dürfen jäger freilaufende hunde erschiessen?

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36 Antworten

Hallo NoNameUser09,

dazu eine Antwort zu geben, ist schon schwierig, ohne sich gleich mit der halben Jägerschaft anzulegen. Faustregel besagt, dass wildernde Hunde erschossen werden dürfen oder Hunde, die nicht mehr im "Wirkungskreis" des Halters liegen. Na, und wo ist das genau? Was meinst Du, warum das so schwammig gehalten wird? Damit die Jäger im Zweifelsfalle alles abschießen können, was ja nicht im "Wirkungskreis" des Halters ist und sie nicht belangt werden können. Dabei wird nicht unterschieden, wie weit das sein könnte, denn ein Hütehund, der Schafe hütet, ist durchaus auch mal 200 bis 300 m entfernt und gehorcht seinem Halter .... Eine andere Faustregel heißt, dass ein Jäger nicht in bebauten Gegenden schießen darf und etwa 300 m von bebauten Wohngebieten entfernt sein muss .... Doch wer misst das schon nach? Außerdem gibt es nicht genügend Menschen, die sich gegen so etwas wehren. Da wird doch erst nach dem Gesetz geschrien, wenn was passiert ist.

Ich bin mit Jägern ziemlich zwiegespalten. Ich kenne da sehr gute, sehr für den Naturschutz engagierte Jäger, die die Hunde nicht erschiessen würden, sich aber den Halter "zur Brust nehmen würden". Ich kenne aber auch Jäger, die die Flexileine übersehen haben und draufgehalten haben. Ich habe auch schon Jäger angezeigt, die uns Fußgänger nicht haben vorüber gehen lassen (wir waren auf einem öffentlichen Weg, die Hunde angeleint), weil sie meinten, sie müssten den Schuss von unten nach oben ziehen. Bei Schrot hast Du da einen Streuwinkel, den Du nicht verachten darfst. Der kann nicht nur Deinen Hund verletzten, sondern auch Dich, wenn sich der Schuß zu früh löst. Auch Schrotkugeln, die aus dem Himmel fallen, können noch Verletzungen hervorrufen. Wie gefährlich eine solche Kugel ist, kannst Du daran sehen, dass es die Doppelstegplatten unseres hier ansässigen Autohauses durchschlagen hat und auf den Motorhauben der Autos noch Kratzer hinterließ. Leider bekommst Du die Jäger nicht zu fassen, denn Du musst beweisen, wer das war .... und damit zahlt die Vollkasko, wenn Du eine hast. Sonst guckst Du in die Röhre! Stell Dir bei dem Szenario vor, Du wirst von einer solchen Schrotkugel getroffen ...

Es hat diese "Jäger" nicht gestört, dass wir voller Panik die Straße zurückgerannt sind. Sie haben auf die Fasene "draufgehalten", obwohl unter ihrem Schuß Kinder auf Fahrrädern hergefahren sind .... Deren Jagdhunde gehorchten überhaupt nicht und liefen quer über die Straße, mitten zwischen den radfahrenden Kindern, die von der Schule kamen, durch, als die Fasane "aus dem Himmel fielen". Mir graust es bei solchen "Sonntagsjägern". Und weißt Du was: Bei einer Anzeige passiert denen nichts, denn die Kreise erheben ganz ordentliche Pachtzinsen, die sie nicht verlieren wollen. Die nehmen es lieber in Kauf, dass da jemand verletzt wird. Das habe ich daraus gelernt. Wir Frauen und Hundehalterinnen haben auch das Gespräch mit der Kreisjägerschaft gesucht. Ebenfalls Fehlanzeige. Die glauben, dass jeder Jäger ach so sicher mit dem Gewehr umgehen kann. Die sind stur und viel so arrogant, um sich die Argumente gleich mehreren Haltern anzuhören.

Ich halte es so: Meine Hunde sind an der Leine. Im Feld, wo ich sehen kann, ob diese "..." unterwegs sind, kann ich sie auch mal frei laufen lassen. Seh ich einen, sind sie sofort an der Leine. Kommt mir einer dumm und fuchtelt mir mit dem Gewehr vor der Nase herum, bekommt er von mir eine Ansage. Hört er nicht auf, gibt es Pfefferspray ins Gesicht., dann kann er wenigstens nicht mehr schießen. Ich lasse mich nicht mit Waffen bedrohen und es ist eine Bedrohung, wenn jemand vor Dir mit einer Waffe so herumfuchtelt. Es kann sich immer ein Schuß lösen. Das hat die Vergangenheit gezeigt und leider wird es auch in der Gegenwart und der Zukunft immer solche Leute geben. Sieh Dir mal die Jagdunfälle der letzten Jahre an, dann siehst Du, was da für Typen vertreten sind.

Wie gesagt, es gibt aber auch solche, die sich für den Naturschutz einsetzen und auch viel dafür tun. Diese werde ich auch immer unterstützen. Das ist keine Frage. Aber hier in einem so stark bebauten Gebiet wie im Ruhrgebiet, haben Jäger eigentlich nichts zu suchen. Der Tenor der Kreisjägerschaft hat dann so ausgesehen: Ja, in ihren Feldern dürften wir ja dann nur bezahlen, aber nicht schießen, wenn wir das Wohngebiet einhalten würden. Wir sind ja so sicher im Umgang mit Gewehren. Wir sind die Fachleute und ihr alles dumme Frauen ....

Leider hat er dabei übersehen, dass ich in meiner Familie Jagdpächter habe ... die ein großes Waldgebiet haben ... von denen ich gelernt habe, wie gefährlich solche Waffen sind ... und wie oft wir hinter den schwer verletzten Tieren nachgesucht haben, um sie vom Leid zu erlösen, während sich die Herren bereits an einem Tresen "die Kante gegeben" haben.

Was diese Sonntagsjäger, die geldgierigen Kreisbehörden und die arroganten Jägerschaften betrifft, reicht es mir.

Liebe Grüße Fe

NoNameUser09 03.04.2012, 11:04

vielen dank nochmal, für deine antwort und deinen beiträgen. mfg

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maxyk12345 19.05.2015, 23:45

Sry das ich jetzt so schreib ich find dies allerdings unverschämt wie du das  verallgemeinerst ... sicher es gibt überall schwarze schafe aber ich glaub / weiß aus  persönlicher  das viele von euch gassi gängern einfach jegliche Warnungen in den wind schlagt und auch schnell aggressiv  werdet ... tut mir  leid wenn ein hund ein kitz zerfleischzt dann heißt   es  ohh nein bambi warum habn sie nichts dagegen gemacht ... wie denn wenn ihr so unkooperativ seid 

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Im Wald hat der Jäger das Recht, wildernde Hunde zu erschießen. Allerdings ist ja jemand bei dem Hund Hund gewesen, sodass der Jäger ihn nicht hätte erschießen dürfen. Nur wenn kein Halter in Sicht ist und der Hund sich im Wald oder am Waldrand rumtreibt, darf der Jäger davon ausgehen, dass dies ein streunender, wildernder Hund ist.

Sandra210 13.02.2012, 12:42

"Hätte den Hund nicht erschießen dürfen" hilft aber leider trotzdem nix :( Dann ist der Hund schließlich schon tot...

Also: sicher ist sicher! Am besten den Hund an der Leine halten, dann kann nichts passieren!

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Ich habe diese Frage bis jz schon ziemlich oft hier gefunden und dachte mir, dass ich sie nun auch mal beantworten:D. Mein Vater ist Jäger, wir haben eine Katze (gleiches Recht wie für Hunde) und wohnen direkt am Wald, welcher auch Revier ist, weshalb ich mich auch schon öfter mit diesem Thema befasst habe (meine Katze liegt mir sehr am Herzen). Also hab ich mal meinen Vater gefragt wie das jetzt so mit dem Recht aussieht und hab folgendes herausgefunden: Der Jäger hat das Recht das Haustier zu erschießen sobald es mehr als 300m vom Wohnort entfernt ist, da das Tier sonst 'wildert'. Außerdem ist es erlaubt, um das Wild vor den Haustieren zu schützen, da Katzen und Hunde gerne Feldhasen und solche kleineren Waldbewohner reißen. Ich lasse meine Katze trotzdem raus, da ich will (falls sie mal erschossen wird), dass sie davor ein schönes Leben hatte:) Außerdem kann ich Jäger verstehen und finde es unfair wenn manche Leute dann mit sowas kommen wie z.B.: Jäger schießen sowieso auf alles was sich bewegt.

