Duerfen Aerzte ueber mein Kind entscheiden?

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10 Antworten

Willst du es verweigern weil du einfach keinen Bock hast noch einen zusätzlichen Termin pro Woche an der Backe zu haben? Oder weil du glaubst das der Kleine die Mundmotorik und Lautbildung auch alleine hinkriegt irgendwann im Leben?

Ja, letztlich liegt es ganz bei den Eltern ob einem Kind dahingehend geholfen wird, ob die Eltern solche Hilfen in Anspruch nehmen oder denken das sich schon alles alleine einrenken könnte. Aber, auch wenns tausend Termine pro Woche sind, letztlich sollte man im Auge behalten das es dem Wohl des Kindes dient.

Je eher angefangen wird gegen eingeschlichene Lautbildungsfehler anzugehen, um so eher wird einer verschleppten verzögerten Sprachentwicklung (und daraus resultierende Sprachfehler) entgegengewirkt. Noch ist dein Kind sehr jung, je näher es zum Schulalter geht, desto mehr gibts zu tun. Glaub mir, so etwas ist nicht in ein paar Sitzungen oder 1 Jahr zu 100 Prozent ungeschehen gemacht. Manche Kinder brauchen bis zu mehreren Jahren bis sie recht einwandfrei alle Buchstaben und Buchstabenkombinationen hinkriegen (bei dieser und ähnlicher Ausgangslage).

Stell dir mal vor wie das bei der Einschulung sein wird. Je mehr Sprachdefizit besteht, desto sinnvoller ist eine Sprachförderschule (gibts ja fürs Grundschulalter). Das sind ganz normale Grundschulen mit Schwerpunkt der Sprachförderung. Diese gibts aber auch nicht wie Sand am Meer. Und je mehr ein Kind bis zur Einschulung dann schon an aktiver Sprache aufgeholt hat, desto weniger ist in dieser Schulform dann auszubügeln. Sprich: Um so erfolgreicher ist dann der Förderung durch die Sprachförderschule.

Logopädie ist Gold wert, vor allem bei Sprachentwicklungsverzögerung. Wenn ich an mein Kind von vor fast 4 Jahren denke, im Vergleich zum jetzigen Ist-Stand.... das sind Welten. Es ist noch nicht ganz perfekt, noch nicht alles ist "normal". Aber wir sind auf einem guten Weg.

Bei der Logopädie wird erst mal herausgefunden wo denn nun die eingeschlichenen Fehler liegen (das die Zunge und die Lippen beispielsweise falsch eingesetzt werden und somit manche Buchstaben/ Laute garnicht gebildet werden können, nur als irgendein mögliches Beispiel). Das Kind bekommt dort durch Spiele (eigentlich als Spiel getarnte Übungen) nach und nach das eine und andere beigebracht. Die Eltern werden instruiert daheim regelmäßig auch weiter zu üben mit dem Kind, um das Erlernte zu festigen. Durch Erfolge bekommt das Kind Selbstvertrauen und Mut zur Sprache.

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Kommentar von Rockige
17.05.2016, 22:53

Noch etwas aus eigener Erfahrung:

Normalerweise dauert es einige Zeit bis man überhaupt mit Logopädie beginnen kann. Erst mal muss das ganze Prozedere mitgemacht werden um die Krankenkasse zu bewegen eine solche Therapie zu bewilligen. Dies muss im regelmäßigen Abstand aufgefrischt werden (ist aber nicht tragisch).

Dann muss ja auch noch ein Logopäde in der nächsterreichbaren Umgebung gefunden werden der 1. auch mit der Therapie bei Kleinkindern Erfahrung hat und 2. überhaupt freie regelmäßige Termine hat. Das kann also auch nochmal Zeit in Anspruch nehmen.

Ich meine jetzt nicht Wartezeiten von x Tagen, sondern Zeiten von Wochen oder gar Monaten.

Je eher man also anfängt sich zu kümmern, um so eher kann begonnen werden.

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Eine schwierige Frage: Zum einen schustern sich Ärzte, Pädagogen, Logopäden.....gegenseitig lukrative Aufträge zu, zum Anderen ist es aber eher ungewöhnlich, wenn ein 2,5 Jahre altes Kind noch nicht spricht und nicht läuft.

Klar ist, dass du dir einen Logopäde deiner Wahl aussuchen kannst und nicht auf ein bestimmtes Institut angewiesen bist.

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Kommentar von ichfragemich16
17.05.2016, 17:39

Das finde ich richtig wichtig: Es sollte einer deiner Wahl sein.

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Kommentar von harmony333
17.05.2016, 20:21

Ja du sprichst genau das an was mir auf dem Herzen liegt. Ich als Mutter betrachte mein Kind als meinen Sohn, dem ich helfen will und fuer die meisten Aerzte(ich will nicht alle unter einen Kamm schaeren) sehen ihn als lukrativen Patienten oder einen interessanten Fall...habe ich wirklich so erlebt...ich schau mir Aerzte genau an und begegne Ihnen immer auf Augenhoehe aber sie sind keine Goetter....ich bin Wege gegangen (ins Krankenhaus) habe aber meinen Sohn immer mit nach Hause genommen am selben Tag...nur das Noetigste aber nichts was ihm fuer immer ein Trauma bleibt (Vollnarkose, Nervenwasser entnehmen 50 50 Chance um eine Diagnose rauszubekommen nein das ist es nicht Wert....Es brauch Mut sich gegen die studierten Menschen zu stellen aber letztendlich weiss jede Mutter und jeder Vater was sein Kind braucht und ich habe Aerzte erlebt, die auch Kinder haben und da habe ich mal mit nem Vater geredet und nicht mit nem Arzt....Leute seit wachsam! Helft euren Kindern mit Herz und Verstand! Liebe Gruesse

