Dürfen atheistische Verbände bei der Stellenbesetzung - Bewerber mit Kirchenzugehörigkeit ablehnen?

5 Antworten

Mir fallen keine "atheistischen" Verbände ein, wo Kirchenzugehörigkeit per sé ein Hinderungsgrund für die Einstellung wären. Allerdings gäbe es auch dort Tätigkeiten mit Tendenzbezug, die voraussetzten, dass der Arbeitnehmer mit den Zielen und Positionen des Verbandes übereinstimmt.

Für Tätigkeiten, bei denen dieser Tendenzbezug nicht gegeben ist, spielt das keine Rolle.

Genau das war aber bei kirchlichen Arbeitgebern nicht gewährleistet. Hier wurden vielfach bei Tätigkeiten auch ohne Tendenzbezug die Mitgliedschaft in der Kirche und ein Leben nach deren Regeln verlangt und hatte bei Verletzung arbeitsrechtliche Konsequenzen.

So ist die Forderung nach Kirchenmitgliedschaft bei einer Stelle als Priester durchaus legitim. Die Kirchenmitgliedschaft bei einer Stelle als Arzt, Pfleger oder Reinigungskraft in einem Krankenhaus in kirchlicher Trägerschaft usw. ist dagegen nicht erforderlich, weil diese Stellen keinen Tendenzbezug haben und die Kirchenmitgliedschaft deshalb auch nicht gefordert werden darf.

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Es sind ja in allen Unternehmen die Besetzungen mit Tendenzbezug, die die ... Tendenz des Unternehmens stärken sollen, auf Dauer aber kontraproduktiv wirken: Das geistige Streamlining ist wie eine all zu starke Spezialisierung einer Art, die bei Untergang ihres ganz speziellen Biotiops mit untergeht. Man kann auch die Tellerrand-Metapher bemühen ... und letztlich sogar den berufenen Wald. :)

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Was ist ein atheistischer Verband. Es gibt vllt. den einen oder anderen Arbeitgeber der Atheist ist, aber grundsätzlich ist die Frage nach der Religionszugehörigkeit bei einer Bewerbung nicht erlaubt. Nur bei den kirchlichen Betrieben, aber das weiss man schon bei der Bewerbung, dass es sich da um keinen "atheistischen" Betrieb handelt. In deinem Fall und das war ein Einzelfall ging es um eine Bewerberin die keine Konfession hatte und die Tätigkeit auf die sich bewarb auch keine Zugehörigkeit zu einer Konfession nötig macht. Das war die Meinung der Richter, aber das gilt nicht grundsätzlich für alle Mitarbeiter. Eine Putzfrau muß z.B. auch nicht katholisch oder evangelisch sein und das ist auch oft so, dass die nicht immer eine oder die gleiche Religionszugehörigkeit in einem kirchlichen Betrieb haben.

Nein.

Solch einen Beschluss hat das Bundesarbeitsgericht nie getroffen. Da hast du irgendein Urteil gründlich missverstanden...

Weiterhin gewährt das Arbeitsrecht Tendenzbetrieben Sonderrechte.

Atheistische Mystik?

Moin!

Ich bin auf der Suche nach Materialien zu einer atheistischen Mystik oder etwas Vergleichbarem. Dankbar wäre ich über Buchempfehlungen und Links zu Texten oder Videos zum Thema. Auch Erörterungen zu der Frage, inwieweit eine Atheistische Mystik überhaupt möglich ist oder Begründungen, wieso es diese nicht geben kann oder einschlägige eigene Erfahrungen sind willkommen.

Das Quellenmaterial scheint hier sehr dünn gesät zu sein. Bisher ist mir ein einziges Buch in die Hände gefallen, das sich mit dem Thema beschäftigt. Und zwar von André Comte-Sponville "Woran glaubt ein Atheist? Spiritualität ohne Gott" (ISBN 3-257-06658-9). Das beinhaltet schon mal im Prinzip das, wonach ich suche. Allerdings bezieht sich Comte-Sponvilles Mystik auf etwas, was er als "das Absolute" bezeichnet und erscheint mir demzufolge nicht im Strengen Sinne als atheistisch.