Lg

Es kommt, wie schon oft hier erwähnt, auf das Bundesland an, in dem sich der Hund mit seinem Halter aufhält. Bitte lies den ganzen Link durch, besonders die untere Hälfte (gilt NICHT NUR für Bayern.) http://www.hundeschule-hesselberg.de/Jagd-u-Waldgesetz.42.0.html

LucieTommy 12.02.2012, 12:44

Hallo antnschnobe, naja, das "Problem" dabei ist ja eigentlich, dass es unter bestimmten Bedingungen gestattet ist, einen Hund zu erschießen - und dass es tatsächlich Jäger gibt, die schießen und hinterher behaupten, diese Bedingungen seien erfüllt worden. Selbst, wenn man das Gegenteil beweisen könnte - den Hund macht´s dann auch nicht wieder lebendig. Andererseits ist es in meinen Augen sehr wohl angebracht, wenn tatsächlich wildernde Hunde erschossen werden... Dazu muss ich sagen, dass mir das "nur" angedroht wurde, meine Hunde zu erschießen (mein Podenco hatte nach einer Maus gegraben). Allerdings darf ich auch freudestrahlend festhalten, dass betreffende Jägerin zu oft gedroht hat - und inzwischen ihre Lizenz abgeben durfte.

Eine Bitte hab ich an Dich als Jägerin: magst Du mal da hingucken und schreiben, was du dazu meinst? http://www.gutefrage.net/frage/verschiedene-tote-tiere---finde-keine-vernuenftige-erklaerung Das verfolgt mich noch immer...

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antnschnobe 12.02.2012, 20:48
@LucieTommy

Hi LucieTommy, ich werde mich nicht mehr zu Jagdfragen äußern, siehe meinen längeren Kommentar bei Muckers Antwort. Egal, welche Theorien ich in Deiner Frage hätte, ich würde als Jägerin sowieso nur wieder die A.....karte ziehen.

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DAS habe ich heute gerade mit Entsetzen in der Hundeschule gehört! 15 Meter, hieß es dort, sei der Radius, innerhalb dessen ein Hund abrufbar sei. Und alles darüber dürfte theoretisch als "jagend" erschossen werden. Und es wurde erzählt, es sei sogar ein Rettungshund - als solcher gekennzeichnet - erschossen worden... gruselig ^^ Es wurde auch von einem Hundebesitzer erzählt, dieses Gesetz sei kürzlich geändert worden. Das ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt: http://www.meradog.com/info-mail/ausgabe-14-november-2010/duerfen-jaeger-hunde-erschiessen.html Anyway: Besser an die Regeln halten, die für Hunde gelten... Beispielsweise könnte - wenn der Hund wen auch nur anspringt und der Angesprungene macht eine Anzeige - der Hund als gefährlich eingestuft werden und zu Maulkorb verdonnert werden... Wer will denn das seinem Hund zumuten?! Also: Schön an der Erziehungsarbeit - arbeiten!! :)

arabella70 11.02.2012, 23:02

Arrrrgh! Ich bin schon wieder hier... erwischt...

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AnimeMegaSuchti 12.02.2012, 15:25
@Beutelkind

Meine tasha ist also doch nicht sicher schnief Wir wohnen am Waldrand und Tasha bückst doch so gerne aus, zum Glück kennt unser Jäger sie mittlerweile ^^ Ernsthaft wie kann man einen Husky mit nem Wolf verwechseln???!!!

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Felli100 13.02.2012, 09:48
@AnimeMegaSuchti

Hallo AnimeMegaSuchti, ich wäre mit dem Husky sehr vorsichtig und würde wirklich versuchen, sie auf dem Grundstück zu halten und im Wald definitiv an der Leine. Huskys gehören zu den wenigen Rassen, die durchaus ein Tier erlegen könne, also nicht nur hetzen, sondern auch erlegen. Das kann - das muss nicht sein. Bitte nicht wieder falsch auslegen. Wenn Du siehst, wie die Ur-Huskys gehalten werden, dann versteht es sich von selbst.

Deshalb einfach vorsichtig sein. Es soll auch einfach nicht vorkommen, dass Hunde wilde Tiere jagen können. Es ist einfach nicht in Ordnung.

Dabei braucht man den Husky nicht mit einem Wolf verwechseln, denn dann dürfte er auch nicht geschossen werden .... Aber das ist ja ein anderes Thema und sollte hier jetzt nicht behandelt werden.

Die meisten Hundehalter hier und auch bei uns halten sich Hunde, die weder ein Reh, noch ein Wildschwein, noch einen Hasen jagen könnten. Wir halten Französische Bulldoggen, Jack-Russel-Terrier (aber gehorsam!), einige Aussis und einen alten Labrador und Doggenmixe.

Leider können uns Jäger immer wieder einen Strick daraus drehen, wenn ein Hund mal ein Wildtier gejagd hat und es zu einem bösen Unfall gekommen ist, doch angesichts - und das möchte ich doch auch mal den Jägern zu denken geben - der hohen Anzahl der Hundehaltung, es sind mehrere Millionen Hunde in Deutschland, kommen Unfälle mit Wild doch prozentual recht selten vor, oder?

Vielleicht kann man das auch einmal so schreiben.

Liebe Grüße Felli

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Jaein also wenn der Hund verwildert herumläuft ohne Besitzer etc. dann darf der Jäger diesen erschießen.Sonst nur wenn er eine Gefahr ist und bzw     Tiere wie Rehe und Co jagt

Ein Jaeger darf Hund oder Katzen welche deutlich erkennbar dem Wild nachstellen, also wildern erschießen.

Das ist nicht bundeseinheitlich geregelt im Bundesjagdgesetz, sondern einzeln in den Bundesländern.

Am Besten man gibt in die Suchmaschine den Begriff Jagdrecht und das jeweilige Bundesland (sowie Wildernder Hund ) ein in welchem man wohnt. So kann man das ganz genau nachlesen.

Es reicht normal das bloße Entweichen eines Hundes nicht für einen Abschuss. Der Hund/ Katze muss dem Wild nachstellen. Das frei laufen lassen des Hundes allein - unter Einwirkung des Menschen - kann der Jaeger nicht mit einem Abschuss bedrohen. Hat man Zeugen dabei - wenn solches geschieht - kann man den Jaeger anzeigen.

Nur, es ist schwer einem Jaeger welcher einen ausgebüxten Hund erschießt, nachzuweisen, dass der Hund nicht gewildert hat.

Es sind schon die skurrilsten Dinge passiert. Wenn der Hund aber tot sein sollte - wenn auch nicht Rechtmäßig durch einen Jaeger, von der Geldstrafe für ein Tierheim über ein paar Euro wird der Hund nicht mehr lebendig.

Also immer dort wo Wild sein könnte den Hund besser an die Leine !

Felli100 13.02.2012, 10:06

Hallo, Yarlung Tsangpo,

ja, Hunde und Katzen. Da kommt dann das nächste Thema, weil man mir meinen Scherz mit den Mäusen übel genommen hat.

Wir wohnen mitten an einem Feld und halten selbstverständlich Katzen, denn sonst würden wir kein Herr über die Mäusescharen werden, wenn das Getreide abgeerntet wird. Das erlebe ich nun seit über 40 Jahren ... So viel Gift könntest Du weder kaufen noch verstreuen, um diese Mäusescharen Herr zu werden.

Die Katzen werden abgeschossen, sobald sie sich im Feld befinden, denn dann wildern sie angeblich. Und da kommt dann doch mein Scherz zumTragen. Sie fangen ja nur Mäuse. Warum werden sie dann erschossen, wenn das doch nicht als Wildern betrachtet wird .... ? Ich hör's schon: Die fangen doch so viele Vögel .....