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Dein Kind ist von Behinderung bedroht. Alle wollen ihm und Dir helfen, dass aus der Bedrohung keine irreparabler Behinderung wird.  Was Du in dem frühen Alter versäumst, ist nicht mehr aufzuholen. Dann wird er eine Förderschule besuchen müssen und ein ganz anderes Leben führen als Du es für Dein Kind gewünscht hast. Allerdings kann auch manchmal alle Förderung nur zu einer Minderung der Symptome führen und es bleibt ein behindertes Kind. Aber man kann es trotzdem sehr lieb haben.

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Wenn du deinem Kind helfen möchtest, was in diesem speziellen Fall nur Fachkräfte können, dann nimm jede Art von Förderung an, die man dir anbietet!!!

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sieh das mal so: es gibt genug Fälle, da passiert nichts und denen ist alles scheints egal und bei dir ist es jetzt im Übermaß. Wenns nichts kostet, dann machs.. sag denen, du möchtest bei allem dabei sein, dann wissen die schon, wie und wos lang geht...

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Ich lese, dass du offensichtlich dein Kind nur in ambulanter Behandlung hast.

Nach meiner Meinung gehört es in eine sehr gute Kinderklinik. Dort sollte eine erneute komplette Untersuchung durchgeführt werden. Eine Gruppe von Spezial-Ärzten kann dir dann genauer sagen was zu tun oder zu lassen wäre.

Geh mal zur Krankenkasse, lass dir eine kompetente Klinik (Uni-Klinik) nennen oder suche im Internet nach einer (Selbsthilfe-Gruppen???). Lasst euch, Mutter und Kind, einweisen und die Untersuchungen durchführen.

Du kannst dich dich durchaus weigern. Dann aber die Erziehungsberechtigten gemeinsam.

Jetzt kommt das ABER: Wenn du alle bisherigen Möglichkeiten ausgeschöpft hast und es nur von einem zum anderen Arzt weitergereicht wird ohne dass ein Erfolg zu sehen ist.

Jetzt kommt noch das Jugendamt ins Rampenlicht. Bei deiner Weigerung können die dir das Sorgerecht absprechen und von Amts wegen handeln. Die Begründung lautet dann: Zum Wohle des Kindes.

Das Sorgerecht zurück zu bekommen ist dann ein langwieriger und ermüdender Prozess dess Erfolgsaussichten sehr fraglich sind.

Als Erziehungsberechtigter würde ich mit und mit die nutzlosen ambulanten Behandlungen einstellen und w. o. a. handeln. Du bist dann auf der sicheren Seite und kannst alles für dein Kind veranlassen.

Viel Erfolg MfG

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Kommentar von Sanja2
17.05.2016, 18:11

Also das halte ich dann doch eher für übertrieben. Die Fragestellerin schreibt ja nicht, dass sie gar keine Behandlungen will, nur ist es im Moment zu viel auf einmal. Das Kind ist doch offensichtlich gut diagnostiziert. Klar könnte man noch mal in eine Klinik gehen und eine Gesamtdiagnistik machen, aber muss man das? So wie das hier klingt wird niemand das Jugendamt überhaupt benachrichtigen, weil die Mutter eine Behandlung zum momentanen Zeitpunkt dem Kind nicht mehr zumuten möchte. Sie schreibt ja nicht, dass sie das niemals tun wird, sondern jetzt gerade in Kombination mit all den anderen Dingen halt nicht.

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Ich würde ein wenig abwarten. Und ihn erst mit 3 in den Kindergarten schicken. Jedes Kind durchläuft seine eigene Entwicklung. Bei der ersten Tochter wurde auch viel angeordnet, da sie überhaupt nicht krabbeln wollte. Wir wurden von Ärzten verrückt gemacht. Von einer orthopädischen Praxis in die nächste. Das Ende vom Lied, sie ist einfach aufgestanden und gelaufen. Sprich in deiner Familie rum, ob jemand in der Verwandtschaft eine verzögerte Sprachentwicklung hatte. Hol dir ein Rat einfach bei anderen Ärzten ( nicht von empfohlenen) und Entwicklungstherapeuten. Und noch Mal, jedes Kind entwickelt sich anders. Manchmal überspringen sie auch einen schritt. Lass ihn mit Kindern mehr spielen. Kinder untereinander animieren sich selbst besser. So würde ich machen. Ich meine, er muss doch jetzt nicht gleich in die Schule gehen, bis dahin ist noch eine lange Zeit

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Was für eine Zwickmühle!

Drücke es doch diplomatischer aus." Sie kennen doch unser Wochenpensum und wissen, dass ich alles für die Förderung meines Sohnes unternehme.

Im Moment ist aber auch wichtig, dass wir für ein gutes Familienleben und eine gesunde Mutter-Kind-Beziehung Zeit und Ruhe für uns brauchen.

Mit der Logopaedie würde ich jetzt noch etwas warten wollen."

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Zwingen kann Dich niemand!

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wenn du deinem Sohn helfen willst, solltest du den Ärzten schon vertrauen.

Warum hat er denn eine Entwicklungsverzögerung und wer hat das bestätigt?

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