Dürfen Ärzte SVV-Patienten die lokale Betäubung beim Nähen verweigern?

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14 Antworten

Der Arzt ist meines Wissens nach sogar verpflichtet, die möglichst schmerzärmste Behandlungsmethode zu wählen (an erste Stelle steht natürlich die sicherste und erfolgversprechendste Methode). Bei einer Wundnaht, egal wie groß, gehört da einfach eine Lokalanästhesie dazu.

Mir allen spontan nur 2 Gründe ein, warum er darauf verzichtet. Entweder es sind nur ein oder zwei Stiche zu nähen und lohnt sich somit wirklich nicht, oder aber es sind bereits Risiken und Komplikationen beim Patienten bekannt, dass er die Anästhesie nicht verträgt. Z.B. eine bekannte Allergie (wobei es eigentlich genug Mittel gibt, diese zu umgehen).

Alle anderen Möglichkeiten gehen vom Patienten aus. Z.B: Dass er es nicht wünscht, auf Grund seiner Religion oder weil er den starken Mann spielen will, wenn seine Freundin neben ihm steht oder aber der Patient möchte einfach so wenig Chemie wie möglich (gibts ja auch).

Aber sonst würde mir eigentlich kein Grund einfallen.

Das halte ich schlicht und einfach für eine böswillige Behauptung, dass Ärzte so etwas gemacht bzw. gesagt haben sollen. Da fehlt mti Sicherheit ein großer Teil der Vorgeschichte, bei dem der jeweilige Patient nicht so sonderlich gut dabei wegkommt...

Ansonsten gibt es mehrere Gründe, die gegen eine Narkose sprechen. Es kann sein, dass der Patient das nicht verträgt, dass er die Zustimmung nicht unterschreibt bzw. die Aufklärung über die Risiken nicht versteht, dass aufgrund der OP nicht betäubt werden kann (z.B. beim Einsetzen eines neuen Trommelfells, weil der Patient während der OP angeben muss, ob alles soweit in Ordnung ist) und noch ein paar andere Gründe, die ich hier nicht alle aufzählen will.

Aber so vollkommen grundlos und "als Strafe" macht das mit Sicherheit kein Arzt hier in Deutschland!

Cipralexa 29.01.2013, 00:15

Gestresste Ärzte sind generell nicht gut auf Patienten mit selbstzugefügten Wunden zu sprechen. Sie sehen es als zusätzliche Arbeit die nicht hätte sein müssen.

Es gibt solche und solche Menschen. Und es gibt auch schlechte Ärzte.

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ErsterSchnee 29.01.2013, 00:24
@Cipralexa

Auch schlechte Ärzte machen aber nicht hemmungslos das, was sie wollen!

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er kann sagen er macht es nur ohne betäubung aber er kann nicht einfach nähen ohne betäubung und ohne dass der patient das will! auf keinen fall darf er solche sprüche loslassen wie das was du geschrieben hast, da könnte man eventuell auch gegen den arzt vorgehen! grundsätzlich würden die allermeisten ärzte eine tiefe wunde nicht ohne betäubung nähen da es ihnen vorgeschrieben ist so wenig schmerz wie möglich zu verursachen.

Der Pat. hat ein recht auf betäubung ! Sie selbst würden auch auf eine Betäubung bestehen oder wenn es ihr Kind wäre, stell dem Arzt immer die Frage, was würden sie bei ihrem Kind oder sich selbst machen ? Oder, wenn sie in meiner Situation stecken würden, würden sie diese Therapie anwenden ? Aber meist tut das nähen weniger weh als der Stich von der Spritze, du kannst auf jeden Fall drauf bestehen.