Klar, die können mal einem Bodenbrüter gefährlich werden. Aber meine langjährige Katzenhaltung hat mir bestätigt, dass Katzen hauptsächlich Mäuse fressen. Trotzdem werden sie abgeschossen und natürllich kann der Jäger im Unrecht sein, das nutzt nichts. Die Katze, Dein Familienmitglied, ist tot und keine Strafe der Welt gegen den Jäger macht sie wieder lebendig.

Da hat sie angeblich einen Vogel gefangen oder sonst was behauptet. Ich kenne meine Katzen sehr gut. Sie lassen auch die Teiche der Nachbarn in Ruhe. Sie fangen Mäuse. Das ist ihre hauptsächliche Beute. Vögel schaffen sie nur in Ausnahmefällen, wenn diese krank sind oder einen Unfall hatten, aus dem Nest gefallen sind, usw. Damit tragen sie zum Gleichgewicht in der Natur bei. Das ist meine langjährige Erfahrung. Und mit den Bodenbrütern ist das auch so eine Sache. Die Natur hat es doch so eingerichtet, dass einige am Boden brüten und doch auch ihre Küken großziehen können, trotzdem es immer eine Menge Raubtiere in der Natur gibt und gegeben hat.

Da kommst Du bei Jägern nicht an. Da kommen jetzt bestimmt wieder ein paar Einträge, dass ich lüge und meine Katzen doch Vögel fangen. Habe ich sogar bestätigt, aber nur kranke, schwache und aus dem Nest gefallene Küken. Das ist auch Natur.

Liebe Grüße Felli

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YarlungTsangpo 24.02.2012, 19:53
@steditt

Guter Link DH!

Zum Kletterschutz/ Vogelschutz (auch Marderschutz) für den Stamm von Bäumen eignet sich meiner Meining nach besser:

  1. dünnes Metallblech, ca 90cm hoch mit Kabelbindern am Stamm anbringen.
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Schön wäre es, wenn die Leitlinien des geltenden Jagdrechts verbindlich von den zugelassenen Waffenbesitzern in Verantwortung sowohl im Sinne des Gemeinwohls sowie unter Berücksichtigung des Tierschutzes und n i c h t gegensätzlich durch Machtausübung befolgt würden. Kein vernünftiger Tierfreund lässt seinen Hund fahrlässig frei laufen !

Das Jägerrecht ist (mit Verlaub) m. E. überaltert, zumal ergänzend zu aufschlussreichen Beiträgen leider die eindeutige Vorgabe, gemäss der Aussage @YarlungTsangpo´s, Zitat: "Ein Jaeger darf Hund oder Katzen welche deutlich erkennbar dem Wild nachstellen, also wildern erschießen", Zitatende -bedauerlicherweise nicht immer von "Autorisierten" befolgt bzw. beherzigt werden, sorry

Korrekt selbst wenn er ein Halsband wird der Jäger auf einen freilaufenden Hund schießen wenn er nicht hört oder sich zu weit vom herrchen/frauchen entfernt (gild nur in Waldnähe)[und im Wald]

Ich habe mich mal bei mir im Schützenverein bei einem Jäger informiert. Er sagte dass Jäger sich ihr "Ziel" lange beobachten. Um genau das zu vermeiden also das töten von nicht wildernen Hunden oder Tieren welche schwanger sind. Ein richtiger und vernünftiger Jäger würde soetwas niemals tun.

NoNameUser09 11.02.2012, 22:02

ok, danke dir für die information :-)

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Felli100 12.02.2012, 10:45

Richtige und vernünftige Jäger sind aber in manchen Gebieten Mangelware .... Und ist Dein Hund erst tot, kann auch bei einem Beweis, dass der Jäger falsch gehandelt hat, den Hund nicht wieder lebendig machen.

Grüße Felli

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Scholzus 12.02.2012, 13:56
@Felli100

Das stimmt es gibt bestimmt schlechte und gute Jäger allerdings sollte ein Jäger auch darauf achten wie sich seine Kameraden verhalten und diese möglicherweise darauf hinweisen.

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Felli100 12.02.2012, 18:00
@Scholzus

Hallo Scholzus,

schon mal gehört: Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus? So musst Du Dir das auch vorstellen. Da "schwärzt" keiner den anderen an. Da sieht man großzügig darüber hinweg. Wenn's ganz arg ist, lädt man den eben nicht mehr ein. Dann macht der irgendwo anders Unfug. Nee, nee. Das ist schon so ein Thema für sich.

Liebe Grüße Felli

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Wir haben hier bei uns im Revier noch niemals einen Hund oder eine Katze geschossen.

mit Hundehaltern suchen wir IMMER das Gespräch, und das hat bis jetzt auch immer funktioniert. ohne drohen oder anderem Quatsch.

Das kann ich dir nicht sagen, ich kann dir nur sagen, dass es generell verboten ist, Hunde öffentlich frei rumstreunern zu lassen (was leider immer noch viele egoistischen Leute tun). Sie lassen ihre Hunde überall durchschnuppern und rumwildern, das geht natürlich nicht. Und ein Jäger schießt nunmal auf alles was sich bewegt.

Nun, wie hier schon oft geschrieben wurde, ist dies in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. In manchen Bundesländern muss der Hund wirklich erkennbar einem Stück Wild nachstellen, in anderen BL reicht es schon, wenn er der Einwirkung seines Besitzers entzogen ist, wie es so schön heißt. Und es ist auch immer ein Stück Auslegungssache von Seiten des Jägers dabei. Ein Dackel, ein Yorkshire, Westi oder ein Rehpinscher können einem Stück Wild wohl kaum gefährlich werden, deshalb besteht hier eigentlich kein Grund auf solch einen Hund zu schießen. Selbst wenn er mal ein Reh oder einen Fuchs verfolgt, er hat keine Chance das Wild zu fangen. Bei größeren Hunden wie Schäferhunden, Dobermännern usw. sieht die Sache dann allerdings schon etwas anders aus.

Felli100 12.02.2012, 18:18

Hallo Terrier 74,

so einfach ist das nun auch nicht. Das Jagdrecht ist ja nicht rassespezifisch. Behaupten können die immer. "Wild hetzen" reicht aus. Wie weit ist ebenfalls Auslegungssache.

Wie gesagt, Du kannst Dir bei schlechten Jägern nie ganz sicher sein, wie vor einigen Jahren, als die Flexi-Leinen aufkamen und der Jäger sie angeblich nicht gesehen hat und den Dackel der Wanderer erschossen hat. Was nutzt Dir Dein ganzes Recht, wenn Dein Familienmitglied unwiderbringlich tot ist? Nichts. Rein Gar nichts.

Ein Grund, auf einen Hund zu schießen, besteht in meinen Augen sowieso nicht. Das ist einfach nur eine sehr faule Ausrede. Die meisten Hunde rennen zwar ein Stück hinter dem Wild hinterher, aber erfahrungsgemäß lassen sie es, wenn sie merken, dass sie nicht hinterher kommen und das ist in den meisten Fällen so. Das soll keine Entschuldigung für Leute sein, die ihre Hunde nicht im Griff haben, aber mir geht das einfach zu weit, dass Jäger einfach drauf losballern dürfen.

Und wie willst Du das wildern denn einkreisen? Es geht ja auch nicht nur um die Hatz, sondern auch darum, dass so kleine Hunde durchaus auch einmal einem Bodenbrüter das Nest leer räumen können. Meine Französische Bulldoggendame lässt es sich nicht nehmen, Mäuse und Ratten zu erlegen ... Da kann ein Jäger mal schnell auf die falsche Fährte kommen ... Du kannst auf der einen Seite nie garantieren, dass ein Hund einmal einen Schaden im Wald macht, sei er noch so klein. Aber gleich ein Todesurteil über den Hund zu sprechen, das sehe ich auch nicht ein.

Wie willst Du das auslegen, dass der Hund aus dem Einwirkungskreis des Besitzers gekommen ist? Ein Hütehund muss auf die Distanz von 200 bis 300 m arbeiten. Das versuch mal mit anderen Hundehaltern, da ist der Einwirkungskreis schon nach 10 m dahin. Also wie will so ein Jäger das beurteilen können? Kann er gar nicht. Er nimmt es einfach an und hält drauf.

