Dürfen eigentlich Eltern den Beruf bestimmen?

16 Antworten

Die Berufswahl gehört zu freien Entfaltung der Persönlichkeit und ist damit in Art. 2 des Grundgesetzes verankert. Deine Eltern dürfen dir deinen zukünftigen Beruf also nicht vorschreiben.

Wenn du minderjährig bist müssen sie aber den Ausbildungsvertrag mit unterschreiben. Weigern Sie sich, müsstest du vor dem Familiengericht die Unterschrift einklagen.

Rausschmeißen dürfen sie dich deswegen auch nicht einfach, da sie dir gegenüber unterhaltspflichtig sind.

Soweit die sachlichen Infos.

Meine persönliche Meinung: Ich wäre auch nicht begeistert, wenn mein/e Tochter/Sohn mit einem derart ausgefallen Beruf zu mit kommen würde, bei dem ich die Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz eher gering einschätzen würde. Hast du dir das gut überlegt?

Wäre ein Kompromiss nicht vielleicht, dass du erstmal Friseur/in oder Tierpfleger/in lernst. Dann hast du was "sichereres" in der Hand und kannst dich ja immer noch in deine Wunschrichtung weiterbilden.

Friseur ist unsicherer als Hudnefriseur, warum? Die machen weniger Profit. Tierpfleger ist schlechter bezahlt als Friseur in meinem land.

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@Stellar11

Das mag sein, aber mit den Berufen findest du höchstwahrscheinlich eher eine Anstellung als als Hundefriseur. Falls es mit dem Hundefriseur nicht klappen sollte, kannst du auf diese Berufe zurückfallen.

Und ich nehme stark an, dass es deinen Eltern genau darum geht. Was ist den dein Plan B, wenn das mit deinem Traumberuf nicht klappen sollte?

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@Sheireen1990

ich habe auch nicht vor als angestellter zu arbeiten, mein Endziel ist selbständigkeit.

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@Stellar11

Das beantwortet meine Frage aber nicht. Auch die Selbstständigkeit kann scheitern. Und was machst du dann?

Versteh mich nicht falsch. Ich gönne dir deine Berufswahl und wenn es wirklich dass ist, was du machen willst, dann super! Aber man sollte immer etwas in der Hinterhand haben, wenn es mit dem eigenen Ziel nicht klappt. Und darüber scheinst du dir keine Gedanken zu machen.

Du scheinst so sehr auf deinen Berufswunsch und deinem eigenen Hundefriseur-Salon versessen zu sein, dass du gar nicht in Erwägung ziehst, dass das auch nicht klappen könnte.

Ich stimme nicht deinen Eltern zu. Man muss heutzutage nicht unbedingt studieren gehen. Es gibt genug Ausbildungsberufe, in denen man auch gute Chancen hat. Aber ich glaube auch, dass du dich zu sehr auf etwas versteift hast und das ganze durch eine rosarote Brille siehst.

Also würde ich dich bitten, dir einmal vorzustellen, dass du deinen Friseur-Salon eröffnet hast und dann keine Kundschaft gekommen ist und du ihn deswegen schließen musstest. Was machst du dann?

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@Sheireen1990

Ich werde keinen normalen Salon eröffnen, ich hab da eine bessere Idee.

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@Stellar11

Ich sehe schon. Es hat keinen Sinn zu versuchen mit dir eine vernünftige Diskussion darüber zu führen. Dazu bist du anscheinend zurzeit nicht in der Lage.

Ich wünsche dir viel Glück mit deinem Salon.

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Du darfst es alleine bestimmen. Ich war in der gleichen Situation wie du. Damals war ich 17. Ich konnte mich damals nicht wehren und musste in die Pflege. Heute bin ich 26 und habe dadurch starke Depressionen. Mach was dir Spaß macht und wenn deine Eltern dich deswegen rausschmeißen, dann scheiß auf sie.

Du hast recht. Sie wollen eben das ich weiter zur Schule gehe und mindestens Abitur mache.

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@Stellar11

Sag ihnen das klipp und klar und wenn sie nicht damit leben können, dann packst du eben deine sachen. Musst halt schauen wo dann erstmal unterkommst.

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Hallo Stellar,

das Thema bei deiner Fragestellung ist immer, dass es ein Unterschied zwischen Dürfen und Tun gibt. Und dass es meistens wenig interessiert, ob das Tun auch gedurft wurde. Mit anderen Worten, natürlich dürfen deine Eltern nicht deinen Beruf bestimmen und wahrscheinlich werden sie das auch wissen. Aber sie halten sich offenbar nicht daran.

Und noch wahrscheinlicher ist, selbst wenn Du weißt, dass sie es nicht dürfen, werden sie es deswegen nicht lassen. Eher werden sie noch krasser reagieren, wenn Du ihnen sagst, dass sie es nicht dürfen. Ein Teufelskreis.

