Dürfen Immobilien-Makler Einkommennachweise einfordern?

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11 Antworten

Die Erhebung der Daten ist nach § 28 BDSG zulässig. Die Vorschrift lautet:

§ 28 Datenerhebung und -speicherung für eigene Geschäftszwecke (1) Das Erheben, Speichern, Verändern oder Übermitteln personenbezogener Daten oder ihre Nutzung als Mittel für die Erfüllung eigener Geschäftszwecke ist zulässig 1. wenn es für die Begründung, Durchführung oder Beendigung eines rechtsgeschäftlichen oder rechtsgeschäftsähnlichen Schuldverhältnisses mit dem Betroffenen erforderlich ist, 2. soweit es zur Wahrung berechtigter Interessen der verantwortlichen Stelle erforderlich ist und kein Grund zu der Annahme besteht, dass das schutzwürdige Interesse des Betroffenen an dem Ausschluss der Verarbeitung oder Nutzung überwiegt, oder 3. wenn die Daten allgemein zugänglich sind oder die verantwortliche Stelle sie veröffentlichen dürfte, es sei denn, dass das schutzwürdige Interesse des Betroffenen an dem Ausschluss der Verarbeitung oder Nutzung gegenüber dem berechtigten Interesse der verantwortlichen Stelle offensichtlich überwiegt. Bei der Erhebung personenbezogener Daten sind die Zwecke, für die die Daten verarbeitet oder genutzt werden sollen, konkret festzulegen.

Der Makler, der von dem Vermieter den Auftrag hat, einen solventen Mieter zu suchen, muss zur Erfüllung seiner eigenen und der Geschäftszwecke des Vermieters die Einkommenssituation des Mietinteressenten überprüfen. Die Vorschrift deckt also sowohl die Kenntnis des Vermieters als auch die des Maklers.

Antwort auf deine Frage: Datenschutzrechtlich bestehen nach § 28 BDSG keine Einwände dagegen, wenn der Makler deine Einkommensnachweise sehen möchte.

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Kommentar von Obelhicks
15.05.2010, 19:51

die frage hat die überschrift "einkommensnachweise"

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Kommentar von casilein
18.05.2010, 22:19

Allein aufgrund der Einkommensnachweise darauf zu schließen, dass ein Mieter zahlen kann und will, ist sehr kurz gegriffen.

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Kommentar von vkbonn
13.07.2010, 17:49

Hallo zusammen, dass ist alles soweit OK - die Frage, welche sich für mich stellt, wenn der Makler diese Daten erhebt, muss er dann nicht auch ein Verfahrensverzeichnis anlegen und mitteilen wie lange er diese Daten speichert und wie er mit den erhobenen Daten verfährt? Gruß

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Aus datenschutzrechtlicher Sicht gibt es die Auffassung, dass eine Wohnungsgesellschaft nicht standardmäßig die Einkommensverhältnisse von Bewerbern abfragen darf. Begründet wird dies damit, dass die Einkommensverhältnisse nicht viel darüber aussagen, ob der Bewerber in Zukunft die Miete zahlen kann und will: Man weiß nicht, wie hoch feste Ausgaben z.B. durch Ratenzahlungen oder Unterhalt sind. Man weiß auch nicht, ob er die Arbeit dauerhaft behalten wird oder nur befristet angestellt ist. Außerdem besagt das Einkommen rein gar nix über die Zahlungsmoral.

Ich würde meinen, dass das für Makler genauso gelten müsste. Allerdings bezieht sich das nur auf standardmäßige Abfragen. Wenn ein Vermieter oder der von ihm beauftragte Makler sich einen persönlichen Eindruck verschaffen möchten, dürfen sie selbstverständlich individuell auch Fragen zu den Einkommensverhältnissen stellen. Außerdem ist dies nur eine Rechtsmeinung, es gibt beim Datenschutz meist mehrere gut begründete Interpretationen.

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Heutzusage ist das leider fast gang und vgebe das man Einkommennachweiss und Schufaauskumpft geben muss. Man kann es verweigern, nur dann hat man auch keine Chance auf die Wohnung.

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er darf schon, es liegt ja inDeinem Ermessen dieser Aufforderung nachzukommen - oder eben nicht. Wenn Du die Wohnung/das Haus willst, wird Dir nichts anderes übrigbleiben

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Hallo zusammen, dass ist alles soweit OK - die Frage, welche sich für mich stellt, wenn der Makler diese Daten erhebt, muss er dann nicht auch ein Verfahrensverzeichnis anlegen und mitteilen wie lange er diese Daten speichert und wie er mit den erhobenen Daten verfährt? Gruß

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Sie können es nicht erzwingen aber so kann er direkt zum vermieter gehen und sagen der verdient so und so viel und wird deine Miete immer pünktlich abliefern. Es macht die ganze Sache nur einfacher...

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Kommentar von anitari
15.05.2010, 15:34

DH ... außerdem weiß der Makler dann schon im Vorfeld wie die Wahrscheinlichkeit ist das ein Mietvertrag zustande kommt und er Provision dafür kassieren kann

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Der Makler handelt hier als Erfüllungsgehilfe des Vermieters.

Er darf also Dich über Dein Einkommen befragen und auch Nachweise verlangen.

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Sicher darf er das.

Ich darf dich doch auch nach deinen Einkommensverhältnissen fragen und ich bin mehr als Dritter.

Aber es ist auch shiceegal, ob er es darf oder niht, er tut es, wenn du dagegen angehst, meinst du du bekommst die Wohnung dann eher?

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Kommentar von avenue13
15.05.2010, 15:53

Danke für die Info!

Natürlich weiß ich, dass das a) absolut üblich ist und b) meine Chancen bei Nichtbeantwortung auf Null sinken. Aber ist es auch datenschutzrechtlich erlaubt?

Mir geht es um die Unterscheidung Vermieter und Makler.
Im konkreten Fall ist es passiert, dass ich eine günstige Wohnung NICHT bekommen haben, weil mein Einkommen ÜBER den Vorstellungen des Maklers lag. D.h. er hat mir dann 'natürlich' sofort eine andere Wohnung, die deutlich teuerer war, angeboten. Im Gespräch mit einem Vermieter hätte das sicher kein Hinderungsgrund dargestellt.

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nein, sie dürfen nicht.

aber wenn man eine bestimmte wohnung will, wo der vermieter diese hürde der bonitätsprüfung gesetzt hat, muß man ansonsten mit absage rechnen.

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Der Immobilienmakler handelt ja im Auftrag des Vermieters oder einer Gesellschaft ,dann kann er das.

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Sie dürfen alles verlangen, was nicht unsittlich ist. Aber Du musst es ja nicht machen. Nur wird die Wohnung dann wohl an jemanden vergeben, der diese Bedingung erfüllt.

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