Im Nachbarkreis haben sich zwei Jäger freundschaftlich gut verstanden. Sie wussten nicht voneinander, dass sie fast gleichzeitig herausgegangen sind. Der eine wollte nur mit seinem Jagdhund trainieren, der andere wollte jagen. Und was sag ich: Er hat den Hund seines besten Freundes erschossen. Die beiden reden nicht mehr miteinander. Ich hoffe eigentlich, dass die beiden nun verstanden haben, dass es hier um mehr geht. Leider habe ich nach diesem Fall den Kontakt zu den beiden verloren ...

Verstehst Du, wenn Du mit Deinem Hund arbeiten willst, sei es ein Jagdhund, ein Rettungshund oder einfach nur Gehorsamstraining, kann der Jäger immer behaupten, der war ja ohne Leine und damit nicht im Einwirkungskreis des Halters.

Mir geht es definitiv zu weit, was sich die Jäger herausnehmen dürfen.

Liebe Grüße Felli

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Terrier74 12.02.2012, 22:06
@Felli100

Du hast definitiv völlig falsche Vorstellungen von Jägern, Jagd und Jagdrecht. Und die Geschichte mit den beiden Jägern glaube ich offen gestanden nicht. Sämtliche Jagdhunderassen sind nämlich tabu, auch per Gesetz.

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Felli100 13.02.2012, 08:39
@Terrier74

Tja, Terrier, ob Du es nun glaubst oder nicht, der erste Fall war in den Zeitungen und der zweite Fall ist im Kreis Lüdinghausen/Südkirchen passiert. Da mein Mann dort lange Zeit gewohnt hat und beide kannte, kannst du mir das glauben. Dem Jäger ist das ja auch nur "aus versehen" passiert...... Und das ist kein Einzelfall. Gib mal bei Google "Jagdunfälle" ein. Da sträuben sich mir bei den Berichten die Haare.

Also nix mit: Jagdhunde sind tabu. Es gibt eben schlechte Jäger, die auf alles draufhalten und gute Jäger, die mal erst gucken, was sie da so schießen ....

Da mache ich den Unterschied. Ich hab's zu oft erlebt und den Unterschied zu deutlich vor Augen.

LG Felli

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Je nach Bundesland. zwischen Hund muss beim Hetzen erewischt werdem und Hund ist allein im wald ist alles je nach Bundesland zulässig. Aber Beweis mal hinterher das Hund nicht gehetzt hat.

Sowas kann passieren und das kann rechtmäßig sein

Im Wald gilt das Jägerrecht !

Der Jäger hat das Recht, wildernde Hunde zu erschießen - da muss man also aufpassen - dass das nicht passiert - und den Hund lieber an die Leine nehmen !

Und wenn er sagt - dass er dachte - dass es sich um einen wildernden Hund handelt - hat man kaum eine Chance - zumal der Hund ja auch rechtlich nicht als Lebewesen - sondern als Sache behandelt wird !

Rechtlich ist also höchstens ein Sachschaden entstanden !

http://www.meradog.com/info-mail/ausgabe-14-november-2010/duerfen-jaeger-hunde-e..

ralosaviv 11.02.2012, 23:48

Es gibt kein Jägerrecht. Sehr wohl aber ein Bundesforstgesetz und ein BGB. Daran haben sich auch Jäger zu halten und danach ist es definitiv erlaubt, einen Hund im Wald frei laufen zu lassen (abgesehen von der Brut- und Setzzeit), wenn dieser zuverlässig abrufbar ist. Alleine die Drohung den Hund zu erschießen sollte für eine Prüfung reichen, ob derjenige Jagdscheininhaber geistig überhaupt noch auf der Höhe ist, diesen behalten zu dürfen. Ein Hund gehört an die Leine, wenn er nicht hört und ein wildernder Hund darf erschossen werden. So ein Auftreten bestätigt aber wieder einmal nur den Ruf, den diese Personengruppe weitläufig genießt.......

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antnschnobe 12.02.2012, 00:00
@ralosaviv

@ralosaviv, bitte schau doch mal in den Link von Beutelkind. Hier ist gut erkennbar, wann und wo keine Leinenpflicht besteht. Es richtet sich tatsächlich nach dem Bundesland. Da ich mich selbst zu dieser Personengruppe zähle, darf ich Dir versichern, daß in unseren Kreisen das "Hundeabknallen" absolut verpöhnt ist. Schwarze Schafe allerdings gibt es überall. Deswegen sollte man aber nicht alle Jäger über einen Kamm scheren.

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Mucker 12.02.2012, 00:06
@ralosaviv

Nun leg man nich jedes Wort auf die Waagschale - ob nun Jägerrecht oder Jagdrecht oder ganz korrekt
"Bundesforstgesetz und ein BGB" - wir beide dürften doch wohl das Gleiche meinen - und wollen doch nicht um des Kaiser´s Bart streiten - oder ?

Und du weisst doch auch - dass das oftmals graue Theorie ist - denn der Jäger kann sich ja auch mal "irren" - und wie heisst es so schön ? "Im Zweifel für den Angeklagten !"

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Mucker 12.02.2012, 00:46
@antnschnobe

@ antnschnobe - wenn wir beide mal im Wald spazieren gehen - nehm ich dich an die Leine oder du mich - ich kann schon ganz gut bellen - wuffwuffwuff - damit wir nicht mit einem wildernden Hund verwechselt werden! Wer weiss - vllt. hat der Jäger seine Brille vergessen - oder braucht ne neue !

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antnschnobe 12.02.2012, 00:52
@Mucker

@Mucker - Du bräuchtest keine Angst zu haben, auch nicht zu bellen, denn Du würdest mit einer Jägerin spazieren gehen, und hättest als Jagdhund eine Ausbildung und somit zu folgen. : ))

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Felli100 12.02.2012, 10:30
@ralosaviv

Hallo ralosviv,

ganz ehrlich, wie willst Du beweisen, dass er das gesagt hat. Da wird vor Gericht gelogen, was das Zeug hält und hinterher hast Du eine Menge Ärger, aber dieser "Herr" darf weiter "draufhalten". Ich weiß, dass es in manchen Gegenden besser läuft, aber hier im Ruhrgebiet sind die Pachtzinsen hoch und die Kreise wollen sich so etwas - dank leerer Kassen - nicht nehmen lassen. Das war die telefonische unbestätigte Aussage eines Mitarbeiter unseres Kreises ...

Schlimm ist, dass es solche Leute unter der Jägerschaft leider sehr häufig gibt. Das schadet denen, die sich wirklich einsetzen. Du müsstest mal sehen, was meine Familienangehörigen alles auch für den Naturschutz tun und wie viel Arbeit in einem großen Jagdgebiet steckt, wenn Du den Naturschutz ernst nimmst!

In dem Jagdgebiet meines Onkels sind Wildkatzen ausgewildert, die nicht geschossen werden dürfen und auch von ihm beobachtet werden und auch Aufzeichnungen darüber gemacht werden, wie viele es sind, ob sie Junge und wie viele sie haben, wo sich die Reviere der Katzen ausbreiten, usw. Dass ist die wirkliche Arbeit. Dazu werden Futterfelder in den Waldgebieten angelegt, um Wildschweine von den Feldern der Bauern fern zu halten. Futterstellen im Winter regelmäßig bestückt. Das machen nicht diese Sonntagsjäger, sondern die, die noch wirklich Einsatz bringen und sich mit der Natur auseinander setzen.

Wenn Du da den Unterschied ziehst, dann siehst Du ziemlich genau, wen Du vor Dir hast. Mein Onkel wird nie über das "Totschießen" erzählen und wie groß der Keiler oder der Hirsch war. Er wird Dir über die Arbeit erzählen, die er mit dem Futterfeld hatte, oder die Tiere, die neu "eingewandert" sind. Er wird Dir auch darüber berichten, dass es Menschen gibt, die ihre Katzen und Hunde im Wald aussetzen .... und auch andere Tiere ....

Da siehst Du den Unterschied.

