Dürfen Lehrer uns den Toilettengang verbieten? :O

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9 Antworten

Wenn du ne schwache Blase hast lasse es dir vom Arzt attestieren. Dann darfst du auch während der Stunde.

Narzissa66 05.03.2014, 19:33

Das würde ich jedem empfehlen, der mit diesem Verbot ernsthafte Probleme hat.

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Mein Gott, ihr tut ja alle so, als ob ihr totale Musterschüler wart und nie während der Stunde gehen durftet. Wenn man zum Beispiel Blockunterricht hat und und 90 Minuten am Stück am Pauken (inklusive Trinken) ist, kann es vorkommen, dass man mal muss.

Unser Berufsschullehrer sagte uns damals, dass die Lehrer den Toilettengang nicht verbieten dürfen. Natürlich ist es nicht gern gesehen, aber was muss, dass muss. :-)

Viele Grüße!

Ja, das stört den Unterrichts Ablauf, wenn andauernd jemand zur Toilette muss.Man kann vor dem Unterricht, in den kleinen bzw. großen Pausen auf die Toilette gehen.

Theoretisch dürfen sie Euch das nicht verbieten, und ich denke, wenn das bei Dir eine Ausnahme ist, die nicht in fast jeder Stunde vorkommt, wird Dir auch kaum ein Lehrer den Toilettengang verbieten. Es geht halt darum, einen geregelten Unterricht zu gewährleisten.

Soweit ich weiß dürfen Sie das denn es gibt auch sowas das nennt man Pause. Und das hat man auch öfters an einem Schultag. Bei Grundschulkindern ist das was anderes. Allerdings müssten die Schüler und Schülerinnen auf der weiterführenden Schule schon reif genug sein es auch mal ein zwei Stunden auszuhalten.

Narzissa66 05.03.2014, 19:23

Ein bis zwei Stunden??? Naja, nach einer Tasse Kaffee muss ich wieder in ca. 20 Minuten - und das dringend^^

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ErsterSchnee 05.03.2014, 19:26
@Narzissa66

Und trinkst du Kaffee, wenn du weisst, dass es die nächsten 1,5 Stunden schlecht mit pinkeln ist?

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Narzissa66 05.03.2014, 19:32
@ErsterSchnee

Manchmal schon^^, aber dann dürfte man den ganzen Vormittag und auch in den Pausen gar nicht trinken. Das geht auch nicht! Das Problem sind ja nun diejenigen, die ihre Freiheit missbrauchen, das lässt sich aber nicht durch ein generelles Verbot für alle aus dem Weg räumen. (P.S. - Ich bin selbst heute im Unterricht gegangen^^ - und das, obwohl ich auf der anderen Seite stehe)

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LisaHLilly 05.03.2014, 19:37
@Narzissa66

Es kommt einfach auf die Lehrer an. Manche erlauben es und manche eben nicht. :-) Da muss man sich anpassen. Trinken darf man ebenfalls in der Pause wie auf Klo gehen. Dafür sind Pausen sind da. Und Unterrcht ist Unterricht.

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naja was heisst verbieten, du bist freiwillig auf dieser schule und könntest auch einfach aus dem unterricht rausgehen (das sagen zumindest immer unsere lehrer)

Suboptimierer 05.03.2014, 19:19

Ich glaube die meinen das so, dass die Betonung auf "dieser" liegt. Also die Schüler könnten auch auf eine andere Schule gehen.
Sonst würde ich mir das mal erklären lassen. Einfach herauszugehen hätte sicherlich Konsequenzen, denn sonst würden das sehr viele Schüler machen, denn sehr viele Schüler haben keinen Bock auf Schule.

Meine Lehrer hatten das übrigens auch immer gesagt. Es hat aber nie jemand nachgehakt. Ich dachte immer, die anderen hätten es gerallt, nur ich nicht.

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AntwortNichts 05.03.2014, 19:21
@Suboptimierer

Freiwillig stimmt nur für die Oberstufe. Ansonsten besteht Schulpflicht, also einfach aus dem Unterricht rausgehen is nicht.

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Suboptimierer 05.03.2014, 19:27
@AntwortNichts

Die Schulpflicht ist das eine. Hinzu kommt noch die Aufsichtspflicht der Lehrer.

Ich denke mal, das "freiwillig" ist auf die Schulwahl bezogen worden.