Deswegen solltest Du dennoch nicht nachgeben und deine Ziele und Wünsche weiter verfolgen. Dennoch solltest Du auch deine Eltern abholen, die hoffentlich nur das Beste für Dich im Sinn haben. Sprich mit ihnen, tauscht Euch aus und versuch das Gespräch auf eine konstruktiven Basis zu halten.

Viel Erfolg und viele Grüße

DatSchoof

Nein, sie dürfen dir nichts vorschreiben.

Um ihre Situation aber nachempfinden zu können:

Sie wollen nur das Beste für dich und haben eventuell Angst, dass du in diesem sehr speziellen Beruf nicht Fuß fassen kannst. Das er deine Zukunft auch nicht absichert oder dass du vielleicht gar kein Gewerbe findest, wo du arbeiten kannst bzw. eine Ausbildung machen kannst.

Meine Eltern hatten auch etwas gebangt, als ich weggezogen bin und erstmal dort keine Ausbildung gefunden habe. Dann hatte ich übergangsweise ein Praktikum bei einer Firma gemacht, in der ich dann mit der Ausbildung weitermachen wollte. Paar Monate später habe ich sie mit meinem neuen Plan schockiert, dass ich einen anderen Beruf ausüben möchte. In der jetzigen Firma wurde mir ein Ausbildungsvertrag gegeben und ich habe ihn abgelehnt (obwohl ich noch nichts anderes hatte). Ich wollte da einfach nicht meine Ausbildung machen, aber meine Eltern hatten da Angst, dass ich auch für das Jahr nichts finde. Sie wollen ja im Grunde nur das Beste. Nun da ich in einer sehr guten Firma meine Ausbildung mach, ist das alles vergessen :b

Versuche ihnen zu vergewissern wie sicher es dir ist.

Aber sei auch ehrlich zu dir: Willst du das wirklich? Hast du dich im Internet schon ausgiebig bezüglich der oben genannten Probleme informiert? Wo könntest du in deiner Umgebung arbeiten?

Für den Anfang kannst du ja ein Praktikum dort machen, um ganz sicher zu sein :)

Ja natürlich habe ich mich informiert. Wer sagt denn das es einfach wäre? Aber ich glaube ein Studium ist immer noch schwieriger als selbständigkeit.

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@Stellar11

So natürlich ist es leider heutzutage nicht, aber finde ich sehr schön.

Wenn du voll dahinter stehst und für deinen Traum kämpfst, dann werden deine Eltern das auch sehen.

Ich sage ja nicht, dass du etwas leichtes machen musst. Wollte dir nur zeigen wie deine Eltern höchstwahrscheinlich denken ^^

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Die Eltern sollten sich eigentlich mehr dafür interessieren, worin deine besonderen Fähigkeiten liegen und wofür du dich stark einsetzen möchtest.

Mit diesen Kenntnissen sollten sie dir freie Wahl überlassen und dich dann auch darin unterstützen, Erfolge zu erzielen.

dfllothar < dfl >.

Dazu mein eigenes Erlebnis nach Beendigung meiner Schulzeit. Meine Mutter leitete für mich eine Ausbildung in der Textil-Branche ein. Ich trat sie an, obwohl ich garnicht an sowas interessiert war. Brach das Ganze aber schon nach ein paar Wochen ab, weils mich "ankotzte". Ab dann ging ich meinen eigenen Interessen nach, erkundigte mich nach einer Ausbildungsstelle auf elektrotechnischem Gebiet, was auch meinem Hobby entsprach, fand dann auch eine Firma, die mich zur Lehre übernahm.

Ab da "ging ich auf", dem folgte noch ein spezielles Studium mit gutem Abschluss.

Im weiteren Verlauf habe ich´s dann zum Entwicklungs-Ingenieur geschafft, das mir soviel Freude und Erfolg bereitete, sodass ich nach Erreichen meines Rentenalters eigentlich garnochnicht in den Ruhestand treten wollte.

So, jetzt bereits mit 78, kann ich´s immer noch nicht lassen, jetzt im privaten Rahmen aufkommende Ideen auf diesem Gebiet weiter zu verfolgen, die zumeist von Jugendlichen an mich herangetragen werden und ich denen dann auch bei der Realisierung immer gerne helfe.

So, jetzt kennst du auch meine berufliche Entwicklungs-Geschichte.

Abschliessend also den Tipp, gehe deinem eigenen Interesse nach, suche dir die entsprechende Ausbildung. Wenn´s klappt, empfindest du deine Beschäftigung gar nicht als lästige Arbeit, sondern ähnlich einer freudebereitenden Hingebung.

dfllothar (Entw.Ing.), bereits in Rente.

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