dürfen erben, die tagebüscher des verstorbenen lesen, auch wenn dort viel privates von anderen, zu erfahren ist?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Rechtlich geht das Eigentum und das Urheberrecht an den Tagebuch mit den Erbfall auf den Erben über.

Moralisch ist das Rumschnüffeln in Privatangelegenheiten anderer natürlich verwerflich, besonders, wenn man persönlich mit den Leuten zu tun hat.

Eine Kladde oder Ähnliches, welches als Tagebuch klar erkennbar ist, würde ich vernichten, es sei denn der Verstorbene hätte etwas anderes testamentarisch verfügt.

Bei wir würde das Ding vermutlich ungelesen irgendwo im Schrank verschwinden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie schon zutreffend angemerkt wurde, kann man als Erbe über alles frei verfügen; ob man nun auch die persönlichsten Dinge tatsächlich in Augenschein nehmen sollte, muß jeder für sich selbst entscheiden...

Grundsätzlich gilt für mich: wenn ein persönliches Schriftstück nicht eindeutig als Testament erkennbar ist oder explizit an mich gerichtet wäre, würde ich es ignorieren und es der Vernichtung zuführen bzw. an denjenigen weiterleiten, für den es bestimmt ist (ohne Kenntnis zu nehmen).

Eine Kladde oder Ähnliches, welches als Tagebuch klar erkennbar ist, würde ich vernichten, es sei denn der Verstorbene hätte etwas anderes testamentarisch verfügt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DerSchopenhauer
06.08.2016, 01:26

Ergänzung meines Kommentares zu "Tagebuch":

"...UNGELESEN vernichten"

0

Tja, das ist so 'ne Sache mit Tagebüchern. Ja, wenn jemand einen Nachlass erbt, zu dem auch Tagebücher gehören, dann darf er die natürlich auch lesen, auch, wenn das für Dritte eventuell unangenehm werden kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Guten Morgen,

das ist und bleibt sicherlich eine Gewissensfrage. Doch wer Tagebücher geerbt hat....darf sich auch "schlauer" machen. Im Notfall vernichten!

(ohne Gewähr)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine moralisch sehr interessante Frage.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Stern202
06.08.2016, 01:13

Einerseits könnte man der Person sich noch einmal nahe fühlen, weil man mit dessen Gedanken konfrontiert wird. Andererseits könnten diese Gedanken aber auch Fragen aufwerfen, die man dann nicht mehr beantwortet bekommt. Man muss für sich selbst wissen, ob man das kann. Ein wirkliches Richtig oder Falsch gibt es denke ich nicht. Wer seine Gedanken und Gefühle niederschreibt, der muss damit rechnen, dass sie entdeckt und gelesen werden könnten.

1

Rechtlich ja, aber ich finde man sollte es lieber lassen, da es ja privat ist . (Auch wen n der / diejenige schon gestorben ist)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Moralisch würde ich nein sagen.

Rechtlich leider ja.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?