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Sie dürfen es nicht verbieten, aber du solltest versuchen in der Pause zu gehen, es ist halt nicht gerne gesehen, da es den Unterricht stört

Laut der Genfer Menschenrechtskonvention ist es verboten einen Menschen daran zu hindern dass er seine Notdurft verrichtet. Aber versuch das mal in der Schule durch zu boxen^^

Warum gehst du nicht in der Pause? Lehrer haben auch keine Lust, ständig im Unterricht gestört zu werden...

DerUnwissendeee 05.03.2014, 19:17

Weil ich keine Zeitschaltuhr habe die ich auf die Pausenzeit umstellen kann :).

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Narzissa66 05.03.2014, 19:22
@ErsterSchnee

Also, ich kann auch nicht immer 45 Minuten durchhalten. Einem Erwachsenen würde man den Toilettengang eher nicht verbieten.

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ErsterSchnee 05.03.2014, 19:24
@DerUnwissendeee

Auch 90 Minuten kann man ja wohl locker durchhalten! Geh mal zum Arzt, du scheinst ein ernsthaftes Problem zu haben!

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Kristall08 05.03.2014, 19:25
@Narzissa66

Nur ist es in Schulklassen häufig so, dass es eine gewisse Methode hat, die den Unterricht sehr nachhaltig stört. Und stören soll. :/

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DerUnwissendeee 05.03.2014, 19:26
@Narzissa66

Tja Narzissa, die meisten sind da leider der meinung, ich solle im Unterricht einfach laufen lassen :D.

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Narzissa66 05.03.2014, 19:26
@Kristall08

Das stimmt - nur kann man es allenfalls zum Prinzip machen, in den Pausen zu gehen - wenn es denn sein muss - muss es halt sein!

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ErsterSchnee 05.03.2014, 19:27
@DerUnwissendeee

Nein, das hat hier niemand gesagt...

Ausserdem scheint es während Klausuren ja zu klappen... Oder trägst du da Windeln?

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Narzissa66 05.03.2014, 19:27
@DerUnwissendeee

hihihihi - vielleicht sollte Dir das mal passieren - würde mich mal interessieren, wie der Lehrer dann reagiert^^ -

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Narzissa66 05.03.2014, 19:28
@ErsterSchnee

&ersterSchnee - aber das ist doch die Konsequenz daraus - ich kann doch nicht sehen, ob jemand wirklich zur Toilette muss oder mit seinen Mitschülern dort zum Rauchen verabredet ist.

Und bei Klausuren in die Hose zu machen, halte ich jetzt auch nicht für erstrebenswert^^ - auch da muss man gehen dürfen.

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DerUnwissendeee 05.03.2014, 19:29
@Narzissa66

Ich hab ihm sowieso gesagt dass ich ihm aufs Pult ka.cke. Und schwupp durfte ich :D...

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Narzissa66 05.03.2014, 19:34
@DerUnwissendeee

Naja, auch diese Antwort war übertrieben, man muss ja nicht immer auf Krawall frisiert sein.

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Kuhlmann26 06.03.2014, 11:56

@ErsterSchnee:

Lehrer haben auch keine Lust, ständig im Unterricht gestört zu werden...

Warum unterrichten sie dann ungefragt? Wenn Lehrer vom Toilettengang der Schüler gestört sind, sollten sie ihren Unterricht anders organisieren. Die Ursache der Störung ist der Unterricht und nicht das Bedürfnis, auf die Toilette zu müssen. Es wäre hilfreich, Deine Denkweise wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.

Dies ist eine der zahlreichen Beispiele, wie versucht wird, Menschen an ein System anzupassen, anstatt es anders herum zu machen. Warum müssen sich Menschen unnatürlich verhalten, nur damit das Schulsystem funktioniert? Das ist doch pervers!

Dabei ist die Vorgabe, wann gepinkelt werden darf, nur eine der vielen Absurditäten in einem Schulgebäude. Warum schreibt man Menschen durch ein Klingelzeichen die Pause vom Lernen vor? Warum sperrt man sie in Rudeln von Gleichaltrigen in Klassenräume ein und zwingt sie 45 Minuten lang zu lernen, was die meisten der Anwesenden überhaupt nicht interessiert?

Selbst wenn die Notdurft nur als Vorwand verwendet würde, um sich für einen Moment dem Irrsinn zu entziehen, wäre dies wohl mehr als verständlich.

