Dürfen Hunde in die Kirche?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein ausdrückliches Verbot für Hunde (oder auch andere Tiere) kennt das Kirchenrecht nicht.

Aber muss tatsächlich immer alles „verboten“ sein, um es nicht zu tun? Eigentlich sollte jeder Mensch doch über einen gesunden Menschenverstand verfügen, der einem sagt, was richtig und falsch ist, was sinnvoll oder auch nicht sinnvoll ist, wo man Rücksicht auf andere nehmen sollte …

Niemand würde die Mitnahme einen Blindenführhundes verbieten – aber mit welcher Begründung, sollte jeder seinen Hund mit in die Kirche bringen? Es ist ein Ort der Ruhe, der Stille, der Besinnung – das wäre ganz schnell vorbei, wenn jeder seinen Hund mitbringen würde.

Wenn es natürlich einen Grund gibt, warum jemand seinen Hund unbedingt mit in die Kirche bringen muss, dann sollte er vorher das Gespräch mit dem Küster oder dem Pfarrer suchen. Dann kann geklärt werden, ob und warum das sinnvoll sein kann oder eben auch nicht.

Ansonsten gibt es in vielen Gemeinden ja auch spezielle Tiergottesdienste – oft Anfang Oktober, zum Namenstag des Hl. Franziskus.

Einfach fragen, wenn der Hund aber das Glaubensbekenntnis jault ist das eine Störung und respektlos.

Ich war vor Jahre mal mit meiner Hündin unterwegs, bei einem Gewitterschauer haben wir uns in einer Kapelle untergestellt die da im Wald liegt. Andere Besucher haben sich furchtbar aufgeregt wie ich denn wagen könnte einen "dreckigen Köter" mit rein zu bringen aber die alte Nonne die die Kapelle betreut hat hat die Leute aufgefordert ihre Worte zu überdenken weil alle Tiere und daher eben auch Hunde Gottes Schöpfung seien und in seinem Haus willkommen.
Natürlich war das eine Ausnahme aber ich wollte mein 17 Wochen altes Hundekind echt nicht bei Gewitter draußen anbinden und auch nicht klatschnass regnen lassen.

in unserer Gemeinde ist es nicht erlaubt , weil einige Angst vor Hunde haben.

lieben Gruß

Ein allgemeines Verbot ist mir nicht bekannt.

Sogar beim Abendmahl werden Tiere gesegnet, schließlich sind Tiere genauso Geschöpfe Gottes.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Die umtriebige "Hundezüchter-Mafia wird auch dafür sorgen, daß Hunde zum Gottesdienst mitgenommen werden kann und daß die Tiere ein Kirchliches Begräbnis bekommen.

Ein gewisser Martin Rütter, der Deutsche Hundepapst, hat jedenfalls schon mal vorgefühlt und Filmaufnahmen (Hochzeit) mit Hunde in der Kirche gemacht .

Wenn sich das durchsetzen sollte, dann ............😱

Ja und?? Was ist daran schlimm oder verwerflich, wenn innerhalb einer PRIVATEN kirchlichen Veranstaltung (denn das ist eine Hochzeit), ALLE Familienmitglieder mitfeiern??? Und für viele Menschen, die ihren Hund aufrichtig lieben, ist er ein vollständiges Familienmitglied. Der Hund trug die Ringe zum Altar, er war bestens darauf vorbereitet, super erzogen, hat niemanden gestört oder belästigt!!

Der Pfarrer war einverstanden - WAS also findest du daran anstößig??

Eines noch: Wer von einer "Hundezüchter-Mafia" spricht, zeigt, dass er von der Thematik "seriöse Hundezucht" keiner, aber auch gar keine Ahnung hat.

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@dsupper

Ein einmaliger Vorgang diese Hundehochzeit, aber ein deutliches Signal an die Hundehalter.

Der Druck auf Kirchen, Kurhotels, Altersheime und Krankenhäuser wird noch stärker werden und irgendwann müssen sie die Hunde erlauben.

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@quantthomas

Es gibt überhaupt KEINEN Druck auf Kirchen. In vielen Hotels - auch Kurhotels ist die Mitnahme eines Hundes durchaus erlaubt, in vielen Altersheimen der Besuch oder die Haltung von Hunden überaus erwünscht, in Krankenhäusern verbieten (fast) überall die gesetzlichen Hygienevorschriften den Zutritt von Hunden.

WO bitte machen Hundebesitzer Druck .... ganz im Gegenteil. Sie können wunderbar akzeptieren, dass viele Bereiche des Lebens für Hunde nicht zugänglich sind. Und: Ausnahmen bestätigen die Regel, das war schon immer so.

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@quantthomas

ja, das ist doch wunderbar, dass Menschen, die auf ihren Assistenzhund angewiesen sind, diesen überall mit hinnehmen dürfen.

Und - vielleicht bist du so wenig informiert oder so empathielos: Aber hier - in dieser Göttinger Uniklinik handelt es sich um die Palliativstation! Also die Station, auf der sich totkranke Menschen zum Sterben befinden!!

Und denen neidest du das vielleicht letzte bisschen Glück, dass sie bis zu ihrem Tode vielleicht noch haben???

Das macht mich mehr als sprachlos!

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@dsupper

Nein, ich neide den kranken Menschen nicht das Hundeglück, aber der Hundehalter kann sich nicht um das Tier kümmern, nicht Gassi gehen, den Futternapf nicht auffüllen und und und.

Diese ganze Arbeit bleibt natürlich an dem gestressten Pflegepersonal hängen, die eh schon genug Arbeit mit den Patienten haben.

Und außerdem, wenn einer im Krankenzimmer seinen geliebten Hund haben darf, und womöglich noch im Krankenbett liegen darf, wird man auch den Zweiten oder Dritten dieses Begehren nicht abschlagen können.

Wie gesagt, ein äußerst schlauer Schachzug von den Hundezüchterlobby den Assistenzhund zu propagieren, denn das ist ein perfekter Schlüsselöffner für wirklich alle Bereiche.

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@quantthomas

Wie gesagt geht es hier um Menschen auf ihrem allerletzten Stückchen Weg! Alleine, dass der geliebte Hund dabei sein kann, ist für viele dieser Menschen ein Glück und ein Trost!

Und ja, hoffentlich dürfen diese Hunde sogar mit im Bett liegen, denn die Nähe schafft Zuversicht und Wohlgefühl - davon kann man auf seinem letzten Weg sicher nicht genug haben. (Ich drücke dir die Daumen, dass du solches auch erleben darfst, wenn du deinen letzten Weg gehst).

Die "Hundezüchterlobby" hat mit Assistenzhunden überhaupt nichts zu tun - denn dazu muss ein Hund - und das kann auch JEDER Mischling sein - entsprechend von qualifizierten und zertifizierten Schulen ausgebildet und geprüft und dann anerkannt werden.

Du schmeißt einfach alles in einen Topf und rührst um - ohne tatsächliches Wissen - Populismus pur. Oder Bild dir deine Meinung?

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@dsupper
(Ich drücke dir die Daumen, dass du solches auch erleben darfst, wenn du deinen letzten Weg gehst).

😱😱😱😱

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