Liebe Grüße Felli

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Felli100 12.02.2012, 10:38
@antnschnobe

Hallo antnschnobe,

das finde ich gut, doch leider ist das nicht überall so. Mir reicht einfach schon der "lockere" Umgang mit der Waffe. Herumfuchteln oder Schüsse von unten nach oben zu ziehen und die Gefahr dabei einzugehen, dass Menschen, Hunde und Kinder verletzt werden, zählen für mich dazu.

Ich kann gar nicht alle über einen Kamm scheren, denn meine Verwandten zählen auch dazu und ich habe weiter oben auch schon geschrieben, was alles zur Pacht dazuzählt.

Selbst wenn Du im Recht bist, was nutzt es Dir, wenn der Jäger die kleine Französische Bulldogge erschossen hat? Tot ist tot und da hilft auch kein Gesetz. Ein Lebewesen und Familienmitglied, wie wir unsere Hunde sehen, kannst Du einfach nicht mit Geld ersetzen. Das ist doch der springende Punkt.

Liebe Grüße Felli

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antnschnobe 12.02.2012, 20:29
@Felli100

Felli100, ich kann sehr wohl nachempfinden, wie es ist, wenn man seinen besten Freund, den Hund verliert. Und mit mir zig andere Jäger. Aber ich bitte Dich, nicht aus den Augen zu verlieren, weshalb es dieses Jagdschutzgesetz gibt. Gib mal bitte bei google "wildernde Hunde" ein. Es machen Seiten über Seiten auf, die von Berichten darüber zeugen. Das ist grauenvoll!! Und noch nie hat sich ein Hundehalter dazu bekannt, wenn und daß sein Hund ein Tier gerissen hat. Man macht sich lieber ganz leise aus dem Staub, und läßt das Tier qualvoll verenden.

Ich selbst habe es live erlebt, wie ein (normalerweise ganz braver) Hund eine tragende Rehgeiß gehetzt und gerissen hat. Ich habe ihn NICHT erschossen! Ich habe mir die Zeit genommen, und nach 2 Wochen rausgebracht, wem er gehört. Auf meine Anfrage an den Halter hin, was er dagegen zu tun gedenkt, bekam ich die Antwort, ich könne ihn am Ar... l......., er lasse seinen Hund weiterhin laufen. Freilaufen von zuhause aus. Das heißt, der Hund kann von der Türe des Hauses ab tun, was er will. Nocheinmal zwei Wochen später bekomme ich eine Nachricht vom Förster, der das Revier neben unserem bejagt, er hat den Hund beim Wildern erwischt, geschossen, und dem Besitzer gebracht. Dazu gab er dem Hundehalter die Ansage, eine Anzeige wird folgen. Der Hundehalter war klein wie eine Maus.

Ich schreibe das hier, um Dir zu verdeutlichen, daß es wirklich sehr viele Jäger gibt, die vieles tun oder auch lassen, um den Frieden mit den Mitmenschen zu bewahren. Andere nicht. Aber auch sehr viele Hundehalter zeigen sich absolut uneinsichtig, egal wie freundlich man ihnen erklärt, wieso und weshalb. Dieses Jagdschutzgesetz ist keine Willkür gegen Hundehalter, sondern für das Wild.

Das ist für mich der springende Punkt. Ein Nebeneinander, nicht Gegeneinander. Und das wäre machbar, wenn Jäger - wie Du sie leider erfahren mußtest- auch an ihre Pflichten, nicht nur an ihre Rechte denken würden --UND-- ebenso die Hundehalter mal an ihre Pflichten, nicht nur an ihre Rechte. Aufeinander zugehen wäre die Devise, nicht aufeinander losbrüllen und -prügeln.

Antworten und Kommentare, die ich hier im gf immer und immer wieder lese, wenn es um die Jäger geht, lassen mich aber sehr daran zweifeln, daß das einmal wahr werden könnte. Allzu viele schreien ohne Sinn und Verstand ihren Hass und ihr Unverständnis gegen die Jäger bei jeder sich bietenden Gelegenheit einfach mal raus. Und dann wird erwartet, daß wir bösen bösen Jäger uns hier erklären, um uns hinterher zerfleischen zu lassen.

Ich bin auch in einer Familie aufgewachsen, in der der Jagd einen sehr hohen Wert hat. Von Kindesbeinen an habe ich es erlebt, wie die Jagd als solches sein kann und soll. Dieses Jägerspießrutenlaufen gab es früher nicht, das ist eine Erscheinung der Jetztzeit. Tiere töten ist bäh heut zutage. Das ist der Fakt. Fleisch essen, daß man schön anonym und in Plastik verpackt im Supermarkt kauft, dagegen nicht.

Der Jäger muß also böse sein, weil er Tiere tötet. Und darum auch Fragen wie diese. Und darum auch Antworten wie diese.

Mir bleibt nur, an die Allgemeinheit zu appelieren: Versucht, mit dem Jäger ins Gespräch zu kommen. Ein Jäger ist ein Mensch, kein Ungeheuer. Die allermeisten Jäger würden sich freuen, wenn man auf sie zugehen würde. Man könnte soviel ungute Stimmung und Voreingenommenheit verhindern.

Ich hoffe, es war Dir eine Antwort, mit der Du etwas anfangen kannst, denn ich werde mich hier im gf ab sofort zu keiner weiteren Antwort in Sachen Jagd mehr hinreißen lassen. Ich bin es leid (das geht nicht persönlich gegen Dich, Felli!), daß wir Jäger uns hier im gf beleidigen lassen müssen, wo eine fachkundige Antwort erwartet wurde.

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Felli100 13.02.2012, 15:07
@antnschnobe

Auf dem Niveau unterhalte ich mich gerne mit Dir. Ich bin weder dafür, die eine Seite als Buhmann dahinzustellen, aber ich lasse mich als Hundehalterin auch nicht als Buhmann dahinstellen.

Glaub mir, ich kenne auch solche Hundehalter (vier Mal vom eigenen Hund in den Arm gebissen, Leine fallen gelassen und ich hatte das Problem ....!) und auch mit denen versuche ich mich zu unterhalten, was manchmal wirklich an dem Unverständnis zum Hund und dem wirklichen Bedürfnissen der Hunde und der Menschen scheitert. Und es geht mir gelinde gesagt auf den Keks.

So. Ich bin aber eine Hundehalterin, die sogar mehrere Bulldoggen auch im freien Lauf im Feld und auch im Wald laufen lassen kann. Dazu muss ich natürlich sagen, dass ich mein Rudel im Griff habe und viele Menschen sehr erstaunt sind, wie man viele Hunde sehr schnell dazu bekommt, zu gehorchen. Schmunzeln muss ich schon. Denn ich fand es leichter, ein Rudel Französischer Bulldoggen auf mich zu prägen, als einen einzelnen Hund. Aber das ist eine andere Sache.

Es geht doch schon bei der Wahl der Hunde los: Labradore oder Retriever werden nun als Familienhunde nur noch so angekarrt oder Jack-Russel-Terrier .... oder Beagle .... Sind ja auch so lieeeeeb! Na, entschuldige bitte mal, wir leben hier mitten im Feld. Wenn ich da meinem Jagdhund nicht einen jagdlichen Gehorsam beibringe, dann suche ich mal den Beagle zwei Stunden im Feld .... So, da fängt es bei den Hundehaltern an. Ich habe mir ganz bewusst die Rasse der Französischen Bulldogge ausgesucht, weil ich keinen Jagdhund inmitten eines Feldes haben möchte ... Trotzdem hat meine Hündin gelernt, Mäuse zu erlegen und das mit einer Geschwindigkeit, die ich meinem Hund nie zugetraut hätte. So, im Feld haben wir Millionen von Mäusen. Natürlich wird die eine ihr Leben bedauern ... aber weißt Du, dasselbe ist mir in der Stadt an einer zwei Meter Leine passiert. Na, was denkst Du, wie die Großstädter damit umgehen: Wie schrecklich, der Hund tötet Mäuse. Darauf ich: Na, was meinen Sie wohl, was in der Sheeba und Caesar-Dose drin ist. Meinen Sie nicht, das Huhn oder das Rind hätten noch gerne gelebt?