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Narzissa66 06.03.2014, 20:24
@Kuhlmann26

Schreib doch mal ein eigenes Schulkonzept und gründe eine eigene Schule - oder sag mal, wie es anders gehen könnte, ohne dass die ganze Republik sich über Steuererhöhungen beklagt.

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ErsterSchnee 07.03.2014, 00:27
@Kuhlmann26

@Kuhlmann26:

Es geht im Leben nicht immer nur danach, wozu man gerade Lust hat. Für ein vernünftiges Zusammenleben sind nun mal gewisse Regeln erforderlich - und zwar ganz egal wo. Dazu kommt, dass man ja selten alleine im Klassenzimmer sitzt und somit auch die anderen stört, die das Schulsystem nicht pauschal ablehnen.

Ist der Wunsch, etwas zu lernen, so viel weniger wert als der Wunsch, das Klassenzimme rzu verlassen?

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Kuhlmann26 07.03.2014, 08:36
@ErsterSchnee

@ErsterSchnee:

Wollen wir doch bitte beim Thema bleiben. Natürlich sind Regeln im Zusammenleben von Menschen erforderlich. Aber wenn sich die Regeln gegen die Bedürfnisse der Beteiligten richten, mag es ein Zusammenleben geben, aber kein vernünftiges.

Hier geht es nicht um Lust, sondern um ein natürliches Bedürfnis. Wenn der Schulbetrieb so organisiert ist, dass man seine Notdurft nicht ungefragt befriedigen kann, dann stimmt etwas mit der Schule nicht.

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Kuhlmann26 07.03.2014, 09:18
@Narzissa66

@Nazissa66:

Ich halte Schulen, jedenfalls die heute existierenden, für überflüssig und glaube, dass man außerhalb der Schule wesentlich besser lernen kann. Kennst Du den Unterschied zwischen fremdbestimmtem und selbstbestimmten Lernen? Es gibt für mich nicht den geringsten Grund den selbstbestimmten Weg (der bis dahin hervorragend funktioniert hat) mit dem 6. Lebensjahr zu unterbrechen und die Kinder in Klassenräume zu sperren, um ihnen vorzuschreiben, was sie von nun an zu lernen haben.

Das Konzept kann doch nur der Lernende vorgeben. Da wir glücklicherweise verschieden sind, halte ich es für eine Anmaßung der Bildungsbürokraten, Millionen verschiedenen Menschen einen Bildungsweg vorzuschreiben. Für mich gibt es zwischen Hauptschulen und Gymnasien keinen Unterschied. In beiden Schulen schreiben wir den Leuten vor, was sie lernen dürfen. Hier wird deutlich, was ich meine:

www.youtube.com/watch?v=BlECircdLGs

ABER natürlich verfolge ich die Schulentwicklung. Deshalb entgeht mir auch nicht, das es bereits zig alternative Konzepte gibt. Eines, welches selbst unter der bürokratischen Lehrplanwirtschaft eines Bildungsministeriums funktioniert, kannst Du Dir an der "Evangelischen Schule Berlin Zentrum" anschauen. Dort wird der Zwang deutlich gemildert.

  • kein Frontalunterricht; was nichts anderes bedeutet, dass ein Lehrer nicht gestört werden kann; selbst dann nicht, wenn man auf's Klo muss
  • jeder Schüler sucht sich selbst aus, welchen Baustein des Lehrplans er am jeweiligen Tag lernen will. Auch das Fach legt er selber fest. Die Vorgaben sind auf ein Minimum begrenzt
  • Lehrer greifen erst dann in den Lernprozess ein, wenn die Schüler darum bitten und untereinander nicht mehr weiterkommen
  • die Schüler legen den Zeitpunkt für Kontollarbeiten selber fest. Deshalb gibt es keine Klassenarbeit, sondern jeder Schüler schreibt den Test, wenn er oder sie soweit ist. Nicht in erster Linie der Lehrer will wissen, ob der Stoff verstanden wurde, sondern der Schüler. Natürlich will der Lehrer es auch wissen. Es geht ihm aber nicht darum, den Schüler bei seinen Schwächen, Mängeln und Fehlern zu behaften und seine Unfähigkeiten ans Tageslicht zu bringen. Deshalb gibt er ihm für den Test und die anderen erbrachten Leistungen auch keine Noten. Jedenfalls bis zur 9. Klasse nicht.

Auf der Internetseite der Schule gibt es in der Rubrik >Mediathek< gleich als erstes ein Video, wo eine Lehrerin das Konzept ausführlich beschreibt.