Gebraucht wird das Ganze für ein Projekt von mir, das unter dem Arbeitstitel "Theologie des Theistisch-Atheistischen Dialogs", bzw. ganz hoch gestochen "Versuch einer Synthese zwischen Theismus und Atheismus" laufen soll. Daraus wird hoffentlich mindestens ein Referat für einen Diskussionszirkel.

Ach ja: Unter Mystik verstehe ich jede Erfahrung mit einer tieferen (oder höheren) Qualität des Seins, also etwa Alleinheitserfahrungen, Perspektiven auf eine "höhere Realität" oder die "wahre Natur der Existenz".

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Wie viele Leute in Deutschland und anderswo sind Hedonisten? Und weshalb?

Ich habe den Eindruck, dass diese Art von Geisteshaltung sich immer weiter ausbreitet u. Hand in Hand mit dem Atheismus einhergeht. Man merkt auch immer mehr Menschen diese Verhaltensweise an, auch an diesem zunehmenden Materialismus u. Karrierewahn, eben halt : "Meine Frau, mein Haus, mein Auto", von allem das protzigste haben wollen, und das mit aller Gewalt. U. auch Drogenkonsum etc. ist ja ungebremster Hedonismus. Überhaupt, finde ich, ist doch Hedonismus für sehr viel schlechtes auf der Welt verantwortlich, v.a. in der Wirtschaft und Politik, denn Hedonismus ist grenzenlose Gier nach Geld und Macht, u. das sieht man nicht nur in den Fabriken der Entwicklungsländer, sondern auch in Deutschland zunehmend, mit Dingen wie Leiharbeit etc., alles ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, die auf Ungleichheit basieren u. zulasten der Schwächeren gehen. Und Hedonismus wird oftmals gnadenlos ausgeübt, er kennt keine moralischen oder ethischen Grenzen auf dem Weg zu seiner völligen Befriedigung. Er führt zu einer Gesellschaft ohne Werte, in der sich rund um die Uhr alles nur noch um Konkurrenz dreht. Er führt zu Abtreibungen und "Sterbehilfe", denn sobald der eigenen Lustbefriedigung etwas unangenehmes in die Quere kommt, wird dann auch das eigene Kind "weggemacht", wenn es darauf ankommt, u., wenn das Leben nicht mehr genug "Spaß" macht, setzt man sich selbst ein Ende. Auch Konsumismus bzw. Konsumwahn ist Hedonismus, ungebremster Konsum materieller Dinge, die meist von immer kürzerer Haltbarkeitsdauer sind,z.B. Technikgeräte. Ich muss sagen, dass ich Hedonismus zwar nachvollziehen kann, da es eine logische Folge ist, wenn man annimmt, das Leben hätte keinen Sinn, dass man aus diesem Leben soviel herausschlagen möchte, wie möglich, u. meint, in unendlichem Egoismus und maximal möglicher Befriedigung von Lüsten und Begierden einen Sinn zu finden. Mir persönlich ist das völlig zuwider, da ich erstens denke, dass dies zu nichts gutem führt, sondern zu gnadenloser Gewissenlosigkeit, und v.a. finde ich auch, dass dies in Wirklichkeit eine innere Leere hinterlässt, was sich u.a. darin zeigt, dass hedonistische Menschen in ihrer Gier oft nie genug kriegen und, falls sie mal an einem persönlichen Tiefpunkt ankommen,erkennen, dass dies völlig falsch ist u. nicht der Sinn des Lebens sein kann ;oder aber z.B. in Drogenexzessen versinken. Das wichtigste aber ist,Hedonismus ist mir einfach zu primitiv, ich finde es extrem dumm,erbärmlich und öde, so zu leben, es ist unter meiner Würde und meinem Niveau. Ich habe mich inzwischen von fast allen materiellen Wünschen getrennt, ich strebe weder Reichtum und Karriere an, ich brauche keine Villa mit Swimming Pool, noch nicht mal ein Haus mit Garten; u. höchstens eine passende Frau zu finden, würde ich mir noch wünschen, aber selbst das brauche ich nicht unbedingt. Hedonismus fände ich begrenzt höchstens in einem altruistischen Sinn gut, also dass es jedem Mensch gut gehen sollte und jeder gerecht behandelt wird; oder ...

