Dürfen geistig behinderte Menschen in Deutschland eigentlich wählen gehen?

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12 Antworten

Unser Sohn mit Down-Syndrom hat zwar eine gesetzliche Betreuung, aber nicht "für alle Angelegenheiten". Damit darf er wählen, und er nimmt das auch sehr ernst. Er wäre auch ziemlich empört, wenn wir das für ihn per Briefwahl erledigen würden. (Was wir theoretisch könnten). Er will schon selber in die Wahlkabine gehen und da sein Kreuzchen machen. Und er hat auch recht eigene Vorstellungen, WO er da sein Kreuzchen macht!

Er darf nicht nur wählen gehen, er hat sogar schon zwei mal als Wahlhelfer fungiert! Und das im vollen Bewusstsein der Würde seines Amtes. . . .

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Personen die eine Vollbetreuung bekommen, das heißt jemand muss sich um die Besorgung aller ihrer Angelegenheiten kümmern, dürfen bei uns nicht wählen.

geistig Behinderte Menschen dürfen in der regel aber schon wählen da die Betreuung selten wirklich alle Lebensbereiche umfasst.

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Selbstverständlich. Ob sie auch davon gebrauch machen können, hängt von der Schwere der Behinderung ab.

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Auch wenn viele hier schreiben, dass Menschen mit geistiger Behinderung wählen dürfen, muss ich euch enttäuschen:

<

p>http://www.welt.de/politik/deutschland/article138851109/Behinderte-Menschen-sollen-Wahlrecht-erhalten.html </p>

Ich glaube, es hat mit der Mündigkeit zu tun. Um mündig zu sein, muss man drei Punkte erfüllen; Volljährigkeit, Urteilsfähigkeit und noch ein dritter, den ich vergessen habe. Nur kann ich mich noch ganz schwach daran erinnern, dass man "geistig gut drauf sein muss". Sorry für das Deutsch, mir fehlen manchmal die Wörter, um es richtig auszudrücken.

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Kommentar von Pudelwohl3
17.01.2016, 18:16

Schönen Text, den Du da auf die Schnelle ausgegraben hast. Da steht aber genau der Sachverhalt drin, der hier von mir und anderen bereits so dargestellt wurde.

Ich zitiere:

"Diese näheren Bestimmungen führen dazu, dass in Deutschland längst nicht jeder wahlberechtigt ist, der 18 Jahre alt ist. Einer Gruppe wird das Grundrecht abgesprochen: Behinderten. Nach dem Bundeswahlgesetz sind zwei Gruppen von Menschen mit Behinderung vom aktiven sowie passiven Wahlrecht ausgeschlossen.

Das sind zum einen Personen, die eine "Betreuung in allen Angelegenheiten" benötigen, also "stark körperbehinderte Menschen mit zusätzlicher geistiger Behinderung, demente oder komatöse Menschen mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen und Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen", so das Deutsche Institut für Menschenrechte. Laut dem Institut sind davon mehr als 10.000 Menschen betroffen.

Die zweite Gruppe vom Wahlrecht Ausgeschlossener bilden Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen, die eine Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben und dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung leben. Das sind etwa 6600 Personen. Selbstverständlich ist es nicht, dass sie nicht wählen dürfen. Denn Straftäter ohne Behinderung können das in der Regel schon."

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Ja er darf so lange er dazu fähig ist sich über die partein etc. informieren und weiß was er tut wenn er wen wählt

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Sie dürfen, sofern nicht eine rechtliche Betreuung mit den Aufgabenkreisen "Alle Angelegenheiten" eingerichtet ist.

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Kommentar von Hideaway
17.01.2016, 18:05

Das möchte ich aber nicht unterschreiben.

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Selbsrverständlich! Sollte ein geistig behinderter Mensch in der Lage sein, so darf er das. Es ist schließlich ein Grundrecht.

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logo dürfen sie wählen und das beste daran ist: sie dürfen auch gewählt werden  :)

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Kommentar von altgenug60
17.01.2016, 19:28

Jep, mein Sohn hat auch schon mal die Absicht geäußert, Bundeskanzler zu werden.

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Ich kenne einen Mann mit geistiger Behinderung; dieser bekam eine Wahlbenachrichtigung.

Er ist 32 Jahre alt und kann leider weder lesen noch schreiben.

In der Wahlkabine durfte ihm seine Mutter nicht helfen wegen dem Wahlgeheimnis.

Was jedoch möglich ist:

Das man eine Briefwahl beantragen kann und dann kann der Mensch mit geistiger Behinderung Hilfe bekommen.

Und sagen welche Partei er ankreuzen möchte.

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Je nach dem wie stark die geistige Behinderung ist 

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Kommentar von Hideaway
17.01.2016, 18:03

Wie kommst du denn da drauf? Und wer sollte das entscheiden?

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Ja, jeder Mensch ist gleich:)

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Ja. Das Wahlrecht ist ein Grundrecht. Es wird nicht durch Krankheit eingeschränkt.

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Kommentar von robi187
17.01.2016, 18:03

du hast recht aber viele behinderungen sind keine krankheiten mehr?

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