Das sollte als Anregung für's erste reichen.

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Narzissa66 07.03.2014, 16:37
@ErsterSchnee

@kuhlmann26: Ja, es gibt wunderbare Konzepte - aber meine Frage war, wie man das hinbekommt, ohne dass sich die ganze Republik über Steuererhöhungen beklagt. Viele alternative Schulen sind leider einer bezahlenden Klientel vorbehalten. Wobei ich mich dann tatsächlich frage: Funktioniert es dort vielleicht besser, weil gerade dort die Schüler hingehen, deren Eltern sich Gedanken um ihre Kinder machen und die finanziellen Möglichkeiten haben, alternative Konzepte auszuprobieren? Von daher sind wir dort wieder in einer Laborsituation, die nicht auf alles und jenes übertragbar ist.

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Kuhlmann26 07.03.2014, 17:40
@Narzissa66

@Nazissa66: Diese Schule ist keine private, alternative oder sonst was für eine Schule, sondern eine stinknormale staatliche Gemeinschaftsschule, die wie jede Regelschule vom Senat Berlins finanziert wird und wo weder extra Schulgeld bezahlt werden muss oder wo nur Kinder einer besonderen Klientel hingehen. Du kannst Dir die Schule "in Aktion" sehen. Es gibt mehrere Videos von ihr und über sie. Wenn Du Interviews der Schulleiterin Frau Rasfeld hörst, weißt Du, warum die Schule besonders ist.

Was dass ganze mit Steuererhöhungen zu tun haben soll, hat sich mir bei Deinem ersten Kommentar schon nicht erschlossen. Deshalb bin ich nicht darauf eingegangen.

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Kuhlmann26 07.03.2014, 18:13
@ErsterSchnee

@ErsterSchnee: Wenn Du Dein natürlichen Bedürfnis, etwas lernen zu wollen, befriedigen wolltest, müsstest Du nicht zwangsläufig auf eine Schule gehen. Ich will damit nicht sagen, dass Du nicht hingehen darfst. Geh, wenn Du glaubst, Dich nur dort bilden zu können. Aber glaub mir, solltest Du Dich beispielsweise für den Mond interessieren, wäre es viel sinnvoller, in eine Sternwarte oder ein Observatorium zu gehen und durch ein Fernrohr zu schauen (auch ein Planetarium käme in Betracht), anstatt darauf zu warten, dass der Mond als Teil des Lehrplans Unterrichtsinhalt wird. Das hätte einen entscheidenden Vorteil: Um Dich herum säßen keine 25 gelangweilte Klassenkameraden, die geraden überhaupt keine Lust auf den Mond haben und deshalb behaupteten, sie müssten mal auf's Klo.

Auch das Lesen und Schreiben erlernen viele Kinder lange bevor sie das erste Mal den Fuß in eine Schule setzen. Sie lernen es, weil sie ihrem natürlichen Bedürfnis folgen und nicht, weil ein Lehrer es von ihnen verlangt.

Ich bleibe dabei: zum Lernen ist keine Schule erforderlich, sondern nur ein Umfeld, in dem Dein Wissensdurst befriedigt wird.

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ErsterSchnee 07.03.2014, 20:05
@Kuhlmann26

Es wäre schön, wenn du dich wenigstens bemühen würdest, auch nur ansatzweise zu verstehen, was einige hier schreiben.

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Narzissa66 07.03.2014, 20:20
@Kuhlmann26

@Kuhlmann: wenn ich da korrigieren darf - in dem Artikel, den Du mitgeschickt hast, ist von Schulgeld von 6000 Euro pro Kind und Schuljahr die Rede - das kann sich nicht jeder leisten. Und Nein, ich kdenne Frau Rasfeld nicht. Schade, dass sich Dir nicht erschließt, das Bildung etwas mit Geld zu tun hat.

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Narzissa66 07.03.2014, 20:26
@ErsterSchnee

Ich bleibe dabei: zum Lernen ist keine Schule erforderlich, sondern nur ein Umfeld, in dem Dein Wissensdurst befriedigt wird.<

Da magst Du sogar Recht haben, nur haben wir aber die Schulen, die es gerade gibt. Und Da ich nicht polarisieren möchte, muss ich versuchen aus den jetzigen Gegebenheiten das Beste zu machen. Das gelingt mal mehr, mal weniger. Was bringt eine Diskussion, das ja alles viel besser sein könnte? Ich versuche, mit dem gut zu arbeiten, was ich habe.

