Dürfen Gelder des Vormonats mit in die ALG2 Berechnung fließen?

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3 Antworten

Bei der ALG 2 Berechnung kommt es beim Geld grundsätzlich nur darauf an, wann es auf dem Konto ist. Sog. Zuflussprinzip. Es ist in dem Monat des Zuflusses zu berücksichtigen. Der Anspruch auf ALG II besteht frühresten ab Antragsstellung. Wurde der Antrag im Julie eingerecht, dann kann auch im Juli ein Anspruch auf Alg 2 bestehen.

Wenn einem eine (andere) Sozialleistung (hier: Krankengeld oder ALG I) verspätet zufließt, dann gilt deren Anrechnung beim ALG II nicht mehr als besonderer Härtefall laut Hinweisen der Agentur für Arbeit: http://tinyurl.com/bs4k62q

Aber man könnte ALG II für den Monat erhalten, in dem die einem eigentlich zustehende Sozialleistung nicht zufließt - auf Antrag in diesem Monat aber nur.

Klar ist aber, dass kaum ein Mensch am letzten des Monats ALG II beantragt, nur weil sein Krankengeld oder ALG I noch nicht auf dem Konto war am Morgen.

Sollte er aber, wenn er dadurch in Not gerät. Sonst natürlich nicht.

Jedenfalls ist er im nächsten Monat nicht in Not - weil ja diese Sozialleistung endlich fließt. Ein Anspruch auf Schadensersatz durch entgangenes ALG II im Vormonat entsteht derzeit ebenfalls nicht.

Denn ALG II ist keine Rentenleistung, sondern soll lediglich "Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht." Sagt § 1 SGB II. Und das war ja im Vormonat der Fall.

Gruß aus Berlin, Gerd

Zuflussprinzip heißt, das Geld wird in dem Monat angerechnet, in dem es euch zufließt. Egal für welchen Monat es bestimmt ist.

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