Dürfen Lehrer bei Arbeiten irreführende Fragen stellen?

6 Antworten

Natürlich darf er das, es liegt an Euch zu überprüfen, ob die Aussage stimmt oder nicht.

Bei einer Klausur würde das vermutlich 2 Punkte oder so weniger geben, wenn eine Sache falsch ist, aber der Ansatz (Erklärung) richtig ist. Es gibt in fast jeder Klausur Teilpunkte für korrekte Gedankengänge.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – BSc in Biochemie

Natürlich darf er das.... In einer Klausur, vorallem in Bio, geht es darum erlernten Wissen anzuwenden und nicht einfach Auswendig zu lernen und hinzuschreiben. Das war halt eine schwere Aufgabe weil die 1 muss man sich verdienen.

Ich hab Bio 7-Stündig auf meiner Schulart (Biotechnologisches Gymnasium) und in meinen Klausuren kommen eigentlich nur solche, wie du sagst "irreführendende Aufgaben", ich würde es ehr als Denkaufgaben bezeichnen, dran .

Das Problem ist die Frage die er in den Raum gestellt hat ist faktisch nicht lösbar. Man konnte dem Strang nicht ansehen ob er codogen ist oder nicht, das ist nicht möglich. Da wir damit weiterarbeiten geht man aber eher davon aus, dass man den leichteren Weg nimmt, solange es nicht anders in der Aufgabe steht. Ich und viele andere haben sich aber für den schwereren entschieden, wir sind ja auch ein Leistungskurs wir sind es gewohnt dass man mal schwerere Wege geht. Jetzt sind aber die Hälfte der Punkte von der gesamten Arbeit futsch weil er meint man könne sich ja denken, dass man den leichteren Weg gehen soll wenn es nicht angegeben ist und der andere Weg steht nicht im Erwartungshorizont, weil auf den ohne seine Fragestellung bei der Arbeit vermutlich auch keiner gekommen wäre.

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Hmm, hat er jetzt diese Frage erst während der Arbeit mündlich gestellt, oder ist das die Ausgangs Frage der ganzen Klausur?

In meinen Augen ist die Klausur so oder so sehr schlecht angelegt! In AbiKlausuren sollen die Aufgaben von einander unabhängig zu lösen sein und sollen gerade nicht aufeinander aufbauen, damit gerade sowas nicht passiert. Wenn man eigene Aufgaben konzipiert und nicht unendlich viel Zeit investieren will oder kann, kann es schon sein, dass 2 oder gar 3 Aufgaben miteinander gekoppelt sind, oder dass man vllt eine sehr grundlegende Information oder Entscheidung an den Anfang setzt. Wenn diese aber eher zur 50:50 Raterei wird, die man auch kaum anständig herleiten kann, ist die ganze Konzeption der Klausur schlecht!

In AbiKlausuren wird dann sowas zweigeteilt und die 'Lösung' vorgegeben, obwohl dies eine deutliche Vereinfachung ist! In diesem also sowas wie:

'Der DNA-Strang ist codogen. Begründen Sie das anhand seiner Struktur/Darstellung/Aufbaus. Bearbeiten Sie unter dieser Voraussetzung die folgenden Aufgaben!'

Vermutlich wird man aber gegen die Klausur, bzw. Note kaum etwas machen können, wenn sie nicht gerade unterm Schnitt ist.

Ja es ist halt noch keine Abiturklausur, aber die Klausuren der 12ten gehen ja auch ins Abitur hinein. Und die Arbeit ist definitiv unterdurchschnittlich ausgefallen. Mündlich liege ich bei 15 Punkten die Arbeit waren 7. Und ähnlich drastisch sieht es auch bei anderen Schülern aus.

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@MandMqueen

Die AbiKlausuren haben 'VorbildCharakter' für alle Klausuren, vor allem in der Oberstufe. Aber die Vorgaben sind nicht so streng formuliert, als das man wg. so eines Fehler die Klausur nicht werten und wiederholen müsste! 07 Punkte sind nicht unterm Schnitt, egal wo Du sonst stehst. Es dürfen normalerweise 'nur' 50 % 04 Punkte und schlechter sein. Und selbst dann könnte man es so drehen, dass sie gewertet wird.

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Ich wüsste nicht, warum er das nicht dürfte. Es ist zwar nicht besonders entgegenkommend von ihm, aber prinzipiell liegt es an euch seine Aussagen richtig zu interpretieren.

Blöd gelaufen - mich würde eher diese Folgefehler-Entscheidung stören.

Und die Frage: Darf er das? Wie willst Du das denn nachweisen? Er wird wahrscheinlich argumentieren, dass er Euch helfen wollte.

Leider ist die Folgefehler-Entscheidung nicht vom Lehrer, es ist generell, an unserer Schule zumindest, so geregelt, dass Folgefehlerbepunktung nur in Mathematik vorkommt.
Leider ist so meine Abiturrelevante Note sehr stark verschlechtert und das obwohl ich das Thema im Schlaf runterbeten kann. Auch der Lehrer selber sagt die Noten spiegeln überhaupt nicht unser Wissen zu dem Thema wieder.

Und doch beharrt er darauf die Arbeit zu belassen wie sie ist.

Den Bösen Willen nachweisen kann man natürlich nicht, ich glaube nicht mal dass dieser vorhanden war und doch hat die Hälfte der Klasse sich bei der Aufgabe durch seine Aussage irreführen lassen und er selber sagte ebenfalls keine Klasse die diese Arbeit geschrieben hat hätte bisher diesen Fehler gemacht. Es liegt also offensichtlich an seinen Kommentaren.

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