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Kuhlmann26 08.03.2014, 08:40
@Narzissa66

@Nazissa66: bezog mich auf die Ev. Schule Berlin Zentrum, als ich von der staatlichen Schule sprach. Das Bild, welches ich verlinkt hatte, sollte ein Beispiel für die verschiedenen Schulkonzepte sein, die es gibt.

Ich weiß nicht, ob Dir bekannt ist, dass viele dieser privaten Schulen nur deshalb Schulgeld von den Eltern nehmen müssen, weil sie nicht dasselbe finanzielle Ausstattung bekommen, wie staatlichen Schulen. Sie bekommen überhaupt erst nach mehreren Jahren des Durchhaltens (meistens 3 bis 5) finanzielle Unterstützung. Man darf fragen warum? Ist das ein Zeichen dafür, dass es der "Obrigkeit" nicht um allseits gebildete Menschen geht, sondern nur um solche, die in einem bestimmten Sinne erzogen sind? Also so, wie wir es täglich vorgekaut bekommen: Arbeitskräfte, (dumme) Konsumenten und (nach Möglichkeit) Wähler? Das mag man in bestimmten Gesellschaften für legitim halten. In unserer auch? Dann sollten wir das Wort demokratisch in diesem Zusammenhang streichen. Ich entferne mich vom eigentlichen Thema, schon klar. Aber irgendwie gehört das alles zusammen.

Auch ich muss Dich korrigieren. Nicht Bildung kostet (viel) Geld, sondern Schulbildung. Irrtümlicherweise setzen wir das, was in der Schule passiert mit Bildung gleich.

In einigen Regionen Kanadas ist es beispielsweise so, dass Familien, deren Kinder nicht in die Schule gehen, sondern sich anderweitig bilden, Geld vom Staat bekommen (weil dieser spart). Schulbildung kostet deutlich mehr, als familiäre Bildung. Und sie ist nach einschlägigen Untersuchungen erfolgreicher.

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Kuhlmann26 08.03.2014, 09:43
@Narzissa66

@Nazissa66: Wir können diese Schulen ja haben. Andere Länder Europas haben solche Schulen auch. Was es allerdings (außer in Deutschland) nur noch in Schweden gibt, ist der staatliche Schulzwang. Kein Kind in den anderen Ländern muss sich den Absurditäten der staatlichen oder privaten Belehrung aussetzen.

In den USA hat es vom Ende der 1980er bis Anfang des neuen Jahrtausends gedauert, bis alle Bundesstaaten den staatl. Schulzwang aus ihren Gesetzen gestrichen hatten. Am Rande sei erwähnt, dass das amerikanische Schulsystem anfangs sehr stark von deutschen Einwanderern beeinflusst wurde.

Auch wenn die Freilerner dort die am stärksten wachsende Bildungsgruppe sind, geht natürlich die überwiegende Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in eine Schule. Aber sie haben eine Wahl, die wir seit 1937 (Reichsschulgesetz der Nazis) nicht mehr haben.

Was eine Diskussion bringt? Bewusstsein bringt sie. Und das bringt Veränderung. Ich will ja kein Krieg anfangen, aber auf die verrückten Zuständen in unseren Belehrungsanstalten hinweisen, möchte ich schon. Das tun übrigens auch einige von denen, die stark in unsere Schulsystem involviert sind; manchmal auf sehr nachdrückliche Weise. Ich finde den verlinkten Beitrag sehr bemerkenswert. Geschrieben von einer Professorin für Erziehungswissenschaften und ehemaligen Lehrerin.

www.linksnet.de/de/artikel/28725

Ich danke Dir für Deine Meinung.

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Narzissa66 08.03.2014, 13:29
@Kuhlmann26

@Kuhlmann, dann wandere doch einfach aus, wenn es Dir hier nicht gefällt.

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Narzissa66 08.03.2014, 14:14
@Kuhlmann26

die wir seit 1937 (Reichsschulgesetz der Nazis) nicht mehr haben. <

Na, wie gut, dass es durch das Grundgesetz abgelöst wurde.

Warum führst Du permanent ausländische Systeme an? Wenn ich dann mal wieder auf meine Steuern zurückkommen darf^^ - gerade in Schweden sind die doch recht hoch.

