Dürfen Lehrer die Schüler zum "Nachsitzen" zur nullten Stunde bestellen?

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5 Antworten

Nachsitzen oder Silentium ist eine Erziehungs- und Ordnungsmaßnahme, die gegen einen Schüler verhängt wird, beispielsweise wegen schlechten Betragens oder vergleichbarer schulischen Vergehen. Wer nachsitzen muss, darf nicht mit den anderen Schülern nach Hause, sondern muss noch eine bestimmte Zeit in der Schule bleiben und zusätzliche Aufgaben erledigen. Nachsitzen gilt als eine der mildesten Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen. Bei minderjährigen Schülern müssen die Eltern vorab informiert werden.

In Deutschland ist das Nachsitzen in den Schulgesetzen der Länder geregelt. Das Schulgesetz des Landes Baden-Württemberg bestimmt, dass ein Nachsitzen von bis zu zwei Unterrichtsstunden durch den Lehrer angeordnet werden kann.[1]. Ein Nachsitzen von bis zu vier Stunden muss durch den Schulleiter angeordnet werden.[2] In Schleswig-Holstein ist das Nachholen schuldhaft versäumten Unterrichts nach vorheriger Benachrichtigung der Eltern im Schulgesetz geregelt.§ 25

http://de.wikipedia.org/wiki/Nachsitzen

Das ist eine von gaaanz wenigen Maßnahmen, die den Lehrern überhaupt noch erlaubt sind. Wir alle wollen, dass die Lehrer auch Erziehungarbeit leisten, sie dürfen aber kaum Sanktionen verwenden. Wie soll den das bitteschön gehen? Schüler zeigen dem Lehrer doch inzwischen einen Vogel und grinsen ihn an, wenn er gegen sie ein offizielles Disziplinar-Verfahren einleitet.

Stimme dir da völlig zu. An der Real-Schule meines Sohnes z.B. hat es eine Zeitlang überhand genommen mit nicht-gemachten Hausaufgaben.Da wurde zwischen Schule,Schüler u. Eltern ein schriftliches Abkommen getroffen, dass Schüler bei einer nicht-gemachten Hausaufgabe noch am gleichen Tag eine Stunde länger bleiben müssen um das versäumte nachzuholen. Hilft auch das nicht, müssen sie Sozialdienst leisten, dh. Schulhof kehren, Hausaufgabenbetreuung leisten oder aber im benachbarten Altenheim helfen, z.B. mit den Leutchen spazieren gehen, ihnen etwas vorlesen oder mit ihnen einen Bastel-o.Spielenachmittag verbringen. Da überlegen sich die Schüler, ob sie Hausaufgaben machen oder nicht. Und dieses Vorgehen der Schule hat ganz schnell Wirkung gezeigt.

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vermutlich nein.

Es geht hier weniger um das "früh aufstehen" sondern eher um die Versicherung. Schüler sind auf dem (direkten) Weg zur Schule und auf dem (direkten) Weg nach Hause versichert.

Wenn dem Schüler etwas auf dem Weg passiert, kann es passieren, dass die Versicherung nicht zahlt.

Warum sollte die Versicherung nicht zahlen? Es IST doch der Schulweg, auch wenn die Uhrzeit eine andere ist.

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@Highlight

Da hat "Highlight" recht. Den Arbeitsweg versichert die Berufsgenossenschaft ja auch, egal zu welcher Zeit.

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Das ist in den Landesschulgesetzen geregelt! In Österreich ist Nachsitzen generell verboten. Bei minderjährigen Schülern müssen die Eltern vorab informiert werden. Eine Entschuldigung sollten die Eltern ja schreiben können ;)

Ich sehe ganz kritisch, dass alle Schüler für das Fehlverhalten einiger bestrft werden. Diese Kollektivstrafen sind nicht erlaubt, da auch unschuldige Kinder/Jugendliuche bestraft werden >- http://www.123recht.net/article.asp?a=3288&p=2

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