Verweigert der Arzt eine Betäubung ist das nichts anderes als Körperverletzung. Ein Arzt ist verpflichtet die Schmerzfreiste Methode für seinen Patienten zu wählen. Tut er das nicht kann er sogar seine Zulassung verlieren. Es gibt nur einen Grund wieso er keine Betäubung braucht. Das Beispiel ist jetzt ein wenig übertrieben aber so verstehst du was ich meine: Du hast eine tiefe Schnittwunde und drohst zu verbluten. Der Arzt spritzt dir zwar ein Betäubungsmittel, aber das wirkt erst in 5 Minuten. In 2 Minuten könntest du aber schon an der Verletzung gestorben sein. Also muss sich der Arzt entscheiden ob er wartet oder glich näht, obwohl er weiß das du schmerzen dabei haben wirst. Sein Eid schreibt es ihm aber vor alles zu tun um leben zu retten auch wenn er dir für einpaar Minuten schmerzen zufügen muss.

beamer05 15.10.2017, 22:49

Ein Arzt ist verpflichtet die Schmerzfreiste Methode für seinen Patienten zu wählen.

Nö, ist er nicht.

Z.b. ist auch ein Zahnarzt nicht zu einer Vollnarkose verpflichtet, wenn es eine Lokale auch tut.

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Jeder Patient hat ein Recht darauf auf die schonendste Art behandelt zu werden und jeder Patient hat ein Recht auf freie Ärztewahl . Wenn ein Arzt mit sowas kommen sollte ,dann verweigere die weitere Behandlung und verlange einen anderen Arzt . Merke dir den Namen des Arztes und schreib eine Beschwerde an die Ärztekammer .

Hinter SVV stecken ernsthafte Problem . Das macht keiner aus Spaß und Leid lindert man wohl kaum durch noch mehr Leid .

LG

Eine Platzwunde wird in der Regel ohne Betäubung genäht. Egal ob privat, gesetzlich oder Sozial versichert. In der Regel ist das auch nicht einmal nötig. Oft werden sie sogar nur getackert. Aber auch das ohne Betäubung.

Nur im Fall, dass bei der Aktion des Nähens es zu unbewussten Bewegungen des Patienten kommen könnte, die dann mehr Schaden verursachen würden, würde die Stelle lokal betäubt.

Cipralexa 29.01.2013, 00:19

Den letzten Teil verstehe ich nicht.

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seelenkinder 29.01.2013, 00:22

ICh hatte in meinem Leben bereits 3 Mal Platzwunden die genäht wurden und jedesmal wurde die Stelle vorher betäubt!

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DoktorNoth 29.01.2013, 09:12

Das ist mal Quatsch.

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der Arzt ist verpflichtet, auf dem für den Patienten schonendsten Weg eine Heilung herbeizuführen!

Wünscht ein Patient eine Betäubung ist Aufwand/Risiko und Nutzen abzugleichen, der Arzt darf jedoch nichts gegen den Willen des Patienten tun!

Der Arzt "verschwendet" kein Betäubungsmittel, er bekommt es durch die Krankenversicherung des Patienten bezahlt!

Nein, aber Du kannst ihm verweigern zu nähen und dann zum nächsten Arzt zu gehen der lokal betäubt!

Ich würde nein sagen, kann mir aber vorstellen, dass sowas passiert ... Puh, mir zum Glück noch nicht.

Nein er darf sie nicht verweigern wenn sie medizinisch Notwendig ist (wenn der Arzt weiß das das Nähen der Wunde sehr schmerzhaft ist). Er muss es dann betäuben da es sonst als Qäualerei gilt und das gegen das Menschenrecht ist!

naja das Krankenhaus ist ja gewissermaßen Dienstleister und soll die Wünsche der Patienten weitestgehend befriedigen, und nicht über "du bist schuld" oder "dein fehler" richten.

Hey,

Nein sowas darf der natürlich nicht, vor allem, weil diese Leute psychisch krank sind. Die sind doch nicht einfach nur Selbst schuld.

Liebe Grüße, Flupp

Bullshit. So etwas passiert nicht.

Gegen den Willen des Patienten erfolgt keine Behandlung.

Cipralexa 29.01.2013, 00:17

Nicht gegen den Willen. Aber wenn der Patient nach einer Krise eingeschüchtern daliegt und sich nicht traut zu wiedersprechen als der Arzt sagte das es keine Betäubung gibt...

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Myrienna 29.01.2013, 00:20

Du würdest dich wundern, was Ärzte sich teilweise erlauben. Ich will lieber gar nicht weiter breittreten, was ich in der Arbeit schon alles gesehen habe. (Bin Krankenschwester)

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