So, und eine einfache Frage bezüglich einer Schulregelung führt bei Dir zu einem Diskurs über unser Gesellschaftssystem im Allgemeinen und Speziellen.

Auch ich danke Dir für das Gespräch.

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Kuhlmann26 08.03.2014, 15:30
@Narzissa66

Wenn ich Kinder im schulpflichtigen Alter hätte, würde ich das ihnen zu Liebe sogar tun. Jedenfalls dann, wenn ich keine demokratische Schule fände, auf der sich die Kinder wohlfühlten.

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Kuhlmann26 08.03.2014, 19:00
@Narzissa66

@Nazissa66: Ich führe deshalb ausländische Systeme an, um zu verdeutlichen wie rückständig das deutsche Schulsystem ist. Die Möglichkeit, seinen Bildungsweg frei zu wählen, ist auf der ganzen Welt eine Selbstverständlichkeit. Nur in Deutschland und wenigen anderen Ländern nicht. Meine Kritik würde verstummen, wenn man sich einem Schulsystem verweigern könnte, in dem einem vorgeschrieben wird, wann man auf's Klo zu gehen hat. Wobei diese Reglementierung ja nur stellvertretend für eine ganze Reihe weiterer Zwänge steht.

Meine Kritik entzündet sich ausschließlich am Schulzwang und nicht an irgendeinem Gesellschaftssystem. Der staatliche Bildungs- und Erziehungsauftrag ist für mich eine Anmaßung. Es ist arrogant, wenn der Staat seiner Bevölkerung vorschreibt, was diese in einer bestimmten Zeitspannes des Lebens zu lernen hat. Es kommt im normalen Leben nicht vor, dass alle Menschen zur gleichen Zeit dasselbe lernen. Nicht nur was, sondern auch wie gelernt wird, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Das Vorgehen in unseren Schulen grenzt also obendrein noch an Dummheit.

Man mag vielleicht noch Verständnis dafür aufbringen, dass dieses Vorgehen vor 150 Jahren gerechtfertigt war, zu einer Zeit, als ganz andere Anforderungen an die Menschen gestellt wurden. In der Regel waren es religiöse oder militärische und später wirtschaftliche Motive, die dazu führten, dass man Schulen errichtete, um die Jugend entsprechend zu erziehen. Heutzutage mit den gleichen Zwangsmethoden wie vor 150 Jahren, den aktuellen Herausforderungen begegnen zu wollen, ist schlicht und ergreifend dumm.

Dein Argument mit den Steuern habe ich immer noch nicht verstanden. Welche Art von Schulsystem führt den zu höheren Steuern und müsste nach Deiner Meinung vermieden werden? Ich habe das noch nicht verstanden. Freie Bildung und höhere Steuern haben für mich nichts miteinander zu tun.

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Kuhlmann26 08.03.2014, 19:38
@ErsterSchnee

@ErsterSchnee:

Es wäre schön, wenn du dich wenigstens bemühen würdest, auch nur ansatzweise zu verstehen, was einige hier schreiben.

Glaub mir, ich bemühe mich. Du hattest geschrieben: "Was ist mit dem natürlichen Bedürfnis, etwas lernen zu wollen?" Wenn ich Dich richtig interpretiere, willst Du damit sagen, dass die Leute, die in der Stunde auf's Klo rennen, den Unterricht stören und Du deshalb beim Lernen gestört wirst. Oder der Lehrer beim Lehren gestört wird

Was ich daraufhin versucht habe zu sagen, war, dass man den Unterricht nur so zu organisieren brauchte, dass sowohl gelernt und gelehrt, als auch jeder Zeit auf's Klo gegangen werden kann. Wie das ginge, habe ich am Beispiel der Schule aus Berlin, zu erklären versucht.

Mir ist bewusst, dass man sich in so einem Forum nicht immer verständlich machen kann. Da wird etwas falsch verstanden bzw. gar nicht zur Kenntnis genommen. Oder derjenige der antwortet, geht nicht auf ein Argument ein, was einem selbst aber sehr wichtig war usw.

Du siehst ja, ich komme mit Narzissa66 bezüglich ihres Steuerarguments auch nicht zurecht. Ich verstehe nicht, was sie mit den Steuererhöhungen sagen will. Es scheint ihr wichtig zu sein, sonst hätte sie nicht drei Mal davon angefangen. Der Witz ist ja, dass wir uns in der Ausgangsfrage einig sind. Sie schrieb:

Also, ich kann auch nicht immer 45 Minuten durchhalten. Einem Erwachsenen würde man den Toilettengang eher nicht verbieten.