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Darf ich als atheistischer Arbeitgeber nur atheistische Bewerber einstellen?

Kirchen dürfen schließlich auch aussieben was nicht zu ihrer Glaubensrichtung passt wenn sie Mitarbeiter einstellen und ich bin dankbar, wenn die Menge an Zwangsneurosen meiner Mitarbeiter sich auf weltliche Gegebenheiten begrenzt.

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Was könnte dahinterstecken, wenn Menschen auf Fragen antworten, die sie scheinbar gar nicht interessieren?

Als Beispiel : Atheisten antworten auf religiöse Fragen.

Ich empfinde das häufig als eher kontraproduktiv für die Fragesteller, denn diese können mit den Kommentaren eigentlich recht wenig anfangen

Außerdem kommen die Kommentare nicht selten aggressiv u. abwertend rüber...

Ich frage mich schon seit einiger Zeit, was es auch den Kommentatoren bringt, wenn sie doch ganz andere Weltanschauungen vertreten. Das bringt sie doch auch nicht wirklich weiter,

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Darf man einen Bewerber aufgrund eines Stellenangebotes be einer anderen Stelle des gleichen Unternehmens ablehnen?

Hey leute

ich hab folgendes problem. ich habe mich bei einem Rettungsdiestträger beworben und da bei 2 landkreis verbänden ... nun möchten diese mich zu einem der beiden schicken bzw die zweite aus diesem grund ablehen (bzw net ablehnen. ich hab da auch eine zusage ... nur sie wollen mich halt eher zu den anderen schicken ), da diese beiden kreisverbände eng zusammenarbeiten.

ist das rechtens ? darf mich der arbeitgeben einfach ablehnen und mir die entscheidung verwehren selbst zu sagen zu welchem kreisverband ich möchte ?

Vielen dank schonmal im vorraus. :D

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Frage an alle Gläubigen Menschen?

Ich möchte mich kurz Vorstellen und meine Beweggründe für meine Frage erläutern.
Ich bin 21 Atheist und komme aus einer katholisch-konservativen Familie.
Ich werde nächste Woche aus der Kirche austreten weil ich einfach nicht an eine göttliche Existenz glaube.
Meine Familie verstößt mich schon fast weil ich aus der Kirchengemeinde austreten will. Und ich möchte das nicht verallgemeinern, nicht alle gläubigen Menschen ticken so. Das weis ich selbst.
Warum tut ihr das? Ich bin die letzten Tage hier durch die Fragen zu diesem Thema gegangen und was ich teilweise gelesen habe hat mich schockiert. Jemand hat mir eine Verse der Johannes Offenbarung an den Schädel geknallt.
Glaubt ihr wirklich das euer Gott davon begeistert ist?
Warum falls es nach eurer Überzeugung einen Gott geben sollte, darf ein Atheist der sich sozial Engagiert nicht in den Himmel aber jemand der jeden Sonntag in die Kirche latscht, jeden Morgen zum Morgengebet in die Moschee geht oder einer der am Samstag den Sabbat „heiligt“, jedoch nichts für das gemeinwohl tut dort einen Platz bekommen?
Merkt ihr den gar nicht selbst wie Suspekt das klingt. Ich will hier niemanden diskriminieren oder bloßstellen, aber wir sollten einfach mal alle egal welche Religion, ob überhaupt Gläubig ins Gespräch kommen. Wir sind doch alle Menschen und unsere Gesellschaft kann nur so funktionieren.
Art. 1 GG: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Wie gesagt ich als Atheist kann es mir einfach nicht vorstellen.

Ich bitte eure Religionszugehörigkeit offen preiszugeben, und die strenge wie ihr euren glauben bzw. nicht glauben auslebt.
Ich freue mich auf jede Person die an diesem Dialog teilnehmen möchte.
Nur so können wir friedlich miteinander umgehen.

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