Wir haben uns alle von der Natur zu weit entfernt. Das ist unser Problem. Ich bin im übrigen, soweit es machbar ist, Vegetarierin. Aber meine Hunde und meine Katzen bekommen Fleisch. Auch da wirst Du schon Leute erlebt haben, die Ihrem Hund aus mißverstandenem Mitleid mit den Tieren die Hunde und Katzen vegetarisch ernähren, mit all den Folgen für diese bedauernswerten Tiere.

Ich habe lange im Tierschutz gearbeitet und habe da die tollsten Sachen erlebt. Auch über Menschen, die ihre Tiere mitten im Wald aussetzen, was für mich die größte Schweinerei ist.

Ich persönlich kenne Jäger, mit denen ich rede, die mich kennen und auch verstehen. Ich habe auch Verständnis für die Jagd an sich. Ich selbst erwarte einfach einen sehr verantwortungsvollen Umgang mit Waffen. Ich erwarte, dass man mir die Toleranz entgegenbringt, wie ich sie den Jägern entgegen bringe. Dass man mich und meine Bedenken ernst nimmt. Dass man mir zuhört und mich nicht als dumme Blondine abstempelt, die ja mit dem Französischen Bulldoggenrudel mit den Swaroski-Steinen-Halsbänder spazieren geht. Ja, ich bekenne mich dazu, dass ich meine Hunde gern "schön" mache. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich nicht ernst zu nehmen bin.

Noch einmal, ich betone, dass ich nichts gegen Jäger an sich habe. Es geht mir gegen den Strich, dass sich einige von denen Dinge herausnehmen, die einfach zu weit gehen, aber auch ebenso einige Hundehalter. Und mit beiden Parteien versuche ich zu reden.

Liebe Grüße Felli

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Ich sag jetzt mal Ja, naja ^^ Unser neuer Jäger hat unseren Husky ja auch mit nem Wolf verwechselt??? Gut das ich gerade mit ihm spazieren war und die Kleine nicht wieder abgehauen ist ;)

arabella70 11.02.2012, 22:41

Gibt es denn überhaupt wieder Wölfe in Deutschland?

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arabella70 11.02.2012, 23:22
@antnschnobe

Schööön,. ich (Berlin) bin von Wölfen umzingelt! Ich hätte auch nichts gegen Bären wieder im Wald.. Was ist ein territorialer Einzelwolf? Klingt lustig..

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antnschnobe 11.02.2012, 23:36
@arabella70

Daß in einem solchen Territorium nur ein Wolf "unterwegs" ist.

Festlegung der Territorien von Wolfsansiedlungen Ausdehnung und Grenzen von Wolfsterritorien sind Schätzungen auf Basis ähnlicher Gebiete und Ansiedlungen. Für jede territoriale Ansiedlung eines Wolfes bzw. eines Paares oder Rudels wird ein Territorium von 250 km2 angenommen. Das Territorium wird als Ellipse um das angenommene Zentrum gelegt. Anhaltspunkte hierfür geben Monitoringergebnisse zur Wolfspräsenz sowie die Habitatausprägung (z.B. Waldanteil).>

aus: http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=48521

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Felli100 12.02.2012, 10:48
@antnschnobe

Zwischen dem, was sie dürfen und dem, was manche tun, liegen Welten.

Felli

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antnschnobe 12.02.2012, 19:33
@Felli100

Dazwischen liegen nicht Welten, sondern das Deutsche Jagdrecht. Es kostet JEDEN Jäger den Jagdschein, sollte er sich erdreisten, ein unter Naturschutz stehendes Tier zu erlegen. In Deutschland werden allerdings die Wölfe nicht vom Jäger bedroht, sondern durch den Straßenverkehr dezimiert.

Deine persönliche Einstellung Jägern gegenüber sollte Dich nicht veranlassen, Jäger pauschal zu verunglimpfen.

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Felli100 13.02.2012, 09:18
@antnschnobe

Hallo antnschnobe,

Du solltest bitte alles lesen, was ich schreibe und ich unterscheide schon zwischen den guten und den schlechten Jägern. Ich habe beide kennen gelernt.

Das Problem liegt doch immer im Beweis und da kann ich Dir einiges darüber berichten, wie das ausgeht. Ich selbst würde nie wieder mir den Streß antun, Gerichte, Staatsanwälte oder irgendeinen darüber zu informieren. Da kommt defiinitiv nichts bei heraus, es sei denn, Du hast mindestens zwei Zeugen, die dasselbe bestätigen, Beweismittel gesichert, am besten noch Filmaterial gesichert, usw. Nur, was nutzt das, wenn unsere Familienmitglieder tot sind? Da ist das Unverständnis der Jäger gegenüber dem "normalen" Menschen.

In einem Fall, dass Dein kleiner Hund, sei es eine Französische Bulldogge, die mit Sicherheit kein Rehkiller ist und auch kein Wild hetzen kann, oder der Rehpinscher von der Oma von nebenan, steht immer Aussage gegen Aussage und meist wird diesem Jäger geglaubt. Meist. Es gibt Ausnahmen. Ich betone das, sonst denkst Du wieder, ich will Dir was. Nein, ich will den Leuten nichts, die sich ordentlich mit dem Jagdgesetz auseinandersetzen, die aber auch wirklich mit der Jagd Naturschutz betreiben, wie es mein Onkel immer gesehen hat. Denn über eines sind wir uns doch im Klaren: Wir haben keine Raubtiere mehr in dem Maße, dass die anderen Tiere im Rahmen gehalten werden und nicht größere Schäden im Wald anrichten.

So, und dann kannst Du es mir auch glauben, als der Fall hier eingetreten ist, dass die Jäger hier im Feld geschossen haben, obwohl wir Hundehalter mit angeleinten Hunden uns auf dem normalen Weg, einer asphaltierten Straße befunden haben, und die Jäger doch auch unsere Panik gesehen haben müssen (wenn nicht, dann sollte man denen erst recht den Jagdschein entziehen ...), haben wir noch versucht, uns mit den Jägern und zwar im ganz normalem Ton zu unterhalten. Aber was soll ich hier schreiben:

So wie Du sofort schreibst, ach das stimmt doch nicht, so reden sie alle. Du gibst hier das beste Beispiel dafür ab und stempelst alle anderen und damit auch mich als Lügnerin ab. Danke. Damit ist mein Vorurteil wieder mal genährt. Nichts anderes passiert dadurch, dass Du und viele andere Jäger nicht den normalen Leuten zuhören können. Und der Kreis? Hi, ja, die haben es aufgenommen. Kommt zu den Akten. Den runden, sprich Papierkorb, weil das nicht sein darf, weil der Kreis viel Geld damit verdient. Das sind die Tatsachen.

Tu mir bitte den Gefallen, stempel nicht alle gleich als Lügner ab, nur weil es Dir nicht in den Kram passt. Auch wir normalen Menschen können uns was dazu denken.

Und Du kannst es doch auch nicht abstreiten, dass es in der Jägerschaft auch Trophähenjäger gibt. Wenn irgendein Tier außergewöhnlich ist, dann weißt Du doch auch sofort, was passiert .... Das ist in den letzten Jahren immer wieder so gekommen. Das gibt ebenfalls einen negativen Touch ab. Daran sollte gearbeitet werden. Aber wer will das schon von der Jägerschaft?

Weißt Du, in dem Wald meines Onkels wird bei der Jagd das komplette Gebiet abgesperrt und zusätzlich mit Hinweisschildern versehen, was dort stattfindet. Das ist hier in dem Feld nicht passiert. Die Kinder sind unter den Schüssen mit ihren Fahrrädern hergefahren. Kannst Du unsere Empörung eigentlich überhaupt verstehen oder schreibst Du nun wieder: Das stimmt alles nicht, Du lügst? Würde mich ja jetzt nicht wundern. Es waren weder Schilder aufgestellt, noch die Straße abgesperrt. So geht das einfach nicht. Ich kann doch nicht mit Schußwaffen hantieren, wenn eine Straße in der Nähe ist, auf der Wanderer spazieren gehen und Kinder mit den Fahrrädern fahren? Wo kommen wir denn da hin?

