummah groß geworden, als Psychotherapeutin habe ich heute noch tagtäglich damit zu tun, und beide Erfahrungen zeigen eindeutig, dass das KT in unserer Gesellschaft nichts zu suchen hat - auch ausserhalb von Schulen und an Lehrkörperköpfen.

Das islamische KT wird nämlich getragen als Zeichen der Ehrbarkeit; während es also einerseits die KT-tragende Frau als Sexualobjekt stigmatisiert, diskreditiert es andererseits automatisch alle Frauen ohne KT als unehrbar. Wo es dem Papa also wichtig ist, dass das Töchterlein die Ehre der Familie wahrt, ist regelmäßig zu Hause die Hölle los, wenn der junge Teenager ja doch eigentlich lieber von den Jungs gesehen und als attraktive junge Frau wahrgenommen werden möchte, was aus psychologischer Sicht auch ganz natürlich, gesund und wichtig ist. Oft ist es auch so, dass sogar der Herr Papa unter Druck steht, die nämlich aus der ummah an ihn herangetragen wird; gar nicht so selten wird die ganze Familie ausgegrenzt, wo Papa es nicht schafft, sein Töchterlein in die Spur zu bringen .... oder wo er das tatsächlich gar nicht will.

Ich wurde in meiner Pubertät als Muslima ohne KT von diversen Vätern meiner - bis dahin - Freundinnen als Schl_mpe bezeichnet, als wir in das entsprechende Alter kamen, in dem die angebliche KT-Pflicht zum Tragen käme. Tatsächlich gibt es diese nicht! Meinen Freundinnen war das natürlich höchst fatal, viele Tränen sind geflossen, doch in den meisten Fällen, hat sich der Druck der ummah durchgesetzt. Freiwilligkeit sieht ganz anders aus. Und wo das KT tatsächlich "freiwillig" getragen wird, darf man mit Fug und Recht die religiöse Indoktrination unterstellen; es ist ja logisch, dass ein Teenager, der das sein Kinderleben lang eingetrichtert und vorgelebt bekommt, dass es nur mit KT richtig ist, das auch für die Wahrheit hält, bis sie dann vielleicht - wenn das Lichtlein im Oberstübchen hell genug scheint - irgendwann doch noch das Stadium erreicht, in dem sie kindliche Entscheidungen mit dem Erwachsenenverstand neu überdenkt und ggfs. über Bord wirft.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensives Koranstudium - Inzw. Ex-Muslima alhamdullilah

Danke für diesen Kommentar!

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@Schwestergrim

Erlaube die KOrrektur: Es war eine Antwort - kein Kommentar! Ich finde: Der Begriff Kommentar wertet eine eigenständige Antwort ab.

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Ist mir egal

mit Religion soll das aber nichts zu tun haben .. sondern nur mit der Freiheit sich zu kleiden "wie man will". Im Rahmen der "guten Sitten" eben.

Alles was klar religiös motiviert ist -- also mit dem Ziel die Schüler z.B. zu missionieren, gehört verboten.

Meines Wissens nach dürfen sie es nicht. Ich finde aber, dass sie es können dürfen sollten. Jedenfalls so lange, wie die Sympmbole anderer Religionen nicht ebenfalls verbannt sind.

Nein, in der Schule hat kein Religionssymbol etwas zu suchen.

Ein atheistischer Lehrer darf aber auch nicht mit einem T-Shirt erscheinen mit dem Aufdruck: "Es gibt keinen Gott!"

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