Dürfen Lehrer Zusatzaufgaben für vergessene Unterschriften aufgeben?

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5 Antworten

Wenn es zwischen der Lehrerin und euch vereinbart wurde, dass die Arbeiten oder auch Tests unterschrieben werden müssen, dann muss man sich daran halten. Du hast Deinen Teil nicht eingehalten, also musst Du für die Konsequenzen gerade stehen. Wochenende ist nicht fürs feiern vorgesehen, sondern fürs Hausaufgaben machen. Wenn Du irgend wann eine duale Ausbildung absolvieren musst, dann wirst Du jedes Wochenende Hausaufgaben machen und auch mit lernen beschäftigt sein. Daher gewöhne Dich schon mal daran.

Ich glaube nicht da Strafaufgaben in Deutschland verboten sind. Wenn dir ein Lehrer aber eine Aufgabe gibt weil die Quatsch machst kann er sie einfach als Ergänzungsaufgabe Einteilen da du ja durch den Mist den du gemacht hast, Unterrichtsstoff verpasst haben kannst den du nachholen musst, indem du diese Strafarbeit erledigst. Wenn du allerdings eine Unterschrift nicht hast verpasst du ja nichts vom Unterrichtsstoff und er kann dir somit eig. keine Zusatzaufgabe geben

Ob es pädagogisch sinnvoll ist, darüber lässt sich streiten. Du kannst natürlich die Aufgabe "anfechten", ev. darüber "streiten" usw.

Fakt ist, DU hast die Unterschrift nicht gebracht. Die Gedanken der Lehrperson, ob du es ev. hergezeigt, gesagt hast oder nicht zählen dabei nicht.

Jedenfalls ist es dir vermutlich eine Lehre und du wirst kaum mehr darauf vergessen.

Später im Berufsleben hat "Vergesslichkeit" auch ihre Konsequenzen. Da kannst du mit deinem Vorgesetzten auch gerne darüber diskutieren. Nur ein Frage der Zeit wie lange...

  1. Es handelt sich um ein unverhältnismäßige Reaktion der Lehrerin. Genau das sollen Erziehungsmaßnahmen nicht sein. Sie sollen »verhältnismäßig« und »angemessen« sein. So steht es in den Ausführungsbestimmungen zu den Schulgesetzen.
  2. Das sture Abschreiben irgendwelcher Seiten, sind keine pädagogisch sinnvolle Aufgabe. Auch das sollen pädagogische Maßnahmen aber sein.
  3. Wenn Deine Lehrerin eine Unterschrift Deiner Eltern haben möchte, soll sie sich die selbst holen. Für Dich ist die Unterschrift schließlich völlig bedeutungslos; genau wie die Arbeit selbst.
  4. Wo steht geschrieben, dass Schüler, die in der Schule geschriebenen Arbeiten, von den Eltern unterschreiben lassen müssen? Dass das ein übliches Vorgehen ist, heißt ja nicht, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist.
  5. Wäre ich ein Elternteil von Dir, würde ich Dich auffordern, diese Strafarbeit nicht zu erledigen und würde das auch der Lehrerin gegenüber vertreten. Strafarbeiten sind längst verboten und durch die Erziehungs- und Ordungsmaßnahmen ersetzt. Wie die beschaffen sein müssen, habe ich unter 1. genannt.
  6. Wenn Du diese Aufgabe erledigst, wird die Lehrerin glauben, richtig gehandelt zu haben und immer wieder so vorgehen. Sie hat aber nicht rechtmäßig gehandelt.

Gruß Matti

Es ist eine erziehungsmaßnahme und nicht unbedingt eine mechanische Strafarbeit von daher ja..

Das sture Abschreiben von vier Seiten aus einem Buch ist genau das, was als Erziehungsmaßnahme verboten ist, eine mechanischen Strafarbeit nämlich.

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@Kuhlmann26

Das  bloße abschreiben  lassen von Texten ist auf jeden Fall pädagogisch nicht sinnvoll und genau wie Kuhlmann schreibt, gegen das Schulgesetz. Da hätte man als Lehrkraft weinigstens eine Frage zum Text stellen können.

Dennoch finde auch es nicht verhältnismäßig beim Vergessen der Unterschrift überhaupt eine erzieherische Maßnahme einzusetzen.

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@Gugu77

Der Lehrer könnte es aber als pädagogisch sinnvoll begründen, da der Stoff zum Thema gehört.. Je nach dem wie viele Bilder auf der Seite sind und wie groß geschrieben. 

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@Chogath

In welchem Schulgesetz oder Erlass welchen Kultusministerums steht denn geschrieben, dass die elterliche Unterschrift unter eine benotete Arbeit zwingend vorgeschrieben ist?

Den Paragraphen hätte ich gerne mal gesehen, der einen Elternteil zwingt, die Unterschrift unter eine Arbeit zu setzen, die von einem Lehrer völlig willkührlich mit einer Zahl zwische 1 und 6 »verschönert« wurde.