Da versuchten dann diese Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, die ich zu einem Gespräch über diesen Vorfall eingeladen hatte, zu Kaffee und Kuchen, also friedlich, mir dann zu erzählen, ja Du bist ja nur eine Frau, und Frauen haben ja gar keine Ahnung wie gut wir sind, was wir alles von Waffen wissen .... usw. Ja, durch die Art und Weise wie diese Herren mit uns umgegangen sind, ist mein Vorurteil nur genährt. Sie hören nicht zu und haben ein schlechtes Frauenbild ... Da war die einfache Tatsache und nichts anderes.

Gut, uns ist nun versprochen worden, dass demnächst die Straße abgesperrt wird. Ob sie es halten wird die Zukunft zeigen.

Ach, im übrigen kamen da auch die Einwände, dass wir die Hunde doch im Freilauf laufen lassen und die das ganze Wild verscheuchen, weshalb ich denen nur sagen konnte, dass wir nur für uns sprechen können und unsere Hunde abrufbar sind und die kleinen Hunde wie meine Französischen Bulldoggen sich nie so weit von mir entfernen, weil sie schlau sind und wissen, dass sie den doppelten Weg auf ihren kleinen Füssen dann zurücklegen müssen .... (Scherz, ich schreibs dabei, damit Du's weißt). Meinen scherzhaften Einwand haben die dann doch mal beachtet: Man darf eben nicht alle Hasen abschießen. Denn ohne erwachsene Tiere gib es keinen Nachwuchs ...

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Felli100 13.02.2012, 09:36
@Felli100

Ich fände es schon sehr schön, wenn man uns ernst nehmen würde und die Bedenken hören würde. Aber wenn ich dann schon den Einwand bekomme, dass man ja nicht in unserem Feld jagen könnte, weil es zwischen den Städten nicht genügend Entfernung zu den Wohnhäusern gäbe, wenn man es so genau auslegen würde ... da darf man dann doch mal nachhaken, oder? Das war die Aussage, die wir bekommen haben.

Dann fände ich es sehr schön, wenn man doch erstens, wenn man sieht, dass dort Spaziergänger unterwegs sind, diese erst vorbeigehen lässt und dann schießt. Ist das denn zu viel verlangt? Höflichkeit ist hier mal auch angesagt, gehen wir mal davon aus, dass die Leute wirklich ihre Waffen beherrschen, was ich in einem Fall leider auch anmakern muss.

Wenn Kinder auf Fahrrädern kommen, haben die Waffen erst recht nix dort zu suchen. Kinder könnten die Waffen als harmlos einstufen und das bitte, möchte ich nicht für unsere Kinder und unsere Zukunft, denn unsere Kinder sind unsere Zukunft. Sie sollen mit einer gehörigen Portion Respekt Waffen behandeln lernen. Das können sie nicht, wenn dort schlechte Jäger so nebenbei rumschießen ....

Ich hatte und habe noch immer die Toleranz den Jägern zuzuhören, doch vermisse ich das von Seiten der Jäger. Daran scheitern alle Gespräche.

Und im Vorfeld einfach zu schreiben, ach die lügen doch alle, unterstreicht jedes Vorurteil und nicht nur meines. Überleg mal, wie viele hier das lesen. Also wäre doch eine vernünftige Auseinandersetzung die richtige Wahl.

Du kannst mir auch für einen weiteren Austausch eine Privatnachricht senden. Ich bin gerne bereit, mir Deine Sicht der Dinge anzuhören, aber nur unter der Voraussetzung, Du hörst mir zu und Du glaubst mir und hörst auch meine Bedenken, dann - und nur dann - gibt es eine Basis, auf der sich Menschen mit dem Thema auseinander setzen können.

Liebe Grüße Felli

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antnschnobe 13.02.2012, 14:35
@Felli100

Felli, ich habe oben meinen letzten Kommentar über "Hunde-abknallen" bei Muckers Antwort gesetzt, und der bleibt es auch. Ich bitte Dich, auch diesen zu lesen. Deine persönlich schlechten Erfahrungen mit Jägern kann ich war nachvollziehen, aber wenn Du Deine eigenen Texte mal bitte zu lesen versuchst aus der Sicht eines anderen, wird Dir vielleicht klar, daß Du keine einzige Sichtweise eines Jägers hier gelten lassen willst. Was Dein Onkel sagt, tut oder auch nicht - ist Dir Gesetz. Alles andere zählt nicht. Ein Außenstehender erliest aus Deinen Kommentaren nur blanken Hass auf alle Jäger (bis auf Deinen Onkel, und vielleicht solche, die im 1000%ig gleich sind). Die Frage hier war, ob ein Hund erschossen werden darf, nicht persönliche Meinungen dazu.

Wir haben unsere Jagdscheine auch nicht in der Lotterie gewonnen, wir haben sie hart erlernt (und ich spreche hier von dem alten bayrischen Jagdschein, damals auch genannt das "grüne Abitur". ) Hast Du denn einen Jagdschein? Nein? Dann zitierst Du nur Deinen Onkel und vielleicht ein paar mitjagdliche Erfahrungen. Du schleuderst hier üble Reden über Jäger durch die Gegend, die potentielle Killer und Ballermänner sind - das mag für Deine Erfahrungen zutreffen, aber ich weiß, der Großteil der Jägerschaft ist nicht so, wie Du ihn darstellst. Auch wenn Du unterscheiden magst zwischen den einen und den anderen,---lesen kann man das nicht. Das wurde mir inzwischen von einiger Usern hier, Hundehaltern, die absolut NICHTS mit der Jagd zu haben, bestätigt. Ich versuche immer, mich hier im gf möglichst unparteiisch und neutral zu äußern, wenn keine persönliche Meinung gefragt ist. Und so auch hier.

Du verlangst Toleranz, bist aber selbst zu keiner bereit.

Du zitierst hier Worte, die ich nie geschrieben habe, z.B

Und im Vorfeld einfach zu schreiben, ach die lügen doch alle, unterstreicht jedes Vorurteil und nicht nur meines. >

und erwartest, daß ich darauf eingehe. ?

Weiteres:

..... Weg auf ihren kleinen Füssen dann zurücklegen müssen .... (Scherz, ich schreibs dabei, damit Du's weißt). .....>

Du willst hier den Usern zeigen, wie humorlos ich bin? Oder wie beschränkt?

Jetzt mal meine Frage: Wenn meine Französische Bulldoggenhündin eine Maus in Deinem Wald schlägt, dann wildert sie doch auch, oder? Du schützt ja die armen wilden Tiere nicht? Da musst Du ja auch die Maus schützen .... Dann würdest Du meine Hündin doch auch erschießen, oder?>

Um auf Deine Maus zu kommen. Die wenigsten Hundehalter wissen, daß eine Maus NICHT dem Jagdrecht unterliegt, deshalb glaube ich Dir auch nicht, daß Du es als Scherz angebracht hast, sondern aus Glauben an die Unwissenheit in Sachen Jagd der Hundehalter hier, um sie von der Bösartigkeit der Jägerschaft zu überzeugen. .....

Nächstes Zitat:

...schon mal gehört: Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus? So musst Du Dir das auch vorstellen. Da "schwärzt" keiner den anderen an. Da sieht man großzügig darüber hinweg. Wenn's ganz arg ist, lädt man den eben nicht mehr ein. Dann macht der irgendwo anders Unfug.>

Du hast Dein Urteil über alle Jäger bereits gefällt, auch wenn Du hier behauptest, Du würdest Unterschiede machen.

Es gäbe hier noch einiges anzusprechen, aber ich werde es nicht mehr tun, egal, welche Kommentare Du hier noch setzen wirst, denn ich sehe keine Möglichkeit, mit Dir sachlich darüber zu reden. Solange Du nicht bereit bist, auch andere Meinungen von Jägern -außer Deinem Onkel- zu akzeptieren, hat das keinen Sinn. Du wirfst alle Jäger, die in DEINEM Umkreis/Wohnort sind mit der Jägerschaft Deutschlands in einen Topf. Einer so - alle so. Und Du hättest gerne, daß die Leser hier sofort erklären, daß es so ist, daß alle Jäger bitterböse, unverantwortlich, gefährlich und auch dumm sind.