Das sehe ich auch so. Aber ich sage auch, dass man einen Jugendlichen oder ein Kind nicht anders behandeln sollte, als einen Erwachsenen. Dazu gibt es nicht den geringsten Grund.

Ich glaube Dich schon verstanden zu haben.

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Narzissa66 08.03.2014, 20:10
@Kuhlmann26

@Kuhlmann - auf kurze Antworten scheinst Du nicht spezialisiert zu sein. Ich mach hier man Schluss - welche Probleme Du mit unserem Schulsystem hast, ist mir ziemlich egal. Ich versuche weiterhin aus den gegebenen Verhältnissen das Beste zu machen. Dir scheint das nicht gut genug zu sein. Ist mir auch Recht.

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Narzissa66 08.03.2014, 20:15
@Kuhlmann26

Aber ich sage auch, dass man einen Jugendlichen oder ein Kind nicht anders behandeln sollte, als einen Erwachsenen.

Schade, dass ich doch nicht meinen Mund halten kann. Würde man Erwachsene und Kinder gleich behandeln, dann wären Kinder Partner - und damit werden in der aktuellen Diskussion zahlreiche Erziehungsdefizite begründet, weil Kinder damit überfordert sind. Kinder brauchen Liebe und Regeln - nur im Falle des Toilettengangs bin ich der Meinung, dass ein generelles Verbot nicht das Richtige ist. Wäre ich aber der Meinung, dass ein Schüler dieses Gebot negativ ausnutzen würde, gäbe es auch bei mir keine Erlaubnis mehr.

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Kuhlmann26 08.03.2014, 21:34
@Narzissa66

@Nazissa66: Wenn Du "dieses Gebot" nicht negativ ausnutzt, warum glaubst Du dann, ein Schüler könnte es ausnutzen? Unterstelle doch einem Schüler nicht, was Du selbst nicht tun würdest. Behandle andere so, wie Du selbst behandelt werden willst. Das meine ich mit Gleichbehandlung.

Wenn der Schüler es ausnutzt, dann hat er einen Grund. Du solltest Dich für diesen Grund interessieren, anstatt ein Verbot auszusprechen. Womöglich ist Deine Veranstaltung langweilig. Damit sind wir wieder am Anfang der Diskussion angekommen.

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Kuhlmann26 09.03.2014, 10:42
@Narzissa66

@Nazissa66: Glückwunsch, dann will vermutlich auch niemand auf's Klo: nicht mal Du selbst. Ziel erreicht!

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Narzissa66 09.03.2014, 11:11
@Kuhlmann26

Doch Kuhlmann - ich gehe auch im Unterricht aufs Klo, weil ich muss und nicht, weil mir die Schüler zu langweilig sind^^

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Kuhlmann26 09.03.2014, 15:43
@Narzissa66

Wollen wir jetzt albern werden? ((-;° Es beruhigt ungemein, dass es auch LehrerInnen gibt, die während des Unterrichts auf's Klo müssen. HALLO, ErsterSchnee, LIEST DU DAS? AUCH DAS LEHRPERSONAL MUSS UNKONTROLLIERT AUF'S KLO! MITTEN IN DER STUNDE.

Narzissa66, musst Du die Schüler um Erlaubnis fragen oder erteilt die Erlaubnis nur die Schulleitung? Hat man Dir schon mal geantwortet, dass es Pausen gibt, in denen man auf's Klo gehen kann? Was hast Du geantwortet?

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Narzissa66 09.03.2014, 19:19
@Kuhlmann26

@Kuhlmann: bei Deiner Vehemenz kann ich nur noch albern werden. Und wieso eigentlich albern? Genug Lehrer leiden an Burn Out - vielleicht nutzen die ja auch mal eine Pause während der Stunde, um mal auf dem Klo eine zu rauchen, weil es ja im Schulgebäude untersagt ist^^ - Und wenn Du jetzt noch sagst, dass das den Schülern auch erlaubt werden sollte, weil sie es selbst entscheiden sollen, dann ist es wirklich albern.

P.S. - Ich nehme den Schülern gleich den Wind aus den Segeln, indem ich sage, dass dafür eigentlich die Pausen da sind. Schulleitung weiß ich nicht - ich wurde noch nicht "erwischt"^^

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