dürfen das alle Ärzte?

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12 Antworten

Ich weiß nicht genau, was du mit "Notsituation" meinst. Aber im Rahmen des Hebammengesetzes gilt in Deutschland die gesetzliche Hinzuziehungspflicht: "Vorbehaltene Tätigkeiten / Hinzuziehungspflicht: Ärzte sind verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass bei einer Entbindung eine Hebamme oder ein Entbindungspfleger hinzugezogen wird." Also, Hebammen dürfen eine physiologische Geburt selbstständig leiten, Ärzte (auch nicht der Professor Doktor Doktor ... für Geburtshilfe) nicht. Sollte es zu einer überstürzten Geburt kommen, darf jeder unterstützend beistehen. Dabei muss derjenige aber nicht wirklich was "machen", denn Kinder kommen auch ohne Handanlegen gesund auf die Welt. Wichtig ist dann nur das Warmhalten!

Erschreckend, wie viele Menschen dass scheinbar nicht wissen.

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die Frage ist so unnötig und sinnlos.

Früher war bei einer Geburt überhaupt kein Arzt dabei. Nur eine Hebamme, und zur Not geht es auch ohne die. Man liest immer wieder mal in der Zeitung Berichte, über ungewöhnliche Geburtshelfer, wie z. B. Polizisten, oder Taxifahrer, wenn das Kind schon auf dem Weg ins Krankenhaus auf die Welt kommt. Oder ein älteres Geschwisterchen hilft der Mutter daheim, wenn die Hebamme oder der Arzt es nicht mehr rechtzeitig schaffen.

Es gab auch schon Frauen, die ihr Kind ganz alleine auf die Welt gebracht haben.

Früher war das Kind halt dann Behindert weil es zu wenig Sauerstoff bekommen hat weil es zu lange im Geburtskanal steckte oder es starb an einer Infektion weil es zu lange drin war. Arzt macht schon Sinn oder erfahrene Hebamme. Im Kreissaal kommt auch der Arzt wenn es nicht innerhalb einer bestimmten Zeit da ist.

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@Memento196

"Früher" war eine Geburt auch nur dann ein Problem, wenn es eine anormale Geburtssituation war. Infektionen etc. sind v.a. ein Problem des ersten Lebensjahres. Wäre die Welt, so wie du sie darstellst, wäre die Menschheit schon lange ausgestorben. ;)

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@Memento196
Früher war das Kind halt dann Behindert weil es zu wenig Sauerstoff bekommen hat weil es zu lange im Geburtskanal steckte oder es starb an einer Infektion weil es zu lange drin war.

Ach was, früher waren auch die wenigsten Kinder behindert. Und zu wenig Sauerstoff bekommt ein Kind nur, wenn sich die Nabelschnur um den Hals wickelt.

Früher (vor 100 Jahren und mehr) da war die medizinische Versorgung eine ganz andere. Da gab es nicht so viele Ärzte. Und eine Hebamme war nicht so mobil wie heute. Deiner Logik nach wären dann ja früher fast nur behinderte Kinder zur Welt gekommen. Natürlich gab es damals eine hohe Sterblichkeitsrate, gerade bei Neugeborenen, aber das lag an der allgemeinen Hygiene (bzw. dem Mangel).

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Abgesehen davon, dass sich "darf jeder arzt in einer notsituation ein Kind gebären" nicht ganz richtig anhört :D : Soll das Kind etwa warten, bis der richtige Arzt da ist? Oder der "falsche" Arzt im Nachhinein bestraft werden, dass er geholfen hat, weil niemand da war, der es besser konnte? Eher nicht, oder? :D

Der richtige Arzt wäre in diesem Fall eine Hebamme!

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@eostre

Das mag sein, ändert jedoch nichts an der Situation :)

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Hallo.

Ich kann mir gut vorstellen, das ein jeder Arzt durchaus schon weiß, wie man bei einer Geburt vorzugehen hat und von dürfen, glaube ich, braucht man nicht zu reden.
Also, ich wüsste nicht, was dagegen spricht.

Liebe Grüße FD

Warum Gehst du davon aus, dass jeder Arzt weiß, was er bei einer Geburt zu tun hat??? Hebammen Leiten Geburten, nicht Ärzte. Allgemeinmediziner haben genauso viel Ahnung von Geburten wie Kinderärzte vom Tragen.