Wäre ich Elternteil eines schulpflichtigen Kindes, würde ich mich jedenfalls nicht dazu hinreißen lassen, bei diesem absurden Spiel der Lehrerschaft mitzuspielen.

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@Kuhlmann26

In NRW gibt es das schon $40 AschO

Aufgaben der Erziehungsberechtigte

(3) Die Erziehungsberechtigten sollen sich über den Leistungsstand des Schülers informieren und die Möglichkeiten der Beratung durch die Schule
wahrnehmen.

(4) Die Erziehungsberechtigten bestätigen den Erhalt von Mitteilungen
der Schule auf Verlangen durch Unterschrift. Es genügt die Unterschrifteines Erziehungsberechtigten.

So kenne ich das.

Zu der Frage zurück. Das ist trotzdem keine Pflicht des Schülers und die Reaktion der Lehrkraft ist hier unangebracht.


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@Gugu77

Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses hat geschrieben:
§ 33
"Termine und Notenspiegel
(1) Die Termine und der inhaltliche Rahmen schriftlicher Arbeiten nach § 32 Abs. 2 Nr. 1, 2 und 4 sind rechtzeitig, in Schulen mit Vollzeitunterricht mindestens fünf Unterrichtstage vorher bekannt zu geben.
(2) Korrektur, Bewertung und Rückgabe einer schriftlichen Arbeit haben so rasch wie möglich, spätestens jedoch nach drei Unterrichtswochen, zu erfolgen. Aus der Korrektur der schriftlichen Arbeit muss die Bewertung der Leistung durch Noten oder Punkte nachzuvollziehen sein, die Korrektur soll Perspektiven für die weitere Entwicklung eröffnen und auch individuelle Leistungsverbesserungen hervorheben. Vor der Rückgabe und der Besprechung einer schriftlichen Arbeit sowie am Tage der Rückgabe darf im gleichen Unterrichtsfach keine neue Arbeit geschrieben werden. Bei Minderjährigen ist den Eltern Gelegenheit zu geben, die schriftliche Arbeit nach der Rückgabe einzusehen. Die Kenntnisnahme ist durch die Unterschrift eines zur Einsichtnahme Berechtigten zu bestätigen. Die schriftliche Arbeit ist bis zum Schuljahresende durch die Schule aufzubewahren.
(3) Unter jede Arbeit ist ein Notenspiegel anzubringen, aus dem sich die Noten aller Schülerinnen und Schüler der Klasse/Lerngruppe ergeben. Dies gilt entsprechend bei der Beurteilung einer schriftlichen Arbeit in Form eines Punktesystems."

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@Gugu77

... auf Verlangen durch Unterschrift.

Auf wessen Verlangen? Hat der Lehrer die Eltern um Unterschrift gebeten oder von ihnen verlangt, eine zu geben? Oder glaubt er, es genügt die Schüler zur Verantwortung zu ziehen, wenn die Eltern keine Unterschrift geben? Warum wendet sich der Lehrer nicht an die Eltern, wenn er von ihnen etwas. will? Was hat das Kind mit den Wünschen der Lehrer gegenüber den Eltern zu tun?

Abgesehen davon bleibe ich bei meiner Haltung, dass die von Dir genannte Verordnung in dieser Frage eine Anmaßung ist.

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@Chogath

Bei Minderjährigen ist den Eltern Gelegenheit zu geben, die schriftliche Arbeit nach der Rückgabe einzusehen. Die Kenntnisnahme ist durch die Unterschrift eines zur Einsichtnahme Berechtigten zu bestätigen.

Jemandem Gelegenheit zu geben steht im deutlichen Widerspruch zu "ist durch die Unterschrift eines zur Einsichtnahme Berechtigten zu bestätigen."

Wer eine Unterschrift haben will, soll sie sich selbst holen.

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@Kuhlmann26

Der Lehrer wird sich an die Eltern wenden wenn der Schüler die Unterschrift nicht vorweist! Wenn die Eltern aus welchen Gründen auch immer die Unterdschrift verweigern ist das ein anderes Thema. Es geht aber darum das der Schüler sie nicht hat also vermutlich nicht seinen Eltern nicht gezeigt hat! Die Unterschrift ist der einfachste Kommunikationswege zwischen Eltern und Lehrer und die hat der Schüler verhindert 

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@Chogath

"In welchem Schulgesetz oder Erlass welchen Kultusministerums steht denn geschrieben, dass die elterliche Unterschrift unter eine benotete Arbeit zwingend vorgeschrieben ist?" 

In welchem Gesetzt steht denn das es verboten ist? In welchem Gesetz steht das die Benutzung von Handys an Schulen/im Unterricht verboten ist?? Die Schule und die Lehrer können auch eigene Regeln aufstellen. Diese gelten solange sie nicht im wiederspruch zu einem Gesetz stehen!

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