Dürfen ChristenMeditieren?

13 Antworten

Praxisformen der Meditation und Kontemplation finden sich in praktisch jeder der großen Weltreligionen.

Im Christentum gibt es das stille Gebet, das Rosenkranzgebet, oder das Jesusgebet, je nach christlicher Tradition.

Im Islam gibt es neben dem formellen Gebet auch das Beten mit der Gebetskette und insbesondere im Sufismus das dhikr/zirk.

Im Hinduismus gibt es verschiedene Formen des Yoga-Wegs, darunter auch das Mantra-Yoga, also die Wiederholung heiliger Formeln.

Im Buddhismus gibt es neben der stillen Sitzmeditation mit Atembeobachtung auch andere Formen der Meditation, darunter die Rezitation mit der Gebetskette (Mala).

Wie man an meinen bewusst ausgewählten Beispielen sieht, gibt es deutliche Gemeinsamkeiten in der meditativen und kontemplativen Praxis aller Religionen.

Meditation ist definitiv nicht auf fernöstliche Lehren beschränkt.

Ich selbst bin Buddhist und habe schon gemeinsam mit Christen, Juden, Muslimen, Hindus, Neuheiden und vielen anderen das "Zazen", eine Form der Sitzmeditation geübt.

Dabei fiel nicht einmal das Wort "Buddha", oder "Gott", sondern jeder übte für sich und dennoch gemeinsam das stille Sitzen.

Die Konfession ist nach meiner Überzeugung für den Weg in die Stille, für Selbsterkenntnis und Achtsamkeit völlig ohne Belang.

Widerstand gegen Meditation gibt es nach meiner persönlichen Erfahrung, nur von religiösen Hardlinern.

Da werden dann gruselige Geschichten erzählt, im Zustand des "Nicht-Denkens" könnten böse Geister von einem Besitz ergreifen.

Was ich von solchen Behauptungen halte, die meiner Meinung nach nur dazu  dienen, die Menschen in ihrem Weg zur Freiheit zu behindern, muss ich sicher nicht erklären.

Letztlich ist Meditation aber gar keine äußere Technik, sondern ein Zustand entspannter Achtsamkeit und damit das Gegenteil von Anspannung oder Trance.

Achtsam ausgeübt kann jede Handlung zu einer Form der Meditation werden, in der man geistige Sammlung üben kann.

Nicht umsonst heißt ein Leitspruch des christlichen Benediktinerordens

"ora et labora" - Bete und Arbeite.

Dort heißt es nicht "bete oder arbeite" sondern dort steht "und" - das könnte man durchaus als Aufforderungen an die Mönche verstehen, selbst ihre alltäglichen Verrichtungen als Gebet, oder spirituelle Übung zu  betrachten.

Wie kann ein solcher Zustand, des Ganz-im-Moment-Seins, die bewusste Erfahrung der Gegenwart, wie etwa das Riechen an einer Blume, irgendwie auf eine einzelne Konfession reduziert werden?

Meditation ist meiner Ansicht nach universell und auch eine der Möglichkeiten, durch die Menschen verschiedenen Glaubens miteinander ihre Spiritualität erleben können.

Also, Meditation ist nichts anderes als eine innere Ruhe zu finden, einen Punkt auf den man sich konzentriert, durch den man sich entspannen kann oder beruhigen kann. Und so weiter und so fort.

Im Gebet erfahren Gläubige auch diesen Effekt.

Deshalb sehe ich beides, je nach Intensität der aktuellen Ausübung als gleichwertig an im Ergebnis für den Meditierenden oder Betenden.

Also, warum sollten Christen oder Leute die an andere Religionen glauben nicht meditieren dürfen. Dadurch verstößt man sicherlich nicht gegen irgendeine glaubenstechnische Vorschrift.

Ja natürlich. Gegenfrage: Wer hätte denn das Recht, irgendjemandem, egal ob Christ oder nicht, meditieren zu verbieten? Welcher Informationsquelle entspringt denn so ein Schwachsinn?

Made my day!!! XD Aber du hast natürlich Recht keiner kann es dir verbieten.

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@Ellen9

Hi! Kennen wir uns.... einander mein ich? Liebe Grüße

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Hi,

Ich bin noch ein kleiner Anfänger wenn es ums Meditieren geht, ich hab mich schon in manche Dingen eingelesen habe trotzdem paar fragen .

  1. Der Sitz

Es gibt ja verschiedene arten wie man Sitzt und man kann auch liegen. Ich habe gelesen, man sollte immer, wenn man sitzt auf einer Yogamatte sitzen, weil das Bett zu weich dafür ist. Ich habe keine Yogamatte und mit der Decke ist es etwas hart auf dem Boden. Kann ich es trotzdem auf dem Bett machen? Und warum ist das nicht so empfehlenswert ?

  1. Keine Bewegung,

Das schwierigste für mich ist es still zu sitzen für eine bestimmte Zeit. Ich weiß nicht warum, aber es fängt dann an zu jucken und zu zwicken und ich bekomme einen Drang mich zu bewegen, manchmal wenn es ganz schlimm juckt, gebe ich nach und kratze ganz kurz, was natürlich nicht erlaubt ist, wie ich bis jetzt verstanden habe. Wie kann ich das ändern, das mich das nicht verrückt macht, wenn etwas juckt oder zwickt? Dazu kommt noch, dass ich wie gesagt nicht still sitzen kann, nicht nur weil es nach ner Zeit juckt oder ähnliches, sondern weil man eine gerade Körperhalten annehmen muss, und sich gleichzeitig entspannen soll, dabei entsteht im Nacken/Schulter und manchmal auch am Steißbein - Bereich einen Druck der auch irgendwie schmerzt und ich dann noch mehr einen Drang zur Bewegung spüre.

  1. Meditation im liegen.

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