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@eostre

Nah, ich bitte dich, ein Arzt, ob Ohrenarzt, Neurologe, Allgemeinarzt oder sonstiger Arzt wird doch wohl wissen, was man bei einer Geburt zu tun hat, es wird doch kein Arzt nicht nichts tun können wenn er/sie bei einer Geburt (zufällig) dabei ist und zusehen bis eine Hebamme da ist und es war von einem Geburtsnotfall im Eröffnungsbeitrag die Rede.
Und wenn man sich gerade im ländlichen Bereich die Flächenabdeckung von Hebammen ansieht, so wirst du auf dem Land eher wohl kaum auf eine Hebamme treffen, da musst du wie hier in meinem Gebiet schon bis zu 50 - 60 Kilometer fahren, da ist es unumgänglich das ein Hausdoc sich dem Fall annimmt. Selbst in einem Krankenhaus muss nicht zwingen eine Hebamme anwsend sein, das ist gerade in einem Krankenhaus ohne Geburtsstation dann auch eine Kostensache ob eine Hebamme anwesend ist oder nicht.

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@FlyingDog

Nur eine Hebamme darf offiziell eine Geburt leiten, Ärzte sind bei einer normalen Geburt meist gar nicht anwesend und wenn, dann nur wenn du im Krankenhaus entbindest. Maler sind auch Handwerker aber deswegen lernen sie doch nichts über's Brötchen backen.

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In der ärztichen Ausbildung in Deutschland lernst du das nicht - eben wei bei einer normalen Geburt Hebammen "zuständig" sind und nicht Ärzte. In England kann niemand Arzt werden, der nicht bei einer Mindestzahl von Geburten "Hebamme gespielt" hat (unter Aufsicht natürlich). Da haben die Medizinstudenten in der Geburtshilfe Klebepünktchen auf dem Namensschild - einen Punkt pro Baby. Zumindest war das damals so, als ich studiert habe.

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Sie dürfen nicht nur ... sie sind dazu verpflichtet ...und müssen!

Ärzte sind gemäß ihres Eides (Hippokrates) oder Gelöbnisses (Genfer Ärztegelöbnis) verpflichtet all den Menschen beizustehen, die ihrer ärztlichen Hilfe bedürfen.

Wie weit sich die Hilfe bei einer Geburt auswirken kann, das hängt von den jeweiligen Umständen ab ... es hat (nicht nur einmal) auch schon Fälle gegeben, bei denen Frauen während der Fahrt in eine Gebärklinik ihr Kind im Auto geboren haben. Wäre in einem solchen Falle ein Arzt anwesend gewesen, dann hätte er selbstverständlich der Gebärenden beistehen und ihr mit all den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bei der Geburt helfen müssen.

Notsituation sind Notsituationen ... egal wodurch, wie und wo sie eintreten ... und dabei darf/muss/soll und kann jeder Arzt seinen Beruf als Mediziner/Helfer und Heiler ausüben. Und auch zum Geburtshelfer werden (gebären kann er, der er nicht schwanger ist, allerdings nicht ... ;)

Was soll er sonst tun? Es wieder reinschieben und warten bis einer kommt der es darf?

Im Notfall darf das jeder Mensch, nicht nur Ärzte lol

In einer Notsituation kann vermutlich keine Frau, die ein Kind auf die Welt bringt, eine Hebamme auswählen oder ?

das darf in einer Notsituation jeder, auch wenn es kein Arzt ist.

darf jeder arzt in einer notsituation ein Kind gebären

Hä? Klar, wenn er schwanger ist.

die Geburt leiten

darf er

weiß gar nicht wie man das

das merkt man, daß Du nichts weißt

In der Not darf auch ein Metzger ein Kind rausholen.

MUSS der Arzt nicht sogar helfen! Hippokratischer Eid usw...

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@Memento196
Hippokratischer Eid

DER hat nun KEINERLEI Bedeutung für einen Arzt,

und - wer diesen ominösen (fraglich historischen) "Eid" mal wirklich gelesen hat, wird auch -hoffentlich- unmittelbar verstehen, dass das auch gut so ist (es gäbe, nach diesem Eid, gar keine Chrurgie, ach überhaupt keine moderne Medizin...)

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... oder ein Taxifahrer. Das dürfte öfter vorkommen.

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In einer Notsituation darf das jeder.

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