Ich möchte Dir nur noch ans Herz legen: Mach selbst den Jagdschein, erfahre dann persönlich wie es ist, Jäger zu sein, gib dann hier bitte ehrliche Antworten im gf - und mach es "draußen" einfach besser als wir.

Du wirst überrascht sein.

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antnschnobe 13.02.2012, 14:50
@antnschnobe

Zum Abschluß:

Leider können uns Jäger immer wieder einen Strick daraus drehen, wenn ein Hund mal ein Wildtier gejagd hat und es zu einem bösen Unfall gekommen ist, doch angesichts - und das möchte ich doch auch mal den Jägern zu denken geben - der hohen Anzahl der Hundehaltung, es sind mehrere Millionen Hunde in Deutschland, kommen Unfälle mit Wild doch doch prozentual recht selten vor, oder?>

Wie würde Dein Onkel das bewerten?

Deine Worte hier. Deine Erklärung, Deine Toleranz gegenüber Jagdschutzberechtigten.

Beispiel: http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Gehetztes-Reh-Es-hat-so-fuerchterlich-geschrien;art763,5318272

und viele andere, die ja "prozentual recht selten vorkommen".

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Felli100 13.02.2012, 16:10
@antnschnobe

Kannst Du Dir denn vorstellen, dass man, wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, erst einmal skeptisch abwartend ist? Die Dinge, die ich hier geschildert habe, waren keine Meinungen, sondern Tatsachen, wie sie geschehen sind. Daran lässt sich nichts ändern. Nachdem ich versucht habe, mit der Kreisjägerschaft hier in Kontakt zu kommen, habe ich genau diese Mauerung von derer Seite erlebt und immer wieder gehört, wie schlimm doch die Leute über Jäger reden, usw. Naja, ich habe mich doch kooperativ gezeigt. Was kam denn von der anderen Seite?

Bitte, ich habe nirgendwo geschrieben, dass Du Deinen Jagdschein in der Lotterie gewonnen hast. So etwas würde ich nie sagen. Ich weiß selbst, wie viel Du lernen musstest, um einen Jagdschein zu bekommen.

Ich sehe, Du gibst Dir viel Mühe, rennst aber bei mir offene Türen ein. Die Kraft könntest Du Dir für die aufsparen, die einen wirklichen Hass auf Jäger haben. Ich mache meinen Ärger schon an den bestimmten Personen und nicht am Personenkreis fest und das habe ich hier schon mehrfach betont.

Was meinen Onkel angeht, so kann ich Dir versichern, dass er nicht der einzige ist, an dem ich die Jagd, die Hege und Pflege der Wildtiere fest mache. Auch bei den veranstalteten Jagdgesellschaften, die um einiges größer waren, als die Jäger im Ruhrgebiet das je ausmachen könnten, habe ich mir auch die Menschen genau angesehen. Diese Jagdgesellschaften stammten aus dem damaligen Bonn .... und auch da konnte ich gute und schlechte ausmachen. Auch was deren Berufe mir dazu sagten. Und Du kannst es nicht leugnen, dass es einige darunter gibt, die einfach "Knaller" sind. Die gibt es in jedem Beruf und bei jedem Hobby. Doch hier ist es so, dass diese bei diesem Hobby eine Waffe mit sich führen und damit eine gewisse Macht über Leben und Tod haben. Ich erwarte damit einen verantwortungsvollen Umgang mit der Waffe, was ich nicht immer von allen sagen konnte. Speziell in unserem Fall im Feld platzt mir dann der Kragen. Es ist eben ein Unterschied, ob ich eine Waffe führe oder mit einer H0-Eisenbahn mein Hobby ausführe. Wenn Du dann bei solchen Jagdgesellschaften erlebst, dass mein Onkel stundenlang hinter dem verletzten Wild herrennen musste, damit es nicht weiter leiden musste, sich die Herren tief alkoholisiert dann auch noch über uns Frauen lustig machten, die wir sie ja auch noch bedienten und meinem Onkel dann im Morgengrauen das Essen auf den Tisch gestellt haben, während diese Herren schon tief alkoholisiert in ihren Betten schliefen.... Ich habe für meinen Teil mit solchen Jägern abgeschlossen. Und erzähl mir nichts, diese Art von Jägern wirst Du niemals den Jagdschein entziehen. Das ist Unfug!

Kommentar von Terrier74Terrier74 |vor 17 StundenDu hast definitiv völlig falsche Vorstellungen von Jägern, Jagd und Jagdrecht. Und die Geschichte mit den beiden Jägern glaube ich offen gestanden nicht. Sämtliche Jagdhunderassen sind nämlich tabu, auch per Gesetz.

Das war der Kommentar von Terrier74 und Du siehst, es wird einfach behauptet, das ist nicht passiert. Tja, und da hat man dann doch schon das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden oder etwa nicht? Bei den vielen Kommentaren kommen die schon von der Zugehörigkeit durcheinander.

Ja, und wie soll ich es sonst anders schreiben, wenn mein Humor sonst nicht verstanden wird? Es ist eben leichter, wenn man sich kennt. Schreiben heißt noch lange nicht, sich verstehen. Also schreib ich es hinzu, wenn mich mein Humor packt. Das heißt nicht, dass Du humorlos bist. Das habe ich nicht gesagt und nicht geschrieben.

Naja, angesichts der vielen Katzen, die jedes Jahr erschossen werden. Willst du mir etwa erzählen, dass die alle gerade ein jagdbares Wild erlegt haben? Das glaubst Du doch selbst nicht. Wenn eine Katze weiter weg ist als 300 m vom letzten Haus des Wohngebietes (wer hat's nachgemessen) - ist hier so - dann wird sie abgeschossen, ob die nur so da lang läuft oder nicht. Der Besitzer hat das Nachsehen; denn wie willst Du als Besitzer beweisen, dass Deine Katze nur eine Maus erwischen wollte? Bei Katzen habe ich die schlechtesten Erfahrungen mit Jägern gesammelt, auch im Rahmen meiner Tierschutzarbeit. Und da hast Du Recht, in der Hinsicht habe ich mein Urteil gefällt. Ich habe noch keinen Jäger gehört, der gesagt hat, ach, die Katze vom Bauernhof oder aus unserer Wohngegend ist mir doch egal ... Den zeig mir. Mit dem möchte ich mich dann unterhalten. Die durch Schrot verletzten Katzen sprechen eine andere Sprache.

Ich glaube, dass Du durch die vielen Angriffe gegenüber Jägern sehr verletzlich geworden bist und Dir jeden Kommentar anziehst. Ich werfe eben nicht alle Menschen in einen Topf. Das könnte ich eher von Dir behaupten, denn Du scheinst das Motto zu haben: Gibt einer Kritik zu bedenken, dann mag er alle Jäger nicht.

Liebe Grüße Felli

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Ja. Soweit ich weis dürfen Hunde ( LEIDER) abgeschossen werden. Das kommt zb. Davon das ein jäger den Hund dafür verantwortlich mach das das Wild auf sich warten lässt :(

sowas passiert und dürfen jäger auch, wenn der hund wildert bzw sich im revier des jägers ohne person im wald aufhält. im wald herrscht sowieso leinenpflicht

taigafee 12.02.2012, 04:32

im wald herrscht leinenpflicht? nein, bei uns nicht.

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Hallo NoNameUser09 ,

Grundsätzlich:Ja das dürfen sie.

Allerdings gibt es innerhalb der Bundesländer unterschiede. Da wo ich wohne , werden Hunde nicht abgeschossen wenn sie mit ihrem Menschen unterwegs sind ,auch wenn er 200 m vorweg läuft.(also der Hund ;) )

Wenn gejagt wird , ist es allen bekannt WO , da gehe ich halt ne andere Strecke.

LG

Der Hund gehört im Wald an die Leine. Der Jäger darf einen sichtbar jagenden (wildernden) Hund strecken, 99% aller Jäger würden das aber in der Praxis nicht tun. Sie sind meist selber Hundebesitzer und freundliche Herren oder Damen mit großem grünen une wilbiologischem Sachverstand. Der Jäger, der drohte den Hund zu erschießen, macht sich strafbar und läuft Gefahr, seine Zuverlässigkeit, die er für seinen Jagdschein benötigt